Das Forschungsprojekt Telling Sounds nutzt die unmittelbare Verfügbarkeit von audiovisuellen Dokumenten, um deren Bedeutung für die (historische) Musikwissenschaft in methodologisch innovativer Weise anzuwenden. Die Einbettung von Musik in Radiosendungen, Reportagen, Dokumentationen und Filmen verweist auf die Historizität von musikalischen Phänomenen, die jenseits der großen Erzählung von in kulturellen Zentren wirkenden „Tonheroen“ zu beobachten sind. Musik(en) stehen in solchen Dokumenten in vielfältigen und sehr unterschiedlichen Zusammenhängen: die (audio)visuellen Elemente verweisen jeweils auf verschiedene Zeiten, Institutionen, Ereignisse, Orte, Personen und Repertoires, deren Zusammentreffen ein lineares Verständnis von Geschichte für sich genommen schon in Frage stellt. Um solche Dokumente auch über die Grenzen unterschiedlicher Sammlungen und Dokumententypen hinaus aufeinander beziehen zu können, werden für ihre Sedimentierung, also das Erfassen ihrer einzelnen Bestandteile, Methoden der Oral History, der Medien- und Filmwissenschaft, der Musikanalyse und der Performance-Studies miteinander kombiniert.

 

Termine


April 2019

  • Doktoratskolleg Austrian Studies, Universität Innsbruck (1.4.)
    Matej Santi: "Hier spricht Jimmy Berg aus New York", oder vom transnationalen Nation-building im Radio

März 2019

Februar 2019

  • Klausur der Wissenschaften (27.2.)
    Posterpräsentation

Jänner 2019

  • Überblicksvorlesung Tendenzen des Faches (16.1., 9.00–10.30, IMI)
    Team Telling Sounds: Projektpräsentation

Dezember 2018

  • Musik Quellen Denken (ÖGMw Jahrestagung)
    Panel M. Santi und E. Berner: Wie klingt die 2. Republik. Oder welche Musik hat wen wovon befreit?

September 2018