Eigenklang 2021
 

►25.01.2021: Abenteuer in der Angewandten Ethnomusikologie

►22.02.2021: Studierendenbeiträge zu traditioneller Musik von Communities in Wien

►29.03.2021:Gesprächsrunde Studium und Lehre am ive in Zeiten von Pandemiemaßnahmen

►26.04.2021: Klingender Gemeindebau

►31.05.2021: Symposium Transkulturalität: Contesting Border Regimes, Teil 1

►28.06.2021: Symposium Transkulturalität: Contesting Border Regimes, Teil 2

Juli + August Sommerpause

►27.09.2021:Beiträge von Studierenden // Irish Folk und San Jarocho in Wien

►25.10.2021: Wiederholung vom 29.11.2020: MMRC Lecture vom 11.11.2020

►28.11.2021: Studierendenbeiträge

►27.12.2021: MMRC Lecture vom 11.11.2021: Queering Identity in Music


25. Jänner 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Abenteuer in der Angewandten Ethnomusikologie (Wiederholung vom April 2020)

Ein neues Jahr ist angebrochen und damit leider auch weitere Pandemie-Maßnahmen. Während viele Bürger:innen, an ihren als systemrelevant eingestuften Arbeitsplätzen, mit sehr vielen Menschen in Kontakt kommen, erreicht Social Distancing im Privaten einen neuen Höhepunkt, wo nur mehr Kontakt mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts erfolgen sollte. Der angeratene Abstand ist auf zwei Meter ausgeweitet worden, weshalb man sich bei lauten Hintergrundgeräuschen und FFP2 Masken nun anschreien muss, um sich erfolgreich zu Verständigen. Für Musik- und Kultur-Veranstalter:innen ist die Existenz weiterhin gefährdet, da Veranstaltungen alle paar Wochen unter erheblichem finanziellem und logistischem Aufwand neu konzipiert werden mussten, um dann meistens doch auszufallen. Und für viele gilt weiterhin: keine Veranstaltung - kein Einkommen. Ob ein "Freitesten" oder die Impfung Veranstaltungen in naher Zukunft wieder ermöglichen kann bleibt abzuwarten, denn Planungssicherheit gibt es weiterhin nicht.

Auch für die Studierenden des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der mdw sind die Umstände und wechselnden Maßnahmen eine Herausforderung. So waren im Januar die letzten Beiträge des Sommersemesters von Studierenden geplant. Sie konnten ihre Beiträge aufgrund der Situation nicht fertigstellen. Die Ausstrahlung wurde deshalb auf Februar verschoben. Daher wiederholt die Eigenklang-Redaktion eine Sendung vom April 2020. Im Rückblick ist sie auch ein Zeitdokument über die Anfänge von Lehre und Studium in der "neuen Normalität". Aber auch eine Erinnerung an die Kraft und gesellschaftliche Relevanz von Musik.

In dieser Folge hören sie Svanibor Pettan im Interview mit Eigenklang. Pettan ist Professor für Ethnomusikologie an der Universität Ljubljana, Slowenien. Er unterrichtete im SS 2020 an der mdw ein Seminar zu Applied Ethnomusicology.

Pettan studierte in Zagreb und Ljubljana, und absolvierte seinen PhD in Maryland, USA. Pettan führte Feldforschungen in Ex-Jugoslawien, in Australien, Ägypten, Norwegen, Sri Lanka, Tansania, oder den USA durch. Seine Forschungsschwerpunkte sind Musik und Politik (im Krieg–Friedenskontinuum), Multikulturalismus, Minderheiten, Gender und angewandte Ethnomusikologie. Er war der erste jugoslawische Musikethnologe, der außerhalb Europas forschte (Sansibar 1982, Ägypten 1986-87).

Das Gespräch fokussiert Pettans Feldforschungen und Projekte, lotet den Komplex der Ethnoadvocacy aus sowie die Anwendungsbereiche der Applied Ethnomusicology.

Weiter Details zur Sendung finden sich im Eigenklang Archiv unter April 2020.

Die Sendung ist unter CBA Cultural Broadcasting Archive archiviert.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org

Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


22. Februar 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Studierendenbeiträge zu traditioneller Musik von Communities in Wien

Erneut stehen diesmal Beiträge von Studierenden des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie im Fokus von Eigenklang. Im Sommersemester 2020 hatten die Studierenden des Instituts erneut die Möglichkeit einen Radiobeitrag von der ersten Idee bis zum sendefertigen Ergebnis zu verwirklichen. Im Fokus der Radiobeiträge ist wie immer die Musik und ihre Bedeutung für die jeweilige Community. Im Zentrum dieser Sendung steht der Chorgesang, den die Masterstudierenden Aleksandra Dimitrov und Victoria Neubauer-Stiedl in ihren Beiträgen aufgreifen. Aleksandra Dimitrov studierte darüber hinaus Musiktheorie sowie Kompositions- und Musiktheoriepädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Ihre ethnomusikologische Forschung konzentriert sich auf die ex-jugoslawische Diaspora in Wien und ihre musikalischen Praktiken. In der Diaspora ist die Kirche nicht nur ein Ort für religiöse Praktiken, sondern auch ein wichtiges soziales und kulturelles Zentrum. Ausgehend von ihrer Chormitgliedschaft in der St.Save-Kathedrale betreibt Dimitrov Feldforschung in der Gemeinde. Dabei stehen die Menschen und ihre kulturellen Praktiken, die Teil der ehemaligen jugoslawischen Diaspora in Wien sind, im Zentrum.

Victoria Neubauer-Stiedl absolvierte neben ihrem Ethnomusikologiestudium den Studiengang Instrumentalpädagogik an der mdw. Neubauer-Stiedl interessiert sich für schwedische Kultur sowie Land und Leute. In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich auch mit Schwedinnen und Schweden in Wien und ihrer traditionellen Musik. Da ethnografisches Forschen in Schweden momentan nicht möglich ist, entschloss sie sich dazu die Musiktraditionen der in Wien lebenden schwedischen Community vertiefend kennenzulernen. Ihren Radiobeitrag widmet sie dem schwedischen Lichterfest, eines der wichtigsten traditionellen Feste in Schweden, bei dem die Musik eine tragende Rolle spielt.

Die Sendung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt unter EMAP jederzeit abrufbar. Außerdem kann das Sendungsmaterial über CBA-Cultural Broadcasting Archive gratis bezogen werden.
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


29. März 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Gesprächsrunde Studium und Lehre am ive in Zeiten von Pandemiemaßnahmen

In einer Online-Gesprächsrunde am 23.3.2021 kamen Studierende und Lehrende des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie zusammen, um über die Situation von Studium, Lehre und Forschung in Zeiten von Pandemiemaßnahmen zu diskutieren. Welche Nachteile entstehen durch Online-Unterricht für ein Studium, das auf musikalische Praxis ausgerichtet ist? Welche Strategien zur Bewältigung der Einschränkungen haben Lehrende und Studierende entwickelt? Gibt es positive Aspekte?

Es diskutierten die Masterstudierenden Theresa Grandits, Mira Perusich und Salah Ammo sowie die Institutsmitarbeiter Marko Kölbl und Javier Silvestrini.

PS: Die Sendung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt unter EMAP jederzeit abrufbar. Außerdem kann das Sendungsmaterial über CBA-Cultural Broadcasting Archive gratis bezogen werden.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


26. April 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Klingender Gemeindebau

Im März 2021 startete das Projekt „KLINGENDER GEMEINDEBAU“, eine Kooperation des Music and Minorities Research Center (MMRC) mit wohnpartner und Wiener Wohnen, dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Mieterbeirat des Anton-Figl-Hofs. Eigenklang sprach mit _Ursula Hemetek_ und _Jasemin Khaleli_ vom MMRC sowie mit _Arno Rabl_ von Kulturlabor Gemeindebau /wohnpartner, um mehr über die Hintergründe des Projekts sowie die ersten Schritte der
Umsetzung zu erfahren.

