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GGD-Newsletter
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Weiterbildungen
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Veranstaltungsreihe
#MeToo Kunst: Genderbasierte Gewalt und Machtverhältnisse an Kunsthochschulen
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Ausschreibung
Gender|Queer|Diversität-Call der mdw 2026
Start der Bewerbungsphase
Wir laden alle Angehörigen der mdw ein, sich mit Ideen und Vorhaben für den Gender|Queer|Diversität-Call 2026 zu bewerben.
Gesucht werden wissenschaftliche, künstlerische und/oder pädagogische Projektideen zu feministischen und diskriminierungskritischen Themen. Die Projekte sollen an der mdw umgesetzt und nachhaltig verankert werden.
Alle Informationen zum Call sowie zum Bewerbungsablauf finden Sie unter:
mdw.ac.at/ggd/programm/genderqueerdiversity-call-mdw/
Für individuelle Fragen und Beratungen steht das Team der GGD gerne zur Verfügung.
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Weiterbildung
In Kooperation mit der Personalentwicklung – Zentrum für Weiterbildung konzipiert und setzt die GGD Schulungen, Workshops und fachliche Inputs mit Gender- und Diversitätsbezug für alle mdw-Angehörigen im Rahmen des Kursprogramms um.
Unterrichten mit dem Webtool Tricky Moments.
Webtool für diversitätsreflektierte Lehre
DO 07. Mai 2026 | 11.00–12.00 Uhr Anmeldung und mehr Info
Kursleitung: Jenn Stoll (GGD) & Elisabeth Blonzen
Das Webinar gibt Einblick in das Webtool „Tricky Moments" und diskutiert unterschiedliche Möglichkeiten, wie damit in der Lehre gearbeitet werden kann.
Statusspiele
DI 10. & MI 11. März 2026 | 10.00–17.00 Uhr Anmeldung und mehr Info
Ausdruckskraft, Durchsetzungsvermögen und natürliche Autorität stehen im Fokus dieses Workshops für Frauen. Verhaltensmuster und Kommunikationsstrategien nachvollziehen, verstehen und gestalten lernen. Methoden sind Theatre-based Training, praktische Übungen, Feedback.
Respektvoller Umgang mit trans*, inter* und nicht-binären Personen im Musik- und Kunstuniversitätskontext
FR 20. März 2026 | 9.00–13.00 Uhr Anmeldung und mehr Info
Dieser Workshop soll mdw-Bedienstete dabei unterstützen, trans*, inter* und nicht-binären Personen wertschätzend zu begegnen und bietet zu diesem Zweck praktische Übungen und Informationen.
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Veranstaltungsreihe
#MeToo Kunst: Genderbasierte Gewalt und Machtverhältnisse an Kunsthochschulen
Nicht zuletzt durch die #MeToo-Bewegung ist die Auseinandersetzung mit genderbasierter Gewalt an Hochschulen zunehmend in den Fokus geraten. Die kunstuniversitätsübergreifende Veranstaltungsreihe „#MeToo Kunst: Genderbasierte Gewalt und Machtverhältnisse an Kunsthochschulen“ greift aktuelle Debatten auf und verhandelt diese im Kontext der Besonderheiten im Kunst- und Musikhochschulbereich. So ist dieser von etablierten Strukturen und Hierarchien durchzogen, die Übergriffe und Machtmissbrauch begünstigen. Dazu tragen nicht nur Abhängigkeitsverhältnisse im Kunst- und Kultursektor bei, sondern auch spezifische eins-zu-eins Unterrichtssettings sowie patriarchal geprägte, heteronormative und eurozentrische Machtstrukturen.
Die Veranstaltungsreihe zielt auf einen kunstuniversitätsübergreifenden und interdisziplinären Dialog, um die Relevanz im Kunst- und Musikuniversitätskontext in den Fokus zu rücken und Handlungsimpulse zu setzen.
Die Reihe ist eine Kooperation der Akademie der bildenden Künste Wien, der Universität für angewandte Kunst Wien und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Tricky Relations: Perspektiven auf Machtverhältnisse und genderbasierte Gewalt in künstlerischen Lehr_Lernkontexten
MI 25. Nov. 2026 | 17.00 Uhr
Lehr- und Lernkontexte im Kunst- und Musikhochschulkontext sind durch spezifische Unterrichtssettings, Hierarchien und Abhängigkeiten geprägt, die eine erhöhte Anfälligkeit für Grenzüberschreitungen und Machtmissbrauch mit sich bringen können. Zugleich sind solche Grenzüberschreitungen – wie auch in anderen gesellschaftlichen Kontexten – im universitären Umfeld häufig von Schweigen begleitet.
