Petyrek-Lang-Stiftung


Ausschreibung des Liedwettbewerbs


Die mdw lädt zum 7. Liedwettbewerb der Petyrek-Lang-Stiftung ein. Der Wettbewerb ist öffentlich und wird alle drei Jahre mit alternierendem Inhalt abgehalten. 2015 war dieser dem Lied gewidmet.


Petyrek-Lang-Stiftung Am Wettbewerb teilnahmeberechtigt sind gemäß Stiftungssatzung alle Studierenden, die zum Zeitpunkt der Ausschreibung des Wettbewerbes an einer österreichischen Universität der Künste als ordentliche HörerInnen bzw. LehrgangsteilnehmerInnen (ausgenommen Postgraduates) studieren.

Preise
Es werden Preise im Gesamtwert von EUR 4.000,- vergeben. Die Höhe der Preise sowie deren Zuerkennung obliegen der Jury.

Anmeldefrist
Dienstag, 20. Oktober 2015 (Poststempel); Später eingelangte Anmeldungen werden nicht berücksichtigt.

Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr von EUR 75,- muss bis Dienstag, 20. Oktober 2015 auf folgendem Konto mit Angabe des vollständigen Namen und des Verwendungszwecks eingelangt sein:

   Petyrek-Lang-Stiftung, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
   Bank Austria
   IBAN: AT51 1200 0514 3002 1801 - BIC: BKAUATWW
   Verwendungszweck: Liedwettbewerb Petyrek-Lang-Stiftung 2015


Beilagen

  • Vollständig ausgefülltes Anmeldeformular inklusive Werkliste
     
  • Lebenslauf (print und digital)
     
  • 1 Foto print (Größe: mind. 9x13 cm)
     
  • 1 Foto digital (Größe: mind. 300 dpi)
     
  • Inskriptionsbestätigung
     
  • Gut lesbare Kopien der vorbereiteten Werke (DIN A4, keine zusammengeklebten Blätter)


Programm
 

Die Lieder des Komponisten Felix Petyrek sind Pflichtstücke und können frei gewählt werden. Eine Auswahl liegt zur Einsicht in der Universitätsbibliothek der mdw. Das weitere Liedprogramm kann aus den angeführten Werklisten gewählt werden bzw. besteht die Möglichkeit, zeitgenössische Werke nach eigener Wahl in das Programm aufzunehmen.
Die Werke von KollegInnen aus dem Kompositionsstudium sind für beide Durchgänge besonders gewünscht.


Ablauf
 

1. Runde
Dienstag, 27. Oktober 2015
Fanny Hensel-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

Ein Lied des Komponisten Felix Petyrek sowie ein Lied aus der angeführten Werkliste I bzw. ein Stück nach Wahl.
Gesamtdauer: ca. 5-6 Minuten

2. Runde
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Fanny Hensel-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

Zwei weitere Lieder des Komponisten Felix Petyrek sowie zwei weitere Lieder aus der angeführten Werkliste II bzw. nach Wahl.
Gesamtdauer: ca. 10 Minuten

FinalistInnenkonzert
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Fanny Hensel-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

Das Programm besteht aus zwei bis vier Werken und wird nach der 2. Runde gemeinsam mit der Jury aus dem vorbereiteten Wettbewerbsprogramm ausgewählt.

Jury
Die Jury besteht gemäß Stiftungssatzung aus dem Kreis der ordentlichen UniversitätsprofessorInnen sowie der GastprofessorInnen der mdw. Ihr obliegen die Anhörung der BewerberInnen und die Auswahl der PreisträgerInnen.
Die Entscheidungen der Jury sind verbindlich.


Teilnahmebedingungen
 

Der Nachweis der Teilnahmeberechtigung hat mit der Bewerbung zu erfolgen.
Sollten sich innerhalb der Bewerbungsfrist nicht mehr als zwei Bewerber anmelden, so findet der angekündigte Wettbewerb in diesem Geschäftsjahr nicht statt.

Die mdw stellt den TeilnehmerInnen keine Klavierbegleitung.

Bei Verhinderung muss die mdw rechtzeitig darüber informiert werden. Die Teilnahmegebühr kann nach Dienstag, dem 20. Oktober 2015 nicht mehr rückerstattet werden.

Werkliste 1. Runde

 

  • Samuel Barber
    Hermit Songs
    Three songs op.45
     
  • Béla Bartók
    Dorfszenen (1924)
     
  • Leonard Bernstein
    I hate music - 5Kid-Songs (1943)
     
  • Benjamin Britten
    Winter Words op.52
    Songs and Proverbs af William
    Blake op.74
     
  • Hanns Eisler
    Lieder op.2
     
  • Paul Hindemith
    Das Marienleben op.27
     
  • Arthur Honegger
    6 poesies de Jean Cocteau H.51
    Trois poemes de Claudel H.138
    Quatres chansons pour voix grave H.184
     
  • Ernst Krenek
    Reisebuch aus den österreichischen Alpen op.62
    Gesänge des späten Jahres op.71
     
  • Frank Martin
    Monologe aus Jedermann (1943)
     
  • Darius Milhaud
    Chants populaires hebraiques
     
  • Han Pfitzner
    Alte Weisen op.33
    3 Sonette für eine Männerstimme op.41
     
  • Francis Poulenc
    Fiançailles pour rire (1939)
    Metamorphoses (1943)
    La courte paille (1960)
     
  • Othmar Schoeck
    Wanderung im Gebirge op. 45
    6 Lieder op.51
    Wandsbecker Liederbuch op.52
    Unter Sternen op.55
    Lieder op.56
    Das stille Leuchten op.60
     
  • Igor Strawinsky
    The Owl and the Pussy-Cat (1966)

