Masterstudien (Instrumental, IGP, Lehramt)
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Wintersemester 2026/27
24.0129 Kulturbetrieb und Kulturmanagement (MA)
Vortragende*r: Heimo Konrad
- Einführung in die grundlegenden Themenbereiche, Theorien, disziplinären Grundlagen und Fragestellungen des Kulturmanagements und der Cultural Institutions Studies
- Überblick über Geschichte, Strukturen, Praktiken und Rahmenbedingungen von Kulturproduktion sowie Analyse des Berufsfelds Kulturmanagement
- Diskussion aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und Herausforderungen für Kulturproduktion
- Reflexion von Fragen des Zugangs, von Repräsentation, sozialer Ungleichheit, kulturellen Institutionen/Normen und Machtrelationen im Kulturbereich
24.0142 Kulturbetriebslehre 02 (Musik, Globalisierung und kulturelle Unterschiede)
24.0028 Musik, Globalisierung und kulturelle Unterschiede
Vortragende*r: Andrea Glauser
Diese Veranstaltung spürt Globalisierungsprozessen im Bereich der Musik nach. Von besonderem Interesse ist die Frage, was die zunehmende globale Vernetzung in kultureller Hinsicht bedeutet. Führt sie zu Vereinheitlichung – zum Verschwinden kultureller Unterschiede? Oder befördern translokale Prozesse vielmehr Diversifizierung und die Herausbildung neuer kultureller Formen? Diese Fragen diskutieren wir mit Blick auf unterschiedliche Phänomene wie etwa die neuere Architektur von Konzerthäusern, die Bedeutung von Mobilität für Bildungs- und Berufsbiographien von Musiker*innen, die lokale ›Übersetzung‹ global verbreiteter Musikformen oder die Entstehung der Kategorie »World Music«. Das Seminar will damit zu einem besseren Verständnis gerade auch der (scheinbar) widersprüchlichen Dynamiken in einer globalisierten Welt der Musik beitragen.
24.0141 Kulturbetriebslehre 02 (Räume der Musik - Urban Music Studies)
24.0047 Räume der Musik - Urban Music Studies
Vortragende*r: Lisa Gaupp, Andrea Glauser
In diesem Seminar untersuchen Studierende das Zusammenspiel von Musik, Sound, (gebauten) Räumen und sozialen Interaktionen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass musikalische Praxis nicht etwa im ›luftleeren‹ Raum stattfindet, sondern vielmehr an spezifischen Orten, und dass Sound wesentlich in die Herstellung von Atmosphäre und Räumlichkeit involviert ist. Räume der Musik – etwa als Kulturzentren umgenutzte Kasernen, Fabriken und Schlachthöfe, in Privatwohnungen situierte Produktionsstudios oder schillernde, von weltbekannten Architekturbüros entworfene neue Konzerthäuser – sind dabei ähnlich vielfältig wie die musikalische Praxis selbst.
Ausgehend von wissenschaftlicher Literatur zu Musik, Raum und Stadt sowie eigenen Interessen werden die Studierenden ausgewählte Orte in Wien und Umgebung genauer unter die Lupe nehmen und ihre Forschungsresultate dokumentieren. Workshops mit Gastvortragenden zu den Themen des Seminars ergänzen die Diskussionen um dieses junge Forschungsfeld der Urban Music Studies.
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24.0057 Kulturbetriebslehre 02 (New Artist Models)
Vortragende*r: Leonhard Leeb
Themen und Diskussionsgegenstände der VL: Wie gründe ich meine Existenz als Musiker*In (mögliche Existenzmodelle), Festlegen meines Künstlerprofils, Selbstmanagement für Musiker (Zeit- und Ressourcen-Management), Business Circles (Business & Management Prinzipien), Business Planung (wirtschaftliche Perspektive, Artist and Product Development), Geschäftsfelder und Implementierung von Prozessen, u.a. mehr. Jeder von uns strahlt in seinem eigenen Licht. Welche Rollen die einzelnen Akteure bei den jeweiligen Karrieretypen im Prozess der Künstlerentwicklung spielen, wird im Rahmen dieser Lehrveranstaltung erörtert. In der Regel stellt die Definition der Künstleridentität die strategische Ausgangsentscheidung dar.
