Veranstaltungen 2017

 

Workshop

12. Workshop des Netzwerks Biographieforschung


16. November 2017, 14.00-17.30

Ort: mdw-Hauptgebäude, Raum L 0123 | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1
 

 
Zu Gast: Sidonie Smith und Julia Watson
 

Mit ihren zahlreichen Monographien, Artikeln und herausgegebenen Sammelbänden zu Themen, die von A Poetics of Women's Autobiography über The Everyday Uses of Autobiography bis hin zu „Virtually Me: A Toolbox about Online Self-Presentation" reichen haben Sidonie Smith (Mary Fair Croushore Professor of the Humanities, Professor of English and Women's Studies, Director of the Institute for the Humanities at the University of Michigan) und Julia Watson (Professor Emerita of Comparative Studies, Ohio State University) den kritischen Diskurs in der Auto/Biographieforschung entscheidend geprägt und dazu beigetragen, Life Writing Studies als akademische Disziplin zu etablieren. Ihr gemeinsam verfasstes Buch Reading Autobiography: A Guide for Interpreting Life Narratives (2001; 2010) hat sich als grundlegende Pflichtlektüre für die Analyse autobiographischer Erzählungen erwiesen.

Im Rahmen des 12. Workshops des Netzwerks Biographieforschung am 16. November 2017 werden Sidonie Smith und Julia Watson mit uns über die Schnittstellen zwischen biographischem und autobiographischem Schreiben sowie über die gesellschaftspolitische Relevanz von Life Writing sprechen.

Dieser Workshop wird auf Englisch gehalten; Fragen und Diskussionsbeiträge auf Deutsch sind ebenfalls willkommen.

Zur vorbereitenden Lektüre empfehlen wir „Life Narrative: Definitions and Distinctions", das erste Kapitel aus Reading Autobiography (siehe Anhang). Darüber hinaus wollen wir besonders auf „Virtually Me: A Toolbox about Online Self-Presentation" aus Life Writing in the Long Run: A Smith & Watson Autobiography Studies Reader (2017) hinweisen:

» Life Writing in the Long Run: A Smith & Watson Autobiography Studies Reader

 

Eine Veranstaltung des IMI in Kooperation mit dem Netzwerk Biographieforschung
 
 

 

Internationale Tagung

Musik lehren - Musik lernen

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMW)

 

22.—25. November 2017 | Internationale Tagung

Ort: mdw-Hauptgebäude, Fanny-Hensel-Saal & Aula | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1

Leitung und Konzept: Martin Eybl, Ulrich Morgenstern, Melanie Unseld

 

Die Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMW) fand 2017 an der mdw statt und beschäftigte sich, passend zum Jubiläum der mdw, mit dem Thema „Musik lehren – Musik lernen“ auf. Im Fokus standen dabei in historischen Längs- und kulturellen Querschnitten drei thematische Schwerpunkte: (1) Autodidaktisches Lernen, (2) Orte des Musiklernens und –lehrens, und (3) Traditionsbildung in oralen Musikkulturen. Posterpräsentationen zu laufenden Forschungsprojekten sowie ein Podium für Nachwuchswissenschaftler_innen „Junge Musikwissenschaft“ rundeten die Veranstaltung ab. Für Masterstudierende aller österreichischen Universitäten wurde ein begleitendes Seminar angeboten.

» Programmheft mit Abstracts und Kurzbiografien

» Programmübersicht

» Programm Junge Musikwissenschaft

» Begleitendes Seminar für Masterstudierende


» musau.org
» mdw200.at

 


 

 

Internationale Tagung

Europäische Netzwerke: Regionaler und überregionaler kultureller Transfer, 1750-1815

 

20.–21. November 2017

Ort: mdw-Hauptgebäude, Fanny-Hensel-Saal | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1

 

Die Tagung widmete sich jenen Beziehungsnetzen, in denen entweder Paris oder Wien Knotenpunkte bilden und in denen Praktiken, Texte oder Objekte mit Bezug auf verschiedene Künste zirkulieren: der Musik und des Theaters, der Literatur, der bildenden Künste, der Kochkunst und anderen mehr. Untersucht wurden die Kanäle des Transfers (etwa Handel, Diplomatie, Korrespondenz und deren Begleitumstände wie Reisen und Migration), die Akteur_innen dieser Austauschprozesse, ihr sozialer Stand und ihre Motivationen sowie die Transformationen, die an den Kunstwerken oder Praktiken vorgenommen wurden, damit sie im neuen kulturellen Kontext ihre spezifische Funktion erfüllen konnten.

