Christina Wippel
Wie Jugendliche das Smartphone nutzen
Eine empirische Untersuchung neuer musikalischer Verhaltensweisen
Band 13 der Reihe extempore
Wien: Institut für Musiksoziologie 2014
Preis: € 8,–
Die Publikation behandelt ein sehr aktuelles Problem des Musiklebens, die veränderte Musiknutzung durch Jugendliche, ermöglicht durch die Entwicklung und Marktdurchdringung internetfähiger Mobiltelefone.
Die Autorin informiert einleitend über aktuelle Erkenntnisse der Jugendforschung. Als zweites Standbein ihrer Forschungsbasis erläutert sie die aktuelle technologische Entwicklung von Musikempfangs- und -abspielgeräten, um die völlig veränderten Rahmenbedingungen zu klären, mit denen musikinteressierte Jugendliche heute konfrontiert sind. Der theoretische Teil der Arbeit wird mit einem Zwischen-Resümee abgeschlossen, das zugleich jene Hypothesen vorstellt, die zum zweiten Teil der Arbeit, der empirischen Untersuchung überleiten, die zu einigen unerwarteten Ergebnissen geführt haben.
So gelingt es ihr z.B., die oft reproduzierte Zeitdiagnose zu widerlegen, dass Jugendliche kein Interesse mehr am Besitz von Musik hätten und ohnehin nur mehr kurzfristigen Konsumimpulsen folgten. Außerdem erfahren wir, wie das Smartphone von den Jugendlichen als Musikspeicher benutzt und verstanden wird, und vieles mehr.
Die aus Sicht von Musikschaffenden und Musikpädagogen erschütterndste Erkenntnis ist jene, dass die Idee, für aufgenommene Musik Geld auszugeben, lediglich noch als Schrulle der Elterngeneration im Bewusstsein ist, wenn überhaupt.

 

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