LC # 63  |  Dezember 2020

Stille. Nacht.

Dass „Stille“ und „Nacht“ gut zusammengehen, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Aber auch jeweils für sich genommen sind es Begriffe, die die Künste seit jeher beschäftigt haben ...

Während die isländische Komponistin Anna S. Þorvaldsdóttir die Shades of Silence beschwört, gibt sich der Österreicher Hannes Raffaseder energischer: In Stille – Aufschrei!. Letzteres bleibt wohl bei den Sounds of Silence außen vor.

Eine besondere Umkreisung der Stille ist in Luigi Nonos epochalem Streichquartett Fragmente - Stille. An Diotima zu erfahren: wie Inseln tauchen Klänge aus dem Meer der Stille auf.

Nachtschwärmern sei zur Einstimmung Beethovens Hymne an die Nacht ans Herz gelegt. Mit Nancy van de Vates Night Journey kann man die Zeit bis zum Morgen am Klavier verbringen.
Gut träumen lässt sich’s hingegen mit Felix Mendelssohn-Bartholdys Sommernachtstraum. Wer allerdings an Schlafstörungen leidet, dem sei die literarische Vorlage von Shakespeare empfohlen.

Nicht nur zum Genuss diverser Nocturnalien möchten wir NAXOS Music Library*** sowie der NAXOS Music Library Jazz*** nachdrücklich empfehlen. Die Nacht kann kommen.     

Übrigens – wer es wirklich einmal ganz ruhig haben möchte, ob am Tag oder in der Nacht: All jene sind mit John Cages 4‘33‘‘ bestens bedient. Stiller geht nimmer.

Ach ja, und da ist ja auch noch dieses Lied

In diesem Sinne: Schöne Feiertage!

(Text: FRT/ub.mdw)

*** Benützung nur nach Herstellung einer VPN-Verbindung möglich

LC # 62  |  November 2020

Say it loud - I’m black and I’m proud!
Black Music an der ub.mdw

Als James Brown diese Worte 1968 aufs US-amerikanische Publikum losließ, pendelte die Reaktion zwischen Begeisterung und Entrüstung. Schwarze Bürgerrechtsaktivistinnen und -aktivisten standen einem weißen Establishment gegenüber, das für „black issues“ großteils wenig Sympathien hatte. In den 1960ern brach soziokulturell bekanntlich viel auf – und auch die Black Music wurde fordernder und offen politisch.

Doch was ist eigentlich Black Music? Vereinfacht gesagt handelt es sich um Werke, die von Schwarzen geschaffen, produziert und interpretiert werden, großteils im Popular- und Weltmusikmusikbereich. Durchaus eingedenk der Tatsache, dass der Begriff „black“ (oder „schwarz“) nicht unumstritten ist (und derzeit oft durch „people of colour“ ersetzt wird), möchte ich hier bei der gewohnten Begrifflichkeit bleiben, da auch die Protagonistinnen und Protagonisten der Black Music diesen – durchaus mit einigem Stolz – selbst gebrauchen. Jazz, Soul, Blues oder HipHop etwa sind genuin „schwarze“ musikalische Genres, auch wenn inzwischen die ganze Welt am wachsenden Oeuvre des Obgenannten mitbastelt.

In früheren Zeiten übten viele der schwarzen Künstlerinnen und Künstler beim Textschreiben gleichsam Selbstzensur, da sie wussten, dass sie mit allzu expliziten Äußerungen massive Schwierigkeiten bekommen konnten. Billie Holiday etwa lehnte sich in den 1940er Jahren mit „Strange Fruit“ schon recht gewagt aus dem Fenster: „Southern trees bear a strange fruit, blood on the leaves and blood at the root“ –  die seltsamen Früchte, die da von den Bäumen hängen, sind ein direkter Hinweis auf die Lynchmorde an Schwarzen, die es im amerikanischen Süden in jenen Tagen noch gab. Und in Zeiten von #Black Lives Matter vermögen diese Textzeilen auch heute noch zu verstören.

Und doch feiert Black Music auch regelmäßig das Leben, nachzuhören etwa in unserer NAXOS Music Library Jazz. Das Leben  mit all seinen Veränderungen, Freuden und Erschütterungen: „Jazz is the big brother of Revolution. Revolution follows it around“, meinte der legendäre Miles Davis, selbst ein Grenzgänger zwischen Jazz, Funk und purem Pop. Say it loud … durchaus auch an der ub.mdw!           

