Neue Räume für die Regie

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Wie macht man heutzutage gutes Theater? Wie gestaltet man als Theaterregisseur_in die Zeit zwischen Probe und Premiere so, dass Produktion, Beteiligte und Publikum davon profitieren? Im Interview mit dem mdw-Magazin erzählen die beiden Schauspielregie-Absolvent_innen des Max Reinhardt Seminars, wie eine neue Generation Regie führt und wie sie das persönlich in ihrer eigenen Arbeit umsetzen.

SHEEP: Von Schafen und domestizierten Menschen

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Schafe, die reden können, sind in Film und Fernsehen nicht neu — denkt man zumindest auf den ersten Blick. Doch die zentralen Tiere in der neuen Serie von Alex Reinberg und Leni Gruber (beide Drehbuch und Regie) sind mehr als nur flauschige Hauptdarsteller_innen in einer absurden Story.

TODAS: Ein interdisziplinäres Festival zu lateinamerikanischen Musikerinnen* in Wien

Im Mai 2026 fand an der mdw das interdisziplinäre Festival TODAS. Lateinamerikanische Musikerinnen* in Wien. Konzerte, Vortrag, Dialoge. statt. Die Veranstaltung war das Ergebnis des Forschungsprojekts Reverse Ethnomusicology: Migrant Musicians as Researchers. Ko-Kuratorin Gabriela Dossow Ponce erzählt, wie diese Veranstaltung entstanden ist und warum sie so wichtig war.

Music

Joe Bennett an der mdw

Im Rahmen eines Seminars zum Song Contest untersuchte Bennett gemeinsam mit den Studierenden Linda Oppelmayer, Mariella Ackerl und Leonie Bauer die musikalische Sprache des Wettbewerbs. Das Projekt kombinierte genaues Hinhören mit der Analyse langfristiger Daten und der Frage, wie Popmusik auf kulturellen und technologischen Wandel reagiert.

Wie MIAGI den Konzertkanon neu erzählt

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Bereits 2024 berichtete das mdw-Magazin über die erfolgreiche Europatournee des südafrikanischen MIAGI (Music is a great investment) Orchestra und die langjährige Partnerschaft mit der mdw. Mit dem Konzert beim Podium Zukunft am 27. April 2026 in Frankfurt wurde diese Zusammenarbeit nun eindrucksvoll fortgesetzt. Im Mittelpunkt stand dabei weniger ein weiteres Gastspiel als vielmehr die konsequente Weiterentwicklung einer künstlerischen Idee.

Zur Politik musikalischer Exzellenz

Die Türen der U-Bahn führen praktisch direkt ins Herz des Turms C des Gasometers. Um den Konferenzort „Musik im Dialog“ zu erreichen, muss man allerdings noch mehrere Etagen eines Einkaufszentrums durchqueren und an zahlreichen Fast-Food-Lokalen vorbeigehen. Das Ende des 19. Jahrhunderts als Gasspeicher errichtete Gebäude beherbergt heute eine Musikschule, zahlreiche Veranstaltungsräume und gelegentlich auch akademische Diskussionen – wie etwa die Konferenz Excellently Engaged, die der Frage nachging, ob sich künstlerische Exzellenz und gesellschaftliches Engagement überhaupt voneinander trennen lassen.

Salieris Brief an die Zukunft

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In den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek liegt ein handschriftliches Dokument, das Antonio Salieri 1802 verfasste und an „jene Person, die diese Oper eines Tages zur Uraufführung bringen wird" richtete. Es ist die Stimme eines Komponisten, der wusste, dass er die Uraufführung seines letzten Bühnenwerks nicht mehr erleben würde - und der seine Anweisungen dennoch an einen unbekannten Adressaten in der Zukunft schickte. Im Mai 2026, 224 Jahre später, wurde dieser Brief gewissermaßen beantwortet: In Valladolid kam La bella Selvaggia zur Uraufführung.

„Entscheidend ist, welche Geschichte man sich selbst erzählt“

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Jeff Beal bewegt sich seit Jahrzehnten zwischen Filmstudio und Konzertsaal. Mit Arbeiten für Produktionen wie House of Cards wurde der US-amerikanische Komponist international bekannt. Am 13. April gab der fünffache Emmy-Preisträger eine Masterclass für Studierende der mdw. Im Gespräch spricht er über künstlerische Prozesse, Inspiration und darüber, wie seine MS-Erkrankung sein Verständnis von Musik verändert hat.

Drama

Musik im Rampenlicht

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Er bringt die Töne ins Theater. Imre Lichtenberger Bozoki ist ein Tausendsassa der heimischen Theaterszene und unterrichtet seit Herbst 2025 nun auch Musikalisches Rollenstudium am Max Reinhardt Seminar. Wie er vom Trompeter zum Theaterregisseur wurde, warum er die Wiener Szene unvergleichlich findet und warum sein Fach wahrscheinlich das entspannteste am ganzen Max Reinhardt Seminar ist, erzählt er im Interview.

Wenn Bilder Bühne werden

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Zweieinhalb Monate Unterrichtstätigkeit am Max Reinhardt Seminar – und schon wird man gefragt, Bilanz zu ziehen. Das kann nur mit dem mdw-Magazin passieren. Magdalena Gut, die seit Oktober 2025 am Max Reinhardt Seminar das Fach Bühnenbild/Szenischer Raum lehrt, steht gerne und gut Rede und Antwort und gibt Einblicke über einen Teilbereich des Theaters, der allzu oft buchstäblich im Hintergrund bleibt, jedoch von vordergründiger Bedeutung ist.

