@Sofia Palurovic
Kosmische Palimpseste
mdw - Ensemble Konstellationen
künstlerischer Leiter: Jaime Wolfson
08.Mai 2026, 15:00 Uhr
Klangtheater, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien.
Eintritt frei
Studierende der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, spielen unter der Leitung von Jaime Wolfson im Rahmen des Suena Festivals.
SUENA FESTIVAL für zeitgenössische iberoamerikanische Musik ist eine Initiative von SUENA - Verein zur Förderung und Verbreitung neuer Musik, der sich zum Ziel gesetzt hat, jährlich einen Raum für den Dialog und den Austausch zwischen Publikum, Interpret*innen und Kunstschaffenden aus Österreich und Iberoamerika zu bieten.
So wie in den Schichten alter Handschriften finden sich auch in der Musik Spuren, die manchmal nur schwach zu erahnen sind, manchmal aber auch deutlich zu hören sind. Diese Spuren tragen das Gewicht einer Geschichte in sich und eröffnen zugleich Raum für neue Erzählungen. Die zeitgenössische Musik ermöglicht zudem, Brücken zu anderen Künsten zu schlagen: zur Malerei, zur Literatur, zum Theater... Sie alle können als Resonanzkörper dienen und Schicht für Schicht neue Bedeutungen hervorbringen. Jede neue Komposition wird so zu einem facettenreichen Geflecht aus Referenzen, Erinnerungen und Entdeckungen, in dem sich das Bekannte mit dem noch Nicht-Existierenden verbindet.
Und manchmal ist es gerade die Technologie, die ein faszinierendes Paradoxon hervorbringt: Das Medium ist neu, doch der Inhalt ist ein wiederentdeckter Abdruck von Klängen der Vergangenheit, ein Palimpsest aus Tradition und Zukunft.
PALIMPSESTE nimmt dieses Bild als Ausgangspunkt: das Nebeneinander von Vergangenheit und Gegenwart, den Einfluss des Alten auf das Jetzt, das Aufblitzen vergessener Spuren in frischen Klängen: Die neuen Werke entstehen aus dem, was bereits existierte, aus Traditionen, Erinnerungen, den eigenen künstlerischen Wegen der Komponisten, die im Prozess des Voranschreitens auch immer wieder loslassen müssen.
In dieser fünften Ausgabe möchten wir Publikum, Künstler*innen und Kulturschaffenden weiterhin einen Raum des Zusammenlebens, der Reflexion und des Zuhörens bieten, der den Austausch zwischen Iberoamerika und Österreich in den Mittelpunkt stellt.
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Workshop mit Pedro Pablo Cámara (Saxophon)
11. Mai 2026, Raum B DG 63
Workshop
13:00–13:45 – Miguel (Oxyton)
11. Mai 2026, 18.00 Uhr, M 0101
Konzert
Alberto Posadas (°1967): Fragmentos Fracturados (2014)
Thierry Escaich (°1965): Lutte (1994)
Pieter Pellens (Saxophon)
Maurice Ravel (1875 - 1937) / Arr. David Walter: Sonatine M. 40 (1903-05)
Dorothy Chang (1970- ): Afterlight (2018)
Pedro Pablo Cámara (Saxophon) & Camilla Köhnken (Klavier)
12. Mai 2026, Raum B DG 63
12:00–13:00 – New Music Saxophone Quartet (Hector Parra: Fragments Stries)
Pedro Pablo Cámara ist Saxophonist und Dozent am Centro Superior Katarina Gurska in Madrid.
Seine Kurse konzentrieren sich auf zeitgenössische Spieltechniken, das Saxophonrepertoire sowie Klangentwicklung und richten sich an Teilnehmende aller Niveaus sowie an Studierende im mittleren und fortgeschrittenen Bereich.
Fotocredit: Tam Lan Truong
9. - 12. Juni 2026
Workshop mit Stéphane Lemelin (Pianist)
One of Canada’s leading pianists, Stéphane Lemelin has led an active career as soloist and chamber music across North America, Europe and Asia for over five decades, and his playing has been praised for its sensitivity, refinement and musical integrity.
