Masterstudien
Lehrveranstaltungen im Studienjahr 2025/26
Zum Gesamtverzeichnis inkl. Wahlfächer
Die Lehrveranstaltungen des International Research Center Gender and Performativity (ICGP) finden Sie unter folgendem Link.
Master IGP Modul Musik- und Kulturmanagement
Master IPG Modul Kulturwissenschaft
Master IGP Modul Musik- und Kulturmanagement
Kulturbetriebslehre 02 (Cultural Entrepreneurship) (SoSe) - 24.0167
Dagmar Abfalter und Elmar D. Konrad
Unternehmerisches Handeln im Musik- und Kreativsektor hat eine faszinierende Geschichte. In diesem Kurs erkunden wir die aktuellen Theorien und Konzepte des Cultural Entrepreneurship und setzen sie in die Praxis um. Wir erarbeiten gemeinsam konzipierte und marktfähige Businesspläne, die die speziellen Rahmenbedingungen des Kulturbetriebs in Österreich berücksichtigen. Zusätzlich legen wir einen Schwerpunkt auf innovative Marketingstrategien im Kultursektor: Wir beleuchten Strategien zur Identifizierung und Ansprache der Zielgruppe, Nutzung von Social Media für die Vermarktung von Kulturprojekten.
Lernziele: Die Studierenden…
…sind mit aktuellen Konzepten und Trends des Entrepreneurship vertraut und können diese vor dem Hintergrund ihrer eigenen musikalischen/künstlerischen/musiktherapeutischen Berufspraxis und gesellschaftspolitischen Diskussionen kritisch reflektieren.
…können verschiedene Business-Modeling-Instrumente zur Erarbeitung eines stimmigen und marktfähigen Businessplans für ein reales Projekt im Kultursektor anwenden.
…erwerben die Fähigkeit zur Entwicklung und Umsetzung innovativer Marketingstrategien im Kultursektor.
Kunst- und Kulturpolitik (WS) – 24.0079
Heimo Konrad
Schwerpunktthema: Kulturpolitik in Zeiten von Wahlen: Anspruch und Realität Darstellung und Hinterfragung gängiger Narrative, etwa Österreichs Selbstdarstellung als "Kulturnation". Erfolgsfaktoren von Kulturbetrieben und wie diese gemessen werden (sollten) Entwicklung öffentlicher Kulturbudgets. Sinken die Kulturbudgets tatsächlich? Zahlreiche Praxisbeispiele, etwa im Musikschulbereich.
Kunst- und Kulturrecht (SoSe) - 24.0084
Heimo Konrad
Semesterschwerpunkt: Kunst- und Kulturrecht in Zeiten politischer Veränderungen
Die Bedrohungsszenarien, denen die Kunstfreiheit ausgesetzt ist, sind in den letzten Jahren explosionsartig gestiegen. Die LVA gibt Aufschluss über die rechtliche Situation und über aktuelle Entwicklungen.
Voraussetzungen jedweder öffentlichen Kunstfinanzierung ist ihr rechtlicher Rahmen. Die LVA gibt einen einfachen Einstieg in die eher verworrene Kompetenzsituation in Österreich.
Insgesamt vermittelt die LVA den Studierenden einen profunden Überblick über die Grundlagen der kulturrechtlichen Rahmenbedingungen. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele.
Theorien und Praktiken des Marketing für Musiker*innen (SoSe) - 24.0025
Dagmar Abfalter
Professionelles Marketing gewinnt im Kulturbereich neben der künstlerischen Qualität zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext von DIY-Arbeitsweisen und der gezielten Ansprache spezifischer Zielgruppen, einschließlich sogenannter Nicht-Besucher:innen. Das Seminar vermittelt vertiefende Grundlagen des strategischen Kulturmarketings für Musiker:innen und versteht Marketing nicht nur als instrumentelles Werkzeug, sondern auch als kulturelle, soziale und ethische Praxis.
