Ringvorlesung Musiktherapie | Sommersemester 2026

Das Institut für Musiktherapie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien lädt wieder herzlich zur öffentlich zugänglichen Ringvorlesung Musiktherapie im Sommersemester 2026 ein!

Die Ringvorlesung beginnt am 6. März und wird i.d.R. immer freitags 11:00 – 12:30 Uhr am Rennweg 8, AEG10 stattfinden.

Kontakt und Anmeldung externer Personen bis spätestens zum Vortag: ringvorlesungmth@mdw.ac.at

Wichtiger Hinweis: die Ringvorlesung wird nur noch in Einzelfällen hybrid stattfinden (dem Programm zu entnehmen).

>>> Semesterprogramm im Überblick

 


Besonders hinweisen möchten wir auf folgende Termine im Sommersemester, die online besucht werden können:

 

08.05.2026
Mit allen Facetten - Musiktherapie bei Menschen mit bipolarer Erkrankung (Beate Haugwitz)
 
05.06.2026
Musiktherapie in der psychiatrischen Rehabilitation (Martin Astenwald)

 


 

Nächster Termin in diesem Semester: Freitag, 24.04.2026

ORT und ZEIT:  1030 Wien, Rennweg 8, A EG 10, 11:00 – 12:30 Uhr

Musiktherapie bei intellektueller Beeinträchtigung – ein Beitrag zu diversitätssensibler Psychotherapie (Dorothea Oberegelsbacher)

„Dummheit ist vergessener Schmerz“ (Valerie Sinason) oder „Gefühle sind nicht behindert“ (Hansjörg Meyer) oder „Das Unbewusste ist nicht behindert“ (D. O.). Welche Annahmen ermöglichen es (psychodynamisch arbeitenden) Musiktherapeut:innen bzw. Psychotherapeut:innen den Leidenszustand einer Person mit eingeschränkter Verbalität und intellektuellem Vermögen zu verstehen und musiktherapiebasierte Behandlungsansätze zu wählen?

Einige theoretische Grundlagen, Verfahren und Techniken zur Beziehungsaufnahme und Gestaltung des therapeutischen Prozesses werden vorgestellt.

Fallvignetten und  Therapiegeschichten von Jugendlichen und Erwachsenen veranschaulichen das vielfältige Potenzial der Musiktherapie in individuellen Prozessen von Reifung und Heilung.

Ein Blick auf die Gesundheitslandschaft zeigt, dass es – abgesehen von Musiktherapie - kaum Behandlungsplätze und praktisch keine Ausbildungsprogramme in Psychotherapie für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und eingeschränkten sprachlichen Fähigkeiten gibt. Ausgehend von dieser Tatsache werden mögliche Ursachen für diese Situation, die als Diskriminierung angesehen werden kann, kritisch analysiert und schließlich mit den Forderungen der UN-Menschenrechtskonvention verglichen.

 

Mag.a art. Dr.in phil. Dorothea Oberegelsbacher

Assistenzprofessorin Mag. Dr. Dorothea Oberegelsbacher ist langjährig freiberufliche Musiktherapeutin, Psychotherapeutin (Individualpsychologie) und Psychologin in Wien. Sie publizierte zu Psychotherapie bei Intelligenzminderung und eingeschränkter Verbalisierungsfähigkeit sowie zu psychosomatischen Störungen. Das Lehrbuch Musiktherapie (Ernst Reinhardt Verlag) wurde auch ins Chinesische und Russische übersetzt.  Seit 1989 unterrichtet sie in der Studienrichtung Musiktherapie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des Wiener Instituts für Musiktherapie (WIM), Lehrtätigkeit in italienischen Musiktherapieausbildungen. Sie unterrichtet seit 2006 „Rehabilitation, Sonder- und Heilpädagogik” an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien (SFU), leitet ebendort das „Fachspezifikum Individualpsychologie an der SFU” und ist Lehranalytikerin, Mitherausgeberin der „Zeitschrift für freie psychoanalytische Forschung und Individualpsychologie”, Autorin und Herausgeberin zahlreicher Publikationen (Ernst Reinhardt, Springer, Psychosozial, Waxmann, Praesens, FrancoAngeli, Vandenhoeck & Ruprecht). www.wim-musiktherapie.at;