Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2022/23:

Lehrveranstaltungen in der Kulturbetriebslehre

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Kulturbetriebslehre 01 (Musik, Gesellschaft und kulturelle Praxis) - 24.0140, 24.0000 WF

Andrea Glauser

Mo, 3.10, 9.30-10.30 Uhr, Online-Vorbesprechung

montags jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr

10.10., 31.10., 14.11., 28.11., 12.12., 9.1., 16.1.

Diese Veranstaltung beleuchtet Musik in ihrer sozialen und kulturellen Einbettung. Sie will damit zu einem besseren Verständnis der gesellschafts- und zeitspezifischen Bedingungen von Musik beitragen. Die Studierenden werden mit wichtigen Grundbegriffen der Kultur- und Gesellschaftsanalyse vertraut gemacht. Beispiele hierfür sind die Konzepte »Werte und Normen«, »Kooperation, Konflikt und Konkurrenz«, »Macht« oder »Interaktion, Gruppe und Organisation«. Gestützt auf diese Erkenntniswerkzeuge analysieren wir aktuelle und historische Phänomene aus dem Bereich der Musik.

 

Kulturbetriebslehre 01 (Projektmanagement im Musikbetrieb) - 24.0139, 24.0072 WF

Sandra Stini

mittwochs jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr

5.10., 12.10., 19.10., 16.11., 23.11., 30.11., 7.12., 14.12.

Das Management von eigenen Projekten stellt für Musiker*innen häufig eine besondere Herausforderung dar, da viele von ihnen mit diesen emotional stark verbunden sind.Umso wichtiger ist daher die professionale Planung, Entwicklung und Durchführung des Vorhabens.Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden die Studierenden in die Grundlagen der Projektentwicklung und die Techniken des Projektmanagements anhand der Entwicklung eigener Projektideen eingeführt und mit unterstützenden Werkzeugen und Hilfsmitteln vertraut gemacht.

Ziele: Kompetenzen in Projektentwicklung, Zielgruppen- und Konkurrenzanalyse, Finanzierung, Fördereinreichung sowie ein Überblick zu den rechtlichen Rahmenbedingungen im Musikbetrieb.

 

Kulturbetriebslehre 02 (Räume der Musik-Urban Music Studies) - 24.0141, 24.0014 WF

Lisa Gaupp, Andrea Glauser

Do, 13.10., 9.00-11.00 - Vorbesprechung

donnerstags jeweils von 9.00 bis 13.00 Uhr

3.11., 17.11., 15.12., 12.1., 26.1.

Diese Lehrveranstaltung wird als Teamteaching abgehalten.

In diesem Seminar untersuchen wir das Zusammenspiel von Musik, Sound, (gebauten) Räumen und sozialen Interaktionen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass musikalische Praxis nicht etwa im ›luftleeren‹ Raum stattfindet, sondern vielmehr an spezifischen Orten, und dass Sound wesentlich in die Herstellung von Atmosphäre und Räumlichkeit involviert ist. Räume der Musik – etwa als Kulturzentren umgenutzte Kasernen, Fabriken und Schlachthöfe, in Privatwohnungen situierte Produktionsstudios oder schillernde, von weltbekannten Architekturbüros entworfene neue Konzerthäuser – sind dabei ähnlich vielfältig wie die musikalische Praxis selbst.
Wir nähern uns dieser Thematik auf der einen Seite anhand von bestehenden Studien, wobei das interdisziplinäre Feld der Urban Music Studies von besonderem Interesse ist; zum anderen werden wir selbst in Wien und Umgebung ausgewählte Orte genauer unter die Lupe nehmen und die Beobachtungen und Interpretationen diskutieren.

 

Kulturbetriebslehre 02 (New Artist Models) - 24.0143, 24.0002 WF

Leonhard Leeb

donnerstag jeweils von 15.00 bis 18.15 Uhr

6.10., 20.10., 27.10., 3.11., 10.11., 17.11., 24.11.

Themen und Diskussionsgegenstände der VL: Wie gründe ich meine Existenz als Musiker*In (mögliche Existenzmodelle), Festlegen meines Künstlerprofils, Selbstmanagement für Musiker (Zeit- und Ressourcen-Management), Business Circles (Business & Management Prinzipien), Business Planung (wirtschaftliche Perspektive, Artist and Product Development), Geschäftsfelder und Implementierung von Prozessen, u.a. mehr.
Jeder von uns strahlt in seinem eigenen Licht. Welche Rollen die einzelnen Akteure bei den jeweiligen Karrieretypen im Prozess der Künstlerentwicklung spielen, wird im Rahmen dieser Lehrveranstaltung erörtert. In der Regel stellt die Defini¬tion der Künstleridentität die strategische Ausgangsentscheidung dar.

 

Kulturbetriebslehre 03  (Kunst- und Kulturpolitik) - 24.0145, 24.0004 WF

Heimo Konrad

dienstags jeweils von 9.00 bis 13.30 Uhr

18.10., 8.11., 22.11., 13.12., 10.1.

Semesterschwerpunkt: Kulturpolitik und Krieg

Aus aktuellem Anlass werden die Auswirkungen von Kriegen auf die Kulturpolitik untersucht.
Weiters werden gängige Narrative der österreichischen Kulturpolitik hinterfragt:
Österreichs Selbstdarstellung als Kulturnation - ein Nachkriegsrelikt?
Entwicklung öffentlicher Kulturbudgets
Erfolgsfaktoren von Kulturbetrieben und wie diese gemessen werden (sollten)
Internationale Praxisbeispiele
Zielsetzung: Wissen um Grundlagen und kritische Reflexion der Kunst- und Kulturpolitik.

 

Kulturbetriebslehre 04 (Musik und Dekolonisierung) - 24.0146, 24.0003 WF

Lisa Gaupp

Mi, 12.10., 10.00-12.00 Uhr; Do, 3.11., 14.00-19.00 Uhr; Mi, 16.11., 9.00-14.00 Uhr; Mi, 14.12., 9.00-14.00 Uhr; Mi, 25.1., 9.00-14.00

Abwehrende und abwertende Haltungen entlang von Differenzlinien von u. a. gender „race“, Klasse oder Sexualität sind nicht nur in individuellem Verhalten, sondern auch in zahlreichen (institutionalisierten) Musikpraktiken vor allem dann zu beobachten, wenn es darum geht zu deklarieren, was als „eigen“, was als „authentisch“ und was als „fremd“ oder als „anders“ zu werten ist. Solche und andere wertende Zuschreibungsprozesse und etablierte politische und pädagogische Eurozentristische Konzepte neu zu denken, ungleiche Machtrelationen offenzulegen sowie soziale Ungleichheiten zu verringern steht im Mittelpunkt von der Forderung nach Dekolonialisierung.
Im ersten Teil des Seminars werden wir als dekolonial zu verstehende musikbezogene Theoriebildung kennenlernen. Die Anwendung der Theorie auf die aktuelle Musikszene und die eigene künstlerische Praxis steht im Mittelpunkt des zweiten Teils des Seminars. Hier werden wir ausgewählte Beispiele einer kritischen dekolonialen Revision unterziehen.