Klassische Marketingtheorien und -modelle werden systematisch Ansätzen des Critical Marketing gegenübergestellt und in ihren normativen Annahmen kritisch reflektiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Cause Marketing als Alternative zu rein gewinnorientierten Marketinglogiken, mit Fokus auf gesellschaftliche Verantwortung, kulturellen Mehrwert und nachhaltige Publikumsbeziehungen. Ergänzend werden zentrale Elemente des erweiterten Marketing-Mix, Fragen der Positionierung sowie aktuelle Herausforderungen der Publikumsentwicklung behandelt.
Der dialogische Austausch mit den Studierenden bildet eine zentrale didaktische Grundlage. Je nach Gruppengröße können laufende Projekte der Studierenden sowie deren eigene künstlerische Profile und Positionierungen in die Lehrveranstaltung integriert und gemeinsam kritisch reflektiert werden.
Master IPG Modul Kulturwissenschaft
Lectures for Future (WS) - 24.0051
Doris Ingrisch, Michael Kneihs
grenzen los klima_frieden_kunst
Wie sind ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit Fragen von Krieg, Aufrüstung und globaler Friedenspolitik verflochten? Wie können alternative Zukunftsentwürfe aussehen? Welche Rolle kommt der Kunst als Mittel des Protests, als Form politischer Artikulation und als Potenzial in transformatorischen Prozessen zu? Die Vorträge und Workshops verbinden Perspektiven aus den Nachhaltigkeits-, Friedens- und Transformationswissenschaften mit künstlerischen Ansätzen. Es werden die Möglichkeiten – aber auch Grenzen – in Musik, Theater, Film für gesellschaftlichen Wandel ausgelotet. Ziel ist es, inter- und transdisziplinär zu denken und Impulse zu geben für eine Zukunft, in der Nachhaltigkeit, Frieden und kreative Gestaltungskraft zusammengedacht werden. Die Lectures laden dazu ein, zukunftsorientiert zu denken, zu fühlen und zu handeln. Auf der Suche nach künstlerischen Ausdrucksformen und Handlungsmöglichkeiten ergeben sich neue inhaltliche Fragen, die uns in die Recherche / ins Forschen bringen. Das daraus resultierende Wissen / die neuen Informationen inspirieren wieder zu neuen künstlerischen Wegen. Solche Prozesse werden bei jedem_jeder einzelnen Teilnehmenden sowie für die ganze Gruppe angestoßen und begleitet. Weitere Informationen finden Sie unter: www.mdw.ac.at/gruene-mdw/l4f Kontakt: huebener@mdw.ac.at
Diese Lehrveranstaltung wird als Teamteaching abgehalten.
Musik, Globalisierung und kulturelle Unterschiede (SoSe) - 24.0028
Andrea Glauser
Diese Veranstaltung spürt Globalisierungsprozessen im Bereich der Musik nach. Von besonderem Interesse ist die Frage, was die zunehmende globale Vernetzung in kultureller Hinsicht bedeutet. Führt sie zu Vereinheitlichung – zum Verschwinden kultureller Unterschiede? Oder befördern translokale Prozesse vielmehr Diversifizierung und die Herausbildung neuer kultureller Formen? Diese Fragen diskutieren wir mit Blick auf unterschiedliche Phänomene wie etwa die neuere Architektur von Konzerthäusern, die Bedeutung von Mobilität für Bildungs- und Berufsbiographien von Musiker*innen, die lokale ›Übersetzung‹ global verbreiteter Musikformen oder die Entstehung der Kategorie »World Music«. Das Seminar will damit zu einem besseren Verständnis gerade auch der (scheinbar) widersprüchlichen Dynamiken in einer globalisierten Welt der Musik beitragen.
Räume der Musik - Urban Music Studies (WS) - 24.0161
Lisa Gaupp, Andrea Glauser
In diesem Seminar untersuchen Studierende das Zusammenspiel von Musik, Sound, (gebauten) Räumen und sozialen Interaktionen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass musikalische Praxis nicht etwa im ›luftleeren‹ Raum stattfindet, sondern vielmehr an spezifischen Orten, und dass Sound wesentlich in die Herstellung von Atmosphäre und Räumlichkeit involviert ist. Räume der Musik – etwa als Kulturzentren umgenutzte Kasernen, Fabriken und Schlachthöfe, in Privatwohnungen situierte Produktionsstudios oder schillernde, von weltbekannten Architekturbüros entworfene neue Konzerthäuser – sind dabei ähnlich vielfältig wie die musikalische Praxis selbst. Ausgehend von wissenschaftlicher Literatur zu Musik, Raum und Stadt sowie eigenen Interessen werden die Studierenden ausgewählte Orte in Wien und Umgebung genauer unter die Lupe nehmen und ihre Forschungsresultate dokumentieren. Workshops mit Gastvortragenden zu den Themen des Seminars ergänzen die Diskussionen um dieses junge Forschungsfeld der Urban Music Studies.
