Lieke te Winkel

Die niederländische Geigerin Lieke te Winkel, seit 2011 Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, begann ihre musikalische Ausbildung bei Kees Koelmans in Zwolle. Im Alter von sechzehn Jahren gewann sie den Internationalen Locatelli Concoursin Amsterdam.

Als erster Preis beim Nationaal Vioolconcours Oskar Back 1999 wurde ihr für sechs Jahre die Stradivarius „ex Paul Godwin“ zur Verfügung gestellt.
Auf dieser Violine spielte sie bei ihrem Debüt im großen Saal des Concertgebouw Amsterdam das Tschaikowski-Konzert mit dem Niederländischen Radiosymphonieorchester unter Shlomo Mintz.


 

Nach einem Studium in Freiburg bei Prof. Rainer Kussmaul und in Amsterdam bei Vesko Eschkenazy übersiedelte sie nach Wien, wo Prof. Gerhard Schulz ihre künstlerische Entwicklung nachhaltig prägte. Meisterkurse u.a. bei György Kurtág, András Keller, Thomas Zehetmair, Phillipe Graffin und Ruggiero Ricci ergänzten ihre Ausbildung.

 

Noch während ihrer Studienzeit in Wien wurde sie 2007 als Konzertmeisterin des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich engagiert.

 

Als Solistin arbeitete Lieke te Winkel mit mehreren Dirigenten zusammen. So interpretierte sie 2001 das Beethoven-Violinkonzert unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Mit dem Tonkünstler-Orchester spielte sie solistisch unter Dirigenten wie Dimitri Sitkovetsky, Nicholas Milton und Daniele Callegari.

 

Im Rahmen bedeutender Festivals trat die Violinistin auch als Kammermusikerin in Erscheinung, u.a. bei der Styriarte, dem Warschauer Herbst, dem Al Bustan Festival, der Accademia "Gustav Mahler", dem International Music Seminar Prussia Cove, der Biennale di Venezia und der Schubertiade Schwarzenberg. Dabei konzertierte sie mit Künstlern wie Wolfram Christ, Noam Greenberg, Antoine Tamestit, Béatrice Muthelet, Dmitri Sitkovetsky, Gerhard Schulz, Ferdinand Erblich und Thomas Christian sowie mit dem Klangforum Wien.

 

Konzertreisen mit Kammermusikensembles und Solorecitals führten sie unter anderem nach den Niederlanden, Deutschland, Belgien, England, Österreich, Polen, Portugal, Italien und in den Libanon.