Tired Attire - Dress Rehearsal

 

 

Ausgehend davon, dass das bestehende westliche Regelwerk für Auftrittskleidung und Verhalten auf der Bühne auf die Konstitution der bürgerlichen Kultur im 19. Jahrhunderts zurückgeht, einer Zeit, in der sich ein neues Weltbild mit bipolaren Geschlechter- und Wissensverhältnissen nicht zuletzt über kulturellen Institutionen etablierte und perpetuierte, erscheint es zu Beginn der 2020er Jahre für eine Kunstuniversität für Musik und darstellende Kunst mehr als nötig, einen kritischen Umgang damit anzuregen.

In der zweiten Phase der Studie Tired Attire – Undoing the Dresscode wird Studierenden der mdw die Möglichkeit gegeben, sich in alternativen (Selbst-)Inszenierungen auszuprobieren, tradierte Wertvorstellungen zu hinterfragen, Erfahrungen im Undoing zu sammeln und das Potential für ein Sich-und-die-Welt-anders-Denken auszuloten.

Video zum Dress Rehearsal (Vimeo)

 

Das Projekt macht den impliziten Codex angemessener Kleidung und angemessenen Verhaltens bei künstlerischen Bühnenauftritten explizit. Die Auseinandersetzung mit dem sowie die Kritik an dem Codex erlaubt Studierenden und interessierten Lehrenden bewusstere Gestaltungsmöglichkeiten. Das Projekt stellt einen künstlerisch-wissenschaftlichen Raum für ein Spiel mit neuen Formen der Selbst/Inszenierung zur Verfügung und lädt zum Darüber-Nachdenken, Kritisieren, Ausprobieren, Verwerfen, Sich-Inspirieren-Lassen ein.

 

Projekt-Team:

Doris Ingrisch, Gastprofessorin, Institut für Kulturmanagement und für Gender Studies, Gender-Beauftragte des IKM

Katharina Pfennigstorf, Leitung Universitätslehrgang Aufbaustudium Kulturmanagement, stellvertr. Leiterin des Institus für Kulturmanagement und Gender Studies, mdw

Hannah König, Bühnen- und Kostümbildnerin

Florian Tanzer, Video-Künstler, Medien-Designer, Kulturveranstalter, Vernetzer

Studierende der mdw


IKM und Plattform Gender_mdw, 2021

 

Artikel zum Forschungsprojekt im mdw-WEBMAGAZIN

 

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