Die mdw ist insbesondere durch eine langjährige Tradition und Expertise in der Ausbildung hochtalentierter Studierender aus dem Bereich der klassischen Musik in künstlerischen Konzertfachstudien weltbekannt. Ab dem Wintersemester 2026/2027 erweitert die Universität ihr umfangreiches Studienangebot nun erstmals um ein zweijähriges künstlerisches Masterstudium der Popularmusik.
Rein elektronische Instrumente sind aus der populären Musik nicht mehr wegzudenken. Ich finde es daher enorm wichtig, dass man diese an der mdw nun als zentrales künstlerisches Fach auf Master-Niveau studieren kann. Damit sind wir im europäischen Vergleich ganz weit vorn!
Ralf von Appen, Professor für Theorie und Geschichte der Popularmusik sowie Leiter des Instituts für Popularmusik
Durch rasant voranschreitende technische Entwicklungen und einer immer stärker vernetzten Welt befindet sich gerade die Popularmusik im stetigen Wandel. Innerhalb eines ohnehin schon enorm vielfältigen Genres sind Musiker_innen hier mit konstanten Veränderungen und Neuerungen konfrontiert, wie Popmusik geschaffen, aufgeführt, konsumiert und verwertet wird.

Im neu eingerichteten Studium Performance Popularmusik bietet das Institut für Popularmusik (ipop) nun künftig zehn Studierenden pro Studienjahr eine zeitgemäße künstlerische Ausbildung, um in diesem herausfordernden Berufsfeld kompetent, innovativ und professionell agieren zu können. Dabei stehen das Finden und Erweitern der eigenen künstlerischen Sprache, das Schaffen von eigener Musik, die Perfektionierung der individuellen instrumentalen/vokalen Fertigkeiten, das Spiel im Ensemble, künstlerische Gruppenarbeit sowie die Realisation von Performance-Konzepten im Vordergrund.
Mit dem neuen Master Performance Popularmusik ermöglichen wir für Studierende eine klare Profilierung: Sie können sich zukünftig nach dem breit angelegten Bachelor gezielt für mehr pädagogische Qualifizierung oder für eine vertiefte künstlerische Praxis entscheiden. Das stärkt die Attraktivität der mdw bei internationalen Studierenden ebenso wie den Standort Wien als Ort zeitgenössischer Musikpraxis jenseits der klassischen Ausbildungstraditionen.
Ulrike Sych, Rektorin mdw
Das ipop vereint seit seiner Gründung vor über 20 Jahren eine enorme stilistische Bandbreite von allen traditionellen und modernen Spielweisen der Popularmusik und ihrer zahlreichen Subgenres und Randbereiche unter einem Dach. Eine Offenheit gegenüber interdisziplinären und interkulturellen Einflüssen und Mut zum Verschieben und Aufbrechen von Genregrenzen sind am Haus tagtäglich gelebte Praxis.
Lehrpersonen unterschiedlichster musikalischer Backgrounds gewährleisten eine an die jeweiligen Bedürfnisse der Studierenden angepasste Betreuung während des Masterstudiums. Im Einzelunterricht wird an den erforderlichen künstlerischen und technischen Fähigkeiten am Instrument/im Gesang sowie an einem performanceorientierten individuellen künstlerischen Ausdruck gearbeitet. Zugleich durchlaufen die zehn Studierenden eines Jahrgangs als Ensemble gemeinsam zahlreiche künstlerische Gruppen-Lehrveranstaltungen. Im Format Ensembles werden Eigen- und Fremdkompositionen unterschiedlicher Stilistiken erarbeitet und zur Aufführung gebracht, in Labs verschiedenste Lehrinhalte wie Improvisation, Gehörbildung, Rhythmustraining oder Körperarbeit auf fortgeschrittenem Niveau praxisnah vermittelt und direkt am eigenen Instrument umgesetzt.

In einem regelmäßig stattfindenden Plenum präsentieren die Studierenden in jedem Semester ihr aktuelles künstlerisches Schaffen, das in der Gruppe gemeinsam reflektiert wird. Die Lehrveranstaltung bildet zudem den kommunikativen Dreh- und Angelpunkt des Studiums, welches generell in seiner Konzeption zum Lehrveranstaltungs-übergreifenden Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden einlädt und einen kreativen Nährboden für das Schaffen neuer innovativer Musik bereiten soll: Ab dem zweiten Semester beginnen die Studierenden mit der Arbeit an einem eigenen künstlerischen Projekt, das den primären Inhalt einer künstlerischen Masterarbeit und der kommissionellen Masterprüfung bildet.
Weiters finden in jedem Semester Studiopraktika statt, in denen die Studierenden alle wichtigen Fähigkeiten erlernen und vertiefen, um die in der Popularmusik mittlerweile omnipräsente elektronische computergestützte Musikproduktion für das eigene Musikschaffen und dessen Repräsentanz in digitalen Medien nutzbar zu machen.
Performance ist eine eigene künstlerische Dimension der Musik. Sie prägt, wie Musik erlebt und gefühlt wird – und wie Musik in Erinnerung bleibt. In einer beschleunigten Gegenwart sind Musiker_innen besonders gefordert, das JETZT nicht aus den Augen zu verlieren. Umso wertvoller ist eine zeitgemäße Ausbildung, die im Kollektiv die Essenz von Musik reflektiert.
Melinda Naomi Franzke, Studierende und Studienkommissionsmitglied
Nicht zuletzt in Anbetracht des immensen Einflusses von elektronischer Musik auf die zeitgenössische Popularmusik und der immer zugänglicheren und vielseitiger einsetzbaren elektronischen Musikinstrumenten wird in diesem Studium neben den bisher studierbaren zentralen künstlerischen Fächern (zkF) am ipop (Bass, Gesang, Gitarre, Posaune, Saxophon, Schlagzeug/Percussion, Tasteninstrumente und Trompete) zusätzlich das neue zkF Electronics etabliert. Es richtet sich an Musiker_innen mit elektronischen Instrumenten, die den Anspruch verfolgen, nicht nur im Studio, sondern auch in Live-Situationen und improvisatorischen Kontexten mit anderen Instrumenten gemeinsam zu performen.
Der Studienbereich Wissenschaft zielt auf die Kontextualisierung, Reflexion und kritische Hinterfragung der künstlerischen Arbeit ab. Ein gebundener Wahlbereich mit einer breiten Auswahl an Fächern aus dem Lehrangebot der mdw eröffnet zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Weitere Pflicht-Lehrveranstaltungen aus den Themenfeldern Musikwirtschaft, Komposition und Songwriting, eine von einer_m Gastkünstler_in geleitete Projektwoche sowie ein freier Wahlbereich runden das Studium ab.
Was mich an diesem Studium am meisten begeistert, ist die Gemeinschaft, die dadurch entsteht: Sänger_innen und Instrumentalist_innen lernen, kreieren und musizieren gemeinsam. In so einem kollaborativen Umfeld entwickeln sich künstlerische Stimmen am schnellsten – und genau dort entsteht echte Musikalität.
Chanda Rule, Professorin für Gesang Popularmusik
Das ipop freut sich darauf, im Rahmen des Studienstarts im Oktober neue hochtalentierte Studierende am Haus willkommen zu heißen! Die Anmeldung zur Zulassungsprüfung ist voraussichtlich ab Anfang März möglich. Weitere Informationen zum neuen Studium, zum zkF Electronics sowie zu den Anforderungen zur Anmeldung zur Zulassungsprüfung finden sich unter ipop.at