Das Projekt „KLINGENDER GEMEINDEBAU“ erkundet den Gemeindebau als heterogenen Raum der Vielfalt. Dabei steht die Bedeutung von Musik im Alltag, die Frage nach den Hör- und Musiziergewohnheiten der Bewohner*innen, sowie die Verbindung zur Lebenssituation und Biographie im Zentrum. „KLINGENDER GEMEINDEBAU“ blickt dabei auf die verschiedenen individuellen und alltäglichen Musikpräferenzen und Praxen des Musizierens, Musikkonsumierens und Musikrezipierens. Die Besonderheit  des Forschungsdesigns liegt in der Bestimmung eines Forschungsfeldes, das weniger über eine Personengruppe mit bestimmten musikalischen Vorlieben als über einen geographischen Ort, den ANTON-FIGL-HOF im 14. Wiener Gemeindebezirk, markiert wird.

» Details zum Projekt

PS: Die Sendung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt unter EMAP jederzeit abrufbar. Außerdem kann das Sendungsmaterial über CBA-Cultural Broadcasting Archive gratis bezogen werden.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


31. Mai 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Symposium Transkulturalität: Contesting Border Regimes

Im Mai 2021 fand erneut ein Symposium der Reihe Transkulturalität_mdw statt, diesmal zum Thema „Contesting Border Regimes – Sounds and Images“. Das Projekt ►Transkulturalität_mdw konnte in den sechs Jahren seines bisherigen Bestehens wichtige Impulse innerhalb und außerhalb der mdw setzen. Vom WS 2014/15 bis zum SS 2018 wurde jedes Semester die Ringvorlesungreihe Transkulturalität_mdw angeboten. Im Studienjahr 2018/19 fand die Ringvorlesung erstmals in Form eines zweitägigen öffentlichen Symposiums, zum Thema „Decolonising of Knowledges“, statt. Bei Transkulturalität_mdw, geht es immer auch um das Überschreiten disziplinärer Grenzen, akademische interdisziplinäre Beiträge in Form von Vorträgen und Inputs treffen auf künstlerische Praktiken wie Film, Performance oder Musik.

Eigenklang dokumentiert das Symposium „Contesting Border Regimes – Sounds and Images“ vom Mai 2021 in zwei Teilen. In diesem ersten Teil steht die Musik im Fokus. Das Musikprogramm zum Symposium wurde unter dem Titel METAMORPHOSIS//METAHUMAN in vier Teilen präsentiert und von Tonica Hunter kuratiert. Faris Cuchi Gezahegn ist neben zahlreichen Musiker:innen in alle vier Teile involviert und beschreibt die Idee dahinter wie folgt: „Metahuman embodies a metamorphosis that challenges the assumption of the white supremacy indoctrination which polices our bodies insidiously. METAHUMAN manifests instead in a love letter to selves, to life before and coming, poem, song, sketch and many other forms."

Teil II und III von METAMORPHOSIS//METAHUMAN werden zu hören sein sowie einführende Statements von Gerda Müller und Ursula Hemetek. Der wissenschaftliche Beitrag mit dem Titel „Contesting (Musical) Boundaries: Women Musicians from Syria in Austria and Germany” kommt von Anja Brunner (MMRC).

Weitere Informationen zum Symposium 2021 können im Book of Abstracts nachgelesen werden.

Die Videos des Symposiums von Mai 2019 finden sie unter ►mdwMediathek.

Die Publikation Transkulturelle Erkundungen – Wissenschaftlich-künstlerische Perspektiven von 2019 steht als ►kostenloser Download zur Verfügung.

PS: Die Sendung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt unter EMAP jederzeit abrufbar. Außerdem kann das Sendungsmaterial über CBA-Cultural Broadcasting Archive gratis bezogen werden.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


28. Juni 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Symposium Transkulturalität: Contesting Border Regimes, Teil 2

Im Mai 2021 fand erneut ein Symposium der Reihe Transkulturalität_mdw statt, diesmal zum Thema „Contesting Border Regimes – Sounds and Images“. Transkulturalität_mdw forciert das Überschreiten disziplinärer Grenzen: Akademische interdisziplinäre Beiträge in Form von Vorträgen und Inputs treffen auf künstlerische Praktiken wie Film, Performance oder Musik.