His repertory is vast, with a predilection for the German Classical and Romantic literature and a particular affinity for French music, as evidenced by his more than twenty-five recordings, which include works by Fauré, Saint-Saëns, Debussy, Poulenc and Roussel, as well as lesser-known French composers such as Samazeuilh, Ropartz, Pierné, Migot, Dupont, Dubois, Rhené-Bâton, Rosenthal, Alder, Lekeu and others.
Stéphane Lemelin’s teachers included Yvonne Hubert, Karl-Ulrich Schnabel, Leon Fleisher, Boris Berman, and Claude Frank. Currently a professor at the Schulich School of Music of McGill University, he previously served on the faculties of the University of Ottawa and the University of Alberta. He has occupied leadership roles as Director of the University Ottawa School of Music from 2006 to 2012, and as Chair of the Department of Performance at the Schulich School of Music from 2014 to 2025. A recognized pedagogue, he has been invited to give master classes around the world and at summer academies such as Orford Music and the Morningside Music Bridge.
This current season, he performed solo and chamber music concerts in Canada, South Korea, Singapore, Thailand and Australia, featuring among others Schubert’s last three piano sonatas, and is preparing a complete cycle of Beethoven’s 32 piano sonatas in Montreal in 2027.
Ablauf:
9. Juni, C DG 01:
13.00-14.30: Prokofiev: Violinsonate Nr.2
Mio Saito (Violine), Riko Imai (Klavier)
9. Juni, B DG 45:
17.00-19.00: Brahms: Violinsonate Nr.1
Sakura Ito (Violine), Keiko Kamada (Klavier)
10. Juni, B DG 59:
12.00-13.30: Schumann: Symphonie Nr.1 in einer Fassung für 2 Klaviere
Kaoruko Takagi (Klavier), Sawaka Kawasaki (Klavier)
14.00-15.30: Schubert: Klaviersonate A-Dur, D.664
Sawaka Kawasaki, Klavier
16.00-17.30: Schumann: Papillons, op.2 und Toccata, op.7
Antonio Chen-Guang, Klavier
11. Juni, B DG 59
12.00-13.30: Schumann: Klaviersonate Nr.1
Gabriel Meloni (Klavier)
14.00-15.30: Brahms: Klavierquartett Nr.1
Kasina Ansvananda (Violine), David Kang (Viola),
Pere Puertas Masferrer (Cello), Sakurako Kita (Klavier)
16.00-17.30: Beethoven: Klaviertrio op.70/1
Kairos Trio: Mikhail Gavrilov (Violine), Yiyang Zhang (Cello), Yinqi Wang (Klavier)
12. Juni, C DG 01
13.00-14.30: Dvorak: Klavierquartett Nr.2
Laurens Weinhold (Violine), Veronika Schmalwieser (Viola),
Wiktoria Osinska (Cello), Christian Sommerfelt, Klavier
15.00-16.30: Brahms: Variationen über ein Thema von Schumann op.23
Konstanca Dyulgerova (Klavier), Urban Stanić (Klavier)
17.00-18.30: Strauss: Violinsonate
Duo Roséwa: Wakana Kimura (Violine), Rinnosuke Matsuno (Klavier)
Anmeldung
mit der Angabe von Wunschdatum, Uhrzeit (Timeslots von 1,5 Stunden),
Besetzung und ausgewähltem Musikstück, bitte bis spätestens 27. Mai an: kornfeld@mdw.ac.at
Die Teilnahme an der Masterclass ist kammermusikalisch und solitisch möglich.
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Kammermusikprojekt Emilie Mayer – neu gehört
Emilie Mayer – neu gehört ist ein Kammermusikprojekt zwischen Erinnerung und Gegenwart,
das sich dem kammermusikalischen Werk einer außergewöhnlichen Komponistin des 19. Jahrhunderts widmet.
