Musik – Bühne – Reflexion – Musik – Bühne – Reflexion – Musik – Bühne – Reflexion
 

Im Zentrum: Ariadne – eine Oper. Oder doch ein Intermezzo oder ein Remake des Molièreschen Bourgeois Gentilhomme oder ein Theaterexperiment? Im Zentrum: die Kunst. Oder doch das Geld? Wer bestimmt, was aufgeführt wird? Wer schreibt und wer inszeniert? Wie sind die Rollen verteilt und wer verteilt sie? Der Mäzen, die Gattungskonventionen, die Zeitumstände – oder doch der ‚gute Geschmack‘?

Das mehrteilige Projekt greift dreifach in dieses Bündel an Fragen: Zum einen mit der Aufführung der Ariadne auf Naxos von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss, zum zweiten mit der Aufführung einer neuen Bearbeitung von Le Bourgeois Gentilhomme alias Bienvenue, Parvenü! Kunst – Bürger – Liebe. Musikalisch-szenische Betrachtungen nach Lully und Molière und schließlich mit einem online-Symposium, das Fragen des Bearbeitens und Überschreibens aus musik- und theaterwissenschaftlicher Sicht diskutiert – und dabei nicht zuletzt wieder diejenigen zu Worte kommen lässt, die alles auf die Bühne stellen: Komponist, Dirigent, Regisseur und Dramaturgie.

Die Initiatorin Margit Klaushofer über das institutsübergreifende Projekt:

"Der ursprüngliche Gedanke für die Entstehung des Musiktheaters war die Vision ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen, in dem in multidisziplinärer Zusammenarbeit Künstler_innen unterschiedlichster Fächer ihre individuellen Potenziale darstellen und gemeinsam zusammenfügen. 

Die Rolle der Kunstschaffenden in der Gesellschaft ist ein hochaktuelles Thema. Präpotenz und Ignoranz der Herrschenden und Vermögenden gegenüber Kunstschaffenden und ihrer Arbeit zieht sich durch Jahrhunderte bis in die Jetzt-Zeit. Die unterschiedlichen Konfliktebenen, die in Ariadne auf Naxos - basierend auf Molières Bürger als Edelmann - auf die Bühne gebracht werden, sind eine besondere Gelegenheit, sich künstlerisch-wissenschaftlich und gesellschaftskritisch mit dieser Thematik auseinander zu setzen."

Initiatorin und Koordinatorin des institutsübergreifenden Projekts: Margit Klaushofer

Eine Kooperation zwischen dem Institut für Gesang und Musiktheater, dem Max Reinhardt Seminar, dem Institut für Alte Musik und dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung