Musik ohne Grenzen

Mehrsprachigkeit in der Musik (Bi- bzw. Multimusikalität) und das Verstehen des "Anderen", "Unvertrauten"


Ein gemeinsames Forschungsprojekt unseres Instituts mit dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie gefördert vom bmwfw. Laufzeit: März 2015 - Februar 2017
Projektleitung: Univ. Prof. Walter Wretschitsch
Projektmitarbeiterin: Mag.a art. Wei-Ya Lin, PhD
Wissenschaftliche Betreuung: Mag.a art. Hande Sağlam, PhD
Koordination: Silvia Erdik


Die musikalische Identität per se, Mehrsprachigkeit in der Musik (Bi- bzw. Multimusikalität) und das Verstehen des „Anderen“, „Unvertrauten“, von neuen musikalischen Sprachen sind zentrale Forschungsgegenstände des Projektes.
Das Kennenlernen neuer Musiksprachen soll Schranken beseitigen helfen und respektvollen Umgang mit SchülerInnen erleichtern. SchülerInnen und Lehrende werden gemeinsam nachhaltige Konzepte für das Verstehen, Lernen und Identifizieren der Interkulturalität entwickeln. Um auf musikalischem Weg diese Ziele zu erreichen, ist Integration der diversen Musiksprachen vorgesehen. Dies ermöglicht auch einen leichteren Zugang zu den Kindern, weil sie einerseits dabei individuelle Anknüpfungspunkte finden können/werden. Zudem müssen SchülerInnen ohne migrantische Herkunft „andere“ musikalische Sprachen erlernen, um das „Andere“ nicht mehr als Fremdkörper sondern als Teil der Gesellschaft wahrzunehmen. Ihre „eigenen“ Lieder oder Lieblingslieder in die Klasse mitzubringen und über sie zu sprechen, ist ein wesentlicher Teil des Projektes. Aus allen Ergebnissen soll ein Liederbuch entstehen, das Musik aus möglichst vielen Musiksprachen enthält. Den SchülerInnen eine ForscherInnen- und Musikvermittlungsrolle zu geben, wird nicht nur die Kommunikation sowie ihr Interesse an Wissenschaft und Forschungserkenntnissen fördern, sondern uns auch wichtige Informationen über ihre musikalische Identität und diejenige ihrer Eltern liefern. Dies kann viele Fragen hinsichtlich der bestehenden Integrationsprobleme an Schulen beantworten und die Erfolge der SchülerInnen deutlich verbessern.
Für das konzipierte Forschungsprojekt wird eine Kombination von quantitativen und qualitativen Methoden der Ethnomusikologie (explorative Forschung, ero-epische Gespräche und Dokumentationen in actu) verwendet, die jeweils mit didaktischen Ansätzen untermauert werden.
Wissenschaftliche Ziele des Projekts:
1. Kinder werden auf voruniversitärer Ebene mit wissenschaftlichen und praktischen Methoden der Fächer Ethnomusikologie und Musikpädagogik vertraut gemacht. 2. Es werden neue didaktische Konzepte für einen interkulturellen Musikunterricht durch die Zusammenarbeit von Ethnomusikologie und Musikpädagogik entwickelt, um das Lehren, Lernen und Verstehen der Interkulturalität im Schulunterricht zu ermöglichen. 3. Eine bessere Kommunikation, ein bewusstes Miteinander, nachhaltige und durch eigene Motivation
erlebte Recherche werden beim Lernen zum Einsatz kommen, um die SchülerInnen schließlich selbst dazu zu bringen, über Identitätsfragen zu reflektieren

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Kooperationspartner Campus Landstraße

Wiener Mittelschule 3, Kölblgasse

http://wms3koelblgasse.schule.wien.at/

 

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Themenanregungen für vorwissenschaftliche Arbeiten

http://www.youngscience.at/index.php?id=6981&thema=b9604cf2-b5d8-ab36-37a3-7dd3135c1617