Das Projekt findet vom 20. bis 25. April an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt und wird in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock durchgeführt.
Beteiligte Ensembles sind das WAVE Quartett (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Studierende von Vida Vujic) und das TEVA Quartett (Hochschule für Musik und Theater Rostock, Klasse Simone von Rahden).
Das Projekt umfasst öffentliche Masterclasses, Workshops, einen Vortrag und eine Lesung.
Die künstlerische Leitung liegt bei Vida Vujic.
Workshops werden von Michael Meixner (Praktische Analyse und Interpretation im Streichquartett; 24.04., 11:00–14:00 & 15:30–18:30, spiel|mach|t|raum)
und Reinhard Gagel (Improvisation; 22.04., 16:00–19:00, C DG 01) geleitet.
Zum Abschluss am 25.04. im Fanny-Hensel-Saal gibt es zunächst
von 16:00–17:30 einen Vortrag von Reinhard Gagel, Kammermusik von Emilie Mayer
und eine Lesung von Gitta Martens aus ihrem Roman Emilie Mayer, Sinfonie eines Lebens,
gefolgt vom Abschlusskonzert um 18:00, bei dem das Streichquartett in A-Dur (WAVE Quartett), das Streichquartett in e-Moll (TEVA Quartett)
und das Streichquintett in d-Moll (WAVE Quartett gemeinsam mit Simone von Rahden) präsentiert werden.
20.04:
16.00-19.00, B DG 41, Masterclass: Streichquintett in d-Moll, Simone von Rahden
21.04.:
10.00-12.00, B DG 41, Masterclass: Streichquartett in A-Dur, Simone von Rahden
10.00-12:00, C DG 11, Masterclass: Streichquartett in e-Moll, Vida Vujic
13.30-15.30, B DG 41, Masterclass: Streichquintett in d-Moll, Simone von Rahden
16.00-19.00, C DG 01, Masterclass: Streichquartett in e-Moll, Michael Meixner
22.04.:
10.00-12.00, C DG 13, Masterclass: Streichquartett in A-Dur, Simone von Rahden
10.00-12.00, B DG 41, Masterclass: Streichquartett in e-Moll, Vida Vujic
13.30-15.30, C DG 13, Masterclass: Streichquintett in d-Moll, Simone von Rahden
16.00-19.00, C DG 01, Improvisations-Workshop, Reinhard Gagel
23.04.:
10.00-12.00, C DG 15, Masterclass: Streichquartett in A-Dur, Simone von Rahden
10.00-12.00, C DG 11, Masterclass: Streichquartett in e-Moll, Vida Vujic
13.30-15.30, C DG 13, Masterclass: Streichquintett in d-Moll, Simone von Rahden
16.00-19.00, C DG 01, Masterclass: Streichquartett in A-Dur, Michael Meixner
24.04.:
11.00-14.00, spiel|mach|t|raum, Workshop: Praktische Analyse und Interpretation im Streichquartett, Michael Meixner
15.30-18.30, spiel|mach|t|raum, Workshop: Praktische Analyse und Interpretation im Streichquartett, Michael Meixner
25.04.:
16.00-17.30, Fanny-Hensel-Saal, Vortrag von Reinhard Gagel Kammermusik von Emilie Mayer, und Lesung von Gitta Martens aus ihrem Roman Emilie Mayer, Sinfonie eines Lebens
18.00-20.30, Fanny-Hensel-Saal, Abschlusskonzert
Programm:
Streichquartett in A-Dur, WAVE Quartett
Streichquartett in e-Moll, TEVA Quartett
Streichquintett in d-Moll, WAVE Quartett mit Simone von Rahden
Zugang zu Masterclasses, Workshops, Vortrag, Lesung und Abschlusskonzert bei freiem Eintritt.
Keine Anmeldung erforderlich.
Simone von Rahden
Simone von Rahden studierte bei Wolfram Christ in Freiburg und bei Tabea Zimmermann in Berlin, wo sie das Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Seit 2009 ist sie Mitglied des Chamber Orchestra of Europe, zudem war sie Solobratschistin im Orchestra of the Age of Enlightenment.
