Veranstaltungenalle...

  • 22.05. Gastkurs Merit Palas, Violine (Sibelius Musikakademie Helsinki)...

    im Rahmen der ERASMUS-Lehrendenmobilität....

  • 22.05. Klaviermatinee - ACHTUNG!! Neue Beginnzeit: 12.00 Uhr...

    Studierende von Martin Hughes...

  • 22.05. Klaviermatinee...

    Studierende von Christopher Hinterhuber...

  • Gender Studies

    Die wissenschaftliche Forschungsrichtung, die sich transdisziplinär mit der Kategorie Geschlecht / Gender (soziales Geschlecht) auseinandersetzt, nennt sich „Gender Studies“, was ins Deutsche übersetzt „Geschlechterstudien“ respektive „Geschlechterforschung“ bedeutet. An der mdw (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) werden Gender-Lehrveranstaltungen angeboten und am mdw-Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) wurde eine Professur für Gender Studies etabliert. Ein wichtiger Teil des aktuellen mdw-Gender Studies-Lehrangebots sind die „interdisziplinären mdw-Gender-Ringvorlesungen“, die im Jahr 2009 von der damaligen Vizerektorin für Lehre und Frauenförderung, Claudia Walkensteiner-Preschl, gemeinsam mit der Kulturwissenschafterin Doris Ingrisch, ins Leben gerufen wurden. Die Historikerin Andrea Ellmeier verstärkte das Gender-Ringvorlesungsgründerinnenteam ab dem Sommer 2009. In den Gender-Ringvorlesungen werden unterschiedlichste Dimensionen aus Musik◦Theater◦Film hinsichtlich ihrer Gender-Grundlagen und -Auswirkungen erkundet. Publiziert werden die Vorlesungsergebnisse in der im Böhlau Verlag Wien erscheinenden Buchreihe „mdw Gender Wissen“. Bisherige Themen der Ringvorlesungen waren:
    - „Gender Performances. Wissen und Geschlecht in Musik◦Theater◦Film“ (2010, Buch 2011)
    - „Kultur der Gefühle. Wissen und Geschlecht in Musik◦Theater◦Film“ (2011, Buch 2012)
    - „Ratio und Intuition. Wissen|s|Kulturen und Geschlecht in Musik◦Theater◦Film“ (2012, Buch 2013)

    Plattform Gender_mdw

    Die Vizerektorin für Lehre und Frauenförderung, Ulrike Sych, initiierte die universitätsübergreifende Plattform Gender_mdw. Alle 24 Institute nominierten eine Gendervertretung wie auch eine Ersatzperson. In den Sitzungen der Plattform werden sämtliche Gender-Themen der mdw besprochen und diskutiert. Auf diese Weise möchte das Vizerektorat einen informativen, produktiven und anregenden Gender-Dialog entstehen lassen. Fast alle Themen und Fragestellungen der an der mdw vertretenen Künste und Wissenschaften – Musik◦Theater◦Film – können u.a. auch unter dem Aspekt Gender (soziales Geschlecht) betrachtet, analysiert, diskutiert und erforscht werden.

    Der Begriff Gender (soziales Geschlecht) drückt aus, dass geschlechtsspezifisches Verhalten, geschlechtliche Zuschreibungen und normierende Annahmen über Männer und Frauen, Homosexuelle, Inter- und Transgenders gesellschaftlich erzeugte Umgangs- und Betrachtungsformen darstellen. Solche sozialen Konventionen haben sich in einem gesellschaftlichen Kontext durch Diskurse, die von Macht, Herrschaft, Autorität und Widerstand geprägt waren und sind, heraus gebildet. Historisch entstandene Zuschreibungen sind also keine „Natur“gegebenheiten davon, was eine Frau, ein Mann zu sein hat, wie sie oder er sich zu verhalten hätte. Es handelt sich vielmehr um soziale Bezeichnungen und Markierungen, um Beschreibungen von Eigenschaften (Attribuierungen), die einmal gemacht, auch wieder verändert werden können.


    Kontakt

    Homepage der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies im Vizerektorat für Lehre und Frauenförderung

    Mehr Informationen und Details bei:
    Dr.in Mag.a Andrea Ellmeier
    Koordinatorin für Frauenförderung und Gender Studies
    Vizerektorat für Lehre und Frauenförderung
    Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)
    Anton-von-Webern-Platz 1 - Zi D02/45, 1030 Wien
    T: +43-(0)1-711 55-6044 (Di-Fr)
    E-Mail: ellmeier-a@mdw.ac.at


    Geschichte der Gender Studies

    Die Gender Studies gehen zurück auf die Frauenforschung (später Frauen- und Geschlechterforschung), die sich im Zuge der Zweiten Frauenbewegung nach 1968 entwickelt hat. Die vielen an die Universitäten strebenden Studentinnen wollten mehr wissen über die Geschichte ihrer Mütter und Großmütter, mehr über historische Frauengestalten, mehr über Künstlerinnen, die weder in Geschichtsbüchern noch in Kunst und Öffentlichkeit ausreichend Aufmerksamkeit fanden und registriert wurden. Fragen wie „Waren die Geschlechter schon immer in ‚erste’ und ‚zweite’ Geschlechter unterteilt gewesen?“ und wenn ja, warum, wurden gestellt. Die Historisierung solcher Fragestellungen führt zu erhellenden Differenzierungen von Gesellschaft und Wissensbeständen und schärft die Wahrnehmung für Unterschiede, Machtverhältnisse und Ungleichheit. Gender Studies sind u.v.a.m. immer auch Ungleichheitsforschung und haben sich nicht zuletzt deshalb als Forschungsrichtung in den Wissenschaften und Künsten etabliert, weil kritisch nachgefragt wurde…warum etwas so ist wie es ist.