Symposium 
Cerha 2026. Wege seiner Zeit

18.–20. März 2026
Fanny Hensel-Saal, mdw-Campus (Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien) 

 

Anlässlich des 100. Geburtstags des österreichischen Komponisten Friedrich Cerha veranstaltet das Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) in Kooperation mit dem Archiv der Zeitgenossen Krems an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ein Symposium, das sich den künstlerischen Positionierungen von Friedrich Cerha im Kontext seiner Zeit widmet. Aus unterschiedlichen disziplinären und theoretischen Perspektiven werden Prägungen und Einflüsse, Werke bzw. Werkgruppen sowie das musikkulturelle Handeln Cerhas beleuchtet. Drei Konzerte vervollständigen dabei das wissenschaftliche Programm.

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Programm

Mittwoch, 18. März 2026 | Fanny Hensel-Saal

15:00–16:30  

Eröffnung

Susana Zapke
Orte der künstlerischen Moderne. Wien nach 1945

Helmut Neundlinger
Der Text macht die Musik. Friedrich Cerha und die poetische Sprache

17:00–18:00

Reinhard Kapp
Friedrich Cerha – ein Netzwerk

18:30 

Konzert (Joseph Haydn-Saal, mdw-Campus)

 

Deux éclats en réflexion für Violine und Klavier (1956)

Raika Yamakage (Violine), Atsuyuki Sakakibara (Klavier)

 

Sechs Inventionen für Violine und Violoncello (2005–06)

2. Energico, ma poco leggero, non troppo marcato

3. Zart

5. [Viertel = 44]

6. [Viertel = 126]

Raika Yamakage (Violine), Anna Maria Niemiec (Violoncello)

 

Fünf Stücke für Klarinette, Violoncello und Klavier (2000)

1. Sehr ruhig

2. [Viertel = 108]

3. [Viertel = 46]

4. Heftig

5. Ruhig

Ayaka Matsudomi (Klarinette), Anna Maria Niemiec (Violoncello), Andrija Jovovic (Klavier)

 

Fantasien nach Cardews Herbst 60 für Ensemble (1962)

Esteban Molina Callejas (Klarinette), Ayaka Matsudomi (Bassklarinette), Miguel Bargiela Souto (Tenor Saxophon), Andrija Jovovic (Klavier), Natalia Kubalcova (Violine), Constanza Ikei (Viola), Anna Maria Niemiec (Violoncello)

Clement Power (Leitung)

 

Anschließend: Get-together

Donnerstag, 19. März 2026 | Fanny Hensel-Saal

09:30–11:00  

Erwin Barta
Relazioni fragili e stabili. Friedrich Cerha und das Wiener Konzerthaus
Martina Kalser-Gruber
Friedrich Cerha als Multiplikator Neuer Musik: Netzwerke, Aufführungspraxis und die Universal Edition

11:30–13:00

Daniel Ender
Tabus, Ökonomie, Aufmerksamkeit. Zu Cerhas Ergänzung von Bergs „Lulu“
Clara Ziegelbauer
„Man müsste Konzertprogramme komponieren“
Cerha als Dirigent: Wirkungsräume, Repertoire, Programmplanung 

15:00–17:15

Nadine Scharfetter
Cerha in Bewegung 
Gundula Wilscher
„Heiter, strebsam, noch schwatzhaft und wenig Ernst. Großes Musikinteresse“. Zur musikalischen Sozialisation von Friedrich Cerha

Susanne Schedtler 
I gee reglmesig ins konzeat. Cerha im Wiener „Milieu“

17:15–18:30

Empfang

18:30

Konzert (Fanny Hensel-Saal)

 

Netzwerk-Fantasie für Klavier (1988)

Atsuyuki Sakakibara (Klavier)

 

Eine Art Chansons für Chansonnier, Schlagzeug, Klavier und Kontrabass (Auswahl) (1985–87)

Elisabeth Kirchner (Stimme), Vinzent Dienz (Schlagzeug), Andrija Jovovic (Klavier), Benjamin Lampert (Kontrabass)

Freitag, 20. März 2026 | Fanny Hensel-Saal

09:30–11:00  

Eike Feß
(K)ein Enkelschüler Arnold Schönbergs? Überlegungen zu Friedrich Cerhas Verbindung zur Wiener Schule

Monika Voithofer
„Etwas vom alten Geist in neuen Schläuchen“ – Friedrich Cerhas Wirken in der IGNM

11:30–13:00

Hartmut Krones
Planvolles Komponieren für planvolles Richten („mit dem Schwerdt“) und Verbrennen. Friedrich Cerhas „Verzeichnis für 16 Stimmen“
Andreas Karl
Klangorganisation in Cerhas Musik für Chor und Vokalensemble

15:00–15:45

Lukas Haselböck
Zur Klangkomposition in Cerhas Spätwerk. „Nacht“ für Orchester (2012/13)

16:15–17:45

Marco Hoffmann
Evolutionsstufen. Zu einem werkübergreifenden Idiom bei Friedrich Cerha 
Nikolaus Urbanek
Von den Darmstädter Ferienkursen zu den Wiener Festwochen und den Salzburger Festspielen 

18:30

Konzert (Kirche St. Ursula, Seilerstätte 26, 1010 Wien)

 

Endlich Schluss 

Sechs Postludien (2013/14)

I. [Ohne Titel]

II. Die unbeantwortbare Frage

III. Scherzino

IV. Capriccio naturale

V. Elegie

VI. Endlich Schluss

Wolfgang Kogert (Orgel)
Einleitendes Gespräch mit Lukas Haselböck


Das Konzert erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik (iOK) der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

 

Veranstaltet vom Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) in Kooperation mit dem Archiv der Zeitgenossen Krems

Programmplanung & Organisation: Gundula Wilscher, Lukas Haselböck, Nikolaus Urbanek