» CTMW_Tagung_Programm.pdf

» CTMW_Tagung_Abstracts.pdf

 


 

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

Guido Adlers Erbe. Restitution und Erinnerung an der Universität Wien (hrsg. von Markus Stumpf, Herbert Posch und Oliver Rathkolb, 2017)

8. November 2017, 19.30 Uhr

Ort: Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien | Spitalgasse 2-4, AAKH Hof 9, 1090 Wien

Podiumsdiskussion mit Fritz Trümpi, Barbara Boisits, Markus Stumpf, Herbert Posch und Oliver Rathkolb — Moderation: Michele Calella

 


 

Buchpräsentation und Filmkonzert

„Bunter Stummfilmreigen"

Fr, 20. Oktober 2017 | ab 17:45 - 20 Uhr

Ort: Breitenseer Lichtspiele | 1140 Wien, Breitenseer Straße 21

 

Programm:
 
- Einleitendes Gespräch mit der Buchautorin Maria Fuchs und dem Filmwissenschaftler Claus Tieber
 
- Präsentation von 8 komödienhaften Stumm(kurz)filmen mit live Klavierbegleitung von Gerhard Gruber
 

» Schüren Verlag

 

 

 

 

 

 

 


 

Buchpräsentation

"Richard Wagner und Wien. Antisemitische Radikalisierung und die Entstehung des Wagnerismus"

 

Mi, 18. Oktober 2017 | 19:30 Uhr

Ort: mdw-Bibliothek, Lesesaal | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1

Anmeldung erbeten bis 12. Oktober 2017 unter presse@hollitzer.at


Programm

Begrüßung und Moderation: Christian Glanz (mdw)

Kurzstatements und Diskussion am Podium: Barbara Boisits, Sven Fritz, Hannes Heer,  Malou Löffelhardt, Oliver Rathkolb, Gerhard Scheit

Die Veranstaltung findet im Rahmen des "Tag der offenen Tür" der Universitätsbibliothek | ub.mdw statt.

 

Hannes Heer, Christian Glanz, Oliver Rathkolb (Hrsg.): Richard Wagner und Wien. Antisemitische Radikalisierung und das Entstehen des Wagnerismus
(= Musikkontext Bd. 11), Wien: Hollitzer Verlag 2017

Die in dem Tagungsband versammelten Beiträge dokumentieren ein internationales Symposium, das im Herbst 2014 an der mdw stattgefunden hat. Die Autorinnen und Autoren behandeln vielfältige Aspekte des schillernden Verhältnisses von Richard und Cosima Wagner zu Wien, darunter nimmt der Aspekt des Antisemitismus in seinen "programmatischen" und politischen Erscheinungsformen (unter anderem mit Ausblick auf die Aktivitäten der Wagner-Vereine auch über Wien hinaus) eine besonders wichtige Stellung ein.

» Universitätsbibliothek | ub.mdw
» Hollitzer Wissenschaftsverlag

 


 

Symposium

Arnold Schönberg Symposium

12.-14. Oktober 2017

Ort: Arnold Schönberg Center | 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 6 (Eingang Zaunergasse 1-3)


Foto: Maurice Ravel: Daphnis et Chloé, Archiv des Vereins für musikalische Privataufführungen (© Arnold Schönberg Center, Wien)

Das diesjährige Symposium präsentierte thematisch ungebundene Referate zu Persönlichkeit und Schaffen Arnold Schönbergs sowie zu dessen Bedeutung für die Musik des 20. Jahrhunderts. Die Tagung gewährte Einblicke in aktuelle Projekte und fasste neueste Tendenzen der internationalen Schönberg-Forschung zusammen. Ein Teil des Symposiums war der Theorie der musikalischen Aufführung in der Wiener Schule gewidmet.

