Eigenklang 2020

►27.01.2020 

Musik von syrischen Geflüchteten in Wien und dem Musikinstrument OUD

►24.02.2020

Ensemble LADO. Über einenTanzworkshop mit dem kroatischenNationalfolkloreensemble an der mdw

►30.03.2020

Kurdische Musik aus dem Iran und die Rahmentrommel Daf 

►27.04.2020

Von Slowenien um die halbe Welt - Svanibor Pettan über Applied Ethnomuiscology

►25.05.2020

Afro-karibische Plena in San Juan und Puerto Rico. Ein urbanes, soziales und musikalisches Phänomen

►29.06.2020 Flamenco Fusion – Entstehung und Rezeption hybrider Musikprojekte in Spanien ab 1950

27. Jänner 2020 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Musik von syrischen Geflüchteten in Wien und dem Musikinstrument OUD

Die Sendung im Januar stellt erneut Beiträge von Studierenden des Instituts in den Fokus. Der Beitrag umfasst diesmal die gesamte Sendung und beschäftigt sich mit der Musik von syrischen Geflüchteten in Wien und dem Musikinstrument OUD. Die Oud ist ein Lauten-ähnliches Seiteninstrument aus dem arabischen Raum.

Die Inhalte dieser Sendung wurden von dem griechischen Doktoratsstudenten Ioannis Christidis recherchiert und zusammengestellt.  Christidis kam nach Wien, um an der mdw mehr über Ethnomusikologie zu lernen und um in Wien für sein PhD Thema „music and forced migration with a special focus on music in the experience of forced migration from Syria to Europe“ zu forschen. Bereits in der Schule hatte Christidis gelernt die Oud zu spielen und nach Abschluss seines  Architekturstudiums, wollte er sich wieder intensiver mit Musik und dem Instrument beschäftigen und begann ein zweites Studium. Diesmal am Kunst- und Musikdepartment der Universität von Mazedonien. Hier spezialisierte sich Christidis auf traditionelle griechische Musik. Er verbesserte hier nicht nur seine Fähigkeiten im Oud spielen, sondern lernte auch die Methoden der Ethnomusikologie kennen, die ihn faszinierten. In dieser Richtung spezialisierte er sich weiter, was ihn nach Wien an das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie brachte, wo er sich als Musiker und Wissenschaftler auf eine verantwortungsvolle Art und Weise mit Problemen und Fragestellungen rund um Musik und Flucht auseinandersetzen kann. Denn die Angewandte Ethnomusikologie bietet die Möglichkeit, Forschung und Aktivismus zu verbinden. Wie dies in der Praxis aussehen kann - verdeutlicht Christidis Beitrag in dem er die in Wien lebenden Musiker Orwa Al Shoufi und Orwa Saleh interviewt.

Der Mitschnitt dieser Sendung und weitere Sendungen können bei Emap.fm abgerufen werden sowie im Cultural Broadcasting Archiv cba.fro.at unter Sendereihe Eigenklang. Dort sind auch Informationen zu den gespielten Musiktiteln hinterlegt.

Die Sendung ist nach der Ausstrahlung im Cultural Broadcasting Archive abrufbar.
Ebenso via Emap.FM >> Eigenklang

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Bianca Ludewig, Moderatorin Eigenklang
Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Mail: bianca.ludewig@o94.at

Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org


 24. Februar 2020 | 14 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Ensemble LADO. Über einenTanzworkshop mit dem kroatischen Nationalfolkloreensemble an der mdw

Am kommenden Montag wird eine neue Folge von Eigenklang auf Radio Orange in Wien ausgestrahlt. Die Sendung nimmt diesmal LADO - das kroatische Nationalfolkloreensemble in den Fokus. Anlass war ein Tanzworkshop mit LADO zu traditionellen Tänzen Kroatiens am 22. Januar 2020 an der mdw.

Das Ensemble LADO besteht seit 1949 und verfolgt das Ziel, die schönsten Beispiele der vielfältigen kroatischen Musik und Tanz-Traditionen zu erforschen, künstlerisch zu interpretieren und zu präsentieren. Die 38 Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles, sind gleichzeitig auch Sängerinnen und Sänger sind, weshalb LADO Volkstanzensemble und Chor in einem ist. Die 14 Musiker spielen rund fünfzig verschiedene traditionelle und klassische Instrumente. LADOS Repertoire besteht aus mehr als 200 verschiedenen Tanzchoreographien und mehreren hundert vokalen, instrumentalen und vokal-instrumentalen Musikstücken. LADO bewahrt auch über 1.200 Trachten und Kostüme, von denen einige über 100 Jahre alt sind.

