Instrumentalstudien
Lehrveranstaltungen im Studienjahr 2025/26
Zum Gesamtverzeichnis inkl. Wahlfächer
Die Lehrveranstaltungen des International Research Center Gender and Performativity (ICGP) finden Sie unter folgendem Link.
Sommersemester 2026
Kulturbetriebslehre 01 (Groove the City - Move the Streets) - 24.0191
Lisa Gaupp, Andrea Glauser
Diese Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in das Zusammenspiel von Musik, Sound, Raum und sozialen Interaktionen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass musikalische Praxis stets an konkrete Orte und räumliche Konstellationen gebunden ist und Sound wesentlich zur Herstellung von Atmosphäre und Bedeutung beiträgt.
Anhand ausgewählter Texte aus den Urban Music Studies und den Sound Studies lernen Studierende zentrale Begriffe, Fragestellungen und Forschungsfelder kennen. Ergänzend werden grundlegende methodische Zugänge vorgestellt. Exemplarische Auseinandersetzungen mit Musik- und Soundorten in Wien und Umgebung dienen der Anwendung dieser Perspektiven. Gastvortragende ergänzen das Seminar um Einblicke in aktuelle Forschung.
Kulturbetriebslehre 01 (World Class Artist) - 24.0138
in gem. Abhaltung mit Kulturbetrieb und Kulturmanagement (MA) (World Class Artist) - 24.0134
Leonhard Leeb
Themen und Diskussionsgegenstände: Das intern. Konzertgeschehen (Szenen und Musikgenres Seriöse Klassik), Die Grundlagen des Artistmanagements für World Class Artist und New Audience Musician (Solo Artist, Collaborate Artist). Akteur*innen im Musikbusiness. Personendimension und Künstler*innenprofil (A&R Prozess, Künstlerpersönlichkeit und das Klangmaterial), Karriereziel definieren, Jahres- und Vorstellungsplan, Grundlagen der Gagengestaltung, u.a. mehr.
Die klassische Musik im traditionellen Umfeld, aber auch im Umfeld von New Artist Models und neuem Publikumsfeldern steht im Zentrum dieser Lehrveranstaltung.
Das im Qualifikationsprofil des Curriculums festgelegte Studienziel bestimmt je nach individuellem Entwicklungsstand der Studierenden den Inhalt sowie die Lehr- und Lernmethoden im jeweiligen Semester.
Kulturbetriebslehre 02 (Cultural Entrepreneurship) - 24.0163
Dagmar Abfalter und Elmar D. Konrad
Unternehmerisches Handeln im Musik- und Kreativsektor hat eine faszinierende Geschichte. In diesem Kurs erkunden wir die aktuellen Theorien und Konzepte des Cultural Entrepreneurship und setzen sie in die Praxis um. Wir erarbeiten gemeinsam konzipierte und marktfähige Businesspläne, die die speziellen Rahmenbedingungen des Kulturbetriebs in Österreich berücksichtigen. Zusätzlich legen wir einen Schwerpunkt auf innovative Marketingstrategien im Kultursektor: Wir beleuchten Strategien zur Identifizierung und Ansprache der Zielgruppe, Nutzung von Social Media für die Vermarktung von Kulturprojekten.
Lernziele:
Die Studierenden…
…sind mit aktuellen Konzepten und Trends des Entrepreneurship vertraut und können diese vor dem Hintergrund ihrer eigenen musikalischen/künstlerischen/musiktherapeutischen Berufspraxis und gesellschaftspolitischen Diskussionen kritisch reflektieren.
…können verschiedene Business-Modeling-Instrumente zur Erarbeitung eines stimmigen und marktfähigen Businessplans für ein reales Projekt im Kultursektor anwenden.
…erwerben die Fähigkeit zur Entwicklung und Umsetzung innovativer Marketingstrategien im Kultursektor.
Kulturbetriebslehre 02 (Kunst- und Kulturrecht) – 24.0081
Heimo Konrad
Semesterschwerpunkt: Kunst- und Kulturrecht in Zeiten politischer Veränderungen
Die Bedrohungsszenarien, denen die Kunstfreiheit ausgesetzt ist, sind in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Die LVA gibt Aufschluss über die rechtliche Situation und über aktuelle Entwicklungen.
Voraussetzungen jedweder öffentlichen Kunstfinanzierung ist ihr rechtlicher Rahmen. Die LVA gibt einen einfachen Einstieg in die eher verworrene Kompetenzsituation in Österreich.