Shakespeare an kontrastreichen Orten

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Im Rahmen der Kooperation des Max Reinhardt Seminars mit dem Lausitz Festival eröffnete das eigens konzipierte Stück "Sonettfabrik" das Festival in der stillgelegten Brikettfabrik LOUISE in Domsdorf, Deutschland. Im Schloss Leopoldskron in Salzburg wurde kurz darauf die für die Räumlichkeiten adaptierte Fassung Reinhardt probt Shakespeare-Sonette aufgeführt.

Ort der freien Gedanken

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Der isländische Opern- und Theaterregisseur Thorleifur Örn Arnarsson widmete sich mit den Schauspielstudierenden des dritten Jahrgangs am Max Reinhardt Seminar einer der größten Theater-Tragödien aller Zeiten: Shakespeares Macbeth. Im Interview mit dem mdw-Magazin erzählt er von den Freuden der Arbeit mit einer neuen Schauspieler_innen-Generation, welche Ansprüche er an seine Rolle als Gastlehrender am Max Reinhardt Seminar hat und warum Shakespeares Macht- und Menschheitsanalysen alle Zeiten überdauern.

Film

Die Filmakademie Wien bei der Berlinale 2026

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Berlin wird jedes Jahr im Februar zum Zentrum der Filmwelt. Die Berlinale ist eines der größten Filmfestivals weltweit, bei dem im Wettbewerb die berühmten Goldenen und Silbernen Bären verliehen werden. Das Festival bietet verschiedene Programmschienen, darunter den Kurzfilmwettbewerb Berlinale Shorts, bei dem 2026 erstmals ein Film der Filmakademie Wien gezeigt wurde: Ein Unfall von der Filmakademie-Studierenden Angelika Spangel.

Preisgekrönte internationale Filmkooperationen

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Lena Zechner und Melvyn Zeyns studieren Produktion an der Filmakademie Wien. Im November 2025 wurde ihnen der Deutsche Kurzfilmpreis verliehen, die wichtigste und höchst dotierte Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. In sechs Kategorien wird der Preis jährlich im Rahmen einer Zeremonie in Hamburg vergeben.

Mit Militärjacke zur Millionenförderung

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Aller Anfang ist prekär. – Das gilt für viele Projekte in kreativen, künstlerischen Branchen. Die Filmakademie-Studierenden Vivian Bausch und Fabian Rausch durften bei ihrem Filmprojekt SOLDAT das Gegenteil erfahren. Wie sie eine hochdotierte Filmförderung für sich nutzen konnten, wie sich Drehbuchschreiben im Duo anfühlt und wie die beiden die aktuelle Lage für Filmschaffende in Österreich bewerten, erzählen sie im Interview mit dem mdw-Magazin.

Research

mdwHistory: Von Madrigalgenossen, beleidigten Ministerien – und einem kalten Wind

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Sanft und doch bestimmt erinnerte Hans Gál (1890–1987) die Mitglieder seines Madrigalchors mit diesem drolligen Text an die erste Probe im Jahr 1938. Serviert wurde das musikalische Neujahrsschwein als dreistimmiger Kanon im Postkartenformat, garniert mit dezent platzierten Madrigalismen. Tatsächlich waren Madrigale dem vielseitigen Musiker ein großes Anliegen; er wurde sogar mit dem Spitznamen „Madri-Gál“ bedacht.

Sounding Pandemics?

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Wann beginnt eine Pandemie eigentlich, und wann endet sie? Gibt es ein klares „Vor“, „Während“ und „Nach“, oder hat unser Verständnis davon vielmehr mit unserer Wahrnehmung von Zeitlichkeit zu tun? Und wodurch werden unser Wissen und unsere Erinnerung an vergangene Seuchen geformt – durch Bilder, Denkmäler und Statistiken oder vielleicht auch durch Klänge und Musik?

Rezension: The Flavor of Thinking: Philosophy in Artistic Research – Artistic Research in Philosophy

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Der von Arno Böhler und Susanne Valerie Granzer herausgegebene Sammelband The Flavor of Thinking setzt sich im 21. Jahrhundert mit einem der ältesten Probleme der westlichen Philosophie auseinander: der (vermeintlichen) Spannung zwischen „Denken“ und „Fühlen“.

Alumna im Fokus: Anke Schad-Spindler

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„Wenn ich heute zurückblicke, frage ich mich manchmal, woher ich die Sicherheit hatte, in die große Welt zu gehen“, lacht Anke Schad-Spindler, heute Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin bei EDUCULT sowie selbstständige Unternehmerin. Die mdw-Alumna studierte in Deutschland, Italien, England und Österreich, ihre Dissertation zu Cultural Governance wurde mit dem Staatspreis des damaligen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet.

Elementare Musikpädagogik in Bewegung

An der mdw blickt die EMp als künstlerisch-pädagogische Fachrichtung auf eine mehr als 40-jährige Geschichte zurück. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich Praxis und Forschung durch unterschiedliche Dialoggruppen erweitert. Die Bandbreite reicht von Senior_innenkursen und Bandangeboten für Jugendliche über Kind-Eltern-Kurse, Instrumentalkurse mit den Schwerpunkten Violine, Gitarre, Klavier und Blasinstrumenten, das inklusive Bandprojekt Young All Stars sowie Kooperationen zwischen EMp-Lehrenden und Schulen bis hin zu Musizierkursen für Profis – um nur einige der Lehrpraxisformate zu nennen, die von Lehrenden des Teams der Wiener EMp an der mdw angeboten werden.