(Text: FRT/ub.mdw)

 

LC # 61  |  Oktober 2020

Are you experienced? Zum 50. Todestag von Jimi Hendrix

Am 18. September 1970 verstarb Jimi Hendrix, Ausnahme-Gitarrist und Ikone der Gegenkultur, mit 27 Jahren an einer verhängnisvollen Mischung aus Schlaftabletten und Rotwein. Weltweit begehen nun Musikfans seinen 50. Todestag.

Neben Janis Joplin, Jim Morrison, Curt Cobain und Amy Winehouse gehört er zu den prominentesten Mitgliedern des „Clubs 27“, also jener Riege an popkulturell bedeutsamen Menschen, die im 27. Lebensjahr den Tod fanden. „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ war für Hendrix mehr als nur ein Slogan – und doch ist es seine Musik, welche die Jahrzehnte überdauert hat. Geboren 1942 in Seattle spielte er vorerst mit jeder Menge Rhythm & Blues-Bands sowie Soul-Gruppen, bevor er – unterstützt vom Produzenten Chas Chandler – als einer der wenigen schwarzen Musiker vor einem großteils weißen (Rock-)Publikum zum akklamierten Gitarre-Gott aufstieg. Er war wohl einer der kreativsten und experimentierfreudigsten Musiker, was nicht zuletzt in seinem Woodstock-Version der US-amerikanischen Nationalhymne „The Star Spangled Banner“ nachzuhören ist, in der er das Original dekonstruierte und den innewohnenden Patriotismus mit einer E-Gitarren-Orgie gleichsam zerschredderte, die an Maschinengewehrfeuer und im Vietnamkrieg fallende Bomben und nicht ans Suburbia-Glück weißer Mittelstandsfamilien erinnerte und so direkt mitten ins dunkle Herz Amerikas zielte.

Mit seiner „Jimi Hendrix Experience“ und seiner späteren „Band of Gypsies“ lotete er die Möglichkeiten von Rock, Psychedelia, Soul und frühem Funk aus, bespielte seine Saiten nicht nur mit den Händen sondern mitunter auch mit den Zähnen und zündete 1967 während eines Konzerts in Monterey seine Gitarre an, was er später als eine Art Opfer erklärte: „Man opfert Dinge, die man liebt. Ich liebe meine Gitarre.“ Hendrix spielte auf beinahe rituelle Weise mit dem ganzen Körper Musik – und auch Jazzer wie Miles Davis oder Gil Evans (der sogleich ein Album mit Hendrix-Stücken aufnahm) schätzten ihn sehr. Was seinen Platz in der Gegenkultur seiner Zeit einnahm, so war Hendrix niemand, der viel Worte machte: Er „sprach“ mit Hilfe seines Instruments, seiner Kompositionen und seiner Bühnenpräsenz. Seine seltenen politischen Aussagen waren mitunter etwas widersprüchlich. So äußerte er sich noch 1967 recht positiv über das US-amerikanische Engagement in Vietnam, um schon 1968 eine klare Gegenposition einzunehmen. Eindeutig war er allerdings in Folgendem: „In meinem Denken gibt es keine Schwarzen oder Weißen. Da gibt es nur die Gestrigen und die neuen Leute.“

Das Abschlusswort wollen wir dem Klangtüftler und Bowie-Kollaborateur Brian Eno überlassen: „Warum wird Jimi Hendrix eigentlich nicht als einer der wichtigsten Komponisten des Jahrhunderts anerkannt? Von den Musikwissenschaftlern, meine ich. Warum wird über ihn nicht wie über John Cage gesprochen?“

(Text: FRT/ub.mdw)

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LC # 60 | Juni 2020 | CORona-Sondernummer 3

