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mdwHistory: „Das Kino fiel aus. Die Stellung an der Musikakademie fiel weg.“

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1896 als Tochter einer assimilierten jüdischen Familie in Lemberg geboren, wuchs Kremer in Sarajevo auf, bis ihr Vater – ein Offizier und Beamter des Kriegsministeriums – 1905 nach Wien versetzt wurde. Während Religion in der Familie keine Rolle spielte, wurde hoher Wert auf Bildung gelegt und den Kindern sämtliche Bildungswege offengelassen. Ebenso wie ihre Geschwister erhielt Kremer ersten Klavierunterricht durch ihre Mutter. Im Alter von zehn Jahren begann sie mit dem Besuch eines Vorbereitungskurses ihre pianistische Ausbildung an der mdw.

One Shimmy at a Time

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Was wäre, wenn Fragen der sozialen Gerechtigkeit in unseren Körpern greifbare Form annehmen könnten, sodass komplexe politische Themen verhandelbar wären – ganz ohne Worte? In einer Zeit, in der entkörperlichte Formen des Medienkonsums weite Teile der westlichen Welt zunehmend polarisieren, untersucht mein Dissertationsprojekt einen anderen Modus kollektiver Sinnstiftung: eine performative und pädagogische musiktheatrale Praxis für Erwachsene, die nicht zwingend eine tänzerische oder musikalische Ausbildung mitbringen müssen.

Rezension: extended piano techniques. Perspektiven 1981–2018

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Wenn man über die 88 Tasten des Klaviers hinausblickt und sich den Saiten im Innenraum zuwendet, einem Bereich des Instruments, der von Pianist_innen häufig übersehen wird und traditionell eher mit Klavierstimmer_innen und -techniker_innen in Verbindung gebracht wird, eröffnet sich eine reiche Klangwelt. Katharina Bleiers Extended Piano Techniques, ein umfangreicher Band von nahezu 400 Seiten, bietet eine breit angelegte und klar strukturierte Auseinandersetzung mit nicht-konventionellen Klavierspieltechniken.

Musikpädagogik weiterdenken: Musikpädagogische Forschung an der mdw

Wer Musikpädagogik hört, denkt oft zuerst an eine konkrete Praxis: das musikalische Lernen und Lehren im Klassenzimmer, in Musikschulen, in Workshops oder in der Arbeit mit Menschen unterschiedlicher Hintergründe – von Kindern und Jugendlichen bis hin zu Senior_innen. Weniger präsent ist zunächst die Forschung, die diese Praxis begleitet, sie analysiert, kritisch hinterfragt und weiterentwickelt.

Rezension: Musik und Suizidalität. Interdisziplinäre Perspektiven

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Eine Playlist mit dem Titel „Music About Suicidal Thoughts“ ist heutzutage leicht zu finden. Das Buch über Musik und Suizidalität ist daher keinem Randthema gewidmet, sondern reiht sich ein in eine zunehmende Reihe von Publikationen über die Effekte von Musik über und auf Phantasien, Absichten, Vorbereitungen und Akte von Selbsttötung.

mdwHistory: Das verlorene Theater

„Warum heißt das Akademietheater eigentlich Akademietheater?“ – Ein unerklärliches Relikt vergangener Zeiten? Eine ehemalige Ausbildungsstätte für das Burgtheater? Eine moderne Abgrenzung zu den monarchistischen Hoftheatern?

Feministische kritische Analyse der Kulturpolitik Serbiens

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Nach mehr als einem Jahrzehnt praktischer Arbeit im Bereich der Geschlechtergleichstellung und der Jugendbeteiligung im Bereich des kulturellen Leben in Serbien habe ich zu Beginn dieses Jahres meine Doktorarbeit an der Fakultät für Darstellend Kunst der Universität der Künste in Belgrad verteidigt.

mdwHistory: Was offenbart der Repatriierungsantrag Hans Winterbergs im Archiv des Exilarte Zentrums über Identität, Exil und Überleben?

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Max Brod, enger Vertrauter Franz Kafkas, soll die vielzitierte Formel geprägt haben, Prag sei „hundert Prozent tschechisch, hundert Prozent jüdisch und hundert Prozent deutsch“ gewesen. Diese paradoxe Zuschreibung verweist auf die komplexe kulturelle Konstellation der böhmischen Hauptstadt, in der ethnische, sprachliche und religiöse Zugehörigkeiten nicht trennscharf nebeneinander existierten, sondern ein dichtes Beziehungsgeflecht bildeten. Prag war – neben Wien – ein bedeutendes kulturelles Zentrum der Habsburgermonarchie, in dem sich imperiale, nationale und transnationale Einflüsse überlagerten.
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