
Kritik der Dramaturgie
Konferenz des deutschsprachigen Netzwerk Drehbuchforschung, dem Drehbuchforum Wien und der Filmakademie Wien
Die Konferenz Kritik der Dramaturgie widmet sich aus doppelter Perspektive der Dramaturgie als kritische Praxis. Einerseits geht es um die Kritik an Dramaturgie – um normative Erzählstrukturen und ihre ideologischen Implikationen und die Frage, welche Geschichten durch welche Dramaturgien hervorgebracht oder auch verhindert werden. Andererseits geht es um die Kritik mit Dramaturgie – der Frage nach dem analytischen und transformativen Potential dramaturgischer Verfahren. Dramaturgie wird dabei als Architektur eines Werks und als angewandte Disziplin aufgefasst, die sich auf die konkrete ästhetische Gestaltung von Filmen und medialen Werken konzentriert. Damit positioniert sich Dramaturgie als wissenschaftliche Praxis im Feld der Ästhetik – vergleichbar mit der Poetik –, die reflexiv die Bedingungen und Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung erforscht. Mit dem theoretischen Instrumentarium der Dramaturgie lässt sich untersuchen, wie mediale Anordnungen Wirklichkeit nicht nur repräsentieren, sondern rahmen, vermitteln und überhaupt erst konstituieren.
Die Kooperation des Netzwerk Drehbuchforschung, der Filmakademie Wien und dem Drehbuchforum Wien versammelt verschiedene Expert_innen, die am 2. Und 3. Oktober ihre Vorträge an der mdw abhalten.
