Ursula Hemetek, Marko Kölbl, Daniela Mayrlechner, Hande Sağlam (Hg.), Wien 2015

Traditionelle Musik
Überliefern – Verhandeln – Vermitteln.

 

Zum Buch:
Basierend auf den Beiträgen des internationalen Symposiums „Traditionelle Musik: Von der Überlieferung zur Vermittlung – Modelle und Methoden“, das im November 2014 an der mdw stattgefunden hat, bietet dieser Sammelband Einblicke in unterschiedliche Szenarien der Weitergabe traditioneller Musiken. Der einleitende Aufsatz von Max Peter Baumann „Glokale Klänge tradieren, verhandeln und kommunizieren“ definiert Begrifflichkeiten und stellt theoretische Überlegungen an, die einen Einstieg in die darauf folgenden Fallbeispiele bieten. Daniela Mayrlechner behandelt aus einer musikpädagogischen Perspektive in ihrem Beitrag „Perspektiven eines Perspektivwechsels – Volksmusikalische Überlieferungspraxis aus dem Blickwinkel der Instrumental- und Gesangspädagogik“ grundsätzliche Überlegungen zur Vermittlung von Volksmusiken sowie deren Möglichkeiten im universitären Umfeld. Im Aufsatz „Die Weitergabe traditioneller japanischer Musik – Konzepte, Strategien und Methoden – am Beispiel der Wölbbrettzither Koto“ diskutieren Rinko Fujita und Hitomi Mori ein traditionelles japanisches Musikvermittlungssystem mit ausgeprägten Strukturen. Mansur Bildik und Nikolaus Grill behandeln im Beitrag „Mansur Bildiks Bağlamaschule. Ein Lehrwerk im Kontinuum zwischen Verschriftlichung und oraler Weitergabe“ die Vorteile der Verschriftlichung im Kontext von Vermittlung, während Hande Sağlam in ihrem Text „Vermittlungsvorgänge bei anatolischen VolksmusikerInnen. Orale oder schriftliche Weitergabe? das funktionierende orale Weitergabesystem der anatolischen Aşık-Tradition erörtert. Die Erhaltung von Traditionen ist ein zentraler Aspekt im Aufsatz Mulatinen Amenca! – Aber wie? Aktuelle Vermittlungsstrategien von Roma-Musik in Österreich“ von Christiane Fennesz-Juhasz und Ivana Ferencová-Hricková. Marko Kölbl thematisiert die Verwobenheit von Musikvermittlung und Identitätsvermittlung im Beitrag „Identität vermitteln. Musikvermittlung bei den Burgenländischen KroatInnen“. In Bernard Garajs Text „Überlieferungs- und Vermittlungsformen traditioneller Volksmusikstile in der Slowakei“ werden volksmusikalische Überlieferungs- und Vermittlungsmodelle behandelt. Rudolf Pietsch gibt in seinem Text „Zur Symbiose von Rückgriff und Fortschritt der Volksmusikvermittlung Österreichs in den letzten 30 Jahren – Einblicke in eine Lebensspanne des Lernens und Lehrens im Bereich der Volksmusik“ ebensolche persönlichen Einblicke. Der Band schließt mit dem Beitrag „Ethnomusikologische Gedanken zur Vermittlung von traditioneller Musik im tertiären Bildungssektor“ von Britta Sweers mit Überlegungen zur Vermittlung von Musiken der Welt im universitären Bereich. Das IVE, seit seiner Gründung im Bereich der traditionellen Musikvermittlung aktiv, legt mit dieser Publikation einen Meilenstein in der Beschäftigung mit dem Überliefern, Verhandeln und Vermitteln von traditionellen Musiken vor.

 

Das Buch ist zum Preis von € 20,- zu beziehen:
Institut für Volkmusikforschung und Ethnomusikologie
an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Ungargasse 14, 2. Halbstock, 1030 Wien

Telefon: +43 1 711 55 DW 4201
e-mail: ive-versand@mdw.ac.at