KARIN WAGNER

zentrales künstlerisches Fach Klavier, Klavier (ME), Klavier für andere Instrumente und Gesang, Schwerpunkt, Begleitpraxis, Instrumentalpraktikum, Lehrpraxis, Didaktik



Geboren in Klagenfurt. Studierte Klavier am Bruckner Konservatorium Linz und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, dort Diplom mit Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft.

Konzerttätigkeit als Kammermusikerin. Langjährige Unterrichtstätigkeit im O.Ö. Landesmusikschulwerk, seit 2001 Unterrichtstätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Rege Tätigkeit als Dozentin im Rahmen der LehrerInnenfortbildung in Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen im In- und Ausland.


Doktoratsstudium mit Dissertationsgebiet Musikwissenschaft an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien am Institut für Musikgeschichte mit dem Zweitfach Zeitgeschichte an der Universität Wien. Forschungsaufenthalte in Los Angeles. Publikation der ersten deutschsprachigen Biographie zum Exilkomponisten Eric Zeisl (Czernin), Folgepublikationen zum Themenfeld (u.a. Czernin, Böhlau). Kuratorentätigkeit für das Jüdische Museum Wien, die OÖ Landesausstellung oder Linz Kulturhauptstadt 09. Wiederholt Referentin bei Internationalen Wissenschaftlichen Konferenzen und Symposia, Vortragstätigkeit und Konzertmoderationen.


Für ihre wissenschaftliche Tätigkeit wurde Karin Wagner 2012 mit dem Elfriede Grünberg Preis ausgezeichnet. 


 

Publikationen (Auswahl) Karin Wagner


Exilmusikforschung


•    „Verfemte Musik“. In: ÖMZ 2003/1, 58. Jg., S. 43 f. 

•    Eric Zeisl – Komponist der Alten und Neuen Welt. In: Zwischenwelt. 4/2004, 20. Jg., S. 47–50. 

•    „anmutig über die Erde hin...“ Zum 100. Geburtstag des Komponisten Erich Zeisl. In: klangpunkte. Verlagsnachrichten Musikverlag Doblinger, Nr. 20, Frühjahr 2005.  

•    Eric Zeisl (1905–1959) „Eine der stärksten Persönlichkeiten der noch nicht dreißigjährigen Wiener Komponisten“. In: ÖMZ 2005/8, 60. Jg., S. 24–31.

•    Fremd bin ich ausgezogen. Eric Zeisl – Biografie. Wien 2005.

•    Haas, Michael/Hanak, Werner/Wagner, Karin (Hg.): endstation schein-heiligenstadt. eric zeisls flucht nach hollywood. Buchpublikation zur gleichnamigen Ausstellung des Jüdischen Museums Wien. Wien 2005.

•    Eric Zeisl (1905-1959) – Leben und Werk. In: Haas, Michael/Hanak, Werner/Wagner, Karin (Hg.): endstation schein-heiligenstadt. eric zeisls flucht nach hollywood. Buchpublikation zur gleichnamigen Ausstellung des Jüdischen Museums Wien. Wien 2005, S. 23–54. 

•    „ich bekomme für mein Leben gerne Post“ – Zu Eric Zeisls Korrespondenz im Exil. In: Haas, Michael/Hanak, Werner/Wagner, Karin (Hg.): endstation schein-heiligenstadt. eric zeisls flucht nach hollywood. Buchpublikation zur gleichnamigen Ausstellung des Jüdischen Museums Wien. Wien 2005, S. 119–147.

•    Zeisl, Erich. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Bd. 5. Wien 2006, S. 2721 f.

•    Zeisl, Erich. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Bd. 5. Wien 2006. (Online Version) http://www.planet-austria.at/ml?frames=yes.

•    Eric Zeisl im Pariser Exil. Angelpunkt zwischen Alter und Neuer Welt. In: Cullin, Michael/Driessen Gruber, Primavera (Hg.): Douce France? Musik-Exil in Frankreich. Wien–Köln–Weimar 2008, S. 193–204. 

•    „... da ich doch ein prominenter jüdischer Komponist bin“ – Eric Zeisls (1905-1959) Identitätsbekenntnis zum Judentum am Beispiel der Oper Hiob. In: Wiener Jahrbuch für jüdische Geschichte, Kultur & Museumswesen – Musik & Widerstand. Herausgegeben von Michael Haas im Auftrag des Jüdischen Museums der Stadt Wien. Bd. 8, 2008/5769, S. 112–127. 

