Vom 12. bis 14. September 2017 fanden an der mdw die 8. Vienna Music Business Research Days zur Frage „Unchaining the Digital Music Business?” statt. Dabei wurden neue Gatekeeping-Prozesse thematisiert, die von „alten“ wie auch „neuen“ AkteurInnen im Musikbusiness etabliert wurden. Internationale ExpertInnen diskutierten deshalb darüber, wie diese neuen Prozesse aussehen und welchen Einfluss neue Technologien wie die Blockchain, aber auch andere Innovationen auf das Gatekeeping haben könnten.

VMBR
Morning Panel Discussion ©Magdalena Tschmuck

Die Blockchain ist ein Verzeichnis von Transaktionen im virtuellen Raum, das dank Verschlüsselungsverfahren nicht manipuliert werden kann und völlig transparent für alle einsehbar ist, mit dem Musikschaffende Musikstücke direkt an ihre Fans verkaufen können, ohne dass die Zahlung mittels z. B. Bitcoin manipuliert werden kann.

Daniel Nordgård von der University of Agder in Norwegen hielt den Einführungsvortrag und leitete dann die Podiumsdiskussion mit Sally Gross (University of Westminster, London), Sarita Stewart (Belmont University, Nashville), Scott Cohen (The Orchard, New York) und Stefan Baumschlager (Record Bird, Wien). In der anschließenden Präsentation sprach dann George Musgrave von der University of Westminster in London über Control and Autonomy in the Digital Music Business. Am Nachmittag hinterfragten die beiden Keynote-Speaker Alan Graham und WolfgangSenges den gegenwärtigen Hype rund um die Blockchain und diskutierten dann mit Carlotta de Ninni (Mycelia for Music Projekt) und Kelly Snook (University of Brighton) den Einfluss der Blockchain-Technologie sowie anderer technischer Innovationen auf das Musikbusiness.

Am Conference Track Day präsentierten MusikwirtschaftsforscherInnen aus aller Welt ihre aktuellen Forschungsergebnisse der interessierten Öffentlichkeit. Der thematische Bogen reichte dabei von der Ökonomik von Musikfestivals und der Musikpiraterie bis zu Arbeiten über KünstlerInnen-Fan-Beziehungen, Social- Media-Management und der Rolle der Blockchain-Technologie im Musikbusiness.

Abgerundet wurde das Programm mit dem 7. Scholars’ Workshop, in dem Master- und PhD-Studierende aus aller Welt ihre Forschungsprojekte vorstellten und mit MusikwirtschaftsforscherInnen diskutierten. Benjamin Schiemer von der Johannes Kepler Universität in Linz erhielt für sein Paper Virtual Songwriting: Fostering Creative Processes through ‚Challenge‘ and ‚Collaboration‘ eine Auszeichnung für das beste Paper des Workshops.

 

Eine ausführliche Zusammenfassung der 8. Vienna Music Business Research Days finden Sie unter:

Sehen Sie den Videomitschnitt vom Mittwoch, dem 13. September 2017 in unserer Mediathek:

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