24.0011 Seminar Kulturmanagement und Kulturwissenschaft 02 (Theorien und Praktiken des Marketing für Musiker*innen)
24.0052 Theorien und Praktiken des Marketing für Musiker*innen
Vortragende*r: Dagmar Abfalter
Professionelles Marketing gewinnt im Kulturbereich neben der künstlerischen Qualität zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext von DIY-Arbeitsweisen, projektorientierten Karrieren und der gezielten Ansprache spezifischer Zielgruppen einschließlich sogenannter Nicht-Besucher:innen. Das Seminar vermittelt vertiefende Grundlagen des strategischen Kulturmarketings für Musiker:innen und versteht Marketing nicht nur als instrumentelles Werkzeug, sondern auch als kulturelle, soziale und ethische Praxis. Klassische Marketingtheorien und -modelle werden systematisch Ansätzen des Critical Marketing gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer normativen Annahmen kritisch reflektiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Cause Marketing als Alternative zu rein gewinnorientierten Marketinglogiken. Dabei werden Strategien der Entwicklung, Kommunikation und Positionierung von Musik- und Kunstprojekten mit gesellschaftlicher Relevanz untersucht, insbesondere im Kontext sozialer und kultureller Zielsetzungen. Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Ausdrucksform, gesellschaftlichem Anliegen und strategischer Öffentlichkeitsarbeit. Ergänzend werden zentrale Elemente des erweiterten Marketing-Mix, Fragen der Positionierung, der Publikumsentwicklung sowie aktuelle Herausforderungen kultureller Vermittlungsarbeit behandelt. Ethische, ästhetische und strategische Fragestellungen werden gleichermaßen berücksichtigt. Theoretische Grundlagen und Konzepte werden anhand konkreter Beispiele, Fallstudien und praxisnaher Übungen vertieft. Die Studierenden lernen, wie künstlerische und künstlerisch-pädagogische Projekte professionell kommuniziert, glaubwürdig vermittelt und wirksam positioniert werden können, ohne ihre inhaltliche Integrität zu verlieren. Der dialogische Austausch mit den Studierenden bildet eine zentrale didaktische Grundlage. Je nach Gruppengröße können laufende Projekte der Studierenden sowie deren eigene künstlerische Profile und Positionierungen in die Lehrveranstaltung integriert und gemeinsam kritisch reflektiert werden.
Ziel: Die Studierenden erwerben ein fundiertes Verständnis der theoretischen und praktischen Grundlagen kulturbezogener und nicht-kommerzieller Marketingansätze. Sie setzen sich kritisch mit unterschiedlichen Marketingverständnissen auseinander und lernen, Marketingstrategien als Instrumente kultureller Teilhabe, gesellschaftlicher Verantwortung und professioneller Positionierung einzusetzen. Durch Diskussion, Reflexion und praktische Anwendung werden sie befähigt, ihre künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Projekte überzeugend zu präsentieren, glaubwürdig zu vermitteln und öffentlichkeitswirksam zu positionieren. Sie lernen insbesondere, wie Marketingstrategien dazu beitragen können, gesellschaftlichen Wandel zu fördern, soziale und künstlerische Anliegen mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbinden sowie musikalische und kulturelle Projekte nachhaltig sichtbar zu machen.
Sommersemester 2027
24.0026 Kulturbetrieb und Kulturmanagement (MA)
Vortragende*r: Dagmar Abfalter
- Einführung in die grundlegenden Themenbereiche, Theorien, disziplinären Grundlagen und Fragestellungen des Kulturmanagements und der Cultural Institutions Studies
- Überblick über Geschichte, Strukturen, Praktiken und Rahmenbedingungen von Kulturproduktion sowie Analyse des Berufsfelds Kulturmanagement
- Diskussion aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und Herausforderungen für Kulturproduktion
- Reflexion von Fragen des Zugangs, von Repräsentation, sozialer Ungleichheit, kulturellen Institutionen/Normen und Machtrelationen im Kulturbereich
24.0167 Kulturbetriebslehre 02 (Curating Power: Diversity and Difference)
24.0104 Seminar Kulturmanagement und Kulturwissenschaft 02 (Curating Power: Diversity and Difference)
24.0056 Curating Power: Diversity and Difference
Vortragende*r:Lisa Gaupp
The seminar examines how power operates within music and the performing arts, and how it is produced, negotiated, and challenged through artistic and educational practices, as well as curatorial processes. It focuses on questions of inclusion and exclusion as well as on the structural conditions that shape cultural production in international contexts. Students engage with curatorial practice as a site where aesthetic, social, and political decisions intersect. Special attention is given to how artistic selection, programming, and institutional frameworks reflect and reproduce broader power relations, including those shaped by gender, class, race, and other axes of difference. The analysis extends to how these dynamics become visible in artistic formats, organisational structures, and pedagogical or mediating contexts. Theoretical approaches are drawn from cultural studies, postcolonial and decolonial theory, feminist and anti-racist perspectives, as well as research on cultural policy. Curating is approached not as a neutral practice, but as one embedded in systems of power and responsibility. Selected cultural organisations, festivals, mediating and performative settings are examined as case studies in order to understand how institutional logics and curatorial decisions shape cultural meaning and participation.
24.0046 Kulturbetriebslehre 02 (Soundscape Studies - Erkundungen in Wien)
24.0093 Soundscape Studies - Erkundungen in Wien
Vortragende*r: Andrea Glauser
Diese Veranstaltung führt in die Soundscape Studies ein. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, wie unterschiedliche Orte in der Stadt klingen, wie der jeweilige Sound entsteht und wie er von Akteuer:innen wahrgenommen und mitgeprägt wird. Anknüpfend an theoretische Überlegungen zum Zusammenspiel von auditiver Kultur, Kunst, Politik und Stadt beschäftigen wir uns mit Formen des Hörens und multisensorischer Ethnographie, um ausgewählte Orte in Wien eigenständig zu erkunden. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Rhythmus der Stadt und der Flüchtigkeit von Sound.
