Dass kulturelle und vor allem musikalische Vielfalt ihren fixen Platz an der Universität hat und haben muss, zeigen wir diesmal im Rahmen des Specials.
Der Start des Masterstudiums Ethnomusikologie an der mdw im Oktober 2019 hat eine anfangs unauffällige, doch stetig größer werdende und tatsächlich weittragende Veränderung ins Haus gebracht. Erstmals in der 200-jährigen Geschichte der Institution sind Musik- und Tanzstile, die bisher im akademischen Kontext nicht repräsentiert waren, studierbar – und zwar in forschender Erkundung und künstlerischer Praxis.
Das Music and Minorities Research Center (MMRC) begibt sich mit dem internationalen Symposium Between Research and Activism: Futures of Music and Minority Studies vom 12. bis 14. Februar 2026 in eine neue Phase. Das 2019 gegründete Zentrum mit Fokus auf Forschung zu Musik und Minderheiten feiert mit dem Symposium sein siebenjähriges Bestehen.
Das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, die größte Forschungs- und Lehreinrichtung dieses Fachbereichs in Österreich, besteht an der mdw seit 60 Jahren. Entsprechend beginnt die Institutsgeschichtsschreibung gemeinhin mit 1965. Volksmusik und Volksmusikforschung existierten am Haus allerdings schon lange davor.
Christian Poske leitet von August 2024 bis Juli 2027 das Forschungsprojekt Sounds of Trauma: Naga Song Responses to Political Conflict am Music and Minorities Research Center der mdw. Das Projekt wird durch ein ESPRIT-Forschungsstipendium des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF finanziert.
Wie wichtig und vor allem erfahrungsreich die vielfältigen internationalen Aktivitäten der mdw sind, lesen Sie diesmal Special. Wir stellen vor, welch unterschiedliche Möglichkeiten Studierende, Lehrende sowie Verwaltungsmitarbeiter_innen an der mdw haben, um internationale Aufenthalte zu absolvieren und wie aus derartigen Mobilitäten auch immer wieder langfristige Projekte entstehen.
Die mdw ist international und global vernetzt – mit Studierenden aus über 70 Nationen und etwa 190 Partneruniversitäten aus allen Kontinenten. Vom regen Austausch profitieren Studierende, Lehrende und Mitarbeiter_innen der Verwaltung, die an unsere Partnerinstitutionen reisen oder von dort an die mdw kommen.
Die isa – Internationale Sommerakademie gilt seit vielen Jahren als eine der renommiertesten Sommerakademien für Nachwuchstalente aus aller Welt. Erstmals fand sie in Wien am innovativen mdw-Campus statt. Junge Musiker_innen kamen zusammen, um in intensiven Kurseinheiten, Workshops und Konzerten ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, sich international zu vernetzen und ihren künstlerischen Horizont zu erweitern.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Tunesien reichen bereits 300 Jahre zurück und mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der mdw und der Fondation Hasdrubal im Jahr 2023 konnte hier ein starkes Zeichen gesetzt werden, diese Beziehungen erneut zu stärken und diesen wichtigen (inter)kulturellen Dialog weiterzuführen.