Plakat Traxler.jpg

Programm:

J.J. Froberger (ca. 1616-1667)
Toccata in a, FbWV 112

J.P. Sweelinck (1562-1621)
Variationen über "Onder een linde groen", SwWV 325

A. Poglietti (?-1683)
Toccatina sopra la Ribellione di Ungheria:
Galop – Allemande. La Prisonnie – Courente. Le Proces – Sarabande.La Sentence – Gigue. La Lige -
La Decapitation. Avec Discretion –Passacaglia – Les Kloches. Requiem eternam dona eis domine

J.S. Bach (1685-1750)
Concerto D-Dur BWV 972 nach einem Concerto von A. Vivaldi (1678-1741)
aus dem L'Estro Armonico (RV 230)
ohne Bezeichnung - Larghetto - Allegro

C.P.E. Bach (1714-1788)
Fantasia für Clavier fis-Moll, Wq 67

J.S. Bach
Brandenburgische Konzert Nr. 5 D-Dur, BVW 1015
Allegro - Affettuoso - Allegro

 

Mitwirkende:  Gertraud Wimmer, Traversflöte
                    Ulli Engel, Solovioline
                    Elisabeth Wiesbauer, Barockvioline
                    Wolfram Fortin, Barockviola
                    Edda Breit, Barockcello
                    Jan Krigovsky, Violone

 

Das Cembalo war von der späteren Renaissancezeit bis hinein in die Wiener Klassik ein zentrales Instrument für die Solomusik in der höfischen und bürgerlichen Kammer sowie für Ensemble- und Orchestermusik in den unterschiedlichsten Besetzungen. Dabei bieten die Vielfalt an Musikgattungen wie auch die unterschiedlichsten Instrumententypen einen breiten Fundus an Stilen, die verschiedene regionale Ausformungen quer durch Europa aufweisen.
Im Programm des Konzertes treten mit J.P. Sweelinck und J.J. Froberger zwei Komponisten in Erscheinung, die zahlreiche Gattungen und Kompositionsarten auf dem Tasteninstrument prägten und über den Kontinent hinweg weithin verbreiteten. Die beiden Konzerte von J.S. Bach zeigen die Etablierung des Tasteninstrumentes als orchestralen Klangkörper sowie als virtuoses Soloinstrument im italienischen Concerto-Typ. Und mit Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel tritt das Instrument in eine neue naturalistische Ästhetik ein, die alle Nuancen des Instruments auskostet und zugleich die Ablösung des Cembalos durch das Hammerklavier einleitet.

Seit März 2018 lehrt Erich Traxler als Professor für Cembalo an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Als Solist und Kammermusikerkonzertiert er mit zahlreichen Alte-Musik-Ensembles mit Schwerpunkt auf dem Repertoire des späteren 17. und des 18. Jahrhunderts. Bei seinem Antrittskonzert treten mit ihm u.a. Kolleginnen der Abteilung Alte Musik an der MDW sowie auch Dozenten der MUK-Universität Wien und der ABPU Linz als Kammermusikpartner auf.