Starke Präsenz des IVE bei der 42. ICTM Weltkonferenz in Shanghai

Die 42. Weltkonferenz der ICTM in Shanghai (11.-17. Juli 2013) war ein ethnomusikologisches Großereignis (580 TeilnehmerInnen) von besonderer Qualität, sowohl wissenschaftlich als auch kulturell. Sie war hervorragend organisiert vom Shanghai Conservatory of Music und bot für alle TeilnehmerInnen sowohl die Möglichkeit des wissenschaftlichen Austausches als auch den Zugang zu verschiedensten Musikstilen. Das social program war äußerst aufwendig und sehr gastfreundlich gestaltet.

Das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie war auf der Weltkonferenz diesmal sehr stark vertreten.
ReferentInnen waren Ulrich Morgenstern mit dem Thema The Quest for the Old Time (starina) in Russian Folk Music Discourse: Scholarship, Revival and Online Communities
und Ardian Ahmedaja mit dem Thema The Making of the Leader in Multipart Music: Experiences in the Border Area of Albania, Greece and Macedonia.

Wei-Ya Lin als PhD-Studentin präsentierte ein Panel (Music, Taboos and Values: Musical Creativities as Tool for Shaping New Identities among the Tao) das auch eine Ihrer Gewährspersonen als Referenten mit einschloss, nämlich Herrn Guo als Repräsentanten der Tao, eines indigenen Volkes in Taiwan. Dieses Panel wurde sowohl von der ICTM als auch von der Universität für Musik und darstellende Kunst finanziell unterstützt. Es verlief sehr erfolgreich und insbesondere die Präsenz von Herrn Guo hatte positive Folgewirkungen. Er konnte ganz wesentliche internationale Kontakte schließen und die Welt der Ethnomusikologie war für ihn so inspirierend, dass er inzwischen bereits an mehreren Projekten in seiner Community arbeitet, in denen die Musik im Zentrum der Selbstermächtigung steht.

Das Thema Minderheiten war eines der Konferenzthemen, was sich u.a. in besonders großer Aufmerksamkeit für die Study Group „Music and Minorities“ niederschlug, deren meeting von Ursula Hemetek geleitet wurde und besonders gut besucht war. Außerdem zeigte eines der zahlreichen Konzerte Minderheitenmusikstile aus China. Für den Minderheitenschwerpunkt des Instituts brachte diese Konferenz neue Vernetzungsmöglichkeiten aber auch die Bestätigung der bisherigen Aktivitäten.


Fotos: Ursula Hemetek

 
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