Im Mai dokumentierte Eigenklang den ersten Teil des Symposiums mit einem Fokus auf Klang und Musik – „Contesting Border Regimes: Sounds“. In diesem zweiten Teil „Contesting Border Regimes: Images“ steht die visuelle Darstellung von Flucht und Grenzregimen im Fokus. Dies geschieht am Beispiel des Films „Purple Sea“ (DE 2020, 67 min, Arabic with English subtitles), der beim Symposium gezeigt wurde:

"’I see everything’, she says, as if it was a curse. Brilliant sunshine, clear blue skies. The sea is calm, framed by a piece of railing. Buzzing voices. A peaceful moment if it weren’t for the fact that the sea is standing upright, vertical, like a waterfall. A rush of images, twirling, upside down, jolting. People in the boat, in the water, screams, life jackets, emergency whistles. […] There’s no horizon anymore, no sky, no up or down, only deepness and nothing to hold on to” (lightdox.com/purple-sea).

In der Sendung sind neben Ausschnitten aus der Diskussion zum Film und Audioexzerpten von „Purple Sea“ Interviewstatements von Amel Alzakout zu hören, die das Material filmte und mit ihrem Partner Khaled Abdulwahed den Film produzierte. Weitere Statements kommen von der Kuratorin der visuellen Arbeiten Evelyn Annuß (Professorin Gender Studies, mdw). Das Musikprogramm zum Symposium wurde unter dem Titel METAMORPHOSIS//METAHUMAN von Tonica Hunter kuratiert. Faris Cuchi Gezahegn ist neben zahlreichen Musiker:innen in alle Teile involviert und sagt: „Metahuman embodies a metamorphosis that challenges the assumption of the white supremacy indoctrination which polices our bodies insidiously".

Weitere Informationen zum Symposium 2021 können im Book of Abstracts nachgelesen werden.

Die Videos des Symposiums finden sie unter ►mdwMediathek.

Die Publikation Transkulturelle Erkundungen – Wissenschaftlich-künstlerische Perspektiven von 2019 steht als ►kostenloser Download zur Verfügung.

PS: Die Sendung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt unter EMAP jederzeit abrufbar. Außerdem kann das Sendungsmaterial über CBA-Cultural Broadcasting Archive gratis bezogen werden.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


27. Septemer 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
Beiträge von Studierenden // Irish Folk und San Jarocho in Wien

Eigenklang stellt im Herbst, und auch in dieser Folge, Beiträge von Studierenden des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie in den Fokus. Im Sommersemester 2021 hatten die Studierenden des Instituts erneut die Möglichkeit einen Radiobeitrag von der ersten Idee bis zum sendefertigen Ergebnis zu planen und zu verwirklichen.

Ilona Eggl nimmt in ihrem Beitrag die Irish Folk Community in den Fokus. Als Kind ungarischer Eltern ist sie in der ungarischen Community Wiens groß geworden. Von Klein auf tanzte und sang sie in einer ungarischen Volkstanzgruppe. Als junge Erwachsene wurde Ilona Eggl Moderatorin und Redakteurin. Bereits in den frühen 1990er Jahren war sie als Vertreterin der Wiener Ungarn für die Sendung "Heimat, fremde Heimat" als Moderatorin im ORF tätig. In den darauffolgenden Jahren arbeitete sie als Redakteurin für Radio und Fernsehen. Seit 2013 arbeitet sie in der PR & Marketing Abteilung eines der größten Musikfachgeschäfte Österreichs in Wien. Seit einigen Jahren ist sie auch wieder musikalisch aktiv, vor allem im Singen. So ist sie seit 2017 Mitglied des Vokalensemble GLAS, das sie mitbegründete. Durch ihren Mann kam sie zur Folkmusic und zum Irish Folk, um den es in ihrem Beitrag geht. Hier spricht sie mit Protagonist*innen der sogenannten Session-Szene in Wien, die, wie Ilona Eggl findet, in Mitteleuropa ihresgleichen sucht.

