Ich heiße Ivan Beaufils.

© Stephan Polzer

Ich studiere seit 2018 Instrumental(Gesangs)pädagogik Gesang, Instrumental(Gesangs)pädagogik Klavier und Lehramt Musikerziehung & Instrumentalmusikerziehung.

Lieblingsort an der mdw und warum: Die Wiese am Campus an einem schönen Sommertag. Es tut einfach so gut, die warmen Sonnenstrahlen und das frische Gras zu spüren – ein kleiner Moment der Leichtigkeit. Außerdem liebe ich es, Menschen in ihrem Alltag zu beobachten. Und der Campus ist ja quasi Hauptknotenpunkt der mdw, also ergeben sich hier auch viele nette, spontane Begegnungen.

Lieblingsort in Wien: Die Donauinsel. – What else? Ein Ort für alle – und ein Zeichen dafür, wie wertvoll gelungene Politik und gute Stadtplanung sind.

© Stephan Polzer

Was ich gerne gleich zu Beginn des Studiums gewusst hätte: 

Dass künstlerische Arbeit, Pädagogik und Vermittlung nicht getrennt voneinander gedacht werden müssen, sondern einander befruchten. Dass durch Musik und Musiktheater vielschichtige Räume der Begegnung und Erfahrung entstehen können – Räume, die weit über eine perfekt einstudierte Darbietung hinausreichen. Denn im lebendigen Dialog und Austausch, in der Offenheit für Risiko und das Unvorhersehbare, in Momenten der Authentizität entstehen für mich heute die intensivsten künstlerischen Erfahrungen. Und dass man sich nicht festlegen muss – weder auf ein Genre noch auf ein Instrument oder eine Kunstform. Es lohnt sich, dem eigenen künstlerischen Weg zu vertrauen, statt sich von äußeren Erwartungen an einen Beruf – etwa „Sänger_in“ – begrenzen zu lassen.

Du arbeitest oft an der Schnittstelle von Pädagogik, Community Music und künstlerischer Darbietung und bist musikalisch sehr vielfältig aufgestellt – wie hat sich das ergeben und warum ist das deiner Ansicht nach wichtig?

Im Laufe meines Studiums wurde mir zunehmend bewusst, dass meine Interessen einfach sehr vielfältig sind und ich mich nicht festlegen möchte. Ich habe das breite Angebot der mdw voll ausgenutzt. 2018 begann ich das Lehramtstudium mit Hauptfach Gesang. Mit der Zeit kamen weitere künstlerisch-pädagogische Studien hinzu – Klavier, Chorleitung und zusätzliche Schwerpunkte in der Popularmusik. Beruflich prägten mich vor allem Erfahrungen als Chorleiter und Musikvermittler, das Anleiten partizipativer Projekte. Für mich liegt eine besondere künstlerische Qualität darin, wenn Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Vorkenntnissen zusammenkommen und gemeinsam etwas entwickeln. Mir wurde schnell klar: Ich möchte mit meiner künstlerisch-pädagogischen Arbeit Begegnungsräume schaffen – egal ob im Konzert, auf der Bühne, beim Workshop oder im Chor. Räume, in denen Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Ressource verstanden werden. Wo Menschen sich austauschen, Meinungen sich reiben und daraus etwas entsteht, das uns alle bewegt. Kurz: Räume gelebter Demokratie. Vielfältigkeit, Offenheit und Flexibilität halte ich bei dieser Arbeit für ganz essenziell.

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