Aktuelle Veranstaltungen mit Institutsmitgliedern

 

Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions #1:
Gastvortrag von Philip V. Bohlman: “Gesang liebt Menge – Musikalische Einheiten in der Einheit der Nation"


Moderation: Fritz Trümpi

Zeit: 24. Mai 2017 | 19 Uhr

Ort: IMI | 1010 Wien, Seilerstätte 26, Raum A 0201

Die neue Veranstaltungsreihe "Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions" versteht sich als Forum für aktuelle Forschungen zum Musikleben in dieser geografisch und politisch, aber auch kulturell und sozial hybriden Region.

 

 

Die französische Barockoper als „Gesamtkunstwerk“. Herausforderungen und Eigenheiten bei der Inszenierung von André Campras „Idoménée“

Roundtable anlässlich der Produktion von André Campras tragédie en musique „Idoménée“ im Schönnbrunner Schlosstheater im Rahmen des "Festival de la musique baroque française" (www.femubaf.com)
Regisseur Reinhard Hauser, Dirigent Robert Lillinger und weitere Mitwirkende diskutieren unter der Leitung von Markus Grassl.

Zeit: 30. Mai 2017 | 19 Uhr

Ort: mdw-Campus | 1030 Wien, Anton von Webern-Platz 1, Zubin-Mehta-Saal

 

 

Zentren und Peripherien? Das musikkulturelle Leben in Österreich
zwischen 1848 und 1918


Internationaler Workshop

Zeit: 29.-31. Mai 2017

Ort: Österreichische Gesellschaft für Musik | 1010 Wien, Hanuschgasse 3

Bild: Gäste aus der "Peripherie" im "Zentrum": Titelblatt der Notenausgabe des Festspiels Heimat von Josef Bayer | Archiv des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI)

Download PDF | Programm Workshop Zentren und Peripherien

Die dichotomische Unterscheidung zwischen Zentrum und Peripherie gehört zu einem der folgenreichsten Topoi der musikhistorischen Erzählung. Die Annahme eines künstlerisch tonangebenden Zentrums und einer, zumindest im künstlerischen Sinn, rückständigen Peripherie bewirkt, dass zahlreichen kulturellen und sozialen Verflechtungen, welche für die Ausbildung heterogener musikalischer Tätigkeiten wesentlich sind, nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Die Arbeitsgruppe Musik des Hauses der Geschichte Österreich ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw darum bemüht, ein Forum anzubieten, das sich als Diskussionsplattform für die Ausarbeitung von Forschungsfragen und den Hinweis auf Desiderata versteht. Im Fokus der Debatte stehen hierbei Phänomene des Musiklebens in verschiedenen sozialen, sprachlichen, geschlechtsbezogenen und darüber hinaus inter- bzw. innerstädtischen Räumen der Habsburgermonarchie in der Zeitspanne zwischen 1848 und 1918.

Eine Kooperation zwischen dem Haus der Geschichte Österreich und dem Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

 

 

Das Sirenen-Phänomen. Oder: Was wir hören, wenn wir über Musik sprechen


Antrittsvorlesung von Melanie Unseld, Universitätsprofessur für Historische Musikwissenschaft

Zeit: 29. Juni 2017 | 18 Uhr

Ort: mdw-Hauptgebäude,  Joseph Haydn-Saal | 1030 Wien, Anton-von-Webern-Platz 1

Anmeldung bis 22. Juni erbeten an: musikwissenschaft@mdw.ac.at

Das Sirenen-Phänomen. Oder: Was wir hören, wenn wir über Musik sprechen

Was tut Musikwissenschaft? Sie beforscht Musik und – spricht darüber. Doch wie wird Musik zur Sprache gebracht? Und was geschieht dabei mit der Musik? Wird sie plastischer – weil nun in Sprache „übersetzt“? Oder verschwindet sie in der Sprache? Homer kannte das Problem: Den Sirenen zuzuhören hieß, zwischen Erkenntnis und Verstummen zu entscheiden; sein Odysseus sprach nie davon, wie die Stimmen der Sirenen klingen. So lassen sich mit dem Sirenen-Phänomen grundsätzliche Fragen an das eigene Fach stellen: an eine Wissenschaft, die Musik zur Sprache bringt. Zugleich aber lassen sich auch in einigen Beispielen aus der Musikgeschichte Vorstellungen davon aufspüren, wie der Gesang der Sirenen geklungen haben mag. – Zuhören unbedingt erlaubt!

