PR, Marketing, Newsletter & Social MediaVersicherung

Vor allem zu Beginn der künstlerischen Karriere stellt sich im digitalen Zeitalter für viele NachwuchskünstlerInnen die Frage nach der optimalen Selbstvermarktung.

Selbstvermarktung
©mattjeacock/iStockphoto

Was bedeutet eigentlich PR/Marketing?
PR steht als Abkürzung für den englischen Begriff Public Relations und wird vereinfacht als Öffentlichkeitsarbeit ins Deutsche übersetzt. Es geht dabei nicht nur um die Arbeit MIT der Öffentlichkeit, sondern vor allem um die Beziehung zwischen Öffentlichkeit (Publikum/Medien) und dem Unternehmen (dem künstlerischen Projekt).
Um diese Beziehung optimal zu gestalten, muss man sich mit Grundfragen des Marketings beschäftigen:

  • Wie positioniere ich mein künstlerisches Projekt auf dem Markt?
  • Welche Marktsegmente (Musikgenres/Szenen) sind für mein Projekt relevant?
  • Wo liegt meine Zielgruppe und durch welche Medien oder Vertriebskanäle kann ich diese erreichen?

Es gibt eine Vielzahl guter Online-Services, die es ermöglichen, sein Publikum selbst zu erreichen. Bei ausreichendem Budget können auch PR-Agenturen projektbezogen, also beispielsweise nur für einen Album-Release oder eine Tournee beauftragt werden.

Digitale Medien vs. alte Medienstruktur – welcher Weg führt zum Ziel?

Im Idealfall nutzt man so viele mediale Kanäle wie möglich. Digitale Medien haben den Vorteil, dass sie sowohl für ProduzentInnen als auch KonsumentInnen leicht zugänglich sind. Für Postings im Internet gilt: Ein Bild erreicht mehr als tausend Worte. Texte sollten kurz und knackig, Bilder auffallend und aussagekräftig sein. Trotzdem gehen viele Kampagnen in der Flutwelle an Postings unter – hier können die klassischen Medien (Presse, Funk und TV) Abhilfe schaffen.

Wichtig ist in jedem Fall ein gut geschnürtes Presse-Infopaket:

  • Pressefotos in Druckqualität (inkl. Fotocredits)
  • Hör- und Sehproben (am besten Streaming-Links statt übergroße Files)
  • (gut formulierte und kürzbare) Pressetexte

Sowohl für das Artwork als auch für die beigelegten Infotexte gilt: Nicht bloß Fakten sind relevant, auch deren optische Aufbereitung ist wichtig!
Das Press-Kit sollte auch auf der eigenen Homepage für JournalistInnen und Veranstalter zum Download bereitstehen. Für Aussendungen an PressevertreterInnen, Labels oder Agenturen reicht ein Fact-Sheet mit den wichtigsten Informationen (Kurzbiographie, Referenzen, Foto) und Weblinks zu Homepage und Hörproben.

Newsletter – lohnt sich der Aufwand?

Ein Newsletter wird im Schnitt von ca. 40 % der AbonnentInnen gelesen – mit keinem anderen Medium erreicht man diese Quote. AbonnentInnen lukriert man am besten direkt bei Konzerten oder über die eigene Homepage.
Achtung: Das Versenden von Massenmails (E-Mails an mehr als 50 EmpfängerInnen) zu Zwecken der Direktwerbung ist gesetzlich nur nach ausdrücklicher Zustimmung der EmpfängerInnen erlaubt. Des Weiteren muss die Möglichkeit geboten werden, die Zusendung solcher E-Mails auf unkomplizierte Weise abzubestellen.

Weitere Informationen

 

Die Artikelserie des U30-Netzwerks des ÖMR in Kooperation mit dem mica und der mdw setzt sich zum Ziel, junge KünstlerInnen beim Berufseinstieg zu unterstützen. Die gesamte Artikelserie finden Sie unter: www.mdw.ac.at/mdwclub/diplom-in-der-tasche

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