Aktuelle Veranstaltungsreihe der mdw

POPULISMUS KRITISIEREN

 

 

 

20.05.2021
Online-Vortrag an der mdw

Arne Vogelgesang
Autor und Medienkünstler

Gamification von rechtsSpiel und Unterhaltung als politische Werkzeuge rechten Kulturkampfs

20.05.2021, 18 UhrOnline

Wir sprechen von "Spielifizierung", wenn typische Elemente von Spielmechaniken genutzt werden, um in spielfremden Kontexten motivationssteigernd zu wirken. Während diese Strategie ökonomisch genutzt wird, um Kundenbindung und Mitarbeiterproduktivität zu erhöhen, ist sie auch zu einem zunehmend wichtigen Teil politischer Kultur geworden. Insbesondere internetaffine Communities verwenden Spielelemente und spielnahe Unterhaltungsformate, um ihre Beziehung zur Realität zu gestalten und zu strukturieren – und damit auch ihre politische Praxis.

Der Vortrag beleuchtet die Spielmetapher als legitimierenden und verbindenden Rahmen jüngerer reaktionärer und rechtsextremistischer Szenen im englisch- und deutschsprachigen Internet und stellt beispielhaft Bestrebungen vor, Teile des politischen Diskurses zu “gamen”, als Unterhaltung umzudeuten und auch die eigene Mobilisierung zu spielifizieren.

 

Arne Vogelgesang ist Autor und Medienkünstler. Mit dem Theaterlabel internil und unter eigenem Namen realisiert er seit 2005 freie Theaterprojekte, die mit verschiedenen Zusammensetzungen von dokumentarischem Material, neuen Medien, Fiktion und Performance experimentieren. Außerdem hält er Vorträge und gibt Workshops zur Ästhetik radikaler Internet-Propaganda & schreibt gelegentlich einen Text.

Vortrag mit Diskussion
Moderation: Mariama Diagne, Gender Studies, IKM, mdw
Anmeldung: Benedikt Arnold, arnold-ben@mdw.ac.at


 

 

VORSCHAU

24.06.2021 – Leonida Kovač – Vortrag
Incidental Evil. Art and the Undoing of Hate in Zagreb’s Urban Space

28.10.2021 – Lectures/Podium discussion
Popular Music, Populism in Europe, and the Politics of Critique

Termin folgt – Podiumsdiskussion
Kulturpolitik – Demokratie – Populismus

Termin folgt – Gabriele Dietze  – Workshop
Rechtspopulismus und Geschlecht