Das Forschungsprojekt Telling Sounds nutzt die unmittelbare Verfügbarkeit von audiovisuellen Dokumenten, um deren Bedeutung für die (historische) Musikwissenschaft in methodologisch innovativer Weise anzuwenden. Die Einbettung von Musik in Radiosendungen, Reportagen, Dokumentationen und Filmen verweist auf die Historizität von musikalischen Phänomenen, die jenseits der großen Erzählung von in kulturellen Zentren wirkenden „Tonheroen“ zu beobachten sind. Musik(en) stehen in solchen Dokumenten in vielfältigen und sehr unterschiedlichen Zusammenhängen: die (audio)visuellen Elemente verweisen jeweils auf verschiedene Zeiten, Institutionen, Ereignisse, Orte, Personen und Repertoires, deren Zusammentreffen ein lineares Verständnis von Geschichte für sich genommen schon in Frage stellt. Um solche Dokumente auch über die Grenzen unterschiedlicher Sammlungen und Dokumententypen hinaus aufeinander beziehen zu können, werden für ihre Sedimentierung, also das Erfassen ihrer einzelnen Bestandteile, Methoden der Oral History, der Medien- und Filmwissenschaft, der Musikanalyse und der Performance-Studies miteinander kombiniert.

Als Massnahme der Nachwuchsförderung finanziert die mdw in den Studienjahren 2019 bis 2021 ein gemeinsam mit dem Archiv der mdw durchgeführtes Spezialprojekt unter dem Titel Klingende Zeitgeschichte, das den medialen Wirkungen und Auftritten der mdw gewidmet ist. Dazu begrüßen wir herzlich zwei neue Mitglieder im Team: Eva Schörkhuber und Haruki Noda.

 

Workshop Data Modelling II mit Franziska Diehr (Freie Universität Berlin) am 16. und 17. Juni 2020

Music – Media – History

Die Publikation nach dem Symposium 2019 wird im Transcript Verlag gedruckt und im Sommer erscheinen.

 

Workshop Stimme

Wurde zu einem Arbeitskreis, in dem ExpertInnen unterschiedlicher Disziplinen das Thema „historische Stimmen analysieren“ befragen und kommentieren.

 

Von unseren Kooperationspartnern:

Die Online-Austellung der Österreichischen Mediathek dokumentiert die Mitwirkung von Telling Sounds:

https://www.mediathek.at/meine-mediathek-curated-by/cornelia-szabo-knotik/

 

Termine

Dezember 2020

  • Music and Resistance. Lucca (11–13.12.)
    Matej Santi: An Aural History of Remembering the Resistance: Italian Newsreels during the 'Years of Lead'

Mai 2020 (verschoben auf Frühjahr 2021)

Januar 2020

Dezember 2019

Oktober 2019

  • Am 1. und 2. Oktober 2019 hat das Team gemeinsam mit Stefan Szepe (ZID) die Struktur des Datenmodells skizziert, das dem Forschungstool zugrunde liegt. Einleitend hat David Weigl (IWK) das Datenmodell vom TROMPA vorgestellt.
  • Workshop: Data Modeling mit Franziska Diehr, Freie Universität Berlin (1.–3.10.)

September 2019

  • Projektpräsentation bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung, Detmold - Paderborn (23.9.)
    Cornelia Szabó-Knotik, Matej Santi, Elias Berner, Peter Provaznik, Julia Jaklin: "Musikgeschichte anders erzählen?"

August 2019

  • Digital Humanities at Oxford Summer School (22.–26.8.)
    Linked Data for Digital Humanities (Weiterbildung: Matej Santi, Elias Berner, Julia Jaklin)

April 2019

  • Doktoratskolleg Austrian Studies, Universität Innsbruck (1.4.)
    Matej Santi: "Hier spricht Jimmy Berg aus New York", oder vom transnationalen Nation-building im Radio

März 2019

Februar 2019

  • Klausur der Wissenschaften (27.2.)
    Posterpräsentation

Jänner 2019

  • Überblicksvorlesung Tendenzen des Faches (16.1., 9.00–10.30, IMI)
    Team Telling Sounds: Projektpräsentation

Dezember 2018

  • Musik Quellen Denken (ÖGMw Jahrestagung)
    Panel M. Santi und E. Berner: Wie klingt die 2. Republik. Oder welche Musik hat wen wovon befreit?

September 2018