Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2022:

Zum Gesamtverzeichnis inkl. Wahlfächer

 

Master IGP

Seminar zur Masterarbeit (Gender Studies)- 24.0127

Evelyn Annuß

Mi, 16.3., 11.5., 1.6., 14.00-17.00 E0104
Mi, 23.3., 30.3., 6.4., 27.4., 14.00-17.00 E0101

Dieses Seminar dient der Vorbereitung auf die wissenschaftliche Masterarbeit, der Themenfindung, Entwicklung von Fragestellungen und Erarbeitung einer entsprechenden Textdramaturgie. Es beinhaltet eine Präsentation der geplanten Arbeit. Gemeinsam lesen und diskutieren wir zudem flankierende kulturtheoretische Positionen im Kontext der disziplinenübergreifenden Geschlechterforschung.

 

Master IGP Modul Musik- und Kulturmanagement

Kulturbetriebslehre 01 (den Klassik-Musikbetrieb verstehen) - 24.0166

Peter Tschmuck

Di, 8.3., 14.00-15.00 Uhr - Vorbesprechung, E 0104
Di, 15.3., 14.00-17.00 Uhr, E 0104
Di, 22.3., 29.3., 5.4., 26.4. jeweils 14.00-17.00 Uhr, E 0101
3.5. und 10.5., 14.00-17.00 Uhr, E 0104
1.6. Prüfung mündlich, ganztags, E 0101

Die Vorlesung soll zum besseren Verständnis des Klassik-Musikbetriebs beitragen, indem die wichtigsten Akteur*innen in ihrer Vernetzung in der Musikwirtschaft im Allgemeinen und im Klassik-Betrieb im Besonderen dargestellt werden. Dazu zählen Musikveranstalter (z.B. Konzerthäuser und Festivals), Orchester und Ensembles klassischer Musik, Künstler*innen-Agenturen, Verwertungsgesellschaften (z.B. AKM) und Plattenfirmen/Musikverlage. Zudem werden die Grundlagen des Musikurheberrechts und der vertraglichen Beziehungen sowie des Musikmarketings vermittelt. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung werden auch Vertreter*innen aus dem Klassikbetrieb den Studierenden Rede und Antwort stehen.

 

Kulturbetriebslehre 02 (Management - Culture - Diversity) - 24.0167

Dagmar Abfalter und Doris Ingrisch

jeweils 9.00-13.00 Uhr
Mi, 16.3. - E 0104, Vorbesprechung
Mi, 23.3. und 4.5.  E 0101
Mi, 11.5. - E 0104
Mi, 18.5. - E 0101
Mi, 1.6. - E 0104

Kulturbetriebslehre und Gender Studies bieten zwei mögliche Perspektiven auf Akteur_innen und das Agieren im Musik- und Kunstmarkt. Die Kulturbetriebslehre beschäftigt sich mit der Entstehung von Kulturgütern wie Musik, Skulpturen oder Performances und wie kulturelle und ökonomische Werte im Kulturbetrieb geschaffen werden. Kulturbetrieb kann als Kulturinstitution (z.B. Opernhaus, Musikschule), kleinere organisatorische Einheit (z.B. Ensembles) oder als Praxisfeld (z.B. Musik-markt) verstanden werden. Gender Studies kritisieren die Geschlechter- und Heteronormativitätsblindheit des traditionellen wissenschaftlichen Kanons und setzen damit auch heute noch einen innovativen Impuls, bisherige wissenschaftliche Paradigmen zu überdenken sowie die Generierung von Wissen (und Kunst) unter neuen Erkenntnis leitenden Fragen sehen zu lernen.

 

Seminar Kulturmanagement und -wissenschaft 01 (Musikökonomik) - 24.0102

Peter Tschmuck

Di, 8.3., 15.30-16.30 Uhr - Vorbesprechung, E 0104
Di, 17.5., 14.00-17.30 Uhr, E 0104
Di, 24.5., 31.5., 7.6., 14.6., 14.00-17.30 Uhr, E 0101
Di, 21.6., 14.00-17.30 Uhr, E 0104

Die Lehrveranstaltung soll eine Einführung in die verschiedenen Bereiche der Musikökonomie anhand aktueller Forschungsfragen bieten.
Folgende Themenbereiche werden behandelt:
• Konzepte der Kunst- und Kulturökonomik mit Schwerpunkt auf den Musikbereich
• Musikmärkte
• Die wirtschaftliche und soziale Lage von Musiker*innen
• Kunst- und Kulturförderung im Musikbetrieb
• Struktur der Musikindustrie: Labels, Musikverlage, Verwertungsgesellschaften, Konzertbetrieb.