Als Kammermusikerin konzertiert sie regelmäßig in ganz Europa, auch mit Ensembles auf historischen Instrumenten. Nach einem Lehrauftrag für Bratsche in Berlin (ab 2014), übernahm sie im Oktober 2023 die Professur für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Vida Vujic
Vida Vujic studierte Violoncello bei Rudolf Leopold in Graz sowie Kammermusik bei Johannes Meissl in Wien. Sie ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und wurde u. a. mit dem Würdigungspreis des Österreichischen Kulturministeriums sowie dem Stanojlo-Rajcic-Preis ausgezeichnet.
Als Solistin und Kammermusikerin konzertierte sie in Europa und Südamerika, u. a. im Wiener Konzerthaus und im Salle Pleyel in Paris, und wirkte an Rundfunkproduktionen des ORF und RTS mit. Seit 2014 ist sie Assistentin von Johannes Meissl, seit 2021 Senior Lecturer am Joseph-Haydn Institut für Kammermusik und Neue Musik.
Michael Meixner
Michael Meixner (*1962) unterrichtet seit über 35 Jahren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der Alten Musik (Musiktheorie, Gehörbildung, Analyse, Improvisation). Seit etlichen Jahren besteht eine erfolgreiche Unterrichtskooperation mit Vida Vujic für die Analyse und deren praktische Anwendung für die Interpretation von Werken der Kammermusik.
Reinhard Gagel
Reinhard Gagel ist Musiker und Intermedia-Künstler, sowie Lehrbeauftragter für Improvisation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er arbeitet als Künstler, Musiker und Autor an Kunst aus dem Moment und kollektiver Live-Adhoc-Composition. Sein Schwerpunkt ist die Improvisation und der schöpferische Umgang mit dem Unvorhergesehenen in Leben und Kunst. Er ist Vorstand der Emilie Mayer Gesellschaft e.V.
Gitta Martens
Gitta Martens ist Autorin, Sprecherin und Regisseurin. Sie schreibt Lyrik, Kurzgeschichten und Prosa zu den Themen vergessene Frauen, Erinnerung und aktuellen gesellschaftlichen Fragen. 2025 erschien ihr Roman „Emilie Mayer, Componistin – Sinfonie eines Lebens“ im Barton Verlag (Weilerswist-Metternich). Zudem arbeitet sie intermedial, u. a. mit der Performance „Das Taumeln der Materie“ (2022) über Bruno Schulz, experimentiert mit kurzen Formen wie Haiku und Gedankensplittern und organisiert Lesungen sowie das Lesetheater im GMKunstRaum Pleetz.
TEVA Quartett
Das Teva Quartett wurde 2024 gegründet und besteht aus Musikern und Musikerinnen aus China, Taiwan, Israel und Deutschland. Kennengelernt hat sich das junge Ensemble während des Studiums bei Simone von Rahden an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. In verschiedenen kulturellen Formaten, Kongressen und Konzertreihen trat das Quartett bereits mehrfach auf, vorwiegend in Mecklenburg-Vorpommern. Das Repertoire reicht von Frühklassik bis zur Spätromantik und umfasst zudem ausgewählte Quintettliteratur. Künstlerische Impulse erhielt das Ensemble unter anderem durch die Teilnahme an Meisterkursen von Vida Vujic und Clive Brown.
TEVA QUARTETT:
Hao-Tse Lee (Violine), Muxiang Zhang (Violine),
Sarah Praetorius (Viola), Noey Gvili (Violoncello)
WAVE Quartett
Das WAVE Quartett begann seine Klangsuche im September 2025 im Rahmen des Studiums bei Vida Vujic an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, stellen sich die vier Künstler die Frage ihres eigenen Klangs und scheuen nicht, aus der Norm zu treten: Ihr erstes Werk, ein Streichquartett der Komponistin Emilie Mayer, spielten sie bereits im darauffolgenden Monat an der Hochschule für Musik und Theater Rostock nach einer intensiven Probenphase mit Vida Vujic und Simone von Rahden.
