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Rektor_innen der Kunstuniversitäten erwarten von Bundesregierung Investitionen in gleichem Umfang wie für Errichtung neuer TU

09.09.2020

Kunstuniversitäten vermitteln künstlerische Exzellenz und notwendige Schlüsselkompetenzen für die Entwicklung der gesamten Gesellschaft in Zeiten dramatischer Umbrüche.

Wien, 8. September 2020

Die Rektorinnen und Rektoren der öffentlichen Kunstuniversitäten wenden sich gemeinsam an die Öffentlichkeit und an die Bundesregierung:

Österreich verfügt über eine weltweit herausragende Kulturlandschaft. Sowohl Kunstuniversitäten als auch die Kulturinstitutionen Österreichs sind aufgrund ihrer einzigartigen Qualität und schöpferischen Leistung Weltspitze. Diese Topposition gilt es zu halten und gerade im Zeitalter der digitalen Transformation couragiert auszubauen.

Wir erleben Zeiten, die zunehmend von existenziellen globalen Fragen geprägt sind, verbunden mit Ungewissheit, Mehrdeutigkeit weit über traditionelle Forschungsfelder hinweg und steigender digitaler Vereinzelung. Der dramatische Transformationsprozess, in dem sich unsere Gesellschaft befindet, wird befeuert von einer noch nie dagewesenen technologischen Revolution (Digitalisierung, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Gentechnologie), und von den immer deutlicher sichtbaren Auswirkungen der Klimakrise. Mit technologischen Ansätzen allein kann dieser Transformationsprozess, in deren Mittelpunkt die Transformation der Lebensbedingungen für Menschen steht, nicht bewältigt werden. Dafür brauchen wir übergreifende Schlüsselkompetenzen, die das menschliche Zusammenleben gesamthaft in den Blick nehmen:

Dazu gehören in besonderer Weise die Kompetenz, mit ungewissen Situationen und Entwicklungen umzugehen und eine Zukunft (des ökologischen Gefüges, der Arbeitswelt etc.) zu antizipieren, die in steigendem Maße unbestimmt ist.

  • Dazu gehört die Kompetenz, mit differenzierten und widersprüchlichen sozialen Erfahrungshorizonten umzugehen, die eine komplexe Gesellschaft im Zeichen von Globalisierungsdynamiken zunehmend prägen.
  • Und dazu gehört auch die Kompetenz, soziale Situationen, Medien der Kommunikation und gemeinschaftliche Erfahrungen zu gestalten, die der Vereinzelung entgegenwirkt.

Bildung – insbesondere auch universitäre Bildung – hat die Aufgabe, diese Kompetenzen zu vermitteln und junge Menschen dabei zu unterstützen, entsprechende Haltungen zu entwickeln. Es geht darum, umfassende Perspektiven zu bieten, um den Blick auf die Menschen und die Gesellschaft in der sie leben, arbeiten und soziale Wirkung entfalten, zu schärfen. Kreativität, soziale Kompetenz, Inklusion, Diversität etc. sind zentrale Inhalte künstlerischer Bildung und von eminenter positiver Bedeutung für die Gesellschaft. Die Fähigkeit, Ungewissheit und Mehrdeutigkeit nicht als Gefahr, sondern als Bedingung und Methode für die Gestaltung sozialer Umfelder zu sehen, sind zentrale Elemente, mit denen Künstlerinnen und Künstler arbeiten, ebenso wie die Fähigkeit zur Entwicklung innovativer Formen menschlicher Kommunikation. Kunst fördert in singulärer Weise den Zusammenhalt einer Gesellschaft, gerade auch in herausfordernden Zeiten von Pandemien oder technologischen Revolutionen.

Kunst verbindet, bildet, therapiert, ermutigt und unterhält. Sie ist essentieller Impulsgeber für Weiterentwicklung, sie gibt einer Nation ein Gesicht im globalen Wettbewerb. Kunst ist für Österreich nicht nur systemrelevant, sondern gesellschaftlich und wirtschaftlich lebensnotwendig. Das Potential dieser Kompetenzen gilt es verstärkt für alle gesellschaftlichen Arbeitsfelder nutzbar zu machen, weil sich alle Menschen mit den neuen Herausforderungen in Gesellschaft und Wirtschaft konfrontiert sehen.

Die Kunstuniversitäten sind Österreichs weltweit anerkannte Aushängeschilder für akademische Exzellenz, die künstlerische Kompetenz auf höchstem Niveau vermitteln. Um diesen Status halten zu können und gleichzeitig neue und zeitgemäße Beiträge zur Sicherung und Entwicklung unserer demokratischen Gesellschaft zu leisten bedarf es einer offensiven finanziellen Stärkung der Innovationskraft der Kunstuniversitäten. Diese muss deutlich über die bloße wirtschaftliche Absicherung ihres bestehenden Betriebes hinausgehen.

