Foto von Christian Martinsich Privat

Christian Martinsich ist Universitätsassistent (PraeDoc) am Institut für musikpädagogische Forschung und Praxis. Er studierte Lehramt Musikerziehung (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) und Mathematik (Technischen Universität Wien) und arbeitet seitdem als Lehrer an einem Wiener Gymnasien, wo er den theater- und musikpädagogischen Schwerpunkts eSPRiT leitet. Außerdem ist er Mitglied des Instituts für Szenische Interpretation für Musik und Theater (https://www.musiktheaterpaedagogik.de/2026/index.html).

martinsich@mdw.ac.at

 

Bildungsprozesse durch und mit Musik – Pädagogik – Theater.

Theaterpädagogik als mögliche Wegbereiterin in Prozessen des Musikproduzierens (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt betrachtet Theater- und Musikpädagogik aus einer interdisziplinären Perspektive mit besonderem Fokus auf produzierende Prozesse im Musikunterricht. Wenn Kinder und Jugendliche selbst kreativ werden, beginnen eigene Ideen zu explorieren und formulieren, diese mit anderen teilen und weiterentwickeln und schließlich diese präsentieren und reflektieren, kann für sie Bedeutsames im Unterricht entstehen. So können ästhetische Transformationsprozesse nicht nur künstlerische Erfahrungen ermöglichen, sondern darüber hinaus auch zur Bildung von Kindern und Jugendlichen beitragen.

Mittels qualitativer Forschungsmethoden (Interview, teilnehmende Beobachtung) soll der Frage nachgegangen werden, wie transformativen Prozesse im Zuge des Musikproduzierens, unterstützt durch theaterpädagogische Arbeit, dazu beitragen, Bildungsprozesse anzuregen. Welche (ästhetischen) Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche in gestaltendem Musikunterricht? Wie agieren sie in der Gruppe? Welchen Einfluss hat Körperlichkeit in der künstlerischen Arbeit? Welche Relevanz messen sie dieser Unterrichtsform bei?

Durch die bildungstheoretische Fundierung des Projekts wird das Zusammenspiel von Musik und Theater für die (Selbst-)Bildung des produzierenden Subjekts (Hentschel) in der Auseinandersetzung mit künstlerisch-ästhetischen Objekten ergründet. Darüber hinaus sollen mögliche Impulse für die Lehrer:innenbildung formuliert werden.