WAVE QUARTETT:
Estelle Weber (Violine), Alexandra Stöger (Violine),
William Aviles (Viola), Vid Krpan (Violoncello)
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@Astrid Ackermann
Rebecca Saunders - Composer in Residence
10. Juni 2026, Arnold Schönberg Center (1030 Wien, Schwarzenbergplatz 6)
17.45: Komponistinnen-Gespräch
18.30 Konzert
Programm
Rebecca Saunders: Breath, Solitude, Withinnan, Molly’s Song 3 - Shades of Crimson, A Visible Trace, Hauch, Fury, Choler, Dialogue, Scar
Arnold Schoenberg: Begleitungsmusik zu einer Lichtspielszene op. 34
Eintritt frei
Das Konzert am 10. Juni ist eine Kooperation mit dem Arnold Schönberg Center.
12. Juni 2026, 19:30
REAKTOR (1170 Wien, Geblergasse 40)
Eintritt frei
Programm
Rebecca Saunders: Breath, Solitude, Withinnan, Molly’s Song 3 - Shades of Crimson, A Visible Trace, Hauch, Fury, Choler, Dialogue, Scar
Arnold Schoenberg: Begleitungsmusik zu einer Lichtspielszene op. 34
Chaya Czernowin: Knights of the Strange
Das Repertoire von Rebecca Saunders umfasst Solo-, Kammer- und Großensemblewerken.
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Masterclass mit Minna Pensola
am 18. und 19. März 2026, B DG 63
18. März: 14.00-20.00 Uhr
19. März: 9.00-14.00 Uhr
Infos zu Minna Pensola: https://www.minnapensola.fi/#Minna_Pensola%2FMinnan_Bio
Anmeldung mit der Angabe von Wunschdatum, Uhrzeit (Timeslots von 1,5 Stunden),
Besetzung und ausgewähltem Musikstück, bitte bis spätestens 13. März an: kornfeld@mdw.ac.at
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23. und 24. April 2026
Masterclass mit dem Flötisten Matteo Cesari (Italien/Frankreich)
Die Rolle des Interpreten im 21. Jahrhundert – Fokus auf Salvatore Sciarrino
Die Meisterklasse wird sich mit Aspekten der Musikinterpretation im 21. Jahrhundert befassen und Partituren einiger der interessantesten lebenden Komponisten analysieren und interpretieren, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Aufführungspraxis des italienischen Komponisten Salvatore Sciarrino (*1947), der die interpretative Komposition für bestimmte Instrumente revolutioniert hat. Durch die Begegnung mit einem direkten Interpreten dieses spezifischen Repertoires können die Studierenden neue Interpretationsansätze vertiefen und Klarheit über die Aufführungspraxis des zeitgenössischen Repertoires gewinnen.
Am 23.4. findet eine Lecture-performance zum Repertoire für Flöte in der zeitgenössischen Musik und deren Aspekte, insbesondere zu einigen Themen im Zusammenhang mit den verschiedenen Partituren, wie beispielsweise den interpretatorischen Entscheidungen und dem Prozess der kreativen Zusammenarbeit mit den Komponisten.
