Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien präsentierte sich hochkarätig.
Am Donnerstag, den 10. November 2011 bewies die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eindrucksvoll, wofür sie weltweit geschätzt wird. Im barocken Schlosstheater in Schönbrunn konnten sich 300 geladene Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft an einem hochwertigen Programm erfreuen.
Zum ersten Mal standen Vorzeigekünstler aus verschiedenen Genres im Rahmen einer Gala auf der Bühne. Die Universität zeigte, was sie international zur Vorzeigeinstitution macht. Moderatorin Mirjam Unger, selbst Absolventin der mdw, führte durch einen abwechslungsreichen Abend mit vielen klingenden Namen: Umrahmt vom Kinder- und Jugendchor der Universität sah und hörte man Stars wie Christan Altenburger, Karlheinz Essl, Oleg Maisenberg, Peter Patzak, Wolfgang Puschnig. Die Premiere des Raumklanginstruments, das an der Universität entwickelt wurde und eine technologische Weltneuheit darstellt, war nur einer der Höhepunkte.
Danach wurde die Bühne zum allerersten Mal für das Publikum freigegeben. Prominente KünstlerkollegInnen wie Barbara Moser, Peter Legat, Franz Morak, Erwin Ortner oder Johannes Zeiler genossen den Abend mit Blick auf Schloss Schönbrunn.
Rektor o.Univ.-Prof.Mag.Dr. Werner Hasitschka will mit dieser Veranstaltung in Zeiten, in denen sowohl die Universitäten als auch die österreichische Kulturlandschaft um Anerkennung kämpfen müssen, ein Zeichen setzen: „In einer politischen Umgebung, in der Rankings und Benchmarks über Budgets entscheiden, setzen wir mit einer wahrhaftigen „Exzellenzinitiative“ einen Kontrapunkt zur Überbürokratisierung von Bildung und Kultur. Wir zeigen, was Universitäten zu leisten vermögen. Und der Maßstab ist eine interaktive und – hoffentlich – emotional bereichernde Auseinandersetzung, wie es nur eine künstlerische Aufführung erreichen kann.“
Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) ist die größte Musikuniversität der Welt und Österreichs größter Kulturbetrieb. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen maßgeblichen Beitrag zum Ruf Österreichs als Kulturland. Die mdw, zu der auch das Max Reinhardt Seminar und die Filmakademie Wien zählen, zeigte damit zum ersten Mal komprimiert das breite Spektrum ihrer Tätigkeiten.
Umfangreiches Programm am Nachmittag
Bereits am Nachmittag konnte die interessierte Öffentlichkeit ausgewählte Vorträge mit Livemusik, Workshops und Buchpräsentationen erleben. In den Konzertsälen der mdw im dritten Wiener Gemeindebezirk behandelten Beiträge aktuelle Tendenzen in der Komposition und neue pädagogische Modelle in der Chormusik. Interessierte erfuhren mehr über die Forschung im Bereich der Klanganalyse und über den an der Universität musikalisch geführten interkulturellen Dialog. Präsentiert wurden außerdem das mehrfach ausgezeichnete Theaterfestival des Max Reinhardt Seminars „Zorn!“ und die ungewöhnliche Konzertreihe „das andere Podium“.