Unser Leitbild


Die Zukunftsuniversität aus Tradition


Leitbild der mdwBild: ©Martin Moravek

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien versteht sich als ein Ort, an dem Kunst, Kultur und Wissenschaft im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation Spielraum für Entfaltung finden. Spielraum für das Entdecken und Erleben, für Reflexion und Interpretation, für Individualität und Leidenschaft.

Als eine der weltweit größten und renommiertesten Universitäten der Aufführungskünste Musik, Theater und Film sehen wir unsere Aufgabe darin, diesen bedeutungsvollen Raum zu erhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten. Die vielfältigen Formen und Ausprägungen künstlerischer Arbeit zu fördern und unseren Studierenden zu ermöglichen, ihre ganz persönliche Definition eines offenen Kunstbegriffs zu erarbeiten.
 

Tradition


Seit 1817 weltweit führend u.a. bezüglich

 

Beziehung

 

 

Vielfalt

 

 

Persönlichkeit

 

 

Reflexion

 

 

Verantwortung

 

 

Dialog

 

  • Intern starke Kooperation und Kommunikation zwischen Rektorat, Senat, InstitutsleiterInnen, Dienstleistungseinrichtungen, Betriebsrat u.v.m.
  • Kommunikation nach außen via Medien & Social Media
  • mehr als 1.100 eigene Veranstaltungen mit dem jährlichen Highlight "aufspiel"
  • 2.400 Konzert- oder Bühnenauftritte
  • ca. 300 Meisterkurse
  • rund 130 Dirigate
  • zahllose Vertretungen in internationalen Interessensverbänden, Jurys etc.

 



sind die sieben wesentlichen Grundsätze unseres Leitbilds, die den Charakter unserer Universität prägen. Sie bieten die nötige Orientierung im unendlichen Raum der Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Diese Grundsätze mit Leben zu erfüllen und damit richtungsweisende Impulse für die Bildung und Ausbildung von Kunst- und Kulturschaffenden, PädagogInnen und WissenschafterInnen zu setzen, ist eine Herausforderung, der wir uns auch in Zukunft stellen.

Das Leitbild im Detail


Der Senat der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien hat in seiner Sitzung vom 28. 4. 2004 auf Vorschlag des Rektorats nachstehendes Leitbild beschlossen:

1. Die Strukturen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien werden so gestaltet, dass die klassische Vorstellung von der „universitas“ als Gesamtheit der Lehrenden und Lernenden mit Leben erfüllt werden kann, wie dies in den folgenden Punkten ausgeführt wird.

Alle Universitäts-Angehörigen sind einzeln und als Gemeinschaft verantwortlich für gute Bedingungen des künstlerischen und wissenschaftlichen Schaffens, der Vermittlung von Kunst und Wissenschaft und ihrer Lehre.

In diesem Sinne ist der Zweck der Gemeinsamkeit die permanente Klärung und Entwicklung des Profils der Universität, deren zentrales Merkmal („Corporate Identity“) die Verbindung von Tradition und Innovation im Bereich der Aufführungskünste („Performing Arts“) im Kontext der Wandlungen in Kultur und Gesellschaft ist. Ein Ausgangspunkt dieser stets gegenwartsbezogenen und zukunftsorientierten Profilklärung ist das Bewusstsein der ortsspezifischen Tradition unserer Wiener Universität.


2. Die primären Aufgaben der Universität sind die Entwicklung und Erschließung der Künste und die wissenschaftliche Forschung, beide Aufgabenbereiche sind aufs Engste miteinander verwoben. Sowohl im Bereich der Künste als auch der kunst- und kulturwissenschaftlichen Forschung gelten höchste Qualitätsansprüche. Beide Bereiche bilden die Grundlagen der Lehre in Kunst und Wissenschaft sowie der Ausbildung der künstlerischen und wissenschaftlichen Fähigkeiten bis zur höchsten Stufe.
Die die universitäre Arbeit charakterisierenden Faktoren Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre, Entwicklung bzw. Erschließung der Künste und Lehre stehen nicht unverbunden nebeneinander, sondern sie entfalten sich im engsten inneren Bezug zueinander.


3. Im Spannungsfeld zwischen einer dynamisch verstandenen Tradition und einer verantwortungsbewussten Innovation auf der Basis eines stets zeitgemäßen, offenen Kunstbegriffs geht von der zu gewährleistenden und zu fördernden Vielfalt künstlerischer und wissenschaftlicher Theorien, Methoden und Lehrmeinungen eine große konstruktive Kraft aus. Die Offenheit für diese Vielfalt ist die Grundlage für die zeitgemäße Veränderung und Erweiterung der Berufsfelder der Lehrenden sowie der künftigen Absolventinnen und Absolventen der Universität.