Die Kunstuniversitäten erwarten von der Bundesregierung eine ausgewogene Gesamtsicht auf ein zukunftsorientiertes Universitätssystem in Österreich: Investitionen zur Bewältigung der Herausforderungen des digitalen Zeitalters erfordern auch die Stärkung der Kunstuniversitäten. Eine singuläre Fokussierung auf Technologie wäre fatal für die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Die Rektor_innen der österreichischen öffentlichen Kunstuniversitäten:

Gerald Bast (Universität für angewandte Kunst Wien) / Elisabeth Gutjahr (Universität Mozarteum Salzburg) / Johan F. Hartle (Akademie der bildenden Künste Wien) / Brigitte Hütter (Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz) / Georg Schulz (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz) / Ulrike Sych (mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

„Digital Heroes“ bei der isa20 – Internationale Sommerakademie der mdw

28.05.2020

Wien, 28. Mai 2020

Vom 18. bis 24. August 2020 werden die Meisterkurse und Konzerte der isa – Internationale Sommerakademie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in digitalen Formaten angeboten. Inhaltlicher Schwerpunkt: Ludwig van Beethoven.


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Die isa20 präsentiert sich vom 18. bis 24. August in neuem Gewand: Sie verbreitet sich über die Bildschirme und bietet eine digitale Experimentierwerkstatt.

Mehr als 300 beteiligte Studierende und Lehrende aus über 40 Nationen in Meisterkursen und zahlreichen Konzerten – das ist die isa, wie sie seit 29 Jahren in der Semmering-Rax-Region stattfindet. Zu viele Unsicherheiten betreffend die internationale Reisefreiheit und die Durchführung von Veranstaltungen in Österreich machen eine isa in der ursprünglichen Form in diesem Sommer leider nicht möglich. In der Covid-19-Krise müssen der künstlerische Leiter Johannes Meissl und sein Team die isa ganz neu entwickeln.

Johannes Meissl: „Wir haben in den letzten Wochen die Vorarbeiten für ein Format geleistet, das weit über einen digitalen Notfallplan hinaus auch einen Impuls für eine nachhaltige zusätzliche Schiene für die isa und damit auch für die Zukunft des internationalen künstlerischen Betriebs geben soll.“

isaDigital: Workshops, Vorträge, Unterricht und vieles mehr

Die neuen digitalen Formate der isa sind vom 18. bis 24. August verfügbar. Dabei umfasst die breite Palette Workshops, Vorträge, Konzerte und Dokumentationen bis hin zu einem Wettbewerb für den kreativsten musikalischen Online-Auftritt, einem Kompositionspreis für ein Soundlogo sowie informellen Vernetzungstreffen. Die Teilnahme ist für nationale und internationale Studierende sowie alle Interessierten nach Online-Anmeldung möglich. „Heroes?“, das Jahresthema der isa20, wird dabei aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, hierbei besonders Ludwig van Beethovens Werk in die großen musikgeschichtlichen Linien und Interpretationstraditionen eingeordnet. Wesentliche Impulse kommen dabei von führenden ExpertInnen im Bereich der Aufführungspraxis. Die internationale Wissenschaftskonferenz isaScience wird auf August 2021 verschoben, ist aber 2020 mit einem Beitrag zum Jahresthema vertreten.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte der isaDigital sind instrumentenspezifische und musikphilosophische Themen, außerdem Webkurse zu Karriereplanung und Körpertraining (Yoga, Alexandertechnik).

isaFestival: Konzertstreamings und Schätze aus dem Archiv

Für das Festivalpublikum, darunter viele treue Stammgäste, wird es jeden Abend vom 18. bis 24. August Veranstaltungen im Internet geben. Live gestreamte Konzerte sowie bisher unbekannte Schätze aus dem Archiv, Dokumentationen und Filmpräsentationen sind im Angebot und lassen Fans der Kammermusik auf ihre Kosten kommen. Dabei wird auch das besondere Ambiente der Semmering-Rax-Region und der isa-Veranstaltungsstätten zwischen Wien und Baden über filmische Einspielungen transportiert.

Über die isa

Aus einem Meisterkurs für StreicherInnen mit 13 Studierenden im Gründungsjahr 1991 ist in Jahrzehnten konsequenter Entwicklung ein weltweit einzigartiges Projekt geworden. Neben den seit Langem bestehenden Kursen für Soloinstrumente, Kammermusik, Klavier, Gesang, Komposition und zeitgenössische Musik finden seit einigen Jahren auch Angebote für Musikvermittlung (isaOutreach) sowie die Wissenschaftskonferenz isaScience statt.

Anmeldung und Informationen: www.isa-music.org

 

Rückfragen & Kontakt::
Mag. Monika Mistlbachner, BA
isa – Internationale Sommerakademie der
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
1030 Wien
Tel. +43 664 887 90 819
Email: mistlbachner@mdw.ac.at

 

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Dr.in Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Kunst – Karriere – Klimakrise

23.06.2020

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien veröffentlicht als erste Kunstuniversität Treibhausgasbilanz

Wien, 23. Juni 2020

Optimale Auftritts- und Übesituationen für junge Künstler_innen, ideale Lagerbedingungen für wertvolle Instrumente oder perfekt ausgeleuchtete Bühnen und Filmstudios – bestmögliche Rahmenbedingungen für alle an einer Kunstuniversität zu schaffen und gleichzeitig einen fairen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen, ist eine tägliche Herausforderung.