» Programm.pdf

Das Arnold Schönberg Center in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule

 


 

Internationale Tagung

Henricus Isaac (c. 1450/55-1517). Composition - Reception - Interpretation

 

Internationale Tagung zum 500. Todestag

Zeit: 26. Juli 2017 | 1.-3. Juli 2017


» Tagungsprogramm.pdf

Vorträge und Roundtable
1. und 3. Juli - Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien | UniCampus AAKH, Spitalgasse 2, Hof 9
2. Juli - Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) der mdw | 1010 Wien, Seilerstätte 26, Festsaal

Konzert
Missa di Beata Maria Virgine, Ensemble Nusmido und August Valentin Rabe - Orgel
1. Juli 2017, 20 Uhr - Franziskanerkirche Wien | 1010 Wien, Franziskanerplatz 4

Henricus Isaac gehört zu jenen franko-flämischen Komponisten, die um 1500 die Musik der europäischen Renaissance maßgeblich beeinflussten. Geboren um 1450 arbeitete er für die Höfe führender Herrscher des 15. und 16. Jahrhunderts: für die Medici und für das habsburgische Kaiserhaus, wo er in der 1497 neu geschaffenen Position des Hofkomponisten unter Maximilian I. einen zentralen Baustein in der umfangreichen Neustrukturierung dieser Musikinstitution bildete.
Isaacs Œuvre umfasst nicht nur eine außerordentliche Bandbreite an Gattungen und stilistischen Eigenheiten, sondern hat mit einer handschriftlichen wie gedruckten Überlieferung in sämtlichen europäischen Ländern eine enorm breite Streuung erfahren. Anhand der Quellenlage lässt sich glaubhaft machen, dass die verschiedenen Wirkungsstätten des Komponisten auch unterschiedlichste repertorielle Herausforderungen mit sich brachten, die sich in der Art und Stilhöhe der Kompositionen niederschlagen.

Ziel der Tagung im 500. Todesjahr war es nicht nur des internationalen Komponisten Heinrich Isaac zu gedenken, sondern vor allem der in den letzten Jahren nachgelassenen Auseinandersetzung mit Isaacs Schaffen einen neuen Impuls zu geben und die Bedeutung für das österreichische Kaiserhaus wie auch für die internationale Musikproduktion des 15. und 16. Jahrhunderts zu diskutieren. Im Sinne eines „musical mapping“ wurde ein breit gefächertes Bild der Werke Isaacs skizziert, das auf mannigfaltige Weise ein Nachdenken über zentrale Quellenkomplexe, Ereignisse, Werke, Personen und Rezeptionsphänomene erlaubt.
Einen besonderen Schwerpunkt der Veranstaltung bildeten Isaacs für den habsburgischen Hof geschriebenen alternatim-Messen. Dieser bislang kaum untersuchte Werkbestand wurde unter rezeptionellen, analytischen und aufführungspraktischen Gesichtspunkten untersucht und in Zusammenarbeit mit dem Wiener Ensemble Nusmido exemplarisch erarbeitet.

Kooperation des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Wien und des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) der mdw

http://musikwissenschaft.univie.ac.at

 


Vorträge

Festival de la musique baroque française

Die Geburt der musikalischen Tragödie aus dem Geist des „grand siècle“: Voraussetzungen, Idee und Besonderheiten der französischen „Barockoper“
Einführungsvortrag von Markus Grassl zur Aufführung von „Idoménée“ von André Campra im Rahmen des "Festival de la musique baroque française"
Zeit: 18. Juni und 24. Juni 2017 | jeweils 17.30 Uhr
Ort: Schönbrunner Schlosstheater | 1130 Wien, Schönbrunner Schloßstraße 47

Campras Idoménée und Mozarts Idomeneo
Einführungsvortrag von Marie-Agnes Dittrich zur Aufführung von „Idoménée“ von André Campra im Rahmen des "Festival de la musique baroque française"
Zeit: 23. Juni 2017 | 17.30 Uhr
Ort: Schönbrunner Schlosstheater | 1130 Wien, Schönbrunner Schloßstraße 47

