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Die wichtigsten Gebäude und Säle der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Hauptgebäude Anton-von-Webern-Platz 1

Das Domizil der alten Veterinärmedizinischen Universität, erbaut 1821 bis 1823 im 3. Bezirk von Wien, ist der neue Sitz der Universität für Musik und darstellende Kunst. Nach Renovierungsarbeiten entsteht hier eine Campus-artige Atmosphäre, viele Dependancen können an einen Ort vereint werden.

Im Jahre 1996 bezog die Veterinärmedizinische Universität eine neue Anlage am Wiener Stadtrand und die alten Gebäude wurden der Universität für Musik und darstellende Kunst zugeteilt. Arch. DI Reinhardt Gallister wurde mit dem Umbau und der Adaptierung zur neuen Nutzung beauftragt. 1999 wurde die erste Bau-Etappe abgeschlossen und die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien konnte in ihr neues Hauptgebäude einziehen.
In diesem Gebäude befinden sich drei Konzertsäle: der Joseph-Haydn-Saal für etwa 200 Personen, und die beiden parallel angelegten, modernst ausgestatteten Veranstaltungs-Säle benannt nach Clara Wieck-Schumann und Fanny-Hensel-Mendelssohn.
Ein weiterer kleiner Saal ist der Batiken-Saal, der mit seiner ursprünglichen Ausstattung, „Wandbatik-Bilder“ von Brigitte Hatz, ein Kuriosum darstellt.
Für Ausstellungen wird die prachtvolle Säulenhalle im Entree genützt, im Sommer wird auch der Innenhof bespielt.
Die nächste Bauetappe konnte Ende 2004 abgeschlossen werden: Die Filmakademie bekam Studios, die zu den modernsten in ganz Europa gehören.

 

Lothringerstraße 18

 Das „Mutterhaus“ der Akademie wurde 1913/14 von den berühmten Theaterarchitekten Fellner, Helmer & Baumann im „modernisierten Empirestil“ gemeinsam mit dem Wiener Konzerthaus erbaut. Als Haus für fast 1000 Schüler war das Gebäude eines der größten Musikkonservatorien Europas und wurde mit einem schuleigenen Theater – dem Akademietheater – ausgestattet. 2001 wurde der mehrfach prämierte Spielfilm „Die Klavierspielerin“ von Michael Haneke (einem Lehrer der Universität) im “Akademiegebäude“ gedreht.

 

Im dritten Stock des Hauses befindet sich ein Konzertsaal, der 80 Personen Platz bietet. Dieser ehemalige große Probesaal diente bei der Errichtung des Gebäudes 1914 zunächst internen, später auch öffentlichen Aufführungen. Schüler der Akademie bzw. der Hochschule – von Herbert von Karajan über Paula Wessely bis Rudolf Buchbinder – konnten hier Proben ihres Könnens ablegen. Als Referenz an den bedeutenden Pianisten, Komponisten und Pädagogen Franz Liszt, der zu Lebzeiten das Wiener Konservatorium, die Vorgängerinstitution der Akademie, auch finanziell unterstützte, erhielt der Saal den Namen Franz-Liszt-Saal. Im Jahr 2000 wurde der Saal generalsaniert und von Grund auf neu gestaltet.

 

PENZINGERSTRASSE 7- 9
 Das Palais in der Penzingerstraße 9 wurde um 1750 von Herzog Emanuel da Sylva-Tarouca, dem Hofbaudirektor Maria Theresias, errichtet. Um 1760 erfolgte der Ausbau zu einem Sommerschlösschen, in dem Herzog Karl von Lothringen, der Schwager Maria Theresias, zeitweise lebte. Auf ihn ist die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung „Lothringerhaus“ zurückzuführen. 1870 erwarb der Herzog von Cumberland, der vertriebene König Georg V. von Hannover, das Lothringerhaus und die angrenzenden Liegenschaften. Unter ihm erfolgte die großzügige Ausgestaltung des Palais. Heute beherbergt das Gebäude das weltberühmte Max-Reinhardt-Seminar, das 2004 sein 75-jähriges Bestehen feiert.