23. April – Öhlberger Studio und B DG 63
Öhlberger Studio
10:00–11:30: Lecture-Performance von Matteo Cesari
Gemischte Gruppe: Flötist*innen und Kompositionsstudent*innen
11:45–12:45: Marvin Jan Moch, S. Sciarrino „Immagine Fenicia“
12:45–13:45 Mittagspause
B DG 63
14:00 –15:00: Mako Hirota, I. Fedele „Donax“
15:00 –16:00: Brina Varga, T. Takemitsu „Voice"
16:15 –17:15: Pau Coso Caballero, L. Berio „Sequenza I
17:15 –18:15 - Kathrin Waldner, Y. Maresz „Circumambulation“
24. April – Öhlberger Studio und D DG 61
Öhlberger Studio
9:00 -10:00: S.Sciarrino “Ai limiti della Notte” – Anna Maria Niemiec, Cello
10:00 - 11:30: S.Sciarrino “Arioso a 5” – Mako Hirota (Flöte), Jake Mann (Bassklarinette), Natalia Kubalcova (Violine), Anna Maria Niemiec (Cello), Andrija Jovović (Klavier)
11:30 -13:00: G.Kurtag “Bagatellen op.14/d” – Dalma Sarnyai (Flöte), Benjamin Lampert (Kontrabass), Andrija Jovović (Klavier)
13:00 –14:00 Mittagspause
14:00 –15:30: S.Sciarrino „Esplorazione del Bianco II“ – Mako Hirota (Flöte), Jake Mann (Bassklarinette), Raika Yamakage (Violine), Maciej Lyczek (Gitarre)
D DG 61
15:30 – 16:30: E.Krenek “5 Pieces” -- Filip Rožič (Posaune) – Atsuyuki Sakakibara (Klavier)
16:30 – 17:30: S.Sciarrino “codex purpureus” – Natalia Kubalcova (Violine), Constanza Ikei (Viola), Johanna Sontacchi (Cello)
Die Teilnahme an der Masterclass ist solitisch und kammermusikalisch möglich.
Anmeldung mit der Angabe von Wunschdatum, Uhrzeit (Timeslots Solo: 1h, Kammermusik: 1,5h), Besetzung (Name/n und Instrument/e)
bitte bis spätestens 10. April an: gabbrielli@mdw.ac.at
Wenn Sie an der Lecture-Performance teilnehmen möchten, bitte auch angeben.
Matteo Cesari ist ein international tätiger Flötist, dessen Karriere ihn auf die größten Bühnen der Welt geführt hat – darunter die Philharmonie de Paris, der Pierre Boulez Saal (Berlin), die Elbphilharmonie (Hamburg), das Teatro Colón (Buenos Aires), der Musikverein (Wien) und das Barbican Centre (London). Bekannt für die Ausdruckskraft und Präzision seines Spiels, hat er sich als eine der führenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Flöte etabliert.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Komponisten hat er ein umfangreiches Solorepertoire entwickelt. Seine Arbeit entfaltet sich im kontinuierlichen Dialog mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Salvatore Sciarrino, Georges Aperghis, Alberto Posadas, Philippe Manoury, Pierluigi Billone und Brian Ferneyhough sowie mit einer besonders kreativen jüngeren Generation, darunter Bára Gísladóttir, Sara Glojnarić, Sarah Nemtsov und Eva Reiter. Durch diese Kooperationen trägt er direkt zur Weiterentwicklung der Sprache der Flöte und zur Entstehung einer neuen Instrumentalästhetik bei.
Seine Diskografie umfasst rund zwanzig Aufnahmen (Kairos, Wergo, B Records, Stradivarius, Alpha), darunter ein Sciarrino gewidmetes Monografiealbum, das für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde. Als innovativer Künstler entwickelt er derzeit ein neues Repertoire für verstärkte Kontrabassflöte und elektronische Setups und ist auch als Dirigent tätig – insbesondere beim ManiFeste Festival (IRCAM), wo er Werke von Posadas, Momi, Glojnarić und Fizzarotti dirigiert hat.
Er hat einen PhD in Musik (CNSMDP / Sorbonne), unterrichtet am IRCAM / Pôle Sup’93 und wirkt regelmäßig an internationalen Akademien mit. An der Schnittstelle zwischen Performance und musikalischem Denken verfolgt er einen authentischen Ansatz als Interpret und Forscher, der Analyse, instrumentale Experimente und technologische Innovation miteinander verbindet. Seine Praxis verbindet Kreation, Pädagogik und Forschung und macht die Performance zu einem Raum der Erforschung, Weitergabe und kontinuierlichen Erneuerung des zeitgenössischen Repertoires.
Die Meisterklasse findet in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut in Wien statt.
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