Zulassungsprüfung MA IGP

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Anforderungen 

3. "Instrumental(Gesangs)pädagogischer Teil"
 

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Terminvergabe

Nach der erfolgreichen Anmeldung zur Zulassungsprüfung erhalten Sie eine Protokollnummer, die auch zur anonymisierten Einteilung des instrumental- und gesangspädagogischen Prüfungsteils dient. Den Prüfungszeitraum für diesen Prüfungsteil entnehmen Sie bitte der Website des Studiendekanats für musikpädagogische Studien. Ihr individueller Termin für die Prüfungsteile 3a) und b) wird etwa eine Woche vorab unter Angabe Ihrer Protokollnummer auf der Website des Studiendekanats veröffentlicht.

Für beide Prüfungsteile zusammen ist eine Dauer von knapp zweieinhalb Stunden vorgesehen. Bitte halten Sie sich jedoch bis zur Veröffentlichung des detaillierten Zeitplans alle angesetzten Prüfungstage ganztägig frei!

 

Ablauf des instrumental- und gesangspädagogischen Prüfungsteils


Die beiden Prüfungsteile 3a) und b) folgen unmittelbar aufeinander in Form einer a) Gruppenphase sowie eines b) Einzelgesprächs. Zwischen den Phasen liegt eine kurze Vorbereitungszeit.

In der Gruppenphase leiten Sie einen eigenständig geplanten musikalischen Prozess mit einer Gruppe aus Mitbewerber:innen an.

Zur Vorbereitung auf die zweite Phase erhalten Sie anschließend ein kurzes Unterrichtsvideo, das im Hinblick auf eine ausgewählte Situation genauer betrachtet reflektiert werden soll (s.u.).

Im Mittelpunkt des anschließenden Einzelgesprächs mit der Kommission stehen:
 

  • die Reflexion des angeleiteten musikalischen Gruppenprozesses,
  • Ihre Analyse der videografierten Unterrichtssequenz sowie
  • Ihr eingereichtes Motivationsschreiben.


Weitere Informationen zu Ablauf und Anforderungen der einzelnen Phasen finden Sie im folgenden Abschnitt.

 

a) Anleitung eines musikalischen Gruppenprozesses


In diesem Prüfungsteil haben Sie die Aufgabe, eine etwa achtminütige Musizierphase mit einem gemischten Ensemble, bestehend aus weiteren Studienbewerber:innen (max. 6 Personen) anzuleiten.

Bei der Gestaltung sind Sie frei: Sie können sich auf bestehende Verfahren (z.B. Live-Arrangement) oder Materialien (Leadsheets, Kanons, (freie) Notation) stützen oder einen eigenen Zugang wählen: Improvisationen sind dabei ebenso möglich wie das Musizieren von Rhythmicals (Vocal- oder Bodypercussion) oder multimediale und interartistische Zugänge (beispielsweise die Verbindung mit bildender Kunst).

Sie können die mitgebrachten Instrumente der Bewerbenden nutzen oder alternativ Stimme und Körper nutzen. Falls Sie Instrumente einplanen, beachten Sie, dass Ihnen die Besetzung vorab nicht bekannt ist. Fixe Wunschkonstellationen (z.B. „Streichquartett“) sind nicht realisierbar. Ein Klavier steht im Prüfungsraum zur Verfügung.


Wichtige Hinweise zur Durchführung:
 

  • Notation: Gehen Sie sparsam mit Notenmaterial um.
  • Zeitmanagement: Versuchen Sie, rasch in einen musikalischen Prozess zu kommen und nehmen Sie dabei klar die leitende Rolle ein.
  • Planung: Bereiten Sie sich so vor, dass flexibel agieren können und fokussieren Sie sich auf das musikalisch Wesentliche.