 

Master IGP Modul Arts-Based-Research

Arts-Based-Research 02 - 24.0131, 24.0011 (WF) und 24.0065 (Mitbeleger_innen und Austauschstudierende)

Doris Ingrisch

Mo, jeweils von 13.45-18.15 Uhr
Mo, 14.3., E 0104
Mo, 21.3., 25.4. und 2.5.,  E 0101
Mo, 9.5. und 16.5., E 0104

Das Seminar Arts-Based Research 02 lädt dazu ein, sich aufbauend auf das Seminar Arts-Based Research 01 tiefgreifender mit Forschungsprozessen im Modus von Arts-Based Research in eigenen Projekten und experimentellen Versuchsanordnungen auseinanderzusetzen, den Überblick über Artistic Research und deren Forschungsansätze, Praxis-Theorien sowie das Denken im Ästhetischen zu erweitern.

 

Master IGP Modul Geschlecht, Körper, Performance

Schreibwerkstatt: Gender*Lab (Nicht-/Normative Bewegungen) - 24.0128

Julia Ostwald

Mo, 9.5., 13.45 -17.00, Bibliothek
Mo, 16.5., 13.45 -17.00, Bibliothek
Mo, 23.5., 13.45-17.00, E 0104
24.5.- Exkursion
Mo, 30.5., 13.45-17.00, E 0104
Mo, 13.6., 13.45-17.00, E 0104

Diese Übung widmet sich dem Verhältnis von Bewegung und Sprache und thematisiert unter anderem folgende Fragen: Welche Worte finden wir, um über Bewegungen zu sprechen? Wie können wir die Flüchtigkeit des bewegten Körpers in Text übertragen und wie kann der Text der Bewegung gerecht werden? Inwiefern ist unser beobachtender Blick geprägt von spezifischen kulturellen und ästhetischen Normen und was bedeutet das wiederum für das Schreiben über Bewegung? Anhand vielfältiger (Video-)Beispiele von inszenierten Körperbewegungen aus Tanz, (Musik-)Theater und Performance werden wir in der Lehrveranstaltung verschiedene Arten des Schreibens über Bewegung erproben und diskutieren. Dies wird ergänzt durch die Lektüre theoretischer Texte zum Thema.
***Teil der Lehrveranstaltung ist am 24.5.2022 eine Exkursion an die Kunstuniversität Linz zu Lecture Performance/Workshop der schottischen Choreografin Claire Cunningham, die auf Krücken performt und u.a. den Deutschen Tanzpreis 2021 verliehen bekommen hat.

 

Seminar Gender Studies 01 (Körper – Macht – Auftritt) - 24.0101, 24.0019 (WF), 24.0083 (Mitbeleger_innen und Austauschstudierende)

Evelyn Annuß, Peter Röbke

Di, 15.3., 10.5., 9.30-12.30, Lothringer Straße

Di, 22.3., 29.3., 5.4., 26.4., 31.5., 9.30-12.30 Uhr, E 0101

Der Körper von Instrumentalist*innen und Sänger*innen ist ihr erstes Instrument. Beim Üben wie beim Auftreten geht es nicht nur um die Reproduktion von Liedern oder Stücken, sondern tatsächlich um das performative Hervorbringen klanglicher Wirklichkeit. Gerade im Instrumental- und Gesangsunterricht spielen dabei Berührungen und physische ebenso wie emotionale Nähe eine Rolle. Der Musikbetrieb wiederum ist von der Figur des Maestros und vom Intendant*innenprinzip geprägt. In welchem Verhältnis steht dies zu geschlechterspezifischen Machtverhältnissen? Was ist überhaupt Macht und wie ließe sich deren Wandel bestimmen? Von Instrumental- und Gesangspädagogik ausgehend wollen wir uns im Seminar aus Perspektive der Geschlechterstudien u.a. mit folgenden Themenfeldern auseinandersetzen: Einzelunterricht, Instrumentenwahl, Disziplinierung und Performen. Neben der Lektüre avancierter Texte führt das Seminar zudem ins wissenschaftliche Schreiben ein und bietet hierbei auch Gelegenheit, über Diskriminierungskritik und geschlechtergerechten Sprachgebrauch zu diskutieren.