Nachhaltigkeit

Die mdw bekennt sich zum Prinzip der Nachhaltigkeit und verpflichtet sich zu einem respektvollen Umgang mit ökologischen, ökonomischen, sozialen und künstlerischen Ressourcen: Seit 2017 ist die Universität Mitglied der „Allianz nachhaltige Universitäten in Österreich“ und beteiligt sich im Rahmen von „UniNEtZ – Universitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele“ an der Erarbeitung von Optionenpapieren zu vier der 17 so genannten Sustainable Development Goals (SDGs). Universitäten als Zentren für Innovation und als Ausbildungsstätten künftiger Entscheidungsträger_innen kommt bei der Umsetzung dieser UN Sustainable Development Goals eine wichtige Rolle zu.

Nach der Zertifizierung der Universität als Green Meeting-Veranstalterin (2017) und der Einführung des hausinternen Gütesiegels „FAIRanstalten – weniger ist mehr“ (2018) wurde mit der Absolvierung des Ökoprofit-Programms der Stadt Wien der Beginn für eine regelmäßige Überprüfung des ökologischen Fußabdrucks der mdw gemacht. Die nun fertig gestellte erste Treibhausgasbilanz für das Jahr 2018 der mdw soll alle drei Jahre wiederholt werden und durch die detaillierte Analyse zu einer leichteren Entscheidungsfindung für Vermeidungs- und Einsparungsmaßnahmen von Treibhausgas-Emissionen beitragen.

Kunst - Karriere - Klimakrise – Podiumsdiskussion

Zu diesen und anderen Fragen diskutieren am 01.07.2020 im Rahmen der Podiumsdiskussion „‚Zukunftsmusik’ – internationale künstlerische Karrieren trotz Klimakrise!?“:

  • Alexandra Althoff, stv. künstlerische Leiterin am Wiener Burgtheater, Dramaturgin,
  • Brigitte Kratzwald, bis 2019 Ko-Kuratorin des Diskursteils des Elevate Festivals, Sozialwissenschafterin und Aktivistin,
  • Marie Luise Lehner, Autorin, Filmschaffende, Studierende an der Filmakademie Wien, mdw,
  • Johannes Meissl, Professor für Kammermusik, Vizerektor für Internationales und Kunst, mdw,
  • Matthias Naske, Intendant Wiener Konzerthaus

Moderation: Fred Luks, Nachhaltigkeitsforscher und Autor

Livestream aus dem Joseph Haydn-Saal der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Verfolgen Sie die Podiumsdiskussion am 1. Juli live via mdwMediathek sowie auf Facebook
Fragen, Kommentare, Statements (gerne schon im Vorhinein) an: zukunftsmusik@mdw.ac.at und auf FacebookInstagram und Twitter


Für Medienvertreter_innen ist die Teilnahme nach vorheriger Anmeldung vor Ort möglich.
Mittwoch, 1. Juli 2020 | ab 17.00 Uhr
Es wird angestrebt, die Veranstaltung nach den Kriterien des österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings/Events auszurichten.
Nähere Informationen: www.mdw.ac.at/zukunftsmusik

Kontakt für Rückfragen und Anmeldung:
Mag.a Birgit Huebener
Stabstelle Gleichstellung, Gender Studies und Diversität, mdw
Tel.: +43 (0)1 711 55-6071
E-Mail: huebener@mdw.ac.at

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Dr.in Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Besorgter Blick nach Budapest: „Freiheit der Kunst, Lehre und Wissenschaft in Gefahr“

04.09.2020

mdw-Rektorin Ulrike Sych fordert Eintreten für politische Autonomie europäischer Universitäten

Wien, 4. September 2020

In großer Sorge blickt das Rektorat der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien auf die jüngsten Ereignisse in Ungarn, wo die Regierung Viktor Orbáns der renommierten Budapester Universität für Theater- und Filmkunst (SZFE) die Autonomie entzogen hat. Unmittelbar bevor am 1. September sämtliche Leitungsbefugnisse der Universität auf ein neues, von der rechtsnationalen Fidesz-Partei besetztes Kuratorium übergegangen sind, ist die gesamte bisherige Führung der SZFE geschlossen zurückgetreten.

„Die Einschnitte von Orbáns Politik in die Autonomie der Universitäten stehen in einem klaren Widerspruch zu den europäischen Prinzipien“, sagt mdw-Rektorin Ulrike Sych. „Ich drücke dem zurückgetretenen Rektor der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst László Upor sowie seinem Team meine volle Solidarität aus. Die Regierung Viktor Orbáns hat bereits seit Jahren einen alarmierenden Abbau der politischen Unabhängigkeit von Kultur, Bildung, Wissenschaft und Medien betrieben. Die Freiheit der Kunst, der Lehre und der Wissenschaft ist in akuter Gefahr, ich fordere im Namen der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien daher die Kunstschaffenden, Hochschulen und Politiker_innen Europas auf, sich dieser dramatischen Entwicklung entgegenzustellen.“