 

Bis heute ist der zum Garten orientierte, ovale Festsaal, (Arena), der sich – ebenso wie das ihm vorgelagerte Vestibül, (Wintergarten), – über zwei Stockwerke erstreckt, in seiner originalen Gestaltung aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erhalten geblieben. Die Generalsanierung erfolgte 2003. Mit einem Fassungsvermögen von 60 Personen eignet sich die Arena für kleine Veranstaltungen.

 

Die Alte Studiobühne wurde als Probebühne für Aufführungen der Studierenden des Max Reinhardt Seminars gebaut und 2003 komplett erneuert. Die Studiobühne ist eine Black-Box und bietet Platz für 100 Zuschauer.

 

Das von Architekt Peter Czernin geplante oktogonale Gebäude der Neuen Studiobühne, ein Bau mit postmodernen Elementen, schließt an der Ostseite an das Palais Cumberland an und wurde 1992 nach sechsjähriger Bauzeit eröffnet. Die multifunktionale Raumbühne ist in einer Black-Box (12 x 15 m) untergebracht, deren Wände verstell- bzw. entfernbar sind, so dass sich der in jeder Richtung variable Raum auch zum Garten hin öffnen lässt. Veranstaltungen jeder Art – von Firmenfeiern über Theater- und Tanzaufführungen und Events – mit bis zu 600 Personen finden in diesem Bau einen äusserst flexiblen Rahmen.

 

Dem Palais vorgelagert ist eine großzügige englische Gartenanlage (ca. 20.000 m²).

 

Johannesgasse 8 / Seilerstätte 26; St. Ursula

 1666-1745 entstand die mehrhöfige barocke Klosteranlage der Ursulinen, die 1660 von Kaiserin Eleonore nach Wien geholt worden waren. Weite Teile des Klostergebäudes und der Klosterkirche wurden vom italienischen Baumeister Anton Martinelli erbaut. Die Schwestern, die bereits im Jahr ihres Eintreffens eine Schule eröffneten, führten diese in den historischen Räumlichkeiten bis zum Jahr 1960, als sie den Unterricht nach Mauer verlegten. 1963-1968 wurde das Kloster für die Bedürfnisse der Akademie für Musik und darstellende Kunst adaptiert und umgebaut.

 

Die barocke Kirche, die den regelmässigen Aufführungen des Instituts für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik der Universität Raum bietet, verfügt über eine reiche einheitliche Stuckausstattung aus dem späten 17. Jahrhundert sowie klassizistische Hoch- und Wandaltäre und die Heilig-Grab-Kapelle mit einer bemerkenswerten Grablegungsgruppe. 2002 erfolgte die Uraufführung der Kirchenoper „Staunen des Ezechiel“ des jungen österreichischen Komponisten Wolfgang Sauseng. Die Kirche, die mit einer 2 manualigen Orgel aus dem Jahr 1968 (Hradetzky) ausgestattet ist, bietet 90 Personen Platz.

 

Zu den schönsten Räumlichkeiten des Klosters zählte das Refektorium, nunmehr Antonio-Vivaldi-Saal. Mit einer Größe von 135 m2 fasst der Vivaldi-Saal 100 Personen. Dieser barocke Saal ­–  ursprünglich Speisesaal der Nonnen des Ursulinenklosters –  wurde 2000 als Konzertsaal renoviert. An der Längsseiten ist er mit kostbaren Ölbildern aus dem 18. Jahrhundert, die biblische Szenen darstellen, verziert, an der Rückwand des Saales ist die Brotvermehrung abgebildet. Durch das Bild „Entstehung der Musik" (2000) von Herwig Zens an der Bühnenwand hinter dem Podium ist eine interessante Spannung zwischen Alt und Neu entstanden.