 

Bewertungskriterien:

Das klingende Ergebnis fließt in die Bewertung ein, ist jedoch nur ein Aspekt unter mehreren. Die Beurteilung erfolgt anhand der drei folgenden Kategorien:
 

  • Leitung und Kommunikation mit der Gruppe (z.B. verbale Impulse, Körpersprache, Motivation, Rückmeldungen, Einbindung aller Beteiligten)
  • Prozessgestaltung und methodisches Vorgehen (z.B. Zielklarheit, Flexibilität und Zeitmanagement, Balance zwischen Instruktion und Musizieren)
  • Umgang mit der Musik (z.B. musikalische Vorstellung, Gestaltungsideen und stiladäquater Umgang, angemessene musikalische Impulse)

 

Vorbereitungsphase

Im Anschluss folgt eine ca. zehnminütige Selbstarbeitsphase. Sie erhalten ein kurzes Unterrichtsvideo (ca. 3 Min.). Ihre Aufgabe ist es, eine Situation oder einen Aspekt auszuwählen, der Ihnen besonders relevant oder persönlich bedeutsam erscheint. Das Stoppen und Spulen des Videos ist dabei ausdrücklich erlaubt!

Bereiten Sie sich darauf vor, Ihre Eindrücke zur ausgewählten Situation der Kommission im Sinne eines kurzen Statements vorzustellen (ca. 1 Minute). Ausschlaggebend ist dabei nicht instrumenten- oder gesangsspezifisches Detailwissen, sondern die Fähigkeit, eine Unterrichtssituation wahrzunehmen und zu beschreiben, didaktische Entscheidungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und alternative Gestaltungsmöglichkeiten abwägen und begründen zu können.

Empfehlenswert ist daher, den Fokus auf das Lehrer:innen-Handeln und entsprechende Interaktionen zu richten: Wie reagiert die Lehrkraft? Welche Impulse werden gesetzt? Wie gestaltet sich die Kommunikation? Welche alternativen wären denkbar – wie hätten Sie in dieser Situation reagiert? Wie könnte es weitergehen?

Die Vorbereitungszeit können Sie zudem nutzen, um Eindrücke aus der vorangegangenen Gruppenphase festzuhalten, die Sie in das anschließende Gespräch mit der Prüfungskommission einbringen möchten.

 

b) Gespräch auf Basis einer videographierten Unterrichtssequenz und des Motivationsschreibens


Im Gespräch mit der Prüfungskommission haben Sie zunächst die Gelegenheit, Ihr Vorgehen in der Gruppenmusizierphase zu erläutern und auf Nachfragen einzugehen. Im Wesentlichen geht es dabei um die Fähigkeit zur Selbstreflexion und den Abgleich von Selbst- und Außenwahrnehmung. Dabei kann es beispielsweise um die folgenden Punkte gehen:
 

  • Einschätzung der musikalischen Arbeit
  • Einschätzung des Umgangs mit der Gruppe
  • Reflexion eigener Stärken und Schwächen
     

Im Weiteren stehen die Ergebnisse Ihrer Betrachtung des Videomaterials im Mittelpunkt: Sie erhalten die Gelegenheit, Ihre ausgewählte Situation sowie Ihre Eindrücke dazu vorzustellen und kurz zu erläutern. Dabei geht es zunächst um eine präzise Beschreibung.

Im anschließenden Gespräch werden ausgewählte Aspekte dialogisch vertieft. Dabei kann es beispielsweise um Ihre Einschätzung des beobachteten Vorgehens gehen, um mögliche Handlungsspielräume und alternative Vorgehensweisen oder um Bezüge zu Ihren eigenen Erfahrungen.

Entscheidend ist Ihre Fähigkeit, didaktische Entscheidungen nachvollziehbar zu interpretieren, alternative Handlungsmöglichkeiten zu reflektieren und Ihre Einschätzungen argumentativ und fachlich zu begründen.

Ihr im Rahmen der Anmeldung eingereichtes Motivationsschreiben kann dabei einen wichtigen Bezugspunkt darstellen. Einzelne Aspekte – beispielsweise Ihrer angestrebten individuellen Profilierung – können im Gespräch vertieft werden.