In einem weiteren Beitrag informiert Aleida Ramírez Corona über Son Jarocho, ein Stil des mexikanischen Son aus der Region Veracruz. Aber auch in Wien hat sich mittlerweile eine eigene Community um den Son Jarocho formiert. Ramírez Corona ist Anfang 2020 nach Österreich gezogen, und studiert im dritten Semester das Masterstudium Ethnomusikologie an der mdw. In Mexiko hatte sie zuvor als Cellistin den Musikbachelor absolviert. Aleida Ramírez Corona erkundet ebenso wie Ilona Eggl mit Enthusiasmus verschiedene Musikgenres und praktiziert, neben der klassischen Musik, auch Blues oder Son Jarocho mit der Wiener Son-Community.

PS: Die Sendung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt unter EMAP jederzeit abrufbar. Außerdem kann das Sendungsmaterial über CBA-Cultural Broadcasting Archive gratis bezogen werden.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Campusradio 94.4, St. Pölten // Radio Freequenns, Steiermark // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland // Emap.fm // Tinya.org
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


25. Oktober 2021 | 14.00 Uhr | Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
MMRC Lecture vom 11.11.2020 (Sendungswiederholung vom 29.11.2020)

Im Zentrum des Beitrags steht die erste Lecture des Music and Minorities Research Center (MMRC). Das jährliche Vortragsformat ist dialogisch angelegt und präsentiert zwei Forscher:innen unterschiedlicher Disziplinen und ihre Perspektiven auf ein Thema, die sich aufeinander beziehen. Zusammen mit musikalischen Beiträgen möchte das Format neue Perspektiven auf virulente Themen ermöglichen. Das diesjährige Thema ist “Forced Migration” und bringt die Disziplin Ethnomusikologie mit der Kultur- und Sozialanthropologie zusammen, die beide mit der Methode ethnografischer Feldforschung arbeiten.

Eingeladen wurde Dawn Chatty von der University of Oxford, die zum Thema “Anthropological Reflections on Fortress Europe” vorgetragen hatte. Chatty ist Professor Emeritus und ehemalige Direktorin des Refugee Studies Centre der Universität Oxford. Sie forscht mit “displaced Syrians in the neighboring countries of Syria, Turkey, Jordan, and Lebanon”. Der zweite Vortrag kommt von Marko Kölbl, Senior Scientist am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der mdw. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind kroatische Minderheiten im Burgenland und migrantische Communities in Wien – mit einem Schwerpunkt auf afghanische Flüchtlinge.

Host ist Ursula Hemetek, die Leiterin des Instituts und Direktorin des Music and Minorities Research Center.

Eröffnet wird die MMRC Lecture von Ulrike Sych, Rektorin der mdw – University of Music and Performing Arts Vienna.

Die musikalischen Beiträge kommen von dem in Wien lebenden kurdischen Musiker Salah Ammo (Bouzouk und Gesang) sowie den afghanischen Musikern Bahram Ajezyar (Tablas) und Milad Bakhtiyari (Harmonium und Gesang) aus Linz.
 

PS: Die Sendung ist auch zu einem späteren Zeitpunkt unter EMAP jederzeit abrufbar. Außerdem kann das Sendungsmaterial über CBA-Cultural Broadcasting Archive gratis bezogen werden.
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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


SONNTAG, den 28.11.2021 um 16 Uhr auf Radio Orange 94,0kHz (oder weltweit unter www.o94.at)
Studierendenbeiträge

Zunächst muss ich auf die veränderte Sendezeit aufgrund des jährlichen Schulradiotags am 29.11.2021 im Freien Radio hinweisen. Deshalb senden wir statt am 29.11., schon am Sonntag den 28.11. um 16 Uhr auf Radio Orange.

