ZULASSUNGSPRÜFUNG
  
1. Ein Werk aus dem Barock im Schwierigkeitsgrad von z. B.:
BACH: Wohltemperiertes Klavier I und II; mindestens drei Sätze einer Suite
HÄNDEL: mindestens drei Sätze einer Suite
SCARLATTI: 2 Sonaten
 
2. Eine vollständige Sonate oder ein Variationswerk von
HAYDN, MOZART oder BEETHOVEN

3. Ein Werk (auch Einzelsätze) der Romantik im Schwierigkeitsgrad von z. B.:
FIELD: Nocturnes
MENDELSSOHN BARTHOLDY: Lieder ohne Worte
CHOPIN: Nocturnes; Walzer; Impromptus
SCHUMANN: Waldszenen op. 82
LISZT: Consolations
BRAHMS: Balladen op. 10; Intermezzi op. 117
Oder ein Satz einer romantischen Sonate.
 
4. Ein Werk (auch Einzelsätze) des 20. oder 21. Jahrhunderts im Schwierigkeitsgrad von z. B.:
DEBUSSY: Children’s Corner
SCHÖNBERG: 6 kleine Klavierstücke op. 19
KRENEK: 20 kurze Klavierstücke im Zwölftonstil op. 83
BARTÓK: Mikrokosmos ab Bd. 5, 6; Bagatellen op. 6
GERSHWIN: 3 Preludes
CHATSCHATURJAN: Toccata
SCHOSTAKOWITSCH: 24 Preludes
SCHNEBEL: Bagatellen

5. Eine Etüde im Schwierigkeitsgrad von z. B.:
CLEMENTI: Gradus ad parnassum
CRAMER: Etüden   
CZERNY: Die Kunst der Fingerfertigkeit op. 740
LISZT: Étude pour le piano en douze exercices op. 1

Zusätzlich kann auch eine Komposition oder Improvisation aus dem Bereich der Popularmusik vorgetragen werden.


 

BENOTUNG 4. SEMESTER

Vollständiger Vortrag mindestens zweier Stücke mit unterschiedlicher Aufgabenstellung im Klassenverband oder vor einem klassenübergreifenden Auditorium. Die Wahl der Stücke ist frei, soll jedoch den Anforderungen des Studiums angepasst sein. (Einladung von KollegInnen ist erwünscht)



2. DIPLOMPRÜFUNG 1. Instrument Klavier

Kommissionelle Prüfung im 1. Instrument Klavier



Programm:

Es sind eine vollständige Sonate und 4 weitere Werke (bei zyklischen Werken ist auch eine repräsentative Auswahl möglich) aus verschiedenen Stilbereichen ab Barock (einschließlisch Kompositionen, die sich nicht mit den gebräuchlilchen Stiletiketten versehen lassen) vorzubereiten. 

a) Ein Stück muss aus der

  • zeitgenössischen Klavierliteratur nach 1950

oder
 

  • aus dem Bereich der Popularmusik (Improvisation oder eigenes Arrangement) sein. Eine knappe verbale Einführung zu diesem Stück ist erwünscht.

Beide Möglichkeiten verstehen sich als eigene Stilbereiche und schließen einander nicht aus, können also beide im Prüfungsprogramm enthalten sein.


b) Ein Stück kann auch aus dem Bereich der Klavierkammermusik (kein Klavierkonzert, kein Werk für Klavier zu 4 Händen oder für 2 Klaviere) stammen.

 

Es ist ein Wahlprogramm im Umfang von max. 20 Minuten zusammenzustellen, das 3 Werke (auch einzelne Sätze) unterschiedlicher Stilepochen enthält. Die beiden anderen Werke werden von der Kommission auszugsweise geprüft.



Bei der Auswahl der Stücke kommt es weniger auf einen hohen Schwierigkeitsgrad als auf die überzeugende Bewältigung der möglichst vielfältigen technischen und musikalischen Herausforderungen an. Bei der Beurteilung sind hohe künstlerische Maßstäbe hinsichtlich der Interpretation anzulegen, insbesondere was Klang- und Anschlagskultur, persönliche Gestaltungskraft und musikalische Intelligenz betrifft.