Insgesamt vermittelt die LVA den Studierenden einen profunden Überblick über die Grundlagen der kulturrechtlichen Rahmenbedingungen. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele.
Kulturbetriebslehre 02 (Musik, Globalisierung und kulturelle Unterschiede) – 24.0142
Andrea Glauser
Diese Veranstaltung spürt Globalisierungsprozessen im Bereich der Musik nach. Von besonderem Interesse ist die Frage, was die zunehmende globale Vernetzung in kultureller Hinsicht bedeutet. Führt sie zu Vereinheitlichung – zum Verschwinden kultureller Unterschiede? Oder befördern translokale Prozesse vielmehr Diversifizierung und die Herausbildung neuer kultureller Formen? Diese Fragen diskutieren wir mit Blick auf unterschiedliche Phänomene wie etwa die neuere Architektur von Konzerthäusern, die Bedeutung von Mobilität für Bildungs- und Berufsbiographien von Musiker*innen, die lokale ›Übersetzung‹ global verbreiteter Musikformen oder die Entstehung der Kategorie »World Music«. Das Seminar will damit zu einem besseren Verständnis gerade auch der (scheinbar) widersprüchlichen Dynamiken in einer globalisierten Welt der Musik beitragen.
Kulturbetriebslehre 02 (Projektmanagement im Kulturbetrieb) - 24.0097
Sandra Stini
Das Management eigener Projekte ist für Musikerinnen und Musiker oft eine besondere Herausforderung, vor allem weil sie emotional stark mit ihren Projekten verbunden sind.
Die professionelle Planung, Entwicklung und Durchführung solcher Vorhaben ist daher von entscheidender Bedeutung.
In dieser Lehrveranstaltung werden die Studierenden in die Grundlagen der Projektentwicklung eingeführt.
Sie lernen die Techniken des Projektmanagements kennen, indem sie eigene Projektideen entwickeln.
Dabei werden sie mit verschiedenen unterstützenden Werkzeugen und Hilfsmitteln vertraut gemacht.
Die Ziele der Lehrveranstaltung umfassen den Erwerb von Kompetenzen in der Projektentwicklung, der Analyse von Zielgruppen und Konkurrenz, sowie in der Finanzierung und dem Einreichen von Förderanträgen.
Zusätzlich erhalten die Studierenden einen umfassenden Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen im Musikbetrieb.
Dieses Wissen soll ihnen helfen, ihre musikalischen Projekte erfolgreich zu planen, zu entwickeln und umzusetzen.
Kulturbetriebslehre 02 (Soundscape Studies - Erkundungen in Wien) - 24.0046
Andrea Glauser
Diese Veranstaltung führt in die Soundscape Studies ein. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, wie unterschiedliche Orte in der Stadt klingen, wie der jeweilige Sound entsteht und wie er von Akteuer:innen wahrgenommen und mitgeprägt wird. Anknüpfend an theoretische Überlegungen zum Zusammenspiel von auditiver Kultur, Kunst, Politik und Stadt beschäftigen wir uns mit Formen des Hörens und multisensorischer Ethnographie, um ausgewählte Orte in Wien eigenständig zu erkunden. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Rhythmus der Stadt und der Flüchtigkeit von Sound.
Wissenschaftliches Seminar (MA) (Curating Diversity at International Performing Arts Festivals – Academy Second Modernism Festwochen Vienna) - 24.0054
Lisa Gaupp
This seminar explores how diversity can be curated at international performing arts festivals by addressing structural inequalities and persistent underrepresentation in the global music scene and focusing on transformative strategies within contemporary music culture. The seminar is aimed at music students who wish to engage critically and practically with curatorial processes in international festival contexts.
Following a theoretical introduction to global inequalities and key curatorial approaches (anti-racist, transcultural, inclusive, feminist, postcolonial), understanding curating as an artistic, political, and ethical practice that shapes visibility, narratives, and power relations, the seminar centers on practice-based exchange.
A core component of the seminar is its close connection to the Academy Second Modernism, founded in 2024 as part of the Wiener Festwochen | Free Republic of Vienna. The Academy is a feminist and global initiative dedicated to expanding the musical canon and fostering international networks committed to diversity and equality in music. At the Academy’s annual Summit, around 80 internationally renowned composers, performers, curators, artistic directors, and scholars come together to discuss urgent artistic and institutional questions.
