isaScience 2018
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isaScience ist Teil der isa, der Internationalen Sommerakademie der mdw, und bietet seit 2013 eine Plattform zum internationalen wissenschaftlichen Austausch. Die diesjährige isaScience findet im neuen Format als internati-onale Konferenz von 10. bis 14. August im Hotel Marienhof in Reichenau/Rax statt. Das neue Organisationsteam, das die bisherigen Leiterinnen Ursula Hemetek und Cornelia Szabó-Knotik ablöst, besteht aus Dagmar Abfalter (Institut für Kulturmanagement und Gender Studies), Marko Kölbl (Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie), Rosa Reitsamer (Institut für Musiksoziologie) und Fritz Trümpi (Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung). Das Team hat erstmals einen internationalen Call for Papers lanciert, der eine internationale Beteiligung quer durch alle Wissenschaftsgenerationen und -disziplinen mit einem Musik- und Kunstbezug erwarten lässt. Sehr erwünscht ist dabei auch die Beteiligung von mdw-Angehörigen, damit das erklärte Ziel des neuen Leitungsteams, die isaScience als eine Austauschplattform aktueller wissenschaftlicher Debatten innerhalb der mdw sowie zwischen der mdw und der internationalen Com-munity zu gestalten, auch umgesetzt wird.

Das Thema der isaScience 2018 Participatory Approaches to Music and Democracy fokussiert Musik als Ressource für gesellschaftliche Transformationsprozesse. Zentral stellt sich dazu die Frage, wie Individuen und Gruppen Musik für soziale, kulturelle und politische Partizipation sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell nutz(t)en und in welcher Form Musik den gesellschaftlichen Wandel vorantreibt. Im Lauf der letzten Jahrzehnte etablierte sich ein musik- und in breiterem Sinn kulturwissenschaftliches Forschungsfeld zu Musik und ihren gesellschaftspolitischen, ideologischen und kulturellen Implikationen. Zum einen geht es darin um die Instrumentalisierung von Musik zur Umsetzung autoritärer, neoliberaler oder auch faschistischer Ideen durch politische Gruppierungen und Parteien in Vergangenheit und Gegenwart. Zum anderen steht aber auch das Versprechen und der Mythos von Demokratisierung durch Technologie in Hinblick auf Musikproduktion, Vermarktung und Rezeption/Aneignung auf dem Prüfstein.

Das neue vierköpfige Organisationsteam konnte – soviel sei schon jetzt verraten – mit den renommierten WissenschaftlerInnen Milena Dragičević Šešić (UNESCO Chair in Cultural Policy and Management, University of Arts, Belgrad, Serbien), David Hesmondhalgh (Professor für Medien, Musik und Kultur, University of Leeds, Großbritannien), Marsha Siefert (Assistenzprofessorin für Geschichte, Central European University, Budapest, Ungarn) und Deborah Wong (Professorin für Ethnomusikologie, University of California, Riverside, USA) vier herausragende Keynote-SprecherInnen gewinnen. Die isaScience 2018 ist nach der Online-Registrierung auf www.mdw.ac.at/isa/isascience ohne Konferenzgebühr offen für alle Interessierten.

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