Kopfkino

Seit 29. Mai dürfen nun auch die Kinos wieder bespielt werden. Doch bis alle Lichtspieltheater, Filmmuseen und -archive wieder geöffnet haben, können wir uns – gleichsam in klangvoller Vorfreude – mit Filmmusik auf Kommendes einstimmen.
Neben der Verwendung vorhandener Musik (gerne aus vergangenen Tagen) schrieben und schreiben Komponistinnen und Komponisten seit Beginn der Filmgeschichte auch immer wieder Werke fürs Kino, die nicht zuletzt Eines unter Beweis stellen: dass nämlich gute Filmmusik viel mehr ist als bloße Untermalung. Nehmen wir etwa Brecht-Kollaborateur Hanns Eisler oder Dmitrij Šostakovič, dessen Werk Gottfried Blumenstein übrigens als „apokalyptischen Soundtrack zum 20. Jahrhundert“ bezeichnete, den Musikwissenschaftler, Popmusiker und Neo-Minimalisten Michael Nyman oder – um einen Blick in Richtung der so genannten Goldenen Ära Hollywoods zu tun – Erich Wolfgang Korngold, der mit seinem Score zu The Adventures of Robin Hood mit Errol Flynn in der titelgebenden Strumpfhosen-Hauptrolle Film(musik)geschichte schrieb. Im Italien der 1950er und -60er Jahre wiederum lieferte Nino Rota den perfekten Klang zum Lebensgefühl der Filme Federico Fellinis, während Ennio Morricone (nicht nur) das Lied vom Tod im Italo-Western orchestrierte. Und in unseren Tagen nähert sich die Komponistin Olga Neuwirth immer wieder an Filmisches an, sei es in Form von Soundtracks zu Stummfilmen oder in der musiktheatralischen Re-Imagination von David Lynchs verstörendem cineastischen Identitätsbeben Lost Highway

Wer sich über Filmmusik generell informieren möchte, wird nicht nur im analogen Bibliotheksbestand der ub.mdw fündig. In unserer Digitalen Bibliothek warten unter anderem die e-journals Screen***, Music, Sound, and the Moving Image***, CineMontage*** oder das Bright Lights Film Journal*** darauf, von Ihnen geesen zu werden.

Nachzuhören gibt es Einiges davon in der NAXOS Music Library*** beziehungsweise in der NAXOS Music Library Jazz***.

Tauchen Sie doch einmal ein in die Klänge zu den schon bald wieder bewegten Bildern. Und kreieren Sie bis dahin in Gedanken Ihre eigenen Filme.

Denn die wahren Abenteuer sind ja bekanntlich im Kopf.     

(Text: FRT/ub.mdw)

*** alle lizenzpflichtigen Inhalte über VPN erreichbar

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LC # 59 | Mai 2020 | CORona-Sondernummer 2

Gekrönte Häupter, Rituale der Inthronisierung 

Auch (und gerade) in Krisenzeiten gilt: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen! Zur Erlangung der Krone liefert die ub.mdw nun den Soundtrack in Note & Klang.

In vergangenen Zeiten überboten etwa Mozart, Händel, Liszt und Čajkovskij nebst anderen einander an Krönungsmessen, -konzerten, -hymnen und -märschen. Alleine Mozarts Krönungsmesse (K.V. 317) finden Sie bei uns in Dutzenden Ausgaben.

Die fortschreitende Demokratisierung vieler Länder und Staaten führte ab dem 20. Jahrhundert allerdings dazu, dass diese Form der „Ritualmusik“ kaum noch komponiert wurde. So findet sich nach 1950 gerade einmal ein Eintrag, und der orientiert sich an Monteverdi. Nicht einmal die traditionsverliebten Briten vermochten da noch Essenzielles beizusteuern, sieht man vom popkulturellen Skandal durch die Sex Pistols anlässlich des silbernen Krönungsjubiläums von Königin Elisabeth II. im Jahre 1977 ab, das damals auch naturgemäß von der Polizei abgebrochen wurde. Probieren Sie es doch einmal in der Ausgabe für Singstimme und Klavier als Balkonmusik – aber sagen Sie nachher bitte nicht, dass wir Sie darauf gebracht haben.

Sollten Sie nun ein wenig in Feierlaune sein (vielleicht, weil die Ausgangsbeschränkungen gelockert wurden und es an der ub.mdw wieder einen – wenn auch eingeschränkten – Entlehnbetrieb gibt), kann es sein, dass der eine oder die andere danach (natürlich nur ganz leicht und einmalig und überhaupt rein theoretisch) "einen in der Krone" hat. Dazu empfehlen wir adäquate musikalische Unterstützung, im Speziellen etwa vom „heiligen Trinker“ und enfant terrible des 18. Jahrhunderts, Carl Michael Bellmann.

Wenn Sie des Notenlesens vielleicht ein wenig überdrüssig sind und sich lieber dem Krönungs-Wohlklang hingeben wollen, stehen Ihnen die NAXOS Music Library beziehungsweise  die NAXOS Music Library Jazz zur Verfügung – dort werden Sie garantiert fündig.  (Zugang via VPN)

Übrigens: Dass „Krone“ auf lateinisch „Corona“ heißt, wollen wir gleich wieder vergessen.