Soundscape Studies - Erkundungen in Wien (SoSe) - 24.0093
Andrea Glauser
Diese Veranstaltung führt in die Soundscape Studies ein. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, wie unterschiedliche Orte in der Stadt klingen, wie der jeweilige Sound entsteht und wie er von Akteuer:innen wahrgenommen und mitgeprägt wird. Anknüpfend an theoretische Überlegungen zum Zusammenspiel von auditiver Kultur, Kunst, Politik und Stadt beschäftigen wir uns mit Formen des Hörens und multisensorischer Ethnographie, um ausgewählte Orte in Wien eigenständig zu erkunden. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Rhythmus der Stadt und der Flüchtigkeit von Sound.
weitere Wahlpflichtfächer:
Seminar Kulturmanagement und Kulturwissenschaft 02 (Cultural Entrepreneurship) (SoSe) - 24.0053
Dagmar Abfalter, Elmar Konrad
Unternehmerisches Handeln im Musik- und Kreativsektor hat eine faszinierende Geschichte. In diesem Kurs erkunden wir die aktuellen Theorien und Konzepte des Cultural Entrepreneurship und setzen sie in die Praxis um. Wir erarbeiten gemeinsam konzipierte und marktfähige Businesspläne, die die speziellen Rahmenbedingungen des Kulturbetriebs in Österreich berücksichtigen. Zusätzlich legen wir einen Schwerpunkt auf innovative Marketingstrategien im Kultursektor: Wir beleuchten Strategien zur Identifizierung und Ansprache der Zielgruppe, Nutzung von Social Media für die Vermarktung von Kulturprojekten.
Lernziele: Die Studierenden…
…sind mit aktuellen Konzepten und Trends des Entrepreneurship vertraut und können diese vor dem Hintergrund ihrer eigenen musikalischen/künstlerischen/musiktherapeutischen Berufspraxis und gesellschaftspolitischen Diskussionen kritisch reflektieren.
…können verschiedene Business-Modeling-Instrumente zur Erarbeitung eines stimmigen und marktfähigen Businessplans für ein reales Projekt im Kultursektor anwenden.
…erwerben die Fähigkeit zur Entwicklung und Umsetzung innovativer Marketingstrategien im Kultursektor.
Seminar Kulturmanagement und Kulturwissenschaft 02 (Curating Diversity at International Performing Arts Festivals – Academy Second Modernism Festwochen Vienna) (SoSe) - 24.0104
Lisa Gaupp
This seminar explores how diversity can be curated at international performing arts festivals by addressing structural inequalities and persistent underrepresentation in the global music scene and focusing on transformative strategies within contemporary music culture. The seminar is aimed at music students who wish to engage critically and practically with curatorial processes in international festival contexts.
Following a theoretical introduction to global inequalities and key curatorial approaches (anti-racist, transcultural, inclusive, feminist, postcolonial), understanding curating as an artistic, political, and ethical practice that shapes visibility, narratives, and power relations, the seminar centers on practice-based exchange.
A core component of the seminar is its close connection to the Academy Second Modernism, founded in 2024 as part of the Wiener Festwochen | Free Republic of Vienna. The Academy is a feminist and global initiative dedicated to expanding the musical canon and fostering international networks committed to diversity and equality in music. At the Academy’s annual Summit, around 80 internationally renowned composers, performers, curators, artistic directors, and scholars come together to discuss urgent artistic and institutional questions.