 

Der Festsaal eignet sich für Veranstaltungen mit 100 Personen.

 

Der Orgelsaal der Universität, Anton-Heiller-Saal, ist mit einer 3 manualigen Orgel aus dem Jahr 1982 (Rieger) ausgestattet und bietet für Orgelkonzerte, aber auch sonstige musikalische Veranstaltungen 60 Personen Platz.

 

Als Besonderheit kann das barocke theatrum sacrum im Bereich des heutigen Studentenheims bezeichnet werden: die verglasten Wandnischen mit eingestellten Skulputuren vor teils illusionistisch-räumlich, teils ornamental gemalten Hintergründen und bühnenartigen Dekorationselementen sind eine einmalige kunsthistorische Kostbarkeit.

 

Ein verträumter kleiner Innenhof mit einer Hl. Nepomukstatue (1853), eine gut erhaltene barocke Gruft sowie ein historisches Dachgestühl mit einer Originalglocke, welche die Inschrift trägt „Mich goß Meister Gross im Jahre 1645 zu Wien“ ergänzen das prächtige Ambiente dieser bemerkenswerten Klosteranlage.
 

Metternichgasse 8, Palais Springer

Die ehemalige Bourgoing-Palais (später Sprpinger- bzw. Rothschild-Palais) wurde 1891 im Stil des französischen Frühklassizismus errichtet. Der Hauptfront ist von der Straßenflucht zurückgesetzt, im Hof dahinter befindet sich ein prachtvolles Spalier mit illusionistischen Bogenmotiven, gegenüber ist der ehemalige Gartensaal, der sich in große korbbogige Fenster öffnet. Die Innenausstattung im Stil des Neo-Empire ist teilweise erhalten: im Erdgeschoß befindet sich eine repräsentative Suite mit Stuckdekor und Wandmalereien.
 

 

Metternichgasse 12

In diesem Gebäude, in dem die „Filmakademie“ logiert, befindet sich der Spiegelsaal, in dem die wichtigsten Vorlesungen über Film und Fernsehen abgehalten werden.

 

Rennweg 8, Salesianerkloster

 Das Kloster und die Kirche der Salesianerinnen wurden 1717 von Kaiserin Amalie Wilhelmine, der Gattin Josefs I., gestiftet. Der auch als Witwensitz von der Kaiserin bewohnte Bau wurde 1717-1730 nach den Plänen des Architekten Donato Felice d’Allio, dem späteren Stiftsbaumeister von Klosterneuburg, errichtet und zählt zu den bedeutendsten barocken Ensembles in Österreich. Der mehrhöfige Komplex mit dahinterliegendem Park schließt an das Areal des Belvederes an. Seit 1988 ist die Universität für Musik in einem Teil der Klosterräume um den Noviziatshof und den Apothekenhof im Bereich der ehemaligen Witwenresidenz der Kaiserin untergebracht. Das hervorragend restaurierte Gesamtensemble beinhaltet zwei Konzertsäle und zwei Räumlichkeiten für Tanzaufführungen, die für Veranstaltungen gemietet werden können.

 

Einen gediegenen Rahmen bietet der prachtvoll renovierte Alte Konzertsaal mit barocken Deckengemälden und einem herrlichen Blick auf Schloss Belvedere. Der Saal bietet 80 Personen Platz und eignet sich für Konzerte und Veranstaltungen jeder Art.

 

Der kürzlich restaurierte Neue Konzertsaal bietet Blicke auf Noviziats- und Apothekenhof und eignet sich für Konzerte und sonstige Veranstaltungen mit bis zu xxx Personen. 

 

Weiteren Raum für Veranstaltungen – vor allem für Tanzaufführungen – bieten zwei Säle, die für den Unterricht des Institutes für Musik- und Bewegungserziehung adaptiert und mit speziellen XXX (schwingenden) Böden ausgestattet wurden.