Werkliste 2. Runde

 

  • Hans Erich Apostel
    5 Lieder op.3
    4 Lieder op.6
    3 Lieder op.15
     
  • Alban Berg
    Lied der Lulu
     
  • Benjamin Britten
    6 Hölderlin-Fragmente op.61
    7 Sonette nach Michelangelo op.22
    Canticle I op.40
     
  • Luigi Dallapiccola
    Quattro Liriche di Antonio
    Machado (1948) Heimo Erbse op.17 (Mörike)
     
  • Wilhelm Fortner
    Terzinen (1965)
     
  • György Kurtàg
    Lieder op.7
    Lieder op.25
    Lieder op.30a
     
  • Olivier Messiaen
    Harawi (1945)
    Chants de terre et de ciel (1938)
    Trois melodies (1930)
     
  • Aribert Reimann
    Engführung für Tenor und Klavier (1960)
     
  • Wolfgang Rihm
    "Das Rot" (Günderode) (1990)
    Holderlin-Fragmente (1976-77)
    Wölfli-Liederbuch (1981-82)
     
  • Arnold Schönberg
    Lieder op.48
     
  • Viktor Ullmann
    6 Lieder op.17
    5 Lieder op.18
    3 Sonette op.29
     
  • Bernd Alois Zimmermann
    5 Lieder (1942-46)
    3 geistliche Lieder (1946)



Zur Person


Felix Petyrek wurde am 14. Mai 1892 als Sohn des Kaiserlichen Rates, Chormeisters und Organisten August Petyrek in Brünn geboren. Mit einem großen musikalischen Erbe versehen, wuchs Felix Petyrek in Wien und Perchtoldsdorf auf, der Vater – wie schon dessen Vater – erteilte seinen Kindern den grundlegenden Unterricht auf dem Klavier und in der Musiktheorie. Nach dem Studium an der Wiener Akademie (u. a. bei Franz Schreker, Godowsky und Emil von Sauer), das der begabte Pianist und Komponist mit dem Diplom und Auszeichnungen abschloß, ging Petyrek in die Welt hinaus, um an vielen Orten Europas zu wirken und künstlerische Anregungen aufzunehmen.

Bernhard Paumgartner hatte ihn 1919 ans Mozarteum geholt, Georg Schünemann 1921 nach Berlin. Es ging Petyrek schon bald der Ruf eines hervorragenden Lehrers voraus. (...) Die Universal-Edition veröffentlichte bis in die dreißiger Jahre seine Kompositionen. Schon 1909 waren bei Eberle in Wien seine ersten Lieder erschienen, (...) In den zwanziger Jahren gehörte er neben Hindemith, Krenek, Hábà und anderen zur Avantgarde der Neuen Musik. (...)

Trotz (...) Erfolge blieb Petyrek ein bescheidener und liebenswerter Mensch, immer im Hintergrund anderer stehend; aber unerbittlich streng gegen sich selbst. (...)

Eine schwere Erkrankung zwang Petyrek seine Berliner Position 1923 aufzugeben, und nach einem längeren Klinikaufenthalt in Arlesheim lebte er einige Jahre in Abbazia (Opatija), begründete dort Ferienkurse, seine „Freie Klasse“, die seit 1926 im Sommer am Mozarteum fortgesetzt wurde. Er folgte im Herbst jenes Jahres einem Ruf an das Odeon in Athen und kehrte 1930 nach Deutschland zurück, wo er die Nachfolge von Wilhelm Kempff an der Württembergischen Musikhochschule in Stuttgart antrat. (...)

Seine Klavierpartnerin, Helene Renate Lang, wurde 1938 seine zweite Frau. In diesem Jahr hatte Petyrek seine Berufung als Professor für Klavier und Komposition als Nachfolger von Hermann Grabner an die Leipziger Musikhochschule erhalten. Hier und als Pianist wirkte er bis zum Kriegsende, verlor dann seine Stellung und kehrte erst 1948 auf abenteuerlichen Irrfahrten nach Wien zurück, wo er als Vertragslehrer an der Akademie ein bescheidenes Auskommen fand. Bis zu seinem Tode lebte er im nun abgerissenen Kasernement in der Landstraßer Hauptstraße, seine letzte Ruhestätte fand er im Dezember 1951 auf dem Perchtoldsdorfer Friedhof. (...) L. M.


aus:
Musikfreunde - Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Jg. 10, Nr. 7, April 1998


Rechte


Die teilnehmenden ausübenden KünstlerInnen räumen dem Wettbewerbsveranstalter das Recht ein, die Vorträge und Aufführungen von Werken der Literatur und der Tonkunst, an denen sie mitwirken, im Sinne der §§ 66-71 a UrhG zu verwerten. Ein gesonderter Entgeltanspruch dafür besteht ausdrücklich nicht. Von dieser Vereinbarung unberührt bleiben von den jeweils zuständigen Verwertungsgesellschaften geltend zu machende Ansprüche.

Die teilnehmenden KomponistInnen und AutorInnen räumen im Falle von Aufnahmen in Bild und Ton sowie Radio- und Fernseh- und Internetübertragungen des Wettbewerbes dem Wettbewerbsveranstalter das Recht zur Verwertung nach den §§ 14 bis 18a UrhG ein. Ein gesonderter Entgeltanspruch dafür besteht ausdrücklich nicht. Von dieser Vereinbarung unberührt bleiben von den jeweils zuständigen Verwertungsgesellschaften geltend zu machende Ansprüche.



Anmeldung & Kontakt

mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Tel.: +43 1 71155-7441
Fax: +43 1 71155-7449
E-Mail: veranstaltungsbuero@mdw.ac.at