Students participate in the Summit as equal contributors and emerging experts, engaging directly with leading figures in contemporary music and festival culture, exchanging perspectives, and building professional networks. Particular attention is given to the theme of this year’s Academy, Cultural Appropriation, exploring how power relations, cultural identities, and musical practices intersect in transcultural festival contexts and how ethical, responsible programming can foster transformation.
Seminar Kulturmanagement und Kulturwissenschaft 02 (Theorien und Praktiken des Marketing) (SoSe) - 24.0011
Dagmar Abfalter
Professionelles Marketing gewinnt im Kulturbereich neben der künstlerischen Qualität zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext von DIY-Arbeitsweisen und der gezielten Ansprache spezifischer Zielgruppen, einschließlich sogenannter Nicht-Besucher:innen. Das Seminar vermittelt vertiefende Grundlagen des strategischen Kulturmarketings für Musiker:innen und versteht Marketing nicht nur als instrumentelles Werkzeug, sondern auch als kulturelle, soziale und ethische Praxis.
Klassische Marketingtheorien und -modelle werden systematisch Ansätzen des Critical Marketing gegenübergestellt und in ihren normativen Annahmen kritisch reflektiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Cause Marketing als Alternative zu rein gewinnorientierten Marketinglogiken, mit Fokus auf gesellschaftliche Verantwortung, kulturellen Mehrwert und nachhaltige Publikumsbeziehungen. Ergänzend werden zentrale Elemente des erweiterten Marketing-Mix, Fragen der Positionierung sowie aktuelle Herausforderungen der Publikumsentwicklung behandelt.
Der dialogische Austausch mit den Studierenden bildet eine zentrale didaktische Grundlage. Je nach Gruppengröße können laufende Projekte der Studierenden sowie deren eigene künstlerische Profile und Positionierungen in die Lehrveranstaltung integriert und gemeinsam kritisch reflektiert werden.
Seminar zur Masterarbeit - 24.0126, Masterwerkstatt - 24.0044, Masterarbeitsseminar - 24.0090 (WS)
Andrea Glauser
In dieser Lehrveranstaltung werden laufende oder geplante Masterarbeiten begleitet. Die Studierenden erhalten einen vertieften Einblick in die Prinzipen und Gütekriterien des wissenschaftlichen Arbeitens und deren Anwendung. Anhand der Projekte der Teilnehmer:innen werden zentrale Aspekte des Verfassens einer Masterarbeit erläutert und zusammen diskutiert, insbesondere die Formulierung einer tragfähigen Fragestellung, die Gliederung der Studie, das Zusammenspiel von Untersuchungsgegenstand, theoretischen Überlegungen und methodischen Werkzeugen, der Schreibprozess wie auch die Literaturrecherche. Ebenso bietet das Seminar Raum für die Diskussion der Themenwahl sowie für die Besprechung laufender Fragen im Forschungs- und Schreibprozess.
Seminar zur Masterarbeit - 24.0127, Masterwerkstatt - 24.0045, Masterarbeitsseminar - 24.0070 (SoSe)
Seo-Young Cho, Juan Carlos Escobar Campos
Dieser Kurs führt Studierende in quantitative und Mixed-Methods-Forschungsmethoden ein und befähigt sie, empirische Forschung zu kulturellen Phänomenen und verwandten Themen zu konzipieren, durchzuführen und kritisch zu bewerten. Die Studierenden erwerben praxisnahe Erfahrungen in zentralen Phasen des Forschungsprozesses, darunter Datenerhebung, statistische Analyse, Datenvisualisierung sowie die Integration quantitativer und qualitativer Ansätze, einschließlich Umfragen und Verhaltensexperimente.
Ein besonderer Fokus liegt auf Methoden und Instrumente, die für die Vorbereitung von Masterarbeiten relevant sind. Der Kurs unterstützt Studierende dabei, strenge, empirische und methodisch integrative Forschungsprojekte zu entwickeln. Theoretische Grundlagen werden im gesamten Kurs eng mit praktischen Anwendungen im Bereich der Kulturforschung verknüpft. Darüber hinaus werden ethische Überlegungen im Forschungsdesign, im Umgang mit Daten und bei der Interpretation von Ergebnissen im Kontext aktueller Entwicklungen im Einsatz von KI in der Forschung thematisiert.