•    Personenartikel Eric Zeisl, LexM (Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit), 2007, aktualisiert 2008. http://cmslib.rrz.uni-hamburg.de:6292/receive/lexm_lexmperson_00002692;jsessionid=18uyjz4u7itee?wcmsID=0003.

•    „... es grüsst Dich Erichisrael. Briefe von und an Eric Zeisl, Hilde Spiel, Richard Stöhr, Ernst Toch, Hans Kafka u. a. Wien 2008.

•    „Wenn Dich drückt der Judenschuh“ – Blicke in die moderate Wiener Moderne. In: Stern, Frank/Eichinger, Barbara (Hg.): Wien und die jüdische Erfahrung 1900-1938. Akkulturation – Antisemitismus – Zionismus. Wien–Köln–Weimar 2009, S. 197–215.   

•    „Meine Not ist zu Ende und all meine Qual“: Erich Zeisl’s Setting of Alfons Petzold’s „Der tote Arbeiter“. In: Beniston J./Chew, G./Vilain, R. (Hg.): Words and Music. Austrian Studies 17 (2009), Modern Humanities Research Association 2010, London. S. 133–163.

•    Tönende Ohnmacht – Exilphänomene Musikschaffender mit Bezug zu Linz und Oberösterreich am Beispiel Hedda Wagners, Erich Wolfgang Korngolds und Richard Taubers. In: Thumser, Regina/Petermayr, Klaus (Hg.): Klänge der Macht. Nationalsozialistische Musikpolitik in Oberösterreich. Linz 2010, S. 77–96. 

•    Eric Zeisls Hiob zwischen „Hebrew Tanglewood“, Christmals Carols und „Goimass“. In: Stern, Frank/Eichinger, Barbara (Hg.): Exil – Glaube und Kultur: 1933–1945 „Der Tag wird kommen“ (Lion Feuchtwanger). Peter Lang 2011.    

•    Personenartikel Hugo Kauder, LexM (Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit), 2012, aktualisiert 2013. http://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00003542;jsessionid=4677CF01176520D5D01F0A798FFE626B?wcmsID=0003.

•    Hugo Kauder (1888-1972) in Wien. Kontakte – Weltanschauung – Werk. In: Studien zur Musikwissenschaft. Beihefte der Denkmäler der Tonkunst in Österreich (unter der Leitung von Martin Eybl und Elisabeth Th. Hilscher). Bd. 58. Tutzing 2014, S. 217–270.  

•    Hugo Kauder’s unexpressed philosophical concept: Schelling’s transcendence, Nietzsche’s visions and Buber’s Israel. In: Journal of Modern Jewish Studies, DOI: 10.1080/14725886.2016.1144283. http://dx.doi.org/10.1080/14725886.2016.1144283.

•    Hugo Kauder (1888–1972). Komponist – Musikphilosoph – Theoretiker. Eine Biographie. Wien 2018.

•    „Gedanken über die Dauer des Exils“ – Steuermann in den USA. In: Laubhold, Lars E. (Hg.): Eduard Steuermann „Musiker und Virtuose“. Edition text+kritik, München (in Vorbereitung). 

•    Text zu „Erich Zeisl“ für die virtuelle Ausstellung „Künste im Exil“, Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main: https://kuenste-im-exil.de/KIE/Content/DE/Personen/zeisl-eric.html

 
Musikwissenschaft allgemein


•    Zum Stand der gegenwärtigen Rezeption von Bruckners Klaviermusik. In: Lindner, Andreas/Petermayr, Klaus (Hg.): Die Klaviermusik Anton Bruckners. Tagung 2015/Bericht. Linz 2016, S. 123–143. 

•    Robert Führer in Neuhofen und Kematen an der Krems. In: Lindner, Andreas/Petermayr, Klaus (Hg.): Musik im Kremstal und Anton Bruckner. Tagung 2016/Bericht. Linz 2018, S. 155–170.

•    Ein Vorbild Bruckners? Zu den Libera-Vertonungen von Johann Baptist Weiß. In: Lindner, Andreas/Petermayr, Klaus (Hg.): Die frühe Kirchenmusik von Anton Bruckner. Tagung 2018/Bericht. Linz 2021 (in Vorbereitung). 

