Das Institut für Musiksoziologie an der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien wurde im Jahr 1965 auf Initiative von Kurt Blaukopf gegründet und repräsentiert seither das Fach Musiksoziologie in seinem vollen Umfang.
In der österreichischen Tradition der empirischen Kunst- und Kulturforschung stehend, fühlt sich unser Institut folgenden Prinzipien verpflichtet:

  • integrale Verbindung von Forschung und Lehre
  • Pflege eines Naheverhältnisses zur künstlerischen Praxis
  • interdisziplinäre Arbeitsweise
  • musik-, kultur- und gesellschaftspolitische Relevanz der Forschungstätigkeiten.

internationale Anbindung

Im Rahmen der Forschung besteht der Anspruch, aktuelle Entwicklungen des Musiklebens zu beobachten, zu dokumentieren und vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen zu analysieren und zu bewerten. Angesichts der dramatischen technologischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturpolitischen Veränderungen, denen das Musikleben derzeit ausgesetzt ist, also angesichts der digitalen „Mediamorphose“ stellt dies eine erhebliche wissenschaftliche Herausforderung dar. In diesem Zusammenhang zählen insbesondere die Analyse des Kulturarbeitsmarktes (vor allem des Musikarbeitsmarktes), die Rezeptionsforschung, die Untersuchung geschlechtsspezifischer Aspekte der Musikproduktion und -aneignung sowie die Analyse von Medien-, Kultur- und Musikpolitik zu den zentralen Forschungsaufgaben des Instituts.

Im Rahmen der Lehre liegt der Fokus auf der Vermittlung und Vertiefung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse für die musikalisch-künstlerische und musikpädagogische Praxis. Studierenden wird nicht nur Basiswissen, sondern auch Forschungskompetenz vermittelt, um so Kunst und Wissenschaft einander anzunähern.
An unserem Institut ist die Betreuung von PhD-Arbeiten in den Fachbereichen Musiksoziologie, Kultursoziologie und Kulturbetriebslehre möglich.

zu den LVs im Sommersemester 2018
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Ausschreibung:
Professur für Musiksoziologie

Ausschreibungstext
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Neuerscheinungen

Raffaela Gmeiner
sie . macht . popmusik
Perspektiven auf den Handlungsspielraum österr. Popmusikerinnen

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Sarah Chaker/Jakob Schermann/Nikolaus Urbanek (Hg.)
Analyzing Black Metal - Transdisziplinäre Annäherungen an ein düsteres Phänomen der Musikkultur


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Tasos Zembylas und Martin Niederauer
Composing Processes and Artistic Agency: Tacit Knowledge in Composing


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Michael Huber 
Musikhören im Zeitalter Web 2.0


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Eva Krisper:
Von der Kunst, mit Musik den Lebensunterhalt zu bestreiten
extempore 15