24.0081 Kulturbetriebslehre 02 (Kunst- und Kulturrecht)
24.0084 Kunst- und Kulturrecht
Vortragende*r: Heimo Konrad
Semesterschwerpunkt: Kunst- und Kulturrecht in Zeiten politischer Veränderungen Die Bedrohungsszenarien, denen die Kunstfreiheit ausgesetzt ist, sind in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Die LVA gibt Aufschluss über die rechtliche Situation und über aktuelle Entwicklungen. Voraussetzungen jedweder öffentlichen Kunstfinanzierung ist ihr rechtlicher Rahmen. Die LVA gibt einen einfachen Einstieg in die eher verworrene Kompetenzsituation in Österreich. Insgesamt vermittelt die LVA den Studierenden einen profunden Überblick über die Grundlagen der kulturrechtlichen Rahmenbedingungen. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele.
24.0053 Seminar Kulturmanagement und Kulturwissenschaft 02 (Cultural Entrepreneurship)
24.0055 Cultural Entrepreneurship
Vortragende*r: Dagmar Abfalter, Elmar Konrad
Unternehmerisches Handeln im Musik- und Kreativsektor hat eine faszinierende Geschichte. In diesem Kurs erkunden wir die aktuellen Theorien und Konzepte des Cultural Entrepreneurship und setzen sie in die Praxis um. Wir erarbeiten gemeinsam konzipierte und marktfähige Businesspläne, die die speziellen Rahmenbedingungen des Kulturbetriebs in Österreich berücksichtigen. Zusätzlich legen wir einen Schwerpunkt auf innovative Marketingstrategien im Kultursektor: Wir beleuchten Strategien zur Identifizierung und Ansprache der Zielgruppe, Nutzung von Social Media für die Vermarktung von Kulturprojekten. Lernziele: Die Studierenden… …sind mit aktuellen Konzepten und Trends des Entrepreneurship vertraut und können diese vor dem Hintergrund ihrer eigenen musikalischen/künstlerischen/musiktherapeutischen Berufspraxis und gesellschaftspolitischen Diskussionen kritisch reflektieren. …können verschiedene Business-Modeling-Instrumente zur Erarbeitung eines stimmigen und marktfähigen Businessplans für ein reales Projekt im Kultursektor anwenden. …erwerben die Fähigkeit zur Entwicklung und Umsetzung innovativer Marketingstrategien im Kultursektor.
24.0121 Forschungsseminar 02
Vortragende*r: Seo Young Cho
Das Forschungsseminar widmet sich in wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Musiken und musikalischen Praktiken in unterschiedlichen Kontexten einem konkreten Forschungsthema. Der Umgang mit theoretischen Begriffen, die Quellenrecherche und -aufarbeitung, Möglichkeiten der systematischen Bearbeitung wie auch die Reflexion und Diskussion von Forschungsfragen und -problemen werden im Seminar aufgezeigt, wobei Studierende die Möglichkeit erhalten, zumindest eine ausgewählte Methode des Fachs möglichst konkret und praktisch zu erproben.
24.0027 Kolloquium zur Masterarbeit
Vortragende*r: Andrea Glauser
Die Lehrveranstaltung dient der Begleitung, Präsentation und Diskussion der Masterarbeiten. Sie unterstützt eine forschende Haltung und den Entwicklungsprozess der Masterarbeit. Das Kolloquium wird im fachwissenschaftlichen wie im musikpädagogisch-fachdidaktischen, im musiktheoretischen und im bildungswissenschaftlichen Bereich gleichermaßen angeboten und ist in jenem Fachbereich zu belegen, aus dem die Masterarbeit verfasst wird.
24.0126 Seminar zur Masterarbeit
24.0090 Masterarbeitsseminar
In dieser Lehrveranstaltung werden laufende oder geplante Masterarbeiten begleitet. Die Studierenden erhalten einen vertieften Einblick in die Prinzipen und Gütekriterien des wissenschaftlichen Arbeitens und deren Anwendung. Anhand der Projekte der Teilnehmer:innen werden zentrale Aspekte des Verfassens einer Masterarbeit erläutert und zusammen diskutiert, insbesondere die Formulierung einer tragfähigen Fragestellung, die Gliederung der Studie, das Zusammenspiel von Untersuchungsgegenstand, theoretischen Überlegungen und methodischen Werkzeugen, der Schreibprozess wie auch die Literaturrecherche. Ebenso bietet das Seminar Raum für die Diskussion der Themenwahl sowie für die Besprechung laufender Fragen im Forschungs- und Schreibprozess.