Rektorin Ulrike Sych verweist auf die am 13. Dezember 2018 von Vertreter_innen europäischer Rektorenkonferenzen (darunter Österreich, Deutschland, Italien, Polen und Tschechien) verabschiedete „Wiener Erklärung“, in der die „akademische Freiheit und wissenschaftliche Integrität in Lehre und Forschung“ sowie die institutionelle Autonomie als „wesentliche Elemente für das Funktionieren und die Entwicklung hochschulischer Einrichtungen“ festgehalten wurden. Von dringender Aktualität, so Sych, sei weiterhin der in der Wiener Erklärung formulierte Appell an die Regierungen, „jegliche Form von Aushöhlung der unabhängigen Forschung, Entwicklung und Erschließung der Künste und institutioneller Autonomie zu verhindern.“

Die mdw bekennt sich zu demokratischen Werten, Gleichbehandlung und Diversität. Die Freiheit der Kunst, der Wissenschaft und der Lehre ist ein unverhandelbarer leitender Grundsatz der Universität.

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

Kontakt:
Isabella Pohl
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7434
E-Mail: pohl@mdw.ac.at

Startschuss zur Online-Kampagne von Österreichs Universitäten

25.05.2020

uniko-Präsidentin Seidler: „Ideen, die unser Leben verbessern, werden verständlich präsentiert“

Aussendung uniko, Wien 25. Mai 2020

UNInteressant

UNInteressant? – Ideen, die unser Leben verbessern“: Unter diesem Motto startet am heutigen Montag, 25. Mai, die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) erstmalig eine Online-Kampagne, an der sich alle 22 öffentlichen Universitäten gemeinsam mit dem Wissenschaftsfonds FWF beteiligen. Ziel der Kampagne sei es, so uniko-Präsidentin Sabine Seidler, „eine leicht verständliche Information über den direkten Nutzen von Universitäten und universitär erzeugtem Wissen für die individuelle Lebenssituation zu präsentieren“, und damit auch eine erhöhte Sichtbarkeit der Bedeutung von Forschung, Wissenschaft und Universitäten zu erreichen.

Die ausgesuchten Themen Gesundheit, Kultur & Sport, Technologie, Umwelt, Wirtschaft & Arbeit, Zusammenleben werden jeweils mit Personen verknüpft – und einer direkten Aufforderung auf der Startseite der Homepage: „Schau dir an, was an österreichischen Universitäten geforscht wird, und was das mit deinem Alltag zu tun hat.“ Seidler: „Die vorrangigen Zielgruppen der Kampagne sind Wissbegierige, die sich online informieren, also nicht unbedingt die traditionellen Printmedien nutzen und all jene, die im Alltag nicht mit Universitäten zu tun haben.“

Der Ausbruch der globalen Krise, bedingt durch COVID-19, machte es zwingend notwendig, dass die genannten sechs Themenbereiche auf der Website www.uninteressant.at/ durch einen weiteren, nämlich „Corona Forschung“, ergänzt werden. Dieser enthält nicht nur medizinische Aspekte; so wie auch in allen anderen Wissensgebieten melden sich die wissenschaftlichen, technischen, medizinischen und Kunstuniversitäten mit Beiträgen zu Wort. Die 22 Universitäten und der FWF bewerben die Kampagne mit heutigem Tag auf ihrer jeweiligen Homepage und über Social Media. Das Projektmanagement übernimmt die Universitätenkonferenz gemeinsam mit der Agentur Monopol, die auch das erfolgreiche uniko-Projekt Schrödingers Katze www.schroedingerskatze.at/ betreut.

„Österreichische Universitäten liefern jene Erkenntnisse, die entscheidend dafür sind, wie wir in den nächsten Jahrzehnten leben werden“, hält die uniko-Präsidentin fest. „Es geht um die Fragen: Wie gehen wir mit lebenswichtigen Ressourcen um? Wie gestalten wir unser Zusammenleben? Wie können wir uns vor Krankheiten schützen? Dieses Wissen ist der Schlüssel für unsere Zukunft“, fügt Seidler hinzu. Klement Tockner, Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, der als Kooperationspartner die Kampagne unterstützt, ergänzt: „Gerade in der Krise zeigt sich, worauf es ankommt – Wissenschaft und Forschung zählen dazu. Forschende liefern Wissen und Werkzeuge, die unser Leben in vielen Bereichen verbessern und für die Zukunft vorsorgen. Die thematische Vielfalt und hohe Qualität der universitären Forschung ist nicht nur beeindruckend, sondern auch entscheidend für die Innovationskraft und wirtschaftliche Entwicklung Österreichs.“

 

Rückfragehinweis::
Manfred Kadi
Pressereferent
Österreichische Universitätenkonferenz
Floragasse 7/7
1040 Wien
Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24
Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22
Email: manfred.kadi@uniko.ac.at
Homepage: www.uniko.ac.at

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Dr.in Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

together now! – The Austrian Soundcloud

27.04.2020

The Austrian Soundcloud

Wien, 1. Mai 2020

Gemeinsam Musik erleben und mitmachen – auch in Zeiten der physischen Distanz durch die Coronakrise : Mit „together now! The Austrian Soundcloud“ gibt die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien gemeinsam mit dem ORF den Menschen in ganz Österreich mit einem virtuellen Konzert die Gelegenheit, ihre Verbundenheit von ihren Fenstern, Balkonen und Wohnzimmern aus musikalisch sicht- und hörbar zu machen. Ganz Österreich ist aufgerufen, am 1. Mai 2020 um 18.00 Uhr Teil einer gigantischen „Klangwolke“ zu werden, mit einem gemeinsamen Programm zu musizieren und zu singen, um ein unüberhörbares Zeichen des Zusammenseins zu setzen.

