Alvaro PIERRI

 
Alvaro Pierri gilt international als eine der faszinierendsten Persönlichkeiten in der Welt der Gitarre. Weltweit rühmt die Presse  "seine meisterhaft durchdachten Interpretationen", die "atemberaubenden Phrasierungen" und "das schier unerschöpfliche Klangfarbenspektrum, das Alvaro Pierri der Gitarre zu entlocken vermag".
 
Alvaro Pierri entstammt einer in Montevideo (Uruguay) ansässigen Musikerfamilie. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er mit fünf Jahren von seiner Mutter Ada Estades am Klavier und von seiner Tante, Olga Pierri, auf der Gitarre. Später studierte er bei Abel Carlevaro, dem Komponisten Guido Santorsola und am Instituto de Musicologia de la Universidad del Uruguay. Bereits ab dem elften Lebensjahr gewann Alvaro Pierri auf internationalen Gitarrenwettbewerben zahlreiche renommierte Preise, wie den 1. Preis des Internationalen Gitarrenwettbewerb in Buenos Aires, Argentinien, den 1. Preis des Internationalen Gitarrenwettbewerbes in Porto Alegre, Brasilien, und schließlich die Goldmedaille des XVIII. Internationalen Wettbewerbes von France Musique/Radio France in Paris.
 
Alvaro Pierri’s Debut in den USA fand in New York statt und brachte ihm hervorragende Kritiken: „Mr. Pierri revealed an artistic maturity not commonly encountered” ... „compared to artists as Segovia, Bream, Williams” ... „brilliant, sensitive, versatile, breathtaking” (New York Times & Continental Reviews). 1983 debutierte er in Deutschland mit den Streichersoloisten der Berliner Philharmoniker. Der Deutsche Rundfunk sowie PBS New York, Radio France, NHK Japan, KBS Korea, CBC Canada produzierten daraufhin zahlreiche Radio- und Fernsehsendungen mit ihm.
 
Von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert ist Alvaro Pierri regelmäßig zu Gast in den großen Konzerthäusern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens. Zeitgenössische Komponisten wie u. a. Leo Brouwer, Guido Santorsola, Jacques Hétu, Astor Piazzolla, Abel Carlevaro, Carlo Domeniconi, Terry Riley widmen Alvaro Pierri immer wieder bedeutende Werke, die er in brillianter Weise zur Uraufführung bringt.
 
Seine ausgeprägte Liebe zur Kammermusik führte zu Zusammenarbeit mit bedeutenden Musikerpersönlichkeiten. Alvaro Pierri konzertierte u. a. mit Astor Piazzolla, Frank Peter Zimmermann, Ernö Sebestien, Regis Pasquier, Hatto Beyerle, Philippe Müller, Leo Brouwer, Alcides Lanza, Terry Riley, Tracy Silverman, Maureen Forrester, Eduardo Fernandez, mit dem Cherubini Quartet, dem Turtle Island String Quartet, er arbeitete mit Dirigenten wie Pinchas Steinberg, Charles Dutoit, Wojciech Rajski, Mario Bernardi, Yannick Nezet-Seguin...
 
Alvaro Pierri’s CDs sind erschienen bei Metropole-Polydor (Frankreich), Blue Angel-2001 (Deutschland), Milan Records (Canada), Analekta (Kanada), Amplitude (Kanada), Madacy (Kanada), HOMA (Japan), Alpha Omega (Hong Kong); seine Diskographie umfaßt Soloaufnahmen, Kammermusik, Gitarrenkonzerte und Elektroakustik. Seine CDs wurden mehrmals ausgezeichnet mit Preisen und Nominierungen, er gewann bereits zweimal den begehrten kanadischen Schallplattenpreis „FELIX” für die beste Klassik-CD des Jahres. 2003 hat „Pioneer Classics Japan” eine DVD von Alvaro Pierri herausgebracht mit spanischer und südamerikanischer Gitarrenmusik. Vor kurzem veröffentlichte "Deutsche Grammophon" eine DVD mit dem Doppelkonzert für Gitarre, Bandoneon und Orchester von Astor Piazzolla, Alvaro Pierri im Duo mit Astor Piazzolla.
 
Alvaro Pierri ist auch ein international anerkannter Pädagoge. Viele seiner Studenten sind Preisträger der wichtigsten Internationalen Gitarrenwettbewerbe. Er war Professor an der Universität von Santa Maria in Brasilien, später lehrte er an der McGill Universität und an der UQAM (Hochschule für Musik) in Montréal. 2002 wurde er zum ordentlichen Professor an der Universität für Musik und darstellenden Kunst in Wien ernannt.
 
Alvaro Pierri gibt Meisterkurse im Rahmen zahlreicher bedeutender Musikfestivals, wie New York Manhattan Masters, GFA Guitar Foundation of America, Québec FIG, Meisterkurse S.I.G. Séminaire International de Guitare in Paris und Bordeaux, Barcelona, Sommerakademie Mozarteum Salzburg, Wiener Meisterkurse, Mainz „Villa Musica”,Tokyo, Osaka, Hong Kong, u. v. a.