Im Rahmen des »Tricky Moments Begleitprogramms« nimmt die Veranstaltung vielschichtige Dynamiken genderbasierter Gewalt und Diskriminierung im Kunsthochschulkontext in den Blick. Ausgehend von den spezifischen Lehr_Lernkontexten an Kunst- und Musikuniversitäten stehen unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Zugänge in Bezug auf einen verantwortungsvollen Umgang im Fokus: Welche Diskriminierungserfahrungen werden gemacht? Welche Strategien sind im Umgang mit Grenzüberschreitungen und Machtmissbrauch erprobt? Wie kann Gewalt präventiv begegnet werden und welche institutionelle Verantwortung kommt Kunst- und Musikhochschulen zu?
Durch eine Kombination aus künstlerischem Beitrag und Gespräch treten an diesem Abend Akteur_innen aus den Bereichen der Hochschuldidaktik und Gleichstellung, Studierende sowie Universitätsleitungen verschiedener Kunst- und Musikhochschulen aus dem deutschsprachigen Raum in einen Dialog.
Diskussion
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Dorte Lena Eilers
Professorin für Kulturjournalismus, ehem. Gleichstellungsbeauftragte & Vizepräsidentin für Forschung und Diversität, Hochschule für Musik und Theater München
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Gerda Müller
Vizerektorin für Organisationsentwicklung und Diversität, mdw
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Christine Peham
Senior Scientist & Beauftragte für Hochschuldidaktik, Unviersität Mozarteum Salzburg
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Jenn Stoll
Referent_in für Gender- und Diversitätsaufgaben, mdw/ Moderation
Performance
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Studierende »Darstellende Kunst«
Max-Reinhardt-Seminar – Institut für Schauspiel und Schauspielregie (MRS), mdw
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Alexandra Althoff
Institutsleitung am MRS/ dramturgische Begleitung
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Sonja Hilberger
Professorin für Rollengestaltung am MRS/ künstlerische Leitung
Eintritt frei | Anmeldung geöffnet ab Anfang Oktober 2026
Ort | Fanny Hensel-Saal/mdwCampus
Workshop für Mitarbeiter_innen zu Geschlechterbasierter Gewalt an Hochschulen mit Sara Hassan
MI 10. Dez. 2025 | 10.00–14.00 Uhr
Was ist noch ein Flirt und was schon ein Übergriff? Sara Hassan hat ein Modell entwickelt, um die ersten Anzeichen von sexueller Belästigung zu identifizieren. Mit dem Red Flag System, einem multifaktoriellen Prüfschema, wird deutlich, wie sich sexuelle Belästigung anbahnt und was sich dagegen tun lässt.
Teilnehmer_innen erfahren anhand von konkreten Fallstudien am Arbeitsplatz, wie sie Warnhinweise lesen und kritische Dynamiken richtig einordnen können. Das Frühwarnsystem erlaubt einen ganzheitlichen Blick auf die Problematik, indem vier verschiedene Dimensionen von Machtmissbrauch integriert werden: Übergriffs-Strategien von Täter_innen, begünstigende Bedingungen aus dem Umfeld, Verhaltensweisen von Zeug_innen und die Reaktionen von Betroffenen selbst. Werden diese Dimensionen berücksichtigt, kann sexuelle Belästigung effektiv und frühzeitig erkannt werden.
Die Fortbildung gibt Antworten auf die folgenden Fragen:
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Welche Techniken setzen Belästiger_innen ein, um Betroffene auszubeuten?
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Was macht ein toxisches Umfeld aus?
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Welche konkreten Handlungsstrategien gibt es, um Betroffene
zu unterstützen und sich gegen Machtmissbrauch einzusetzen?
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Welche gesellschaftlichen Dynamiken begünstigen sexuelle Belästigung und
welche Mythen verhindern, dass wir das Problem in unser aller Alltag erkennen.
Sara Hassan, MA arbeitet seit 2015 zu geschlechtsspezifischer Gewalt in Form von sexueller Belästigung, Mobbing und Machtmissbrauch. Nach jahrelanger internationaler Tätigkeit im Bereich politische Kommunikation (u.a. im EU-Parlament und der Heinrich-Böll-Stiftung Brüssel) hält sie Workshops und #metoo-Trainings zum 2020 erschienenen Buch Grauzonen gibt es nicht. Mit einem Master in Interdisciplinary Studies der New York University ist Sara Hassan als Vortragende tätig, entwickelt interaktive Lernmodule und kooperiert mit Universitäten und Organisationen weltweit.
Eintritt frei | Anmeldung bis 14.11.2025 unter ggd@mdw.ac.at
Ort | Sitzungssaal EG, Akademie der bildenden Künste, Schillerplatz 3, 1010 Wien
Geschlechtsbezogene Gewalt in Wissenschaftseinrichtungen:
Online-Vortrag mit Dr. Anke Lipinsky
MI 05. Nov. 2025 | 12.00–13.30 Uhr
Vortrag von Dr. Anke Lipinsky zum Thema Geschlechtsbezogene Gewalt in Wissenschaftseinrichtungen - Erkenntnisse aus dem EU-Projekt UniSAFE - Gender-based violence and institutional responses.
Eintritt frei | Anmeldung | mehr Info
Ort | Online via Zoom