Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions

 

Die Veranstaltungsreihe »Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions« versteht sich als Forum für aktuelle Forschungen zum Musikleben in dieser geografisch und politisch, aber auch kulturell und sozial hybriden Region.

Organisation: Fritz Trümpi

 

 

Aktuelle Termine
 

8. November 2018 | Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions #4

Werkstattgespräch mit Lubomír Spurný (Brno/Terezín)

Musik in Terezín/Theresienstadt, 1941-1945

Moderation: Fritz Trümpi

Zeit: 18.30 Uhr

Ort: Raum A 0201 | 1010 Wien, Seilerstätte 26

Lubomír Spurný, der Leiter des INSTITUT TEREZÍNSKÝCH SKLADATELŮ/TEREZÍN COMPOSERS' INSTITUTE berichtet im Rahmen des Vortrags über die aktuellen Projekte seines Instituts.
Die wichtigste Aufgabe des INSTITUT TEREZÍNSKÝCH SKLADATELŮ/TEREZÍN COMPOSERS' INSTITUTE ist die Herausgeberschaft von kritischen Editionen der Werke der nach Terezín/Theresienstadt deportierten Künstlerinnen und Künstlern. Die vorrangige Arbeit des Instituts besteht im Sammeln aller überlieferten Dokumente von diesen, aber auch über diese Künstler_innen. Musikwissenschaftler_innen und Musiker_innen, ebenso wie einer breiteren Öffentlichkeit soll so die Möglichkeit geboten werden, sich mit Leben und Werk dieser Komponistinnen und Komponisten im Kontext ihrer Lebensumstände zu beschäftigen. Dazu soll in weiterer Folge eine Bibliothek mit Fachliteratur zu Musik und Holocaust entstehen.

 

 

24. Mai 2018 | Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions #3

 
Gastvortrag von Katalin Kim (Institut für Musikwissenschaft/Ungarische Akademie der Wissenschaften):
 
Arbeitsteilung in der Komposition. Die "Erkel-Werkstatt"

Moderation: Fritz Trümpi

Ort: Raum A 0201 | 1010 Wien, Seilerstätte 26

Zeit: 18 Uhr

Anlässlich des ersten Besuchs des Kaiserpaares in Budapest (1857) beschloss die Leitung des Nationaltheaters als Huldigung für das Paar eine Oper mit dem Titel "Erzsébet" ("Elisabeth") aufzuführen, und setzte für ihre Fertigstellung eine sehr kurze Frist. Da kein Komponist allein den Auftrag ausführen konnte, mussten dafür gleich drei Menschen einspringen: Das Komponieren des zweiten Aktes fiel Ferenc Erkel zu; mit den beiden äußeren Aufzügen wurden Franz bzw. Karl Doppler beauftragt. Es stellte sich heraus, dass Erkel nicht dazu imstande war, die Arbeit an seinem Aufzug rechtzeitig zu verrichten. So musste sein Freund Franz Doppler, erster Flötist im Orchester des Nationaltheaters und Komponist mehrerer erfolgreicher Opern, auch dafür Zeit finden, Erkel auszuhelfen. Dank der unlängst zum Vorschein gekommenen Kompositionsskizzen und Entwürfe kann die Art und Weise der Kooperation eindeutig rekonstruiert werden.

 

 

 

 

Archiv

 

  • 15. März 2018 | Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions #2

Jutta Toelle (Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik / Frankfurt am Main): "Paraquarier sind sehr gut im Nachmachen". Repräsentationen zentraleuropäischer Musikkultur in den jesuitischen Guaraní-Reduktionen (17./18. Jh.)

 

 

  • 24. Mai 2017 | Music Culture/s in Central Europe. Lectures and Discussions #1

Philip V. Bohlman (University of Chicago): Gesang liebt Menge – Musikalische Einheiten in der Einheit der Nation

 

 

  • 22.-24. Februar 2017 | Workshop: Musical culture/s of the Habsburg Monarchy and its successors states

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