Aus weit über hundert Homerecordings von Studierenden und Lehrenden der mdw ist in Zusammenarbeit zahlreicher Institute und Einrichtungen der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine künstlerisch hochwertige Produktion entstanden, die bei ihrer Ausstrahlung am 1. Mai in ORF III um 18 Uhr zum Mitspielen und Mitsingen einlädt.

 

Programm:

  • Ouvertüre aus Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart
  • Day Tripper von den Beatles (Arr. Sebastian Schneider/Steve Sidwell)
  • Live is life von Opus (Idee & Projektleitung: Judit Varga für die Klasse

Medienkomposition: Herbert Pichler, Philipp Sageder, Patrik Thurner & Benjamin Wuthe für das ipop
Orchesterarrangement: Judit Varga nach Christian Kolonovits

 

Ein Projekt der mdw in Zusammenarbeit von:

  • Rektorat/Vizerektorat für Internationales und Kunst
  • Webern Symphonie Orchester der mdw
  • Institut für Film und Fernsehen – Filmakademie Wien
  • Institut für Komposition, Elektroakustik und TonmeisterInnen-Ausbildung
  • AV-Zentrum
  • Joseph Haydn Institut für Kammermusik, Alte Musik und Neue Musik
  • Institut für Popularmusik – ipop
  • Institut für Schauspiel und Schauspielregie – Max Reinhardt Seminar

Mit Unterstützung des ORF (ORF III)

 

Weitere Details:
mediathek.mdw.ac.at/togethernow
mdw.ac.at/theaustriansoundcloud/

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Dr.in Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Offener Brief der Universitäten der Künste an die österreichische Bundesregierung

24.04.2020

Die sechs öffentlichen Kunstuniversitäten wenden sich an die Bundesregierung und bieten ihre Expertise an

Wien, 23. April 2020

Sehr geehrte Damen und Herren der Österreichischen Bundesregierung!

Die österreichischen Kunstuniversitäten haben einen gesellschafts-, kultur- und bildungspolitischen Auftrag. Als verantwortliche RektorInnen sind wir aufgrund der derzeitigen COVID-bedingten Entwicklungen des Kunst- und Kultursektors in großer Sorge, dass diese den gesamten Bereich nachhaltig zu beschädigen und Kulturschaffende in existenzielle Not zu stürzen drohen. Wir rufen die gesamte Bundesregierung dringend auf, den Kunst- und Kultursektor mit der gleichen Sorgfalt zu behandeln wie die übrigen gesellschaftlichen Teilbereiche.

Der Kunst- und Kultursektor

  • ist nicht nur der zentrale Pfeiler unseres Selbstverständnisses als Kulturstaat,
  • er ist ein großer Wirtschaftsfaktor (mit ca. 6 Mrd. € jährlicher Wertschöpfung) von dessen Qualität und Vielfalt große Teile der Realwirtschaft existenziell abhängen,
  • er ist mit Sicherheit ebenso relevant für die “Standortqualität” Österreichs, wie die Bildungs- und die Verkehrsinfrastruktur, 
  •  er bietet mehr als 100.000 Personen Beschäftigung, die von den Auswirkungen der Covid-Krise überaus hart betroffen sind und 
  • er ist nicht zuletzt jener Sektor, der unverzichtbar ist für das Funktionieren einer lebendigen Gesellschaft, die aus Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Ansprüchen, Träumen, Hoffnungen, Ängsten und Wahrnehmungen besteht, einer Gesellschaft, die mit Widersprüchen und Gemeinsamkeiten jenseits technokratischer Mechanismen konstruktiv und sozial verträglich umgehen muss.

Wir wollen daher Vorschläge für das Jetzt mit Blick auf das Morgen machen, damit Österreichs Kunst- und Kultursektor auch weiterhin eine wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle im und für den Kulturstaat Österreich haben kann.

In diesem Sinne adressieren wir aus unserer Kompetenz heraus folgende essentielle Forderungen an die gesamte Bundesregierung. Sie wissen aus Ihrer täglichen Arbeitserfahrung wohl am besten, dass angesichts der Komplexität der aktuellen Herausforderungen die Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder der Bundesregierung stärker miteinander verflochten sind, als der bloße Text des Bundesministeriengesetzes vermuten ließe.

Deshalb richten wir diesen Appell an die gesamte Bundesregierung, denn ein wirkungsvolles und zeitgerechtes Handeln erfordert jedenfalls ein konstruktives Zusammenwirken vieler Beteiligter.