 

Master IGP Modul Gender*Lab

Gender Studies 01 und 02: Atmen - 24.0069, 24.0022 (WF) & 24.1000 (Mitbeleger_innen und Austauschstudierende)

Julia Ostwald

Mo, 7.3., 13.45-17.00, E 0104
Mo, 14.3., 13.45-15.15, Bibliothek und 18.00-19.30 online
Mo, 21.3., 28.3., 4.4.,25.4. und 2.5., 13.45-17.00, E 0104

Auf den ersten Blick scheint Atmen eine natürliche Notwendigkeit, losgelöst von sozialen Ungleichheiten. Das Gegenteil haben u.a. die sozialen Ungerechtigkeiten der gegenwärtigen Pandemie oder die Black-Lives-Matter-Proteste mit ihrem Hilfe- und Kampfruf ‚I can’t breathe!‘ aufgezeigt. Den Verflechtungen des Atems mit sozialen, politischen, ästhetischen und ökonomischen Fragen widmen sich die in letzten Jahren herausgebildeten interdisziplinären Breath Studies.
Vor diesem Hintergrund fragt die Lehrveranstaltung nach Bedeutungen, Praktiken und Diskursen des Atmens im Kontext von (Musik-)Theater, Tanz, Performance und Film. Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über einschlägige Theorietexte aus dem Kontext der Breath Studies, die wir in gemeinsamer Lektüre erarbeiten und diskutieren werden. Parallel dazu werden performative Arbeiten zum Atem des 20./21.Jh. vorgestellt, die wir analysieren und in Bezug setzen zu theoretischen Ansätzen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die im Atem verflochtenen Aspekte von Somatischem und Politischem, Eigenem und Fremdem, Menschlichem und Nicht-Menschlichem in den Künsten manifestieren.

enGendering cirtical conciousness on stage - 24.0133, 24.0023 (WF) & 24.0058 (Mitbeleger_innen und Austauschstudierende)

Doris Ingrisch und Marie Helle

Fr, 13.5. 10.00-13.00 und 14.30-17.00, E 0101
Sa., 14.5., 14.30-17.30 E 0101
Fr, 20.5., 10-13.00 und 14.30-17.00 E 0104
Sa, 21.5., 14.30-17.30 E 0104

In diesem Seminar wollen wir einen Raum des Ausprobierens und Gestaltens öffnen, in dem sich künstlerischer bzw. wissenschaftlich-künstlerischer Ausdruck als tool für einen kritischen und doch zugewandten Zugang zur eigenen Profession, zur Welt und sich selbst entfalten kann. Mit Lektüre, Bewegung, Darstellung und Reflexion setzen wir gemeinsam einen Bewusstwerdungsprozess in Gang. „Within the richness created through reflection can always be found new ways of thinking about ourselves and the world (...) through the act of theatre” (Prendergast & Saxton, 2009, p. 204-205).

 

Master IGP Modul Kulturwissenschaft

Kulturpolitik und künstlerische Praxis - 24.0164

Andrea Glauser

Mo, 7.3., 9.30-10.30 (Vorbesprechung), E 0104
Mo, 21.3. und 28.3., 9.30-12.30, E 0104
Mo, 4.4. und 2.5., 9.30-12.30 E 0101
Mo, 9.5. und 23.5., 9.30-12.30, E 0104
Mo, 13. 6., 9.30-12.30, E 0101

Dieses Seminar beleuchtet das Wechselspiel von Kulturpolitik und künstlerischer Praxis. Auf der einen Seite gehen wir anhand von aktuellen Beispielen wie etwa der staatlichen Förderung von Kulturzentren und Musikräumen oder der Vergabe von Reisestipendien an Musiker*innen der Frage nach, wie kulturpolitische Instrumente die Arbeitsbedingungen von Kunstschaffenden und damit auch künstlerische Praxis prägen. Auf der anderen Seite interessiert, wie sich Kunstschaffende in kulturpolitische Debatten einbringen und die gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Arbeit mitformen. Um ein besseres Verständnis dieser Wechselwirkungen zu gewinnen, werden im Seminar auch Akteure aus der Praxis zu Wort kommen und Exkursionen unternommen.

 

Musik, Globalisierung und kulturelle Unterschiede - 24.0169

Andrea Glauser

Do, 3.3., 9.30-11.30 (Einführung), E 0104
Do, 17.3., 7.4., 28.4., 5.5., 19.5., jeweils 9.30-13.30, E 0104

Diese Veranstaltung spürt Globalisierungsprozessen im Bereich der Musik nach. Von besonderem Interesse ist die Frage, was die zunehmende globale Vernetzung in kultureller Hinsicht bedeutet. Führt sie zu Vereinheitlichung – zum Verschwinden kultureller Unterschiede? Oder befördern translokale Prozesse vielmehr Diversifizierung und die Herausbildung neuer kultureller Formen? Diese Fragen diskutieren wir mit Blick auf unterschiedliche Phänomene wie etwa die neuere Architektur von Konzerthäusern, die Bedeutung von Mobilität für Bildungs- und Berufsbiographien von Musiker*innen, die lokale ›Übersetzung‹ global verbreiteter Musikformen oder die Entstehung der Kategorie »World Music«. Das Seminar will damit zu einem besseren Verständnis gerade auch der (scheinbar) widersprüchlichen Dynamiken in einer globalisierten Welt der Musik beitragen.