"Wissens(un)kultur - Wissenskultur(en)"

 

Es diskutieren:

 

  • Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen
  • Nicole Föger, Geschäftsführerin der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität
  • Ursula Hemetek, Ethnomusikologin und Wittgenstein-Preisträgerin, mdw
  • Johannes Meissl, Künstler und Senatsvorsitzender, mdw
  • Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel
  • Klement Tockner, Präsident des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung


 


 

Ulrike Beisiegel (c) Universität Göttingen/MikscheUlrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen

Ulrike Beisiegel, Jahrgang 1952, ist seit 2011 Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen
und wurde im Jahr 2015 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Sie studierte Humanbiologie in
Marburg und wurde dort am Fachbereich Medizin promoviert. Ein Postdoc-Aufenthalt führte sie
nach Dallas (USA), wo sie bei den späteren Nobelpreisträgern Josef L. Goldstein und Michael S.
Brown arbeitete. 1990 habilitierte sie sich an der Universität Hamburg, wo sie 1996 zur Professorin
ernannt wurde. Ab 2001 war Direktorin des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie am
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Sie ist außerdem Inhaberin der Ehrendoktorwürde der
schwedischen Universität Umeå und der schottischen Universität Edinburgh sowie zahlreicher
weiterer wissenschaftlicher Auszeichnungen. Ulrike Beisiegel war von 2012 bis 2018
Vizepräsidentin für Governance und Hochschulmanagement der Hochschulrektorenkonferenz
(HRK). Sie ist seit 2011 Senatorin der Max-Planck-Gesellschaft, seit 2014 Mitglied im Vorstand der
Landeshochschulkonferenz Niedersachsen und seit 2018 Mitglied im Universitätsrat der Karl-
Franzens-Universität Graz.

Foto: Universität Göttingen/Mischke

 


 

Nicole Föger (c) Foto WilkeNicole Föger, Geschäftsführerin der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität

Nicole Föger hat ein Doktorat in Biochemie, sie war als Wissenschaftlerin an der Medizinischen Universität Wien, dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (Deutschland) und an der Universität Basel (Schweiz) tätig. Danach schloss sie einen Postgraduellen Lehrgang in Public Relations an.
Seit 2010 leitet sie die Geschäftsstelle der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität und ist auf nationaler Ebene in allen Angelegenheiten zur wissenschaftlichen Integrität involviert: Sie gibt Trainings in Guter Wissenschaftlicher Praxis für WissenschaftlerInnen, Beratung für Mitgliedsorganisationen und unterstützt die Kommission für wissenschaftliche Integrität. Diese bietet ein neutrales und objektives Forum für Untersuchungen von wissenschaftlichem Fehlverhalten.
Von 2012 bis 2018 war Nicole Föger Vorsitzende des European Network of Research Integrity Offices (ENRIO). Sie ist in verschiedensten europäischen Initiativen und EU-Projekten zur wissenschaftlichen Integrität als Projektpartner oder Mitglied des Advisory Boards involviert. Seit Mai 2018 ist sie Mitglied im Governing Board der World Conference on Research Integrity Foundation (WCRIF).

Foto: Foto Wilke

 


 

Ursula Hemetek (c) Doris PillerUrsula Hemetek, Ethnomusikologin und Wittgenstein-Preisträgerin, mdw

Geboren 1956 in Wien, ao.Univ.-Prof.in Dr.in phil. Ursula Hemetek am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 1987 Dr. phil. Musikwissenschaft, 2001 Habilitation an der Universität Wien, Ethnomusikologie.

Leiterin des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie ab 1. Jänner 2011.

Gründerin der Study Group Music and Minorities im International Council for Traditional Music (1999)

Generalsekretärin des International Council for Traditional Music seit Juli 2017

Wittgensteinpreisträgerin 2018

Forschungsschwerpunkte: Musik von Minderheiten in Österreich, insbesondere Roma, burgenländische KroatInnen, MigrantInnen im urbanen Raum, Fluchtbewegungen. Applied ethnomusicology.

Lehrtätigkeit im Fach Ethnomusikologie, insbesondere "Musik von Minderheiten” an mehreren Universitäten. Intensive Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit im interkulturellen Bereich, politisches Engagement als Mitbegründerin mehrerer "NGOs“.

Zahlreiche Publikationen zum Thema „Ethnomusikologie und Minderheiten”

Foto: Doris Piller

 


 

Johannes Meissl (c) Sabine HauswirthJohannes Meissl, Künstler und designierter Vizerektor, mdw

Studium an der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Wolfgang Schneiderhan, Gerhart Hetzel und Hatto Beyerle. Abschluss des Studiums mit Auszeichnung und Würdigungspreis. Weitere Studien beim LaSalle Quartett in den USA. Seit 1982 Mitglied des Artis Quartett Wien, mit dem er regelmäßig in den berühmten Konzertsälen und bei den bedeutendsten Festivals auftritt. Zahlreiche Preise (Grand Prix du Disque, Diapason d'Or, Deutscher Schallplattenpreis etc.) für mehr als 35 Aufnahmen. Seit 1988 erfolgreicher Konzertzyklus im Wiener Musikverein. Johannes Meissl konzertiert auch als Solist und im Rahmen verschiedenster Kammermusikprojekte.