Zur musikalischen Moderne im Zeitalter der französischen Klassik: Die Kantaten von Elisabeth Jacquet de La Guerre
Einführungsvortrag von Markus Grassl zum Konzert „Elisabeth Jacquet de La Guerre: Cantates françoises“ im Rahmen des "Festival de la musique baroque française"
Zeit: 30. Juni 2017 | 18 Uhr
Ort: Palais Niederösterreich, Landtagssaal | 1010 Wien, Herrengasse 13

http://www.femubaf.com/

 

 


Antrittsvorlesung

Das Sirenen-Phänomen. Oder: Was wir hören, wenn wir über Musik sprechen


Antrittsvorlesung von Melanie Unseld, Universitätsprofessur für Historische Musikwissenschaft

Zeit: 29. Juni 2017 | 18 Uhr

Ort: mdw-Hauptgebäude,  Joseph Haydn-Saal | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1

 

Das Sirenen-Phänomen. Oder: Was wir hören, wenn wir über Musik sprechen

Was tut Musikwissenschaft? Sie beforscht Musik und – spricht darüber. Doch wie wird Musik zur Sprache gebracht? Und was geschieht dabei mit der Musik? Wird sie plastischer – weil nun in Sprache „übersetzt“? Oder verschwindet sie in der Sprache? Homer kannte das Problem: Den Sirenen zuzuhören hieß, zwischen Erkenntnis und Verstummen zu entscheiden; sein Odysseus sprach nie davon, wie die Stimmen der Sirenen klingen. So lassen sich mit dem Sirenen-Phänomen grundsätzliche Fragen an das eigene Fach stellen: an eine Wissenschaft, die Musik zur Sprache bringt. Zugleich aber lassen sich auch in einigen Beispielen aus der Musikgeschichte Vorstellungen davon aufspüren, wie der Gesang der Sirenen geklungen haben mag. – Zuhören unbedingt erlaubt!

 

 


 

Aufspiel 2017 – 200 Jahre mdw

Das IMI war mit dem Beitrag "Changing mdw: Repertoire im Wandel?" (Wotruba-Saal, 19 Uhr) vertreten.
Ort: Wiener Konzerthaus | 1030 Wien, Lothringerstraße 20
Zeit: 15. Juni 2017 | 17 - ca. 2 Uhr

 


Internationaler Workshop

Zentren und Peripherien? Das musikkulturelle Leben in Österreich
zwischen 1848 und 1918


29.–31. Mai 2017

Ort: Österreichische Gesellschaft für Musik | 1010 Wien, Hanuschgasse 3

Bild: Gäste aus der "Peripherie" im "Zentrum": Titelblatt der Notenausgabe des Festspiels Heimat von Josef Bayer | Archiv des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI)

Download PDF | Programm Workshop Zentren und Peripherien

Die dichotomische Unterscheidung zwischen Zentrum und Peripherie gehört zu einem der folgenreichsten Topoi der musikhistorischen Erzählung. Die Annahme eines künstlerisch tonangebenden Zentrums und einer, zumindest im künstlerischen Sinn, rückständigen Peripherie bewirkt, dass zahlreichen kulturellen und sozialen Verflechtungen, welche für die Ausbildung heterogener musikalischer Tätigkeiten wesentlich sind, nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Die Arbeitsgruppe Musik des Hauses der Geschichte Österreich ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw darum bemüht, ein Forum anzubieten, das sich als Diskussionsplattform für die Ausarbeitung von Forschungsfragen und den Hinweis auf Desiderata versteht. Im Fokus der Debatte stehen hierbei Phänomene des Musiklebens in verschiedenen sozialen, sprachlichen, geschlechtsbezogenen und darüber hinaus inter- bzw. innerstädtischen Räumen der Habsburgermonarchie in der Zeitspanne zwischen 1848 und 1918.

Eine Kooperation zwischen dem Haus der Geschichte Österreich und dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

 


 

Die französische Barockoper als „Gesamtkunstwerk“. Herausforderungen und Eigenheiten bei der Inszenierung von André Campras „Idoménée“

Roundtable anlässlich der Produktion von André Campras tragédie en musique „Idoménée“ im Schönnbrunner Schlosstheater im Rahmen des "Festival de la musique baroque française" (www.femubaf.com)
Regisseur Reinhard Hauser, Dirigent Robert Lillinger und weitere Mitwirkende diskutieren unter der Leitung von Markus Grassl.