Students participate in the Summit as equal contributors and emerging experts, engaging directly with leading figures in contemporary music and festival culture, exchanging perspectives, and building professional networks. Particular attention is given to the theme of this year’s Academy, Cultural Appropriation, exploring how power relations, cultural identities, and musical practices intersect in transcultural festival contexts and how ethical, responsible programming can foster transformation.
Wissenschaftliches Seminar (MA) (Theorien und Methoden des Marketing) - 24.0038
Dagmar Abfalter
Professionelles Marketing gewinnt im Kulturbereich neben der künstlerischen Qualität zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext von DIY-Arbeitsweisen und der gezielten Ansprache spezifischer Zielgruppen, einschließlich sogenannter Nicht-Besucher:innen. Das Seminar vermittelt vertiefende Grundlagen des strategischen Kulturmarketings für Musiker:innen und versteht Marketing nicht nur als instrumentelles Werkzeug, sondern auch als kulturelle, soziale und ethische Praxis.
Klassische Marketingtheorien und -modelle werden systematisch Ansätzen des Critical Marketing gegenübergestellt und in ihren normativen Annahmen kritisch reflektiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Cause Marketing als Alternative zu rein gewinnorientierten Marketinglogiken, mit Fokus auf gesellschaftliche Verantwortung, kulturellen Mehrwert und nachhaltige Publikumsbeziehungen. Ergänzend werden zentrale Elemente des erweiterten Marketing-Mix, Fragen der Positionierung sowie aktuelle Herausforderungen der Publikumsentwicklung behandelt.
Der dialogische Austausch mit den Studierenden bildet eine zentrale didaktische Grundlage. Je nach Gruppengröße können laufende Projekte der Studierenden sowie deren eigene künstlerische Profile und Positionierungen in die Lehrveranstaltung integriert und gemeinsam kritisch reflektiert werden.
Wintersemester 2025/26
Kulturbetriebslehre 01 (Management-Kontext-Musik) - 24.0139
in gemeinsamer Abhaltung mit Kulturbetrieb und Kulturmanagement BA - 24.0122
Dagmar Abfalter, Tatjana Nikolic
Professionelle Strategie- und Managementarbeit leistet neben der künstlerischen Qualität häufig einen großen Beitrag zu Erfolg und Wirkung von Kulturprojekten. Für ein gutes Gelingen einer reflektierten Übernahme oder Anpassung von Managementinstrumenten ist die Berücksichtigung des jeweils spezifischen Kontexts in seinen vielen Facetten essenziell, insbesondere wenn die Projekte nationale oder andere Grenzen überschreiten. Das Seminar verhandelt Grundfragen des (strategischen) Managements von Musik-/Kulturbetrieben und -projekten vor dem theoretischen Rahmen der Kulturbetriebslehre. Anhand von Beispielen aus und außerhalb von Österreich werden Themen wie Zusammenarbeit und Führung, Marketing und Publikum, Interessens- und Zielgruppen, Finanzierung u.v.m. vor dem Hintergrund persönlicher Profile und Werthaltungen diskutiert.
Ziel: Die Studierenden entwickeln ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung kontextueller Faktoren im strategischen Management von Musik- und Kulturprojekten. Sie lernen, wie unterschiedliche kulturelle, institutionelle, politische und persönliche Rahmenbedingungen Managementprozesse beeinflussen, insbesondere in transnationalen Zusammenhängen. Auf dieser Grundlage sind sie in der Lage, Managementinstrumente kritisch zu hinterfragen, reflektiert auf konkrete Kontexte anzuwenden und fundierte, eigenständige Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Qualität, Zielgruppeninteressen und organisatorischen Anforderungen zu treffen.
Kulturbetriebslehre 01 (Musik, Gesellschaft und kulturelle Praxis) - 24.0140
in gemeinsamer Abhaltung mit Kulturbetrieb und Kulturmanagement BA - 24.0123
Andrea Glauser
Diese Veranstaltung beleuchtet Musik in ihrer sozialen und kulturellen Einbettung. Sie will damit zu einem besseren Verständnis der gesellschafts- und zeitspezifischen Bedingungen von Musik beitragen. Die Studierenden werden mit wichtigen Grundbegriffen der Kultur- und Gesellschaftsanalyse vertraut gemacht. Beispiele hierfür sind die Konzepte »Werte und Normen«, »Kooperation, Konflikt und Konkurrenz«, »Macht« oder »Interaktion, Gruppe und Organisation«. Gestützt auf diese Erkenntniswerkzeuge analysieren wir aktuelle und historische Phänomene aus dem Bereich der Musik.