Wir wollen dieses Zusammenwirken im Rahmen unserer Möglichkeiten auch gern aktiv unterstützen, indem wir unsere Expertise bei der konkreten Umsetzung der nachstehenden Dringlichkeitsmaßnahmen zur Verfügung stellen:

  1. Sofortige Sicherstellung und Auszahlung der materiellen Existenzgrundlage für freiberuflich oder als EPU tätige Kulturschaffende und für gemeinnützige Kulturvereine jedenfalls bis zum Jahresende 2020,
  2. Ausfallshaftung des Bundes für finanzielle Einbußen all jener Kulturstätten, die aufgrund der Verordnungen im Zusammenhang mit COVID-19 geschlossen oder ihre Ticketkontingente reduzieren müssen,
  3. Finanzierung von Sonderprojekten in öffentlichen Kulturinstitutionen für KünstlerInnen unter 35,
  4. Steuerbefreiung von Kunstankäufen und Künstlerlnnenhonoraren bis Jahresende 2021 (bis zu einem noch zu definierenden Höchstbetrag)

Die österreichischen Kunstuniversitäten halten diese sicher noch nicht abschließend dargestellten Maßnahmen für unverzichtbar, um irreparable Schäden für den Kunst- und Kultursektor abzuwenden. Speziell die noch nicht etablierten KünstlerInnen brauchen besondere Unterstützung. Wir laufen sonst Gefahr eine ganze Generation zu verlieren, die aufgrund ihrer Karrierephase noch weniger auf finanzielle Reserven zurückgreifen können, als etablierte KollegInnen.

Wir bauen in unseren Häusern auf breite Kompetenz in Lehre und Forschung sowie viele Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Sicherung von Kunst und Kultur in Österreich. Mit dieser Expertise stehen wir jederzeit sehr gerne den Mitgliedern der Bundesregierung und ihren Stäben beratend in geeigneter Form zur Verfügung, mit Blick auf große Zusammenhänge, Detailplanungen, Folgenabschätzung geplanter Maßnahmen und anderes mehr.

Die Rektor_innen der österreichischen öffentlichen Kunstuniversitäten:

Gerald Bast (Universität für angewandte Kunst Wien) / Elisabeth Gutjahr (Universität Mozarteum Salzburg) / Johan F. Hartle (Akademie der bildenden Künste Wien) / Brigitte Hütter (Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz) / Georg Schulz (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz) / Ulrike Sych (mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Dr.in Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Lieblingslied gegen Isolation – Musiktherapie als Unterstützung in der Krise

17.04.2020

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Österreichische Berufsverband der MusiktherapeutInnen (ÖBM) starten ab 20.04.2020 die Initiative „lieblingslied.at“. Sie soll Menschen in Zeiten der Coronakrise und sozialer Isolation mit Musik und Gespräch unterstützen.

„Das Leben ist kein Wunschkonzert – aber manchmal spielt es dein Lieblingslied.“ So lautet das Motto der Initiative „lieblingslied.at“, das von MusiktherapeutInnen in Österreich ins Leben gerufen wurde. Die Initiative will einen gesellschaftlichen Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise (Covid-19) leisten und Menschen in der Isolation unterstützen. Mit den seit Mitte März in Österreich bestehenden Verordnungen, die ein „Physical Distancing“ der Gesellschaft vorsehen, hat sich das öffentliche und private Leben schnell und radikal verändert. Viele Menschen wurden mit einer abrupten Lebensumstellung konfrontiert, die vor dem Hintergrund der sozialen Isolation mit Ängsten und Einsamkeit einhergehen kann. Die Musiktherapie und ihre spezielle Methodik kann diesen Personen eine wichtige und wertvolle Unterstützung bieten. 

Kostenloses Online-Angebot

Das musiktherapeutische Projekt ist ein kostenloses Online-Angebot, das aus Musik und einem Gespräch besteht. Dafür geben TeilnehmerInnen auf der Webseite „lieblingslied.at“ ihren ganz speziellen Musikwunsch bekannt (für Personen ohne Internet auch via Telefonnummer 0043 0664 841 43 43 möglich). Bei einem gemeinsam vereinbarten Termin spielt ein/e MusiktherapeutIn der betreffenden Person das Musikstück am Telefon oder über Videotelefonie vor. Bei komplexen Kompositionen wird das Stück gemeinsam angehört. Auf Wunsch des/der TeilnehmerIn, gibt es im Anschluss die Möglichkeit für ein halbstündiges Gespräch darüber, warum dieses Lied ausgewählt wurde und welche persönliche Bedeutung es für die Person hat.

„Unser Angebot richtet sich an jene Menschen, die von den Ausgangsbeschränkungen am stärksten betroffen sind – etwa ältere Personen, alleinlebende Menschen, Personen mit Corona-assoziierten Risikofaktoren oder psychischen Erkrankungen. Es geht darum, ihnen mit ‚ihrem’ Lied Wertschätzung, Freude und ein positives Erlebnis zu vermitteln und den Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und Verständnis für ihre Ängste und Sorgen zu schenken,“ so Thomas Stegemann, Mit-Initiator von lieblingslied.at und Professor für Musiktherapie an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mit dem Projekt „lieblingslied.at“ möchte auch die Musiktherapie-Profession ein Zeichen setzen in dieser krisenhaften Zeit: „Wir als Musiktherapeuten_innen können auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen reagieren, notwendige Angebote schaffen und somit die Gesellschaft – ein Stück weit – mitgestalten“, so Stegemann weiter.