 

Palais Cumberland

Der Bau stammt aus dem Jahre 1750 und war als Sommerschlösschen für Maria Theresia gedacht. Er wurde von Emanuel da Sylva-Tarouca geschaffen. Innerhalb des Gebäudes sind zwei Bühnen, die Arenabühne und das Studio, die von den SchauspielstudentInnen des Max Reinhardt Seminars bespielt werden.

 

Neue Studiobühne

Alternativ zum Rokoko-Theater Schönbrunn wird von den Opernklassen und den Studierenden des Max Reinhardt Seminars die Neue Studiobühne bespielt. Der Bau mit postmodernen Elementen, innen eine "Black Box", wurde von Architekt Peter Czernin errichtet und 1992 eröffnet.
Die technischen und räumlichen Gegebenheiten dieser Bühne entsprechen sämtlichen Anforderungen moderner Theaterarbeit. Durch Schiebewände und drei übereinander liegende Spiel- und Arbeitsebenen lässt diese Blackbox mit seinem flexiblen metrischen Baukartensystem verschiedene bewegliche Zuschauer- und szenische Räume zu.

 

Schönbrunner Schlosstheater

 Das reich ausgestattete kaiserliche Hoftheater wurde 1745 als eines der ersten Schlosstheater Europas von Nikolaus Pacassi erbaut und bereits 1747 eröffnet. 1766/67 wurde das Theater von Ferdinand Hetzendorf v. Hohenberg, der auch die Deckenfresken schuf, mit frühklassizistischen Elementen umgebaut. Es ist das älteste noch in Betrieb befindliche Theater Wiens.

1924 wurde die Bühne, die vom Burgtheater trotz der Entfernung zum Stadtzentrum bespielt wurde, umgebaut, worunter sowohl die Akustik als auch die Sicht stark litten. 1926 regte Max Reinhardt erstmals an, den Unterricht des von ihm aufzubauenden Schauspielseminars in das seit 1925 leerstehende Schönbrunner Schlosstheater zu verlegen.
1928 wurde das Schlosstheater an das neu gegründete Schauspielseminar Schönbrunn (später Max-Reinhardt-Seminar), das an die Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien angeschlossen war, feierlich übergeben. Seit dieser Zeit wird die Bühne von Studierenden der Akademie, später Hochschule bzw. Universität bespielt. 1979/80 wurden die missglückten baulichen Veränderungen aus dem Jahr 1924 beseitigt und das Theater zu seiner ursprünglichen Gestalt zurückgeführt.

 

Im Verlauf der nunmehr 75-jährigen Zugehörigkeit zur Akademie/Hochschule/Universität diente das Schlosstheater zahlreichen Studentenaufführungen der Opern- und Schauspielklassen, aber auch als repräsentativer Raum für bedeutende Konzerte, Theater- und Opernaufführungen sowie als Filmlocation. Daneben finden immer wieder Preisverleihungen, Präsentationen und Kongresse statt.

Hervorzuheben sind Konzerte mit Cecilia Bartoli, José Carreras, den Wiener Sängerknaben, Filmaufnahmen wie James Bond „Der Hauch des Todes“ oder „Napoleon“, Balletteinspielungen mit Vladimir Malakhov für das Neujahrskonzert, Dokumentationen für ORF, BBC, France 3.
Das Schlosstheater bietet insgesamt 392 Personen Platz (davon 368 Sitzplätze).


Hier finden Sie die Anfahrtswege zu den einzelnen Gebäuden.

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Hauptgebäude
Hauptgebäude der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1
Filmstudios am Webern-Platz
Filmstudios am Webern-Platz
Lothringerstraße 18
Lothringerstraße 18, zwischen Akademietheater und Konzerthaus gelegen
Antonio Vivaldi-Saal
Antonio Vivaldi-Saal mit Fresken von Herwig Zens
Rennweg 8
Salesianerinnenkloster Rennweg 8
Schlosstheater Schönbrunn
Schlosstheater Schönbrunn