Kulturbetriebslehre 02 (Kunst- und Kulturpolitik) – 24.0001
Heimo Konrad
Schwerpunktthema: Kulturpolitik in Zeiten von Wahlen: Anspruch und Realität Darstellung und Hinterfragung gängiger Narrative, etwa Österreichs Selbstdarstellung als "Kulturnation". Erfolgsfaktoren von Kulturbetrieben und wie diese gemessen werden (sollten) Entwicklung öffentlicher Kulturbudgets. Sinken die Kulturbudgets tatsächlich? Zahlreiche Praxisbeispiele, etwa im Musikschulbereich. Zielsetzung: Wissen um Grundlagen und kritische Reflexion der Kunst- und Kulturpolitik.
Kulturbetriebslehre 02 (New Artist Models) - 24.0057
Leonhard Leeb
Themen und Diskussionsgegenstände der VL: Wie gründe ich meine Existenz als Musiker*In (mögliche Existenzmodelle), Festlegen meines Künstlerprofils, Selbstmanagement für Musiker (Zeit- und Ressourcen-Management), Business Circles (Business & Management Prinzipien), Business Planung (wirtschaftliche Perspektive, Artist and Product Development), Geschäftsfelder und Implementierung von Prozessen, u.a. mehr. Jeder von uns strahlt in seinem eigenen Licht. Welche Rollen die einzelnen Akteure bei den jeweiligen Karrieretypen im Prozess der Künstlerentwicklung spielen, wird im Rahmen dieser Lehrveranstaltung erörtert. In der Regel stellt die Definition der Künstleridentität die strategische Ausgangsentscheidung dar.
Kulturbetriebslehre 02 (Projektmanagement im Kulturbetrieb) - 24.0096
Sandra Stini
Das Management eigener Projekte ist für Musikerinnen und Musiker oft eine besondere Herausforderung, vor allem weil sie emotional stark mit ihren Projekten verbunden sind. Die professionelle Planung, Entwicklung und Durchführung solcher Vorhaben ist daher von entscheidender Bedeutung. In dieser Lehrveranstaltung werden die Studierenden in die Grundlagen der Projektentwicklung eingeführt. Sie lernen die Techniken des Projektmanagements kennen, indem sie eigene Projektideen entwickeln. Dabei werden sie mit verschiedenen unterstützenden Werkzeugen und Hilfsmitteln vertraut gemacht. Die Ziele der Lehrveranstaltung umfassen den Erwerb von Kompetenzen in der Projektentwicklung, der Analyse von Zielgruppen und Konkurrenz, sowie in der Finanzierung und dem Einreichen von Förderanträgen. Zusätzlich erhalten die Studierenden einen umfassenden Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen im Musikbetrieb. Dieses Wissen soll ihnen helfen, ihre musikalischen Projekte erfolgreich zu planen, zu entwickeln und umzusetzen.
Kulturbetriebslehre 02 (Räume der Musik - Urban Music Studies) - 24.0141
Lisa Gaupp, Andrea Glauser
In diesem Seminar untersuchen Studierende das Zusammenspiel von Musik, Sound, (gebauten) Räumen und sozialen Interaktionen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass musikalische Praxis nicht etwa im ›luftleeren‹ Raum stattfindet, sondern vielmehr an spezifischen Orten, und dass Sound wesentlich in die Herstellung von Atmosphäre und Räumlichkeit involviert ist. Räume der Musik – etwa als Kulturzentren umgenutzte Kasernen, Fabriken und Schlachthöfe, in Privatwohnungen situierte Produktionsstudios oder schillernde, von weltbekannten Architekturbüros entworfene neue Konzerthäuser – sind dabei ähnlich vielfältig wie die musikalische Praxis selbst. Ausgehend von wissenschaftlicher Literatur zu Musik, Raum und Stadt sowie eigenen Interessen werden die Studierenden ausgewählte Orte in Wien und Umgebung genauer unter die Lupe nehmen und ihre Forschungsresultate dokumentieren. Workshops mit Gastvortragenden zu den Themen des Seminars ergänzen die Diskussionen um dieses junge Forschungsfeld der Urban Music Studies.