(Text: FRT/ub.mdw)

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LC # 58 | April 2020 | CORona-Sondernummer 1

Von e-Journals und Sitarsklängen
Digitale Angebote der ub.mdw

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Willkommen in der Bibliothek!

Äh, wie meinen? Die ist doch bis auf Weiteres geschlossen?

Stimmt. Und glauben Sie uns, anders wär's uns lieber. Viel lieber.

Doch ist nur ein Teil der ub.mdw, nämlich ihr räumlicher Part, geschlossen. Unsere digitalen Angebote stehen Ihnen hingegen nach wie vor zur Verfügung – jetzt erst recht, könnte man sagen. Jede Menge Content harrt Ihrer gefälligen Begutachtung und Nutzung. In unserer Digitalen Bibliothek finden Sie Datenbanken, e-Journals und Open Access-Zugänge zu den unterschiedlichsten Themen.

Bei Cultural Trends etwa lassen sich die kulturellen Trends der kommenden Zeit ablesen, Trends, die demnächst auch wieder umgesetzt werden. Wenn Kinos und Cinematheken geschlossen halten, lassen sich wertvolle cineastische Einsichten bei CineMontage , MSMI – Music, Sound and the Moving Image, Screen oder dem recht popkulturell orientierten Bright Lights Film Journal gewinnen.

Und wenn Sie unser Kernthema, Musik und Musikwissenschaft, hernehmen, können Sie so richtig aus dem Vollen schöpfen:

Zum Beispiel JStor: Ein Archiv vieler Musikzeitschriften wartet darauf, gesichtet zu werden. Eine Titelliste über die Music Collection erleichtert Ihnen die Suche.
Bis zum 30. Juni hat JStor übrigens den Zugriff auf alle Collections freigegeben, eine einmalige Möglichkeit, Texte von Area Studies bis hin zu Social Sciences zu lesen.

Besonders ans Herz legen wollen wir Ihnen im Rahmen unseres Librarian's Choice diesmal aber Oxford Music Online, in welches auch Grove Music Online eingeflossen ist. Über 52.000 Artikel von knapp 9000 internationalen Wissenschaftlern öffnen Ihnen die Welt der Musikgeschichte und der unterschiedlichen Musikkulturen der verschiedenen Kontinente.

Wer's lieber deutschsprachig hat, ist mit MGG Online (Musik in Geschichte und Gegenwart) gut beraten.

Eine persönliche Empfehlung für unruhige Zeiten wäre hierbei etwa die etwas eingehendere Beschäftigung mit dem indischen Musiker und Komponisten Ravi Shankar. Am 7. April dieses Jahrs wäre er 100 Jahre alt geworden. Sein Sitarspiel hat nicht nur die Beatles begeistert und George Harrison auf seiner Reise in der Yellow Submarine zum Ausruf „Heut' ist Sitarstag!“ gebracht. Legen Sie doch selbst einen beschaulichen Sitarstag ein: Zum nachhaltigen Chillout stehen Ihnen die NAXOS Music Library beziehungsweise  die NAXOS Music Library Jazz zur Verfügung – dort werden Sie garantiert fündig. 

Vergessen Sie jedoch nicht, sich zuvor einen VPN-Client zuzulegen. Der Zugang zu den elektronischen Angeboten der ub.mdw außerhalb des mdw-Netzwerks ist für Angehörige und Sudierende der mdw nur nach Herstellung einer VPN-Verbindung möglich. Eine Anleitung finden Sie auf den Seiten des ZID. Keine Sorge – dauert nicht lang!

(Text: FRT/ub.mdw)

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LC # 57 | März 2020

Aufräumen!

Dieser Librarian's Choice wurde von der hmdw (Diána Henriett Fuchs, Sozialreferat) gestaltet.

Reich gefüllt ist die Zitaten-Schatzkiste zum Thema Ordnung ("Ordnung ist das halbe Leben" versus "wer Ordnung will braucht Unordnung"), ein Beleg dafür, wie sehr die Sache mit der Ordnung die Menschen beschäftigt.

Besonders Kunstschaffenden sagt man einen Hang zur Unordnung nach. Kreativität geht häufig mit einem gewissen Chaos einher – und das ist auch gut so.
Was aber tun, wenn das Chaos überhand nimmt, wenn es den Blick verstellt und am Weitermachen hindert?