Meissl ist Professor an der mdw, Leiter des Joseph Haydn Instituts für Kammermusik, Alte Musik und Neue Musik, künstlerischer Leiter der isa und - gemeinsam mit Hatto Beyerle - künstlerischer Direktor der ECMA - European Chamber Music Academy. In seinen künstlerischen und pädagogischen Aktivitäten sucht er die Verbindung zu verschiedenen Bereichen der darstellenden Kunst, der Literatur, Kulturgeschichte, Musikanalyse und Philosophie. Johannes Meissl unterrichtet weltweit an zahlreichen Sommerakademien und Kursen für Kammermusik. Viele seiner Studierenden sind PreisträgerInnen bei internationalen Wettbewerben, z. B. beim ARD Wettbewerb München. Mit zahlreichen jungen Quartetten hat Johannes Meissl Aufnahmen künstlerisch produziert, die Auszeichnungen wie den Echo-Klassik erhielten.

In den letzten Jahren widmet sich Johannes Meissl auch erfolgreich dem Dirigieren und tritt regelmäßig mit verschiedenen Orchestern in Österreich, Japan, Bulgarien, Litauen, Polen, Tschechien und Rumänien auf.

Links:
www.mdw.ac.at/isa
www.ecma-music.com
www.artis-quartett.at

Foto: Sabine Hauswirth

 


 

Andrea Schenker-Wicki (c) Universität BaselProf. Dr. Dr. h.c. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel.

Andrea Schenker-Wicki, geboren 1959, studierte Lebensmittelwissenschaft an der ETH Zürich und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich. 1990 wurde sie an der Universität Freiburg (Schweiz) im Bereich Operations Research und Informatik promoviert. 1996 habilitierte sie sich an der Universität St. Gallen mit einer Studie zur Evaluation von Hochschulleistungen.

Von 1990 bis 1997 war Schenker-Wicki als wissenschaftliche Mitarbeiterin und ab 1993 Informationsverantwortliche an der Nationalen Alarmzentrale in Zürich tätig. Anschliessend führt sie während vier Jahren die Sektion Universitätswesen im Bundesamt für Bildung und Wissenschaft (heute: Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation).

Von 2001 bis 2015 war sie Ordentliche Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich und Direktorin des Executive MBA sowie des CAS-Programms «Grundlagen der Unternehmensführung». In den Jahren 2012 bis 2014 bekleidete sie zudem das Amt der Prorektorin Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Zürich.

Andrea Schenker-Wicki ist unter anderem Mitglied des Fachhochschulrats der Zürcher Fachhochschule (ZFH). Zudem gehörte sie dem Österreichischen Wissenschaftsrat (2010–2016) sowie dem Deutschen Akkreditierungsrat an, präsidierte von 2007 bis 2012 den wissenschaftlichen Beirat des Organs für Akkreditierung und Qualitätssicherung (OAQ) für den Bereich der Universitäten und war von 2012 bis 2015 Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Innovationsrats. 2013 verlieh ihr die Universitätfür Bodenkultur Wien die Ehrendoktorwürde.

Andrea Schenker-Wicki ist seit 1. August 2015 Rektorin der Universität Basel. Am 27. September 2018 wurde sie für vier weitere Jahre gewählt; die zweite Amtsperiode dauert bis am 31. Juli 2023.

Foto: Universität Basel

 


 

Klement Tockner (c) Andy KüchenmeisterKlement Tockner, Präsident des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung

Klement Tockner, geboren in Schöder (Steiermark), studierte Zoologie und Botanik an der Universität Wien (Promotion: 1993). Nach Beratungstätigkeiten im Gewässermanagement in Ruanda und Uganda und als Postdoktorand an die Universität Wien, wechselte er 1996 an die EAWAG, das Wasserforschungsinstitut der ETH Zürich, wo er 2005 zum Titularprofessor ernannt wurde. Forschungsaufenthalte führten in nach Australien, Italien, Japan und in die USA. Im Jahr 2007 wurde er Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin (IGB) sowie Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin.

Klement Tockner ist Mitglied in verschiedenen Gremien und Beiräten und berät wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsprogramme weltweit. Dazu zählen unter anderem das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, das katalanische Wasserforschungsinstitut ICRA, das griechische Wasserforschungsinstitut HCMR und das nationale japanische Umweltforschungsinstitut NIES. Er ist gewähltes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina. Im Mai 2016 wurde Tockner zum Präsidenten des österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gewählt. Seit Oktober 2017 ist er Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (OeAWI).

Foto: Andy Küchenmeister