Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Melanie Unseld

Professur für Historische Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung

Zimmer C 04 14
Seilerstätte 26, A-1010 Wien

+ 43-1-71155-3523

unseld[at]mdw.ac.at

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Aktuelles

Workshop: Museum als Speicher musikalischen Wissens

11./12. Dezember 2017, Wien

Konzeption und Organisation: Evelyn Buyken (Universität zu Köln), Marie Louise Herzfeld-Schild (Universität zu Köln) und Melanie Unseld (mdw)

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Forschungsprojekte

Paare und Partnerschaftskonzepte in der Musikkultur des 19. Jahrhunderts

James Gillray und die Musikkultur in englischen Salons um 1800

 

Lebenslauf

Melanie Unseld, geb. in Karlsruhe, studierte Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. 1996 schloss sie ihr Studium mit einer Magister-Arbeit über das Streichquartettschaffen des russischen Komponisten Alexander Borodin an der Universität Hamburg ab. 1999 folgte die Promotion ebenda („Man töte dieses Weib!“ Tod und Weiblichkeit in der Musik der Jahrhundertwende, Stuttgart/Weimar 2001). 2002-2004 war sie Stipendiatin des Lise Meitner-Hochschulsonderprogramms, 2005-2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, hier ab 2006 am Forschungszentrum für Musik und Gender. 2008-2016 hatte sie die Professur für Kulturgeschichte der Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg inne, wo sie 2009-2015 auch Direktorin des Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechter­for­schung (ZFG) war. Sie war darüber hinaus Mitinitiatorin des Strukturierten Promotionsprogramms „Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung. Musikwissenschaft als Geisteswissenschaft“ (2009-2012) und vertrat 2011/12 die Professur für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. 2013 habilitierte sie sich ebendort mit einer Arbeit über „Biographie und Musikgeschichte“. 2013-2015 war sie Prodekanin der Fakultät III der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 2015-2016 Dekanin ebenda. Seit 2016 ist sie Professorin für Historische Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw.

 

Publikationen

Biographie und Musikgeschichte. Wandlungen biographischer Konzepte in Musikkultur und Musikhistoriographie (= Biographik. Theorie, Kritik, Praxis 3), Köln/Wien/Weimar: Böhlau 2014.

Mozarts Frauen. Reinbek: Rowohlt 2005, 3. Aufl. 2006.

„Man töte dieses Weib!“ Weiblichkeit und Tod in der Musik der Jahr­hundert­wende, Stuttgart/Weimar: Verlag J. B. Metzler 2001.

(zusammen mit Albrecht Gaub): Ein Fürst, zwei Prinzessinnen und vier Spie­ler. Anmerkungen zum Werk Aleksandr Borodins, Berlin: Verlag Ernst Kuhn 1995.

Herausgeberschaften

2017: Delights of Harmony: James Gillray als Karikaturist der englischen Musikkultur um 1800, hg. von Melanie Unseld, Köln/Wien/Weimar: Böhlau.

2016: Musikpädagogik der Musikgeschichte, hg. von Lars Oberhaus und Melanie Unseld, Münster/New York: Waxmann.

2015: Wagner – Gender – Mythen (= Wagner in der Diskussion 13), hg. von Christine Fornoff und Melanie Unseld, Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann

2014: Komponistinnen in Luxemburg. Helen Buchholtz (1877-1953) und Lou Koster (1889-1973), hg. von Danielle Roster und Melanie Unseld (= Musik – Kultur – Gender 13), Köln/Weimar/Wien: Böhlau.

2013: Wanderungen. Migrationen und Transformationen aus geschlechterwissen­schaftlichen Perspektiven, hg. von Annika McPherson, Barbara Paul, Sylvia Pritsch, Melanie Unseld und Silke Wenk, Bielefeld: transcript.

2012: Transkulturalität und Musikvermittlung. Möglichkeiten und Herausforde­run­gen in Forschung, Kulturpolitik und musikpädagogischer Praxis, hg. von Su­sanne Binas-Preisendörfer und Melanie Unseld, unter Mitarbeit von Sophie Arenhövel (= Musik und Gesellschaft 33), Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang.

2010: Lexikon Musik und Gender, hg. von Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld, Kassel/Stuttgart: Bärenreiter/Metzler.

2010: Felsensprengerin, Brückenbauerin, Wegbereiterin. Die Komponistin Ethel Smyth, hg. von Cornelia Bartsch, Rebecca Grotjahn und Melanie Unseld (= Beiträge zur Kulturgeschichte der Musik 2), München: Allitera.

2010: Gender Studies in der Musikwissenschaft. Quo vadis? Festschrift für Eva Rie­ger, hg. von Annette Kreutziger-Herr, Nina Noeske, Susanne Rode-Breymann und Melanie Unseld (= Jahrbuch Musik und Gender 3), Hildesheim: Olms.

2009: Reclams Komponistenlexikon, Stuttgart: Reclam.