Musiktherapie

Musiktherapie ist eine eigenständige, wissenschaftlich-künstlerisch-kreative Therapieform und dient zur Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung seelischer, geistiger und körperlicher Gesundheit. Sie wird für alle Altersgruppen angeboten. Musikalische Vorkenntnisse sind für die Musiktherapie nicht erforderlich.

Im Rahmen der therapeutischen Behandlung fließt Musik aktiv ein. Die KlientInnen bringen durch Klänge, Melodien, Rhythmen von verschiedenen Instrumenten oder der Stimme das eigene Spüren, Erleben und Empfinden zum Ausdruck.

Seit über 50 Jahren werden am Institut für Musiktherapie der mdw MusiktherapeutInnen ausgebildet, die Ausbildung ist damit die älteste akademische Musiktherapieausbildung Europas. Darüberhinaus ist das Institut auch im Forschungsbereich tätig, seit 2013 besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen des PhD-Programms der mdw ein Doktoratsstudium in Musiktherapie zu absolvieren.

www.lieblingslied.at

Telefonnummer: 0043 0664 841 43 43

Start: 20.04.2020

 

Über die mdw

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien.

Über den ÖBM

Der österreichische Berufsverband der MusiktherapeutInnen vertritt seit 1984 die Interessen der in Österreich berufsberechtigten MusiktherapeutInnen. Ende 2019 waren über 400 ausgebildete MusiktherapeutInnen in Österreich sowohl im niedergelassenen Bereich als auch in Institutionen wie Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, etc. tätig. Derzeit werden die Kosten für Musiktherapie im niedergelassenen Bereich von den Sozialversicherungsträgern nicht übernommen (keine Kassenverträge, kein Kostenersatz).

 

Kontakt mdw:

Dr.in Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Kontakt zum Projektteam der Initiative lieblingslied.at:

E-Mail: lieblingslied@oebm.org
www.lieblingslied.at

Dirigentin Marin Alsop tritt Residency an der mdw an

05.03.2020

RSO-Chefdirigentin als erste Frau im Bereich Orchesterdirigieren

Wien, 5. März 2020

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst konnte ab dem Sommersemester 2020 RSO-Chefdirigentin Marin Alsop als Artist in Residence gewinnen und damit weitere Schritte in ihrem Bemühen um Chancengleichheit setzen. Maestra Alsop wird im Rahmen dieser Kooperation in regelmäßigen Masterclasses mit Studierenden der mdw arbeiten und ihr Wissen weitergeben. Marin Alsop ist die erste Frau, die in der mehr als 200-jährigen Geschichte der mdw im Bereich Orchesterdirigieren unterrichtet.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den ausgezeichneten Studierenden und Lehrenden der mdw, einer Institution, die unter der Leitung von Rektorin Ulrike Sych im 21. Jahrhundert Zeichen setzt. Das Engagement der mdw für Vielfalt mit der Unterstützung von Vizerektorin Gerda Müller ist beispielgebend für Institutionen weltweit. Junge Dirigentinnen und Dirigenten mit den inneren Mechanismen eines Orchesters wie dem RSO vertraut zu machen, ist eine Chance, die anderswo unübertroffen ist und sie exponentiell in ihrer beruflichen Karriere voranbringt“, so Marin Alsop.

Rektorin Ulrike Sych freut sich außerordentlich über diese Kooperation: „Mit Marin Alsop als einer der herausragenden Dirigentinnen unserer Zeit schaffen wir Sichtbarkeit für ein nach wie vor von vorwiegend männlichen Dirigenten besetztes Berufsfeld. Als international erfolgreiche Dirigentin hat sie Vorbildwirkung für die junge Generation, vor allem für Nachwuchskünstlerinnen.“

Intensive Zusammenarbeit mit dem RSO Wien und Marin Alsop

Die mdw intensiviert damit ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Radio Symphonieorchester Wien und dessen neuer Chefdirigentin. Marin Alsop ist die erste weibliche Chefdirigentin eines großen Symphonieorchesters in Österreich und wählte für ihre Eröffnungskonzerte im Oktober mehrere zeitgenössische Werke von Frauen. Rund um Alsops Antritt in Wien organisierte die mdw in Kooperation mit dem RSO Wien, Wien Modern und dem Wiener Konzerthaus die Veranstaltungsreihe „fifty fifty in 2030. Gender equality in music, ten years from now“ mit Lectures für Komponistinnen, Masterclasses für Dirigentinnen und eine Podiumsdiskussion über die fehlende Gleichstellung in der klassischen Musik.

„Die Zusammenarbeit zwischen dem RSO Wien und der mdw hat sich schon seit vielen Jahren bewährt und nun intensiviert. Wir freuen uns sehr, dass unsere Chefdirigentin Marin Alsop an der mdw unterrichtet. Sie ist eine fantastische Dirigentin und eine hervorragende Lehrerin, die den jungen Dirigentinnen und Dirigenten mit einem nachahmenswerten Beispiel voran geht“, so RSO Wien-Intendant Christoph Becher.