In diesem Monat stehen Beiträge von Studierenden des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie im Fokus von Eigenklang. Im Sommersemester 2021 hatten die Studierenden des Instituts erneut die Möglichkeit einen Radiobeitrag von der ersten Idee bis zum sendefertigen Ergebnis zu verwirklichen. Im Fokus der Radiobeiträge ist wie immer die Musik und ihre Bedeutung für die jeweilige Community.

Die Masterstudierende Theresa Grandits berichtet über die Wallfahrt zur Wandergottesmutter der Burgenländischen Kroaten. Eine musikalische Spurensuche entlang des Pilgerweges von der Stinatzer Messe bis nach Mariazell.

Melanie Lampl studiert klassische Gitarre im Masterstudium und ist als Pädagogin in der Musikschule tätig. Lampl berichtet in ihrem Beitrag über die alevitische Community in Wien, weil sie selbst kaum etwas über alevitische Kultur und Musik wusste. Sie findet, dass wir unser Wissen dazu erweitern sollten, denn in keiner Religion steht die Musik so an vorderster Stelle, wie bei den Aleviten.

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Eigenklang ist außerdem auf folgenden Sendern zu hören: Radio Proton, Vorarlberg // Radio Helsinki, Graz // Radiofabrik, Salzburg // Freier Rundfunk Oberösterreich // Freies Radio Salzkammergut // Radio OP, Burgenland
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Mag. Bianca Ludewig | Moderatorin Eigenklang | www.wiseup.de


27. Dezember |14 Uhr // Radio Orange 94kHz (www.o94.at)
MMRC Lecture vom 11.11.2021:
Queering Identity in Music

Im Zentrum dieses Beitrags steht die zweite Veranstaltung des Music and Minorities Research Center (MMRC). Das MMRC wurde 2018 von Ursula Hemetek initiiert mit dem Ziel ethnomusikologische Minderheitenforschung zu etablieren und eine strukturelle Basis für dieses Forschungsfeld zu schaffen. Das jährliche Vortragsformat ist dialogisch angelegt und präsentiert zwei Forscher:innen unterschiedlicher Disziplinen und ihre Perspektiven auf ein Thema, die sich aufeinander beziehen. Zusammen mit musikalischen Beiträgen möchte das Format neue Perspektiven auf virulente Themen ermöglichen. Das Thema in diesem Jahr war “Queering Identity in Music: Perspectives from Ethnomusicology”. In dieser Sendung hören Sie Ausschnitte aus der MMRC- Lecture, die am 11.11.2021 an der mdw und digital stattfand.

Das Hinterfragen fester Identitätsvorstellungen ist zunehmend Bestandteil des politischen Aktivismus marginalisierter Gemeinschaften in Europa und darüber hinaus. Solche Ansätze des Aktivismus stellen politische Kämpfe in Frage, die auf traditionelleren Vorstellungen von Identität beruhen. Diese Entwicklungen sind auch in einer Reihe von musikalischen Praktiken zu beobachten. Anhand von Beispielen aus der LGBTQ+-Szene und aus Minderheitengemeinschaften in Indien beleuchtet die MMRC Lecture 2021 die Relevanz und die Herausforderungen von Queering Identity für Minderheitenstudien und Minderheitenpolitik, indem wissenschaftliche, aktivistische und künstlerische Standpunkte zusammengebracht werden.

Es sprechen Thomas Hilder (Norwegian University of Science and Technology) zum Thema Choral Activism und LGBTQ+ Rights und in Response Rasika Ajotikar (SOAS University of London) zu der Frage, ob Identity uns als Thema spaltet oder verbindet indem sie ihre Forschung in Indien und Fragen sozialer Gerechtigkeit reflektiert. Das musikalische Programm gestaltet die Wiener Voguing Gruppe Kiki House of Dive mit zwei Performances.

Die MMRC-Lecture können sie in voller Länge in der Mediathek der mdw abrufen:

https://mediathek.mdw.ac.at/mmrclecture2021


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