Die kommende Sendung dokumentiert den LADO-Tanzworkshop; im Anschluss folgt ein Interview mit dem Workshop-Leiter Alen Šušković und Mladen Kosovec, Solist des LADO Orchester, der den Workshop musikalisch mit dem Akkordeon begleitete. Josip Nalis vom Kulturinformationszentrum Zagreb und Leiter des Festivals der kroatischen Musik in Wien hat übersetzt und im Rahmen seines Engagements für LADO mitdiskutiert.

Kooperationspartner waren die Kroatische Botschaft Wien und das Konzerthaus Vatroslav Lisinski in Zagreb.

Eigenklang möchte an dieser Stelle auch an Rudolf Pietsch erinnern, der seit 1981 am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie tätig war und erst vor kurzem, 2016, nach 35 Dienstjahren in den Ruhestand ging. Rudolf Pietsch ist in der Nacht auf den 5. Februar 2020 verstorben. Familie, Angehörige und Freunde trauern um ihn, ebenso wie auch das Institut, denn seine Verdienste um Institut und Universität sind beträchtlich und vielfältig.

Daher lädt Eigenklang in diesem Rahmen zum Nachhören der Sendung vom Oktober 2016 ein – „Rudi Pietsch – Ein halbes Leben Volksmusikforschung, ein ganzes Leben Musik“, die Rudi Pietsch aus Anlass seines 65. Geburtstags gewidmet wurde.

Diese ist unter folgendem Link archiviert: https://cba.fro.at/327144

Die Sendungen sind auch zu einem späteren Zeitpunkt unter Emap.FM >> Eigenklang jederzeit abrufbar.

Außerdem kann das Sendungsmaterial über Cultural Broadcasting Archiv (cba) gratis bezogen werden.

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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org
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Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

MA Bianca Ludewig
Moderatorin Eigenklang
Mail: bianca.ludewig (at) o94.at


30. März 2020 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Kurdische Musik aus dem Iran und die Rahmentrommel Daf 

Es sind seltsame Zeiten, die wir gerade erleben mit Pandemie-Maßnahmen, Ausgangsbeschränkungen und Social Distancing, wo Abstand halten zur neuen zwischenmenschlichen Nähe und Verantwortung geworden ist und wo wir unsere Zeit vor allem zuhause verbringen (müssen).

Radio oder Fernsehen sind Informationsflüsse, die uns zuhause erreichen, weshalb sie durch die veränderten Umstände eine verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Auch Eigenklang sendet weiterhin sein Programm in Corona Zeiten, zu dem ich sie herzlich einladen möchte. Diesmal geht es auch um ein Land, das besonders schwer von Corona betroffen ist, den Iran. Im kurdischen Teil des Iran sowie im Land allgemein ist kurdische Musik und die Rahmentrommel Daf sehr verbreitet.

In der aktuellen Sendung spricht Eigenklang mit Hamidreza Ojaghi vom Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie über sein Instrument Daf und seinen Einsatz in der kurdischen Musik, vor allem im Iran.

Hamidreza Ojaghi hat sich sowohl das Instrument Daf als auch den traditionellen Gesang selber beigebracht. Einen Großteil seiner Kindheit war durch den Krieg zwischen Iran und Irak in den 1980er Jahren, dem ersten Golfkrieg geprägt. Er übte das Daf spielen jahrelang nur auf einem Metalltablett, lernte Singen und Spielen durch das Radio. Nach dem Krieg endlich die erste Daf, es folgten die ersten Musikgruppen und Konzerte, welche mit den Jahren zahlreich und vielseitig wurden. Seit 2008 lebt Ojaghi in Wien, wo er auch live zu hören ist, beispielsweise mit seiner Formation Hamid und seine Freunde.

In dieser Sendung berichtet Hamidreza Ojaghi in Interviewauszügen über sein Leben und seine musikalischen Projekte, im Mittelpunkt steht die kurdische Musik und die Daf, die von Kurden vor allem für religiöse Zwecke verwendet wird, aber auch weit darüber hinaus in traditioneller, klassischer oder populärer Musik. Einige Interpretationen dieser facettenreichen Musik werden in der Sendung vorgestellt.

