Roots – Von der Volksweise zum Kunstlied

Voraufführung für Roots

Dienstag, 23.11.2010, 18.00 Uhr
Neuer Konzertsaal Rennweg


Freitag, 26. November
Ort: Musikverein, Gläserner Saal, Bösendorferstraße 12, 1010 Wien
Beginn: 20.00 Uhr

Lieder von J. Brahms, B. Britten, B. Martinů, M. Ravel und F. Poulenc

sowie Volksmusik

Kooperation mit der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Künstlerische Leitung: Judith Kopecky und Rudolf Pietsch

Karten zu € 23,- /20,- /4,- (Stehplatz) inkl. Baustein an der Tages- und Abendkassa der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien: 1., Bösendorferstraße 12

T: +43 1 505 81 90
+43 1 505 81 90

tickets@musikverein.at
www.musikverein.at

Volksmusik mit ihrem Ursprung in der Musizierpraxis meist bäuerlich-dörflicher oder kleinstädtischer Gemeinschaften ist in zahlreichen musikalischen Epochen und Stilrichtungen bis zur Musik unserer Tage als Inspirationsquelle für Komponisten auf vielfältige Art und Weise gegenwärtig.

Ausgangspunkt für das Programm „Roots …. von der Volksweise zum Kunstlied“ sind von Volksweisen und Volkspoesie angeregte Liedkompositionen fünf europäischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts, die die ZuhörerInnen zu einer (volks-) musikalischen Reise durch verschiedene Regionen und Sprachräume einladen sollen.

Im ersten Teil des Abends begegnet das Publikum zunächst Johannes Brahms und einer Auswahl aus dessen Liedersammlung „Deutsche Volkslieder“ sowie Francis Poulenc und einigen seiner „Huit chansons polonaises“. Abgeschlossen wird dieser Konzertteil mit Maurice Ravels Liederzyklus „Cinq mélodies populaires grecques“.

Zu Beginn des zweiten Teils des Konzerts werden die ZuhörerInnen mit einer Auswahl aus Benjamin Brittens „Folksong Arrangements“ in die musikalische Welt der Britischen Inseln geführt, um danach wieder nach Mitteleuropa zu Bohuslav Martinů und seinen „Písnički na jednu stránku“ und „Písnički na dvě stránky“ zurückzukehren.

Um den musikalischen Bogen weiter zu spannen, werden den Liedkompositionen Pendants aus dem Bereich der Volksmusik gegenüber gestellt. In Instrumentalstücken in unterschiedlicher Besetzung wird musikalischen Traditionen nachgespürt und deren Einfluss auf die Komponisten nachvollziehbar gemacht. Lokalkolorit und regionale Charakteristika können erspürt werden und gleichzeitig ist erlebbar wie die Komponisten das Wesen der Musik einzufangen versuchten. Weiters wird durch diese Gegenüberstellung die kompositorische Verarbeitung von Volksweisen und volksmusikalischen Elementen verdeutlicht.

Nicht zuletzt wird das Thema der musikalischen Herkunft sowie die individuelle Auseinandersetzung sowohl der Komponisten, als auch der ausführenden SängerInnen und MusikerInnen mit eben diesem Thema auf abwechslungsreiche Weise präsentiert. Das daraus resultierende Spannungsfeld zwischen Tradition und individuellem Anspruch kann Mitwirkende als auch Publikum zu weiterer Reflexion anregen.