
reConnect: Behind the scenes im Exilarte Zentrum & Arnold Schönberg Center
Alumni_ae Festival 2026
Im Rahmen von reConnect mdw – Alumni_ae Festival 2026 geben ehemalige Studierende, Absolvent_innen und Partner_innen des Exilarte Zentrums exklusive und teils ungewöhnliche Einblicke in die Wiener Kulturlandschaft und ihre Arbeitsstätten.
Kombinierte Führung durch die Jubiläumsausstellung des Exilarte Zentrums und durch das Arnold Schönberg Center
Zu Gast bei Arnold Schönberg
Ping-Pong und Zwölftonmethode, Haustierfragen und Weltanschauliches, Telefonanschluss und Bekenntnisoper: In Hausbesuchen bei Arnold Schönberg erschließen sich biographische, künstlerische und zeitgeschichtliche Konstellationen im Brennpunkt einer Jahrhundertgestalt der Kulturgeschichte. Lebenswelten in der Heimat und im Exil führen von Europa in die USA, bezeugen Schaffensmittelpunkte in Wien, Berlin, Mödling, Boston und Los Angeles. Ausgewählte Exponate aus dem Nachlass Schönbergs dokumentieren den Komponisten, Musiker, Maler, Lehrer, Schriftsteller, Familienmenschen und Gastgeber.
Besucher_innen der Ausstellung treffen auf historische Gäste der Wohnsitze Schönbergs: Tonkünstler und Schachweltmeister, Drehbuchautorin und Nobelpreisträger, Exilhabsburger und Comedian.
Exilarte Jubiläumsausstellung „Aus dem Schatten ins Licht – Verfemte Komponist_innen und ihr Erbe“
Die Jubiläumsausstellung präsentiert erstmals ein Panorama der im Exilarte Zentrum der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien betreuten Nachlässe und gibt Einblick in Leben, Werk und Wirkung verfemter Künstler_innen. Das Exilarte Zentrum bewahrt, erforscht und erschließt die Nachlässe von Komponist_innen, Interpret_innen, Dirigent_innen,
Musiktheoretiker_innen sowie Theater- und Tanzschaffenden, deren Lebens- und Karrierewege durch Verfolgung, Vertreibung und Exil während des Nationalsozialismus geprägt oder gewaltsam beendet wurden. Viele von ihnen beeinflussten nach ihrer Flucht das kulturelle Leben ihrer neuen Wirkungsorte maßgeblich, während ihre Namen und Werke in Europa nach 1945 vielfach in Vergessenheit gerieten. Die Nachlässe eröffnen einen vielschichtigen Blick auf
die globalen Folgen von Verfolgung und Exil für die Musik- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Anhand ausgewählter Biografien verbindet die Ausstellung persönliche Schicksale mit historischen Kontexten und macht zugleich die Bedeutung dieses kulturellen Erbes für Forschung, Aufführungspraxis und Erinnerungskultur der Gegenwart sichtbar.
Gerold Gruber studierte Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien sowie Gesang an der mdw. Gruber initiierte die kritische Gesamtausgabe der Schriften Arnold Schönbergs. 2006 gründete er den Verein exil.arte, der 2016 als wissenschaftliches Forschungszentrum (inklusive eigenem Archiv und Ausstellungsfläche) in die mdw eingegliedert wurde. In den letzten 10 Jahren erhielt Exilarte mehr als 40 Nachlässe und hat die Zusammenarbeit mit großen Musikverlagen wie Boosey & Hawkes Berlin und G. Schirmer/ Wise Music NY begonnen.