Tatsächlich sind viele von uns MusikerInnnen mit dem Aufräumen in den eigenen vier Wänden überfordert. Doch die knappe Zeit zu Hause ist dazu da, sich zu regenerieren und auszuruhen. Da lohnt es sich, einmal ein paar Stunden ins Aufräumen zu investieren. Oft reichen kleine Veränderungen im Alltag, um wieder mehr Raum fürs Leben zu gewinnen. Schließlich soll keiner/keinem von uns etwas im Wege stehen – zumindest zu Hause nicht!

Aufräumcoaches können Abhilfe schaffen: Sie unterstützen effizient beim Aufräumen, Einordnen und Umorganisieren in diversen Lebenssituationen und geben Tipps zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Lebensweise.

Nachhaltigkeit sowie Natur- und Umweltschutz liegen mir schon seit jeher stark am Herzen. Vielen von uns ist gar nicht bewusst, wie sie z.B. durch korrekte Abfalltrennung, Änderungen des Konsumverhaltens oder Änderungen im Ressourcenverbrauch wie Wasser und Strom Großes bewirken können!“ sagt Franziska Schmid, Aufräumexpertin.

In Ihrem Vortrag erklärt sie:

- wie Sie einen Aufräumprozess effektiv starten,
- wie Sie es schaffen, mit geringer Aufräumzeit Ordnung zu halten,
- wo Sie Gegenstände für den weiteren Gebrauch abgeben können,
- wie Sie bei der Abfalltrennung richtig vorgehen,
- welche einfachen Recycling-Möglichkeiten in jedem Haushalt anwendbar sind.

(Text: Diana Henriett Fuchs/hmdw)

Vortrag

Aufräumen mit Franziska e.U.

Mittwoch, 25. März 2020, 18.00 Uhr ABGESAGT

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LC # 56 | Jänner 2020

Popularmusikforschung

In den mittlerweile 45 Bänden der Beiträge zur Popularmusikforschung werden seit 1986 die Ergebnisse der jährlichen Tagungen der Gesellschaft für Popularmusikforschung (GfPM) dokumentiert (> Volltextarchiv der Reihe). Seit 2017 gibt Ralf von Appen diese Reihe zusammen mit der/dem Veranstalter*in der jeweiligen Tagung heraus. 

Angeregt von Sara Ahmeds Studie Queer Phenomenology untersuchen die Beiträge des aktuellen Bandes (Dis-)Orienting Sounds. Machtkritische Perspektiven auf populäre Musik (Co-hg. v. Mario Dunkel), auf welche Arten populäre Musik Angebote zur soziokulturellen Orientierung und Positionierung ihrer Hörer*innen macht. Kultur-, Musik-, Theater- und Bildungswissenschaftler*innen sowie Soziolog*innen untersuchen, wie populäre Musik Machtstrukturen reproduzieren, aber auch aufbrechen kann, sodass Des- oder Neuorientierungen entstehen können. Die Aufsätze des Bandes analysieren solche Prozesse kritisch und auf mehreren Ebenen: vom Neosexismus in Indie Rock und feministischen Gegenstrategien über sexualisierte Afrika-Bilder und osteuropäische Hardbass-Szenen bis zum Entwurf posthumaner Welten in Videoclips. Darüber hinaus werden Leitvorstellungen der Musikpädagogik hinterfragt und Vorschläge für methodologische Neuorientierungen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit populärer Musik formuliert. Unter den Autor*innen sind u.a. Magdalena Fürnkranz (ipop), Malte Sachsse, Katharina Rost und André Doehring. 18 Monate nach der Publikation durch den Bielefelder transcript-Verlag sind alle Beiträge übrigens kostenfrei im Internet zugänglich (http://www.popularmusikforschung.de/publikationen.html), so dass dort auf ein Archiv von über 300 Aufsätzen zugegriffen werden kann. Neben den Beiträgen zur Popularmusikforschung gibt die GfPM auch die Reihe texte zur populären Musik heraus. Der Ende 2020 erscheindende Band 46 (hg. v. Ralf von Appen und Thorsten Hindrichs) wird sich dem Thema „Nation als Kategorie populärer Musik“ widmen.

Buchpräsentation

Montag, 13. Jänner 2020, 18.00 Uhr
Lesesaal der ub.mdw

(Dis) Orienting Sounds. Machtkritische Perspektiven auf populäre Musik

(Text: Ralf von Appen)

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