Zeit: 30. Mai 2017 | 19 Uhr

Ort: mdw-Campus | 1030 Wien, Anton von Webern-Platz 1, Zubin-Mehta-Saal

 


Gastvortrag

Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions #1:
Philip V. Bohlman: “Gesang liebt Menge – Musikalische Einheiten in der Einheit der Nation"


Moderation: Fritz Trümpi

Zeit: 24. Mai 2017 | 19 Uhr

Ort: IMI | 1010 Wien, Seilerstätte 26, Raum A 0201

Die neue Veranstaltungsreihe "Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions" versteht sich als Forum für aktuelle Forschungen zum Musikleben in dieser geografisch und politisch, aber auch kulturell und sozial hybriden Region.

 


Buchpräsentation

Die Rezeption des gregorianischen Chorals in Frankreich im 19. und frühen 20. Jahrhundert

 


 

Gastvortrag

Christian Merlin: "Die Wiener Philharmoniker zwischen Identität und Diversität: Klangstil als ästhetisch-politische Frage"

 

Zeit: 15. Mai 2017 | 19 Uhr


Ort: IMI, Raum A 0201 | 1010 Wien, Seilerstätte 26
 

Seit ihrer Gründung 1842 betrachten sich die Wiener Philharmoniker als Hüter einer musikalischen Tradition, die auf Beethoven und die Wiener Klassik zurückreicht. Im Laufe seiner Geschichte galt dieses Orchester wiederholt als Gegenpol zur typisch deutschen, bzw. preußischen Spielweise der Berliner Philharmoniker. Läßt sich aber der Wiener Klangstil als einheitlicher Begriff definieren, oder hat man es nicht eher von Anfang an mit einem multikulturellen Melting-Pot zu tun?
Eine Kooperation zwischen dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

 


Präsentation

"Changing mdw": Klangwelten und ihre Konstruktion

Präsentation des Forschungsprojekts und Ausstellungseröffnung im Rahmen von mdw200

Zeit: 15. Mai 2017 | 18 Uhr
Ort: mdw-Campus, Bankettsaal | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1

Im Zuge der Präsentation wurden Einblicke in die Forschungstätigkeit des Projekts "Changing mdw" gegeben und die im Rahmen des Projekts gestaltete Ausstellung eröffnet, die in Form von sechs „Pop-ups“ bis Ende 2017 dezentral an verschiedenen Standorten der mdw zu erleben ist:

 

200 Jahre mdw – ein Anlass, sich der Geschichte dieser Institution mit einem zeitgemäßen Blick zu nähern. Einer Geschichte, die von vielen gestaltet wurde und wird – von Studierenden, Lehrenden und vom Verwaltungspersonal. Interviews und Egodokumente erschließen die Sichtweisen unterschiedlicher Akteur*innen der mdw, die in Form von sechs Pop-ups dezentral hör- und sichtbar gemacht werden sollen: sechs „Probebohrungen“, die anhand verschiedener Themenstränge dazu einladen, das Terrain zu erkunden.

www.mdw.ac.at/imi/changingmdw
www.mdw.ac.at/ive/bi-multimusikalitaet
www.mdw200.at

 


Symposium

Leopold Spinner (1906-1980): Komponist in Wien und London

11.–12. Mai 2017 | Konzert und Symposium

Ort: Arnold Schönberg Center | 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 6

Foto: © Boosey & Hawkes (Leopold Spinner)
 

» Download PDF | Programm Konzert und Symposium

Nach ersten Erfolgen als Komponist zur Emigration gezwungen, blieb Spinner in England wie in Österreich weitgehend unbekannt. Dennoch gehört er mit einer bemerkenswerten stilistischen Entwicklung zu den profiliertesten Komponistenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts – über den Kreis der Wiener Schule hinaus, der er entstammte und sich in Anspruch und Konsequenz zeitlebens verpflichtet fühlte.