Die Sendung ist auch bei Cultural Broadcasting Archiv (cba) und Emap.FM archiviert und zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit abrufbar.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören:
Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Freier Rundfunk Oberösterreich // Emap.fm
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Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
MA Bianca Ludewig | Moderatorin/ Produzentin Eigenklang
Mail: bianca.ludewig(at)o94(dot)at


 27. April 2020| 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Von Slowenien um die halbe Welt - Svanibor Pettan über Applied Ethnomuiscology

Auch, wenn sich die Corona Maßnahmen langsam lockern ist ein Ende der „neuen Normalität“ kaum abzusehen. An den Universitäten findet der Unterricht weiterhin online statt, so auch an der mdw. Daher muss auch Svanibor Pettan aus Ljubljana sein Seminar zu Applied Ethnomusicology online aus Slowenien vermitteln und wir mussten das Interview per Videokonferenz führen. Wenn auch die Rahmenbedingungen unerfreulich sind, so schmälert dies nicht die Inhalte um die es geht, in diesem Fall die Relevanz von angewandter Ethnomusikologie. Pettan ist in einer Musikerfamilie aufgewachsen und ist Professor für Ethnomusikologie an der Universität Ljubljana in Slowenien. Er studierte in Zagreb und Ljubljana Musikwissenschaft und absolvierte seinen PhD in Maryland, USA.

Pettan führte Feldforschungen in Ex-Jugoslawien, in Australien, Ägypten, Norwegen, Sri Lanka, Tansania, oder den USA durch. Seine Forschungsschwerpunkte sind Musik und Politik (im Krieg–Friedenskontinuum), Multikulturalismus, Minderheiten, Gender und angewandte Ethnomusikologie. Er war der erste jugoslawische Musikethnologe, der außerhalb Europas forschte (Sansibar 1982, Ägypten 1986-87). Wir sprechen über seine Feldforschungen, Projekte und die Anwendungsbereiche der Applied Ethnomusicology.

Die Sendung ist auch bei Cultural Broadcasting Archiv (cba) und Emap.FM archiviert und zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit abrufbar.
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25. Mai 2020 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Afro-karibische Plena in San Juan und Puerto Rico. Ein urbanes, soziales und musikalisches Phänomen

Im Zentrum der heutigen Sendung steht der Musikstil Plena aus Puerto Rico. Zur Plena in San Juan als musikalisches und soziales Phänomen im urbanen Puerto Rico forscht Javier Silvestrini. Silvestrini ist Doktorand und Universitätsassistent am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie. Plena ist ein afro-karibischer Stil, der in Puerto Rico entstanden ist und darüber hinaus bisher vor allem in den USA Verbreitung gefunden hat, weil die Vereinigten Staaten Puerto Rico 1898 annektierten und mit der Migration von Puerto-Ricanern in die USA verbreitete sich dort auch die Plena.

Javier Silvestrini hatte sich auf klassische Gitarre spezialisiert und absolvierte dazu ein Masterstudium in Québec, Kanada. An der mdw verfolgte Silvestrini einen Schwerpunkt zu Instrumental- und Gesangspädagogik. Er unterrichtete an Musikschulen und Gymnasien in Wien und Niederösterreich und forschte zu Plena in San Juan. Silvestrini ist Gründungsmitglied der ICTM Study Group on Music and Dance in Latin America and the Caribbean. Seine Forschungsschwerpunkte sind Musik und Diaspora, urbane Ethnomusikologie; pädagogische Ansätze in der Ethnomusikologie; partizipative Methoden sowie afrokaribische, traditionelle und populäre Musik.

 Mehr Infos:
 Youtube Kanal „Plena brava“

Weitere Informationen zum Thema finden sie im mdw Magazin.

Die Sendung ist auch bei Cultural Broadcasting Archiv (cba) und Emap archiviert und zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit abrufbar.

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29. Juni 2020 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Flamenco Fusion – Entstehung und Rezeption hybrider Musikprojekte in Spanien ab 1950

In der aktuellen Sendung spricht die Eigenklang-Redaktion mit Cornelius Holzer. Holzer ist Doktorand am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie (IVE) der mdw. In seiner Dissertation fokussiert er den Einfluss Amerikanischer Kulturpolitik auf den Flamenco. Holzer spielt Flamenco Gitarre und hat für seine Forschung mehrere Reisen nach Andalusien unternommen und dort mit den ProtagonistInnen der Flamenco Fusion der 1960er und 1970er gesprochen, u.a. mit Lole y Manuel, Ricardo Pachón, El Lebrijano oder Gualberto Garcia.

Die Sendung ist auch bei CBA und Emap archiviert und zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit abrufbar:
http://cba.fro.at/series/eigenklang

http://emap.fm/ondemandpart.php?id=7
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