•    Aloisia Bogner. Bruckners erste Liebe. In: Lindner, Andreas/Petermayr, Klaus (Hg.): Anton Bruckner und die Frauen. Tagung 2019/Bericht. Linz 2022 (in Vorbereitung). 

•    Polyphon II – verbotener Klänge
Publikation zu „akustikon – welt des hörens“ – eine Institution von Hörstadt Linz 09 – Kulturhauptstadt Europas
Autoren und Kuratoren: Karin Wagner, Norbert Trawöger (2009)

•    Polyphon II – forbidden sounds
Publication to „akustikon – world of hearing“ – an institution of hörstadt (acoustic city) Linz 09
Authors and curators: Karin Wagner, Norbert Trawöger (2009)

 
Klavierspezifische Literatur / Instrumentalpädagogik / Didaktik 


•    Ich verspreche mir allerdings kolossal viel davon ... Arnold Schönbergs „Zukunftsphantasien“ am Beispiel op. 16/3. In: Diskussion Musikpädagogik, 42/09, S. 48–53. 

•    For 1, 2 or 3 People (Christian Wolff, 1964). Codierung und Übersetzung. In: Hasitschka, Werner (Hg.): Performing Translation. Schnittstellen zwischen Kunst, Pädagogik und Wissenschaft. Wien 2014, S. 203–208. 

•    György Kurtág's affinity to Hungarian Folklore. In: Musikkpedagogen 3/14. Oslo 2014, S. 6–12. 

•    „Szerelem, szerelem, játkozott gyötrelem“. Kurtág György kapcsolata a magyar népzenével.
http://www.parlando.hu/2015/2015-1/Kurtag/KarinWagner-KurtagGyorgy.pdf.
(Parlando zenepedagógiai folyóirat 1/1015).

•    Wagner, Karin/Voigt, Anton (Hg.): notations 1985–2015. Texte zu Klavierdidaktik, Werkgeschichte und Interpretation. Wien 2015.

•    „Adoration, adoration, accursed desolation …“. György Kurtágs affinity to Hungarian Folklore. In: Wagner, Karin/Voigt, Anton (Hg.): notations 1985–2015. Texte zu Klavierdidaktik, Werkgeschichte und Interpretation. Wien 2015.

•    impro spontan. Improvisationsspiele für AnfängerInnen am Klavier. Verlag Studio Weinberg 2018. 

 
Texte zum Zeitgeschehen


•    Von Widerständen. http://www.gfk-ooe.at/von-widerstaenden/.

•    Wo das Wissen zerbröckelt. Über Wissen, blinde Flecken und Interpretationen in Biographien. In: Journal der gfk OÖ, 01/2017, S. 5–7. 

•    Von Hilfe und Sekunden. In: Kepler Tribune, 03/2019, S. 20. 

 
Ausführliche Programmtexte


•    Erich Zeisl. In: Programmheft zum 9. Kammermusikfestival Schloss Laudon, August 2016, S. 36–39.

•    Sonata for Viola and Piano, a-Moll (Erich Zeisl). In: Programmheft zum 9. Kammermusikfestival Schloss Laudon, August 2016, S. 39 f.

•    Ein Wiener in der Fremde. Bemerkungen zur Biographie Erich Zeisls. In: Programmheft anlässlich der Europäischen Erstaufführung zu „Leonce und Lena“, Musiktheater Linz April 2017, S. 6–10. 

•    Programmeinführung zu „All Chopin“ mit Charles Richard-Hamelin. In: OÖ. Stiftskonzerte Kremsmünster, 21. Juli 2018.  

•    Programmeinführung zu „Schumann Quartett“. In: OÖ. Stiftskonzerte Kremsmünster, 6. Juli 2019.   


CD-Booklet Texte


zeit.tasten 01: Schüler aus OÖ. Landesmusikschulen spielen Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. SW 010187-2.

zeit.tasten 02: Schüler aus OÖ. Landesmusikschulen spielen Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts. SW 010206-2.

ORF CD 419, 2005
Lieder von Erich Zeisl
Adrian Eröd, Bariton 
Eva Mark-Mühler, Klavier

CD (erscheint voraussichtlich September 2020, Label noch unklar) 
Johannes Fleischmann, Violine
Magda Amara, Klavier  
Werke u.a.: Erich Zeisl: Brandeis Sonata
Text: „Zurück zu den Wurzeln – die Brandeis Sonata“