2009: Blickwechsel Ost | West. Gender-Topographien, hg. von Nina Noeske und Mela­nie Unseld (= Jahrbuch Musik und Gender 2), Hildesheim: Olms.

2008: Der Komponist als Erzähler. Narrativität in Dmitri Schostakowitschs Instrumen­talmusik, hg. von Melanie Unseld und Stefan Weiss (= Ligaturen. Musikwissenschaftliches Jahrbuch der HMTH 2), Hildesheim/Zürich/New York: Georg Olms Verlag.

2005: Vladimir Karbusicky: Geschichte des böhmischen Musiktheaters, aus dem Nach­laß hg. von Melanie Unseld, Albrecht Schneider und Peter Petersen, Hamburg: von Bockel.

2000: Frauentöne – Beiträge zu einer ungeschriebenen Musikge­schichte, hg. von Alenka Barber-Kersovan, Annette Kreutziger-Herr und Me­lanie Unseld, Kar­ben: CODA.

Reihen-Herausgeberschaften

Reihe Biographik. Theorie – Kritik – Praxis, hg. zusammen mit Joachim Grage und Christian von Zimmermann, Köln/Wien/Weimar: Böhlau

  • Bd. 1: Anekdote – Biographie – Kanon. Zur Geschichtsschreibung in den schönen Künsten, hg. von Melanie Unseld und Christian von Zimmermann, 2013.
  • Bd. 2: Gesa Finke: Die Komponistenwitwe Constanze Mozart. Musik bewahren und Erinnerung gestalten, 2013.
  • Bd. 3: Biographie und Musikgeschichte. Wandlungen biographischer Konzepte in Musikkultur und Musikhistoriographie, 2014 (s. oben).
  • Bd. 4: Carola Bebermeier: Celeste Coltellini (1760-1828) – Lebensbilder einer Sänge­rin und Malerin, 2015.

Reihe Europäische Komponistinnen, hg. zusammen mit Annette Kreutziger-Herr, Köln/Wien/Weimar: Böhlau

  • Bd. 1: Marianne Richert Pfau und Stefan Morent: Hildegard von Bingen. Vom Klang des Himmels, 2005.
  • Bd. 2: Ruth Müller-Lindenberg: Wilhelmine von Bayreuth. Die Hofoper als Bühne des Lebens, 2005.
  • Bd. 3: Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit, 2009.
  • Bd. 4: Marion Fürst: Maria Theresia Paradis. Mozarts berühmte Zeit­genos­sin, 2005.
  • Bd. 5: Detlef Gojowy: Miriam Marbe. Neue Musik aus Rumänien, 2007.
  • Bd. 6: Peter Schleuning: Fanny Hensel, geb. Mendelssohn. Musikerin der Romantik, 2007.
  • Bd. 7: Monica Klaus: Johanna Kinkel. Romantik und Revolution, 2008.
  • Bd. 8: Andreas Holzer und Tatjana Markovic: Galina Ivanovna Ustvolskaja. Komponie­ren als Obsession, 2013.
  • Bd. 9: Beatrix Borchard: Pauline Viardot-Garcia. Fülle des Lebens, 2016.

Aufsätze (Auswahl)

2017: „Lenores Leid und Leidenschaft für die Wohnstube? Gottfried August Bürgers Ballade Lenore in der Vertonung von Maria Theresia Paradis“, in: Passions. Musik des 18. Jahrhunderts zwischen Leid und Leidenschaft, hg. von Carola Bebermeier, Evelyn Buyken und Gesa Finke (= Musik – Kultur – Geschichte 7), Würzburg: Königshausen & Neumann, S. 121-134.

2017: „Theater ums Vorlesen. Das MitterNachtsSpiel von Květa Pacovská als Partitur“, in: Farbe, Klang, Reim, Rhythmus. Interdisziplinäre Zugänge zur Musik im Bilderbuch, hg. von Lars Oberhaus und Mareile Oetken, Bielefeld: transcript, S. 55-68.

2017: „Argumentieren in Wissenschaft und Musik: Wilhelm Heinrich Riehls Hausmusik (1855)“, in: Zum Selbstverständnis der Gender Studies. Methoden – Methodologien – theoretische Diskussionen und empirische Übersetzungen (= L’AGENda 1), hg. von Corinna Onnen und Susanne Rode-Breymann, Opladen/Berlin/Toronto: Barbara Budrich, S. 121-128.

2017: „James Gillray und das ‚slippy genre‘ der Karikatur. Ein ‚anderer‘ Blick auf die englische Musikkultur um 1800“, in: Delights of Harmony: James Gillray als Karikaturist der englischen Musikkultur um 1800, hg. von Melanie Unseld, Köln/Wien/Weimar: Böhlau, S. 7-18.

2016: „Autobiographie als Wissenschaftsgeschichte? Guido Adlers Wollen und Wirken. Aus dem Leben eines Musikhistorikers“, in: Wissenskulturen der Musikwissenschaft. Generationen – Netzwerke – Denkstrukturen, hg. von Sebastian Bolz, Moritz Kelber, Ina Knoth und Anna Langenbruch, Bielefeld: transcript, S. 249-260.

