ZiM – Zentrum für integrative Musikforschung


Intention und Ziele
Mit dem im Jahr 2026 gegründeten Zentrum für integrative Musikforschung (ZiM) am Institut für musikpädagogische Forschung und Praxis fördert die mdw gezielt transprofessionelle und transdisziplinäre Denk- und Arbeitsweisen, verbunden mit dem Ziel, die emergenten Qualitäten und innovativen Potenziale sichtbar und produktiv zu machen, die zwischen einzelnen wissenschaftlichen Fachbereichen, aber auch zwischen der künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Praxis liegen. Während der Begriff der Inter- bzw. Transdisziplinarität die Zusammenarbeit von Forscher*innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen beschreibt, bezieht sich der Begriff der Inter- bzw. Transprofessionalität auf das Zusammenwirken unterschiedlicher beruflicher Praxen. Als integrative Drehscheibe bringt das ZiM (wieder) zusammen, was im Zuge rationaler Arbeitsteilung und betrieblicher Organisation getrennt wurde (lat. integrāre: 'wiederherstellen', 'ergänzen', 'erneuern', 'geistig auffrischen') und übernimmt damit eine vermittelnde, ausgleichende Funktion. Die Förderung eines breiten Dialogs auf Augenhöhe und die Forcierung kontinuierlicher Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen, Pädagog*innen und Wissenschaftler*innen in Forschung und Lehre stehen im Mittelpunkt der Tätigkeiten des ZiM, wie es auch durch die Kombination unterschiedlicher Perspektiven, Ansätze und Methoden die Entstehung neuer Ideen und Synergien anregt. Indem bei aller Heterogenität in den Herangehens- und Arbeitsweisen nicht das Trennende, sondern das Verbindende unter den Beteiligten betont und herausgearbeitet wird, können umfassendere Perspektiven eingenommen werden, die zu einem besseren Verständnis komplexer musikalischer (Alltags-)Phänomene beitragen.
 
Zentrale Aufgaben:
o Entwicklung, gesellschaftstheoretische Fundierung und Flankierung von transdisziplinärer und transprofessioneller Musikforschung,
o Anregung und wissenschaftliche Begleitung von künstlerischen, musikpädagogischen und musikvermittelnden Projekten,
o Bereitstellung, Erhebung und Auswertung qualitativ- und quantitativ-empirischer Daten zum aktuellen Musikleben in Österreich im internationalen Vergleich,
o Beobachtung und empirische Dokumentation der Veränderungen von Musik und musikalischer Praxis in ihrer vollen stilistischen Breite vor dem Hintergrund gesellschaftlicher (vor allem technologischer) Entwicklungen.

Team:
Sarah Chaker (Leitung)
Michael Huber
Irene Poandl (Büro)

Eine eigene Webseite ist derzeit im Aufbau.