Frauen in Musikberufen

Marin Alsop steht seit 2007/08 dem Baltimore Symphony Orchestra vor und leitete damit als erste Frau ein großes amerikanisches Orchester. 2013 dirigierte sie ebenfalls als erste Frau die Last Night of the Proms in London. Alsop engagiert sich intensiv für die Förderung der Karrieren junger Dirigentinnen und plädiert für konkrete Unterstützungsangebote in der Ausbildung. Sie gründete 2002 die Taki Concordia Conducting Fellowship (www.takiconcordia.org), um Dirigentinnen zu ermutigen, zu fördern und zu unterstützen. Von den 23 Preisträgerinnen sind derzeit 16 Musikdirektorinnen weltweit.

Ulrike Sych setzt als Rektorin der mdw gezielt auf mehr Gender- und Diversitätsförderung für Bereiche in der klassischen Musik, in denen Frauen nach wie vor eklatant unterrepräsentiert sind wie Dirigieren und Komponieren. An der mdw lag der Frauenanteil in der Studienrichtung Dirigieren 2019 bei 23,2 Prozent.

Veranstaltungstipp

„...im Dialog mit Marin Alsop“ – Gespräch mit Marin Alsop zu ihrer Arbeit in der Community

12. Mai 2020
18.00 Uhr
Fanny Hensel-Saal
mdw– Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Dr.in Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

„Big Seller“ - Das Beethoven-Jahr 2020 an der mdw

20.01.2020

Mit einer Reihe von unterschiedlichen Projekten feiert die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag.

Wien, 20. Jänner 2020

Ludwig van Beethoven, „Big seller“ des Klassikbetriebs und der Komponist mit den wohl unterschiedlichsten Gesichtern: Einerseits vom Adel gefördertes Modell-Genie und Rebell gegen Konventionen, genauso aber erste Adresse, wenn Staatstragendes und Affirmatives gebraucht wurde und wird. Darüber hinaus klassischer Vollender und Visionär, Improvisator und penibler Ausarbeiter, Bestseller und Herrscher über alle musikalischen Kanons. Doch wer ist diese übergroße Figur und der gleichzeitig doch so allzu-menschliche Mensch? Mit diesen Fragen setzen sich Angehörige/Studierende/Lehrende der mdw das ganze Beethoven-Jahr über in unterschiedlichen Formen auseinander.

Rektorin Ulrike Sych: „Das vielseitige Programm des Beethoven-Jahres an der mdw widerspiegelt die thematische Diversität der Universität. Das historische Erbe des Künstlers wird aus einer Gegenwartsperspektive heraus beleuchtet.“

Das Phänomen

Die KünstlerInnen und Wissenschaftlerinnen nähern sich dabei in Kooperation mit zahlreichen internationalen Gästen und Wiener Kulturinstitutionen dem „Phänomen“ Ludwig van Beethoven aus verschiedensten Perspektiven an. So feiern etwa die MusikpädagogInnen den Komponisten in Form der „Beethoven Gassenhauer“. Im Schlosstheater Schönbrunn, einem der schönsten Barocktheater Österreichs, wird unter dem Namen Akademie ein Konzert stattfinden, „wie Beethoven es gegeben haben könnte“. „Looking 4 Ludwig“ wiederum ist ein Stationen-Konzert im Rahmen des Beethoven-Festes des Theaters an der Wien „Beethoven 250“. Das internationale Symposium „Beethoven-Geflechte“ beleuchtet Beethoven vor dem Hintergrund adeliger und anderer Netzwerke. Und nicht zuletzt findet der 16. Internationale Beethoven Klavierwettbewerb statt, dessen Finale im Großen Saal des Wiener Musikvereins einen weiteren Höhepunkt im Beethoven-Jahr der mdw darstellt. Der Internationale Beethoven-Klavierwettbewerb ist der älteste und wichtigste internationale Klavierwettbewerb Österreichs.

 

Ausgewählte Highlights:

 

  • 22.4.2020, 18.30: Beethoven Gassenhauer Studierende & Lehrende der Musikpädagogik feiern Beethoven Neuer Konzertsaal Rennweg 8, 1030 Wien
  • 14.5.2020: Finale des Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Musikverein, Großer Saal, Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien
  • 25.5.2020, 19.00: „Akademie“ – ein Konzert wie Beethoven es gegeben haben könnte Schlosstheater Schönbrunn, Schönbrunner Schlossstraße 47, 1130 Wien
  • 6.7.2020 (18.30) & 7.6.2020 (11.00): „Beethoven et cetera“ Konzerte „Best-of-Session“ und Mettis Quartet (ECMA Alumni) als Abschluss der Session der European Chamber Music Academy (ECMA) Grafenegg, Grafenegg 10, 3485 Grafenegg
  • 15.12.2020, 18.00: UNSTERBLICH–GELIEBT – Beethoven und die Weltliteratur Joseph Haydn-Saal, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

 

Weitere Details:
mdw.ac.at/beethoven2020

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at