2016: „Biographien: Heute noch? Heute wieder?“, in: Diskussion Musikpädagogik, 69/16, S. 6-9.

2016: „Musikwissenschaft und Erinnerungsforschung. Einige Vorüberlegungen“, in: Musik als Medium der Erinnerung. Gedächtnis – Geschichte – Gegenwart, hg. von Lena Nieper und Julian Schmitz, Bielefeld: transcript, S. 29-38.

2016: „Musikgeschichte und/als Kulturgeschichte“, in: Musikpädagogik der Musikgeschichte, hg. von Lars Oberhaus und Melanie Unseld, Münster/New York: Waxmann, S. 93-104.

2016: „Köchelverzeichnis trifft Kamel. Musik und Paratexte in biographischen Fil­men über Musiker“, in: Christian Klein (Hg.): Legitimationsmechanismen des Biographischen (=Acta Germanica. Jahrbuch des Germanistenverbandes), Frankfurt/Main u.a.: Peter Lang, S. 283-298.

2016: „‘Was ist eine musikgeschichtliche Tatsache?‘ oder die Frage, „was das Netz des Historikers einfängt“, in: Friedrich Geiger und Tobias Janz (Hg.): Grundlagen der Musikgeschichte. Eine Re-Lektüre von Carl Dahlhaus‘ Musikhistorik, Paderborn: Wilhelm Fink, S. 61-78.

2015: „Wagner – Gender – Mythen. Eine Einleitung“, in: Wagner – Gender – Mythen, hg. von Christine Fornoff und Melanie Unseld (= Wagner in der Diskussion 13), Würzburg: Königshausen & Neumann, S. 11-37.

2015: [zusammen mit Carola Bebermeier:] „Primadonna mit Skizzenheft. Celeste Coltellini trifft Wolfgang Amadé Mozart in Wien“, in: Frauen erfinden, verbreiten, sammeln, bewerten Musik. Werkstattberichte aus dem Forschungszentrum Musik und Gender, hg. von Susanne Rode-Breymann, Hannover: Wehrhahn, S. 171-186.

» Liste aller Aufsätze und Lexikonartikel

 

Workshops und Symposien

Workshop: Museum als Speicher musikalischen Wissens

11./12. Dezember 2017, Wien

Konzeption und Organisation: Evelyn Buyken (Universität zu Köln), Marie Louise Herzfeld-Schild (Universität zu Köln) und Melanie Unseld (mdw)

Programm folgt in Kürze!

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft: Musik lehren – Musik lernen

22.-25. November 2017 | mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst

Konzeption: Martin Eybl, Ulrich Morgenstern und Melanie Unseld

» weitere Informationen

Workshop: Speicher musikalischen Wissens

8./9. Mai 2017 | a.r.t.e.s. Graduiertenschule der Universität zu Köln (Leitung: Marie Louise Herzfeld-Schild und Evelyn Buyken)

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Tagung: Erinnerung stiften: Helene Berg und das Erbe Alban Bergs

16.-17. März 2017 | Alban Berg Stiftung, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung/Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule)

Konzeption und Organisation: Daniel Ender, Martin Eybl und Melanie Unseld
Publikation in Vorbereitung.

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Internationale und interdisziplinäre Konferenz: Transkulturelle Mehrfachzugehörgkeiten: Räume, Materialitäten, Erinnerungen

4.-6. Februar 2016 | DFG Graduiertenkollegs 1608/2 und Wissenschaftliches Zentrum Genealogie der Gegenwart, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Konzeption und Organisation: Dagmar Freist, Sabine Kyora und Melanie Unseld
Publikation in Vorbereitung.

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"La cosa è scabrosa". Musikkulturelles Handeln auf den Opernbühnen in Wien um 1780

3.-5. Juli 2015 | Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater

Konzeption und Organisation: Carola Bebermeier und Melanie Unseld
Publikation erscheint demnächst im Böhlau Verlag.

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Symposium zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“: Wagner – Gender – Mythen

15.-17. November 2013 | Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater

Konzeption und Organisation: Christine Fornoff  und  Melanie Unseld

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Ausgestossen und Mittendrin. Vorträge und Gespräche zu Leoš Janáčeks Katja Kabanová

11. Mai 2012 | Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Staatstheater Oldenburg

Konzeption: Melanie Unseld

Internationale und interdisziplinäre Tagung: Anekdote - Biographie – Kanon. Zur Geschichtsschreibung in den schönen Künsten.

19.–21. März 2009 | Universität Bern und Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Literaturarchiv

Konzeption und Organisation: Melanie Unseld und Christian von Zimmermann

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Ethel-Smyth-Festival 2008

6.–9. September 2008 | Hochschule für Musik Detmold

Konzeption und Leitung: Cornelia Bartsch, Rebecca Grotjahn (Universität Paderborn/Hochschule für Musik Detmold), Pavel Jiracek (Hochschule für Musik Köln) und Melanie Unseld (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

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