Kooperation Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule, Arnold Schönberg Center und Ensemble Wiener Collage

 


Internationale Tagung

Erinnerung stiften: Helene Berg und das Erbe Alban Bergs

16–17. März 2017 | Internationale Tagung

Ort: mdw | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1 | Fanny Hensel-Saal
 


» Download Programmfolder | Erinnerung stiften: Helene Berg und das Erbe Alban Bergs

Mit 25 Jahren heiratete Helene Nahowska den Komponisten Alban Berg. Als dieser 1935 starb, war sie 50 Jahre alt. Sie überlebte ihn um mehr als 40 Jahre und sah sich als seine Witwe vor die Aufgabe gestellt, seine Person und seinen künstlerischen Nachlass im kulturellen Gedächtnis und im Kanon der Musikkultur dauerhaft zu verankern: Sie edierte Briefe, schrieb und konzipierte Biographisches und initiierte die Gründung der Alban Berg Stiftung, die Alban Berg bereits testamentarisch vorgesehen hatte und die sich nach dem Tod Helene Bergs 1976 bis heute um das überkommene Erbe kümmert. Kurz: Sie handelte als Komponistenwitwe.
Nicht nur wegen der langen Dauer ihrer Witwenschaft darf für Helene Berg angenommen werden, dass sie sich mit dieser Rolle aktiv auseinandergesetzt hat – zumal sie in engstem Austausch mit Alma Mahler-Werfel stand, die sich seit 1911 bereits vor ähnliche Aufgaben gestellt sah.

Jenseits der bislang üblichen Sichtweisen auf Helene Berg, die Komponistengattin, widmete sich das Symposion ihrer Rolle als Nachlassverwalterin, ihren erinnerungskulturellen Strategien und ihren Handlungsspielräumen als Witwe – Aufgaben und Aktivitäten, die eng mit dem Prozess einer allmählichen Historisierung der Moderne zusammenhängen.
Die internationale Tagung wurde durch ein Gesprächskonzert begleitet, in dem Lieder aus dem Repertoire der als Sängerin ausgebildeten Helene Berg und Jugendlieder Alban Bergs zur Aufführung gebracht wurden, kommentiert und ergänzt durch Texte aus dem Briefwechsel der beiden. Eine exklusive Besichtigung der Wohnung des Ehepaars in der Trauttmansdorffgasse 27 in Wien-Hietzing rundete die Veranstaltung ab.
 

Internationale Tagung, veranstaltet von der Alban Berg Stiftung und der mdw-Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung)

Konzeption und Organisation: Daniel Ender, Martin Eybl und Melanie Unseld
 

» Alban Berg Stiftung

» mdw200.at

 


Vortrag

Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung Writing Music

 

14. März 2017 | Katelijne Schiltz: Musikalische Rätsel in der Frühen Neuzeit - Über die kreative Spannung zwischen Notation und Performanz
Ort: Seilerstätte 26, 1010 Wien | Hörsaal A 0201

 

 


Workshop

Musical culture/s of the Habsburg Monarchy and its successors states

22.–24. Februar 2017
 

Ort: Seilerstätte 26, 1010 Wien | Hörsaal A 0201

 

The workshop of the Department of Musicology and Performance Studies / mdw – University of Music and Performing Arts in Vienna Musical culture/s of the Habsburg Monarchy and its successor states was dedicated to one of its research areas – Central Europe. Twenty-four presentations by scholars from Europe and the US were focused on the ways of celebrating Empire in various parts of its territory, characteristics of musical life and historiography, activities of music institutions, media, as well as composers, musicians, instrument builders, processes of migrations, nation building, between the 18th and 20th centuries. The aim of the workshop was to open a wider international research, including discussions on current perspectives, projects, as well as the possibilities of future cooperation based on innovative approaches to music history in political, economic, social and cultural context/s. The objectives of sustainability of the network included the participation of both senior researchers and young scholars. The convenors of the workshop were Assist. Prof. Dr. Fritz Trümpi and Dr. Tatjana Marković.

» Programme Workshop Music culture/s of the Habsburg Monarchy
» Programme Change Friday, 24 February