 

Henricus Isaac (c. 1450/55-1515). Composition - Reception - Interpretation


Internationale Tagung zum 500. Todestag

Zeit: 1.-3. Juli 2017

Vorträge und Roundtable
1. und 3. Juli - Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien | UniCampus AAKH, Spitalgasse 2, Hof 9
2. Juli - Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) der mdw | 1010 Wien, Seilerstätte 26, Festsaal

Konzert
Missa di Beata Maria Virgine, Ensemble Nusmido und August Valentin Rabe - Orgel
1. Juli 2017, 20 Uhr - Franziskanerkirche Wien | 1010 Wien, Franziskanerplatz 4

Henricus Isaac gehört zu jenen franko-flämischen Komponisten, die um 1500 die Musik der europäischen Renaissance maßgeblich beeinflussten. Geboren um 1450 arbeitete er für die Höfe führender Herrscher des 15. und 16. Jahrhunderts: für die Medici und für das habsburgische Kaiserhaus, wo er in der 1497 neu geschaffenen Position des Hofkomponisten unter Maximilian I. einen zentralen Baustein in der umfangreichen Neustrukturierung dieser Musikinstitution bildete.
Isaacs Œuvre umfasst nicht nur eine außerordentliche Bandbreite an Gattungen und stilistischen Eigenheiten, sondern hat mit einer handschriftlichen wie gedruckten Überlieferung in sämtlichen europäischen Ländern eine enorm breite Streuung erfahren. Anhand der Quellenlage lässt sich glaubhaft machen, dass die verschiedenen Wirkungsstätten des Komponisten auch unterschiedlichste repertorielle Herausforderungen mit sich brachten, die sich in der Art und Stilhöhe der Kompositionen niederschlagen.
Ziel der Tagung im 500. Todesjahr ist es nicht nur des internationalen Komponisten Heinrich Isaac zu gedenken, sondern vor allem der in den letzten Jahren nachgelassenen Auseinandersetzung mit Isaacs Schaffen einen neuen Impuls zu geben und die Bedeutung für das österreichische Kaiserhaus wie auch für die internationale Musikproduktion des 15. und 16. Jahrhunderts zu diskutieren. Im Sinne eines „musical mapping“ soll ein breit gefächertes Bild der Werke Isaacs skizziert werden, das auf mannigfaltige Weise ein Nachdenken über zentrale Quellenkomplexe, Ereignisse, Werke, Personen und Rezeptionsphänomene erlaubt.
Einen besonderen Schwerpunkt der Veranstaltung, die vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien und vom Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw organisiert, werden Isaacs für den habsburgischen Hof geschriebenen alternatim-Messen bilden. Dieser bislang kaum untersuchte Werkbestand soll unter rezeptionellen, analytischen und aufführungspraktischen Gesichtspunkten untersucht und in Zusammenarbeit mit dem Wiener Ensemble Nusmido exemplarisch erarbeitet werden.

Kooperation des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Wien und des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) der mdw

http://musikwissenschaft.univie.ac.at



"Changing mdw": Klangwelten und ihre Konstruktion

Ausstellung 15. Mai 2017 bis Ende 2017

Im Rahmen der Projektpräsentation am 15. Mai 2017 wurde die vom Projektteam "Changing mdw" entwickelte Ausstellung eröffnet, die in Form von sechs „Pop-ups“ bis Ende 2017 dezentral an verschiedenen Standorten der mdw zu erleben ist:

200 Jahre mdw – ein Anlass, sich der Geschichte dieser Institution mit einem zeitgemäßen Blick zu nähern. Einer Geschichte, die von vielen gestaltet wurde und wird – von Studierenden, Lehrenden und vom Verwaltungspersonal. Interviews und Egodokumente erschließen die Sichtweisen unterschiedlicher Akteur*innen der mdw, die in Form von sechs Pop-ups dezentral hör- und sichtbar gemacht werden sollen: sechs „Probebohrungen“, die anhand verschiedener Themenstränge dazu einladen, das Terrain zu erkunden.

TAFELN
Gute Musik - wahre Kunst
(Un)Gleichgewichte
Einschlüsse - Ausschlüsse
Import - Export
Ernste Musik?
Tradition & Innovation

STANDORTE
3. Anton-von-Webern-Platz 1, Aula
3. Anton-von-Webern-Platz 1, Bibliothek
3. Anton-von-Webern-Platz 1, Riegel
1. Seilerstätte 26
3. Rennweg 8
14. Penzinger Straße 7

Einen Plan der Ausstellungsstandorte finden Sie hier als PDF zum Download | Allgemeine Tafel.

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