4. In der Bewältigung der Aufgabe der künstlerischen, künstlerisch-pädagogischen und künstlerisch-wissenschaftlichen Berufsvorbildung ist der Begriff der Bildung deutlich von einer unmittelbar marktorientierten, eng handwerklich angelegten Ausbildung abzusetzen. Die universitäre Bildung intendiert die Selbst-Bildung der Lernenden mit Hilfe der Lehrenden und bietet durch die praktische und geistige Auseinandersetzung mit Kunst und Wissenschaft geeignete Anlässe, Maßstäbe und Chancen zur Persönlichkeitsbildung.

In diesem Sinne führen die Studien nicht lediglich zu allgemein gültigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, sondern darüber hinaus zu individuellen Profilbildungen der Studierenden.

Diese persönlichen Entwicklungen bedürfen des Angebots der gezielten Information, Beratung und Betreuung durch die Lehrenden. Die individuellen Studienentscheidungen und Studienverläufe werden dabei in zunehmendem Maße von der Eigenverantwortung der Studierenden geprägt.


5. Die Bildung im Rahmen der Universität lebt ganz wesentlich von der kritischen Orientierung an den kulturellen Entwicklungen in der Gesellschaft und an den sich wandelnden Berufsfeldern. Andererseits ist die Universität selber eine kulturelle Institution, welche die kulturellen Entwicklungen in der Gesellschaft und die künstlerischen, künstlerisch-pädagogischen und künstlerisch-wissenschaftlichen Berufsfelder beeinflusst und prägt.

Neben der Vor-Bildung im Hinblick auf künstlerische, künstlerisch-pädagogische und künstlerisch-wissenschaftliche Berufsfelder kommt der Weiter-Bildung insbesondere der Absolventinnen und Absolventen der Universitäten der Künste zunehmende Bedeutung zu. Für postgraduale, ergänzende und berufsbegleitende Weiterbildungsangebote werden angemessene Konzepte entwickelt.

Im Bereich der Weiterbildung sind nicht zuletzt auch die an der Universität Lehrenden selbst angesprochen: Entsprechend den sich wandelnden Anforderungen kommt ihnen eine hohe Verantwortung für die angemessene eigene Weiterqualifizierung zu. Ferner hat die spezielle Heranbildung und Förderung hochqualifizierten Nachwuchses an KünstlerInnen, WissenschafterInnen und Lehrenden für die Zukunft der Kunstuniversitäten selbst besonderes Gewicht. Der Weiterbildung und -entwicklung dienen auch die Kontakte und Kooperationen mit anderen, fachverwandten Universitäten und Hochschulen des In- und Auslandes („Scientific Community“, „Community of the Arts“).

Das Streben nach Festigung und kontinuierlicher Verbesserung der hohen Qualität der an unserer Universität angebotenen Leistungen und Bildungsmöglichkeiten verpflichtet alle Universitätsangehörigen zur Anwendung von Evaluierungsverfahren, die – vor allem im Sinne der Reflexion und Selbstregulierung der eigenen Arbeit („Selbst-Bewertung“) – geeignet sind, die anspruchsvollen künstlerischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Standards zu sichern sowie die öffentliche, auch internationale Reputation unserer Universität zu gewährleisten.


6. Die universitäre Autonomie wird als hoher Wert erkannt: sie ist die Basis der Entwicklung großer Handlungsspielräume, verbunden mit einem hohen Maß an Selbst-Verantwortung in der Gestaltung der Organisation des Lehrens und Lernens sowie der Forschung und der Entwicklung bzw. Erschließung der Künste. Die übergeordnete organisatorische und finanzielle Verantwortung des Staates für die Ermöglichung und Absicherung der universitären Autonomie ist bei der sachgerechten Definition des komplexen Verhältnisses von Universität und Staat auch in Zukunft zu beachten.

Die universitäre Autonomie und die daraus erwachsende Verantwortung sind sowohl eine Voraussetzung als auch der Rahmen für die Freiheit des künstlerischen Schaffens und die Vermittlung von Kunst und ihrer Lehre sowie für die Freiheit der Wissenschaft und ihrer Lehre.
Die universitäre Autonomie bedarf zu ihrer Verwirklichung sowohl eines professionellen Management als auch einer möglichst weitgehenden Verknüpfung von Fachkompetenz und organisatorischem Know-how.


7. Die Universität bemüht sich um einen permanenten Dialog mit der Öffentlichkeit. Sie zeigt nach außen hin ihre Leistungen und ihre Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Aufgaben; sie dokumentiert ihre soziale Verantwortung durch die gesellschaftlich bedeutsame Weiterentwicklung von Kunst und Wissenschaft und durch den angemessenen Einsatz von Ressourcen entsprechend